Internationale Jugendarbeit und politische Theorie

Diskurse und Perspektiven

von
Stefan Schäfer

Internationale Jugendarbeit ist abhängig von politischen Entscheidungen und entfaltet zugleich eine eigenständige politische Aktivität. Der Autor beschäftigt sich in diesem Buch mit der Frage, wie sich internationale Jugendarbeit als politisches Handlungsfeld konstituiert. Hierzu wird der politiktheoretische Begriff der "politischen Differenz" und seine Verarbeitung im bildungstheoretischen Diskurs sowie in Ansätzen der politischen Bildung rekonstruiert. Damit leistet der Autor einen Beitrag zur theoretisch-konzeptionellen Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit und entfaltet eine…

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Bestellnummer: 41161
EAN: 9783734411618
ISBN: 978-3-7344-1161-8
Reihe: Non-formale politische Bildung
Erscheinungsjahr: 2021
Seitenzahl: 160
Produktinformationen

Internationale Jugendarbeit ist abhängig von politischen Entscheidungen und entfaltet zugleich eine eigenständige politische Aktivität. Der Autor beschäftigt sich in diesem Buch mit der Frage, wie sich internationale Jugendarbeit als politisches Handlungsfeld konstituiert. Hierzu wird der politiktheoretische Begriff der "politischen Differenz" und seine Verarbeitung im bildungstheoretischen Diskurs sowie in Ansätzen der politischen Bildung rekonstruiert. Damit leistet der Autor einen Beitrag zur theoretisch-konzeptionellen Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit und entfaltet eine kritisch-emanzipatorische Perspektive, die Bildung und Demokratie ins Zentrum rückt.

Inhaltsübersicht

Vorwort (von Andreas Thimmel)

Einleitung

I. Völkerverständigung – Interkulturalität – Diversität – Reflexive Internationalität.
Zur Genealogie der konzeptionellen Diskurse in der internationalen Jugendarbeit

1. Völkerverständigung durch Begegnung: Internationale Jugendarbeit als pädagogisches und politisches Handlungsfeld

2. Von der Völkerverständigung zum interkulturellen Lernen

3. Diversität als Normalität: Zur diversitätstheoretischen Kritik am interkulturellen Lernen 

4. Reflexive Internationalität: Die politische Dimension internationaler Jugendarbeit 

5. Die Sichtbarmachung des Politischen als Ziel aktueller Diskurse internationaler Jugendarbeit

II. Das Politische und die Politik: Zum Begriff der politischen Differenz
in politischer Theorie
und radikaler Demokratietheorie

6. Kontingenz und radikale Demokratie

7. Spielformen der politischen Differenz

8. Die politische Differenz als Analysekategorie in der internationalen Jugendarbeit

III. Bildung und Demokratie:
Das Politische in Erziehungswissenschaft und Bildungsphilosophie

9. Die politische und die pädagogische Differenz

10. Bildung und Demokratie als Schnittstellen pädagogischer Differenz

11. Internationale Jugendarbeit und pädagogische Differenz

IV. Kontingenz und radikale Demokratie als Bildungsgelegenheiten:
Das Politische in der politischen Bildung 

12. Politik als Gegenstand politischer Bildung?

13. Politische Differenz und radikale Demokratietheorie in der politischen Bildung

14. Die politische Differenz politischer Bildung: Orientierungspunkt für internationale Jugendarbeit?

Schluss: Das Politische in der internationalen Jugendarbeit

Literatur

Autor*innen

Dr. Stefan Schäfer
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln. Arbeitsschwerpunkte sind Geschichte und Theorien Sozialer Arbeit, politische Theorie und Bildungsphilosophie sowie die Praxis politischer Bildung und internationaler Jugendarbeit.

