Auf dem Weg zur transnationalen Erinnerungskultur?

Konvergenzen, Interferenzen und Differenzen der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg im Jubiläumsjahr 2014

herausgegeben von
Monika Fenn, Christiane Kuller
unter Mitarbeit von
Harald Asel, Arnd Bauerkämper, Frank Bösch, Franziska Dunkel, Monika Fenn, Peter Gautschi, Christine Gundermann, André Keil, Christoph Kühberger, Christiane Kuller, Ruzana Liburkina, Martin Lücke, Angela Schwarz, Stefanie Samida

Zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruches im Jahr 2014 war in fast allen europäischen Ländern eine Welle der medialen Erinnerung an die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ zu beobachten. Sind damit auch konvergierende Tendenzen, insbesondere in Richtung einer europäischen Erinnerungskultur verbunden? Vollzieht sich mit der größeren Aufmerksamkeit auch eine neue Bewertung bzw. neue Akzentuierung der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg, die gemeinsame transnationale Narrative begründen kann? Diesen Fragen geht der Band nach. Neben den öffentlich-politischen Debatten in europäischen Ländern werden…

... mehr

Bestellnummer: 40402
EAN: 9783734404023
ISBN: 978-3-7344-0402-3
Erscheinungsjahr: 2016
Auflage: 1. Aufl.
Seitenzahl: 256
Produktinformationen

Zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruches im Jahr 2014 war in fast allen europäischen Ländern eine Welle der medialen Erinnerung an die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ zu beobachten. Sind damit auch konvergierende Tendenzen, insbesondere in Richtung einer europäischen Erinnerungskultur verbunden? Vollzieht sich mit der größeren Aufmerksamkeit auch eine neue Bewertung bzw. neue Akzentuierung der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg, die gemeinsame transnationale Narrative begründen kann?

Diesen Fragen geht der Band nach. Neben den öffentlich-politischen Debatten in europäischen Ländern werden auch Geschichtsbilder im Bereich von Massen- und Unterhaltungsmedien (Comics, Computerspiele), von Museen und Reenactments untersucht. Es zeigt sich eine Vielzahl an transnationalen Ansätzen, die jedoch nicht in eine einzige, homogene, transnationale (europäische) Erinnerungskultur münden, sondern vielmehr um die Deutungshoheit über gesellschaftliche Geschichtsbilder konkurrieren.

Inhaltsübersicht

Einleitung

Monika Fenn und Christiane Kuller: Auf dem Weg zur transnationalen Erinnerungskultur? Konvergenzen, Interferenzen und Differenzen der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg im Jubiläumsjahr 2014

Nationale Erinnerungskulturen

Arnd Bauerkämper: Gedächtnisschichten. Der Erste und Zweite Weltkrieg in den Erinnerungskulturen

Monika Fenn: „Der Krieg, der fern war, ist jetzt nah“. Staatliches Erinnern an „1914“ im Mega-Jubiläumsjahr 2014 in Deutschland

André Keil: Der Erste Weltkrieg in der britischen Erinnerungskultur. Mediendiskurse, Museen und Literatur zum Centenary

Christoph Kühberger: Zur geschichtskulturellen Verarbeitung des Ersten Weltkrieges im Jahr 2014 in Österreich

Peter Gautschi: Friedensinsel, Kriegsgewinnler, Sprachengraben? Schweizer Geschichtsbilder zum Ersten Weltkrieg

Medien der Erinnerung

Christine Gundermann: Im Westen nichts Neues? Der Erste Weltkrieg im Comic

Angela Schwarz: Tapferkeit transnational? Die etwas andere Erinnerung an den Ersten Weltkrieg im Computerspiel

Franziska Dunkel: „Es fehlt etwas“. Transnationales Erinnern an den Ersten Weltkrieg im Museum 2014

Stefanie Samida und Ruzana Liburkina: Zwischen „Vatermörder“ und Feldgrau. Living History-Darstellungen zum Ersten Weltkrieg

Podium

Abschlussdiskussion mit Harald Asel, Frank Bösch und Martin Lücke

Autorinnen und Autoren

Autor*innen

Dr. Monika Fenn ist Professorin für Geschichtsdidaktik an der Universität Potsdam

Dr. Christiane Kuller ist Professorin für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik an der Universität Erfurt