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19,80 € - 24,80 €

Politische Bildung nach Auschwitz
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Stichworte wie „Vergangenheitsbewältigung“ oder „Erinnerungskultur“ waren nicht nur konstitutiv, sondern lange Zeit auch prägend für das Selbstverständnis der Politischen Bildung in Deutschland nach 1945. Gerade im Zusammenhang mit den sich häufenden Erinnerungsjahren stellt sich deshalb die Frage, in wie weit Adornos berühmte Formel einer „Erziehung nach Auschwitz“ und seine pädagogische Prämisse und Forderung, „dass Auschwitz nicht noch einmal sei“, heute noch von zentraler Bedeutung für Politische Bildung ist oder sein sollte. Diese Frage ist nicht zu trennen von aktuellen Forderungen, eine historisch-politische Bildung zu entwickeln, die auch den nachfolgenden Generationen und jungen Migranten/innen gerecht werden kann. Weitere aktuelle Herausforderungen für eine zeitgemäße „Politische Bildung nach Auschwitz“ sind der wachsende Rechtsextremismus und die Frage nach einer Europäisierung von Erinnerung. Siebzig Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz knüpft die non-formale Politische Bildung mit der Beteiligung an diesen Debatten an ihre normativ aufklärerischen Traditionen an. Der Band liefert einen wichtigen Beitrag zum Diskurs über Ziele, Aufgaben und Selbstverständnis der Politischen Bildung, der über die oft selbst gesetzten, engen Grenzen von schulischer Politikdidaktik und außerschulischer Politischer Bildung hinaus reicht und Erinnerungspädagogik als gemeinsame Aufgabe in den Blick nimmt. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“
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Als Anfang 2011 in ganz Ägypten Aufbruchsstimmung herrschte, waren viele in der westlichen Welt überrascht: Gut ausgebildete junge Menschen forderten soziale und politische Beteiligung; zivilgesellschaftliche Einrichtungen arbeiteten mit nicht-offiziellem Status; neue demokratische Ideen nahmen Form an. Nur wenige Fachleute hatten die Entstehung einer kritischen Gegenöffentlichkeit in arabischen Ländern – auch in Ägypten – bereits im Gefolge von 9-11 bemerkt. Beteiligte an Austauschprogrammen mit Ägypten lernten über Jahrzehnte die Entwicklung nicht-staatlicher Einrichtungen im Schatten des Mubarak-Regimes kennen. Sie erlebten, wie die junge Generation in Ägypten heranwuchs, die im Jahr 2011 den politischen Wandel einleitete. Dieses Buch fasst die Erfahrungen von 20 Jahren Austauscharbeit mit Ägypten vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in der arabischen Welt zusammen. Anhand der durchgeführten Projekte beschreibt es die Inhalte, Lernprozesse und Wirkungsgeschichte politischer Bildung in einer internationalen (und interkulturellen) Konstellation. Gleichzeitig werden die Erfahrungen dieser Zusammenarbeit zu den Analysen (der Fachliteratur und zum Diskurs) in den Referenzwissenschaften in Beziehung gesetzt. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit den Themenschwerpunkten politische Rahmenbedingungen und Förderung, dem sensiblen Überschneidungsfeld von Religion und Politik, mit Demokratiebegriff und demokratischer Entwicklung, mit Strukturen und Gestaltung der Zivilgesellschaft, den Erfahrungen in multilateralen Projekten, der Kurz- und Langzeitwirkung politischer Bildung und den Perspektiven der Zusammenarbeit mit arabischen Ländern. Die Publikation richtet sich an Fachkräfte, Trainer/innen und Fördergeber, die das Aktions- und Wirkungsspektrum politischer Bildung im internationalen Kontext reflektieren möchten. Gleichzeitig bietet es wertvolle praktische Anregungen für die Arbeit mit Gruppen aus Europa und der arabischen Welt.
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Wirkungsstudie zur biographischen Nachhaltigkeit politischer Jugendbildung
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Engagement und Partizipation genießen heute in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Vor diesem Hintergrund ist das in der politischen Bildung traditionsreiche Bildungsziel „Partizipation“ für die eigene Profession zu überprüfen und zu präzisieren: Wie können Theorie und Praxis einer handlungsorientierten politischen Bildung zeitgemäß weiter entwickelt werden und wie kann politische Bildung auf neue gesellschaftliche Herausforderungen und Trends reagieren. Mit den hier dargestellten Ergebnissen eines Projekts an der Schnittstelle von sozialem Engagement und politischer Bildung wird deutlich, dass soziale Erfahrungen sehr gut geeignet sind, die Frage nach dem Politischen im engeren Sinne zu stellen und damit einer Kernaufgabe der politischen Bildung nachzukommen.Der Band beschreibt entsprechende Kooperationen zwischen Schule und außerschulischer politischer Bildung und liefert darüber hinaus Anregungen aus der Wissenschaft.
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