Sie könnten auch an folgenden Titeln interessiert sein

Der Beitrag von Schulen und Hochschulen zu Erinnerungskulturen
Zu diesem Buch: Dass sich Schülerinnen, Schüler und Studierende mit Geschichte beschäftigen, hat Tradition und ist gesellschaftlich anerkannt. Weit umstrittener ist, welche Beiträge Schulen und Hochschulen zu Erinnerungskulturen leisten sollen und können. In diesem Band sind Beiträge vereint, die sich erstens auf konzeptueller und begrifflicher Ebene mit dem Verhältnis von Schulen und Hochschulen zu Erinnerungskulturen beschäftigen. Es finden sich im Band zweitens Beschreibungen einer Reihe von Praxisbeispielen, die zeigen, wie Schulen und Hochschulen heute Erinnerungskulturen thematisieren und damit auch auf sie einzuwirken versuchen. Und es sind drittens Beiträge zusammengestellt, die eher eine politische, kulturelle, religiöse oder literarische Perspektive über die Grenzen der Disziplin hinaus einnehmen. Zweifellos liegt mit dem vorliegenden Band eine wichtige Standortbestimmung zum Umgang von Schulen und Hochschulen mit Erinnerungskulturen vor, und sicher werden die Beiträge zu weiteren Diskussionen und Aktivitäten in Theorie, Empirie und Praxis anregen. Zur Reihe: FORUM HISTORISCHES LERNEN ist eine Reihe, in der in unregelmäßigen Abständen grundlegende theoretische und praxisorientierte Beiträge zu Fragen des historischen Lernens und der historisch-politischen Bildung erscheinen. Diese Beiträge sollen einen neuen Geschichtsunterricht und neue Mittel und Wege historischen Lernens begründen. FORUM HISTORISCHES LERNEN wird herausgegeben von Michele Barricelli, Peter Gautschi, Hans-Jürgen Pandel und Bernd Schönemann.
> mehr

26,80 €
Geschichtstheorie
Eine Historik für Schülerinnen und Schüler - aber auch für ihre Lehrer
Ein moderner Geschichtsunterricht, der die Schülerinnen und Schüler dazu befähigt, sich mit und über Geschichte zu verständigen, kommt nicht ohne Geschichtstheorie aus. Zugleich werden geschichtstheoretische Inhalte im Lehramtsstudium aber immer weiter reduziert. Entsprechend schwer ist es für die Studierenden, sich mit den theoretischen Grundlagen ihres Faches vertraut zu machen. Dieser Band bietet eine grundlegende Einführung in die Historik. Unter Verzicht auf eine abstrakte Theoriesprache werden die zentralen Begriffe und Strukturen gut verständlich und eingängig dargestellt. Der Band eignet sich damit als Grundlagenwerk für Lehramtsstudierende und Referendare.
> mehr

31,99 €
Weltkrieg 1914-1918
Alltagserfahrungen an Front und Heimatfront
Der hundertste Jahrestag der Schüsse von Sarajevo im Juni 2014 wird eine ganze Serie von Gedenkveranstaltungen, Ausstellunge, offiziellen Reden und Publikationen aller Medien auslösen. Diese Allgegenwart des Ersten Weltkriegs ist das beste Argument, das Thema auch im Unterricht verstärkt zu behandeln. Schließlich lernen Schülerinnen und Schüler dann am besten, wenn Ihnen das Thema subjektiv bedeutsam erscheint. Das Heft thematisiert den Ersten Weltkrieg vom Ausbruch bis zum Kriegsende. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Alltagserfahrungen an Front und Heimatfront gelegt. Zahlreiche Quellen belegen das Leid und die Entbehrungen, die der erste industrialisierte Krieg für Soldaten und Zivilbevölkerung mit sich brachte. Schwerpunkte wie „Kriegsalltag von Kindern und Jugendlichen“ stellen dabei immer wieder einen Bezug zur Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler her. Mit den Beziehungen zwischen Deutschem und Osmanischem Reich sowie zahlreichen alltags-, sozial- und mentalitätsgeschichtlichen Aspekten werden zudem im Geschichtsunterricht lange vernachlässigte, aber hochaktuelle Themenkomplex in Erinnerung gerufen. ** Mit der Bestellung eines Titels zur Fortsetzung erhalten Sie diesen Titel sowie alle künftigen Titel der entsprechenden Reihe direkt nach Erscheinen zugesandt. Ein weiterer Vorteil: Sie sparen rund 20 Prozent gegenüber der Einzelbestellung. Der Fortsetzungsbezug ist jederzeit kündbar - eine kurze Mitteilung an uns genügt!
> mehr

8,00 € - 9,80 €
Historisches Lernen als Rassismuskritik
Historisches Lernen als Rassismuskritik geht von der Prämisse aus, dass vergangene Wirklichkeiten ebenso wie unsere Gegenwart von der Ausgrenzungskategorie race geprägt wurden. Geschichtsunterricht rassismus- und damit herrschaftskritisch zu gestalten, bedeutet für die Herausgeber_innen und Autor_innen dieses Bandes, die Konstruiertheit der sozialen Kategorie race zu erkennen, ihren historischen Wandel zu reflektieren und durch ihre narrative Verflüssigung im Rahmen historischen Erzählens Handlungsoptionen gegen Rassismus in der Gegenwart zu erkennen.Der Band spannt dabei ein weites Feld auf: theoretisch-geschichtsdidaktische und wissensgeschichtliche Überlegungen kommen genauso zum Zuge wie unterrichtspraktische Vorschläge für einen rassimuskritischen Geschichtsunterricht.
> mehr

23,99 € - 29,80 €