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Shrinking Spaces

Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2019

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zdgm1_19 Shrinking Spaces

Über das Buch

„Shrinking Spaces“ ist ein Begriff, der bisher vor allem im Kontext von Politik und Entwicklungszusammenarbeit bekannt ist und beschreibt die Zunahme schwindender Handlungsräume für zivilgesellschaftliche Organisationen in autokratischen Systemen. Doch zeigen sich auch in den etablierten Demokratien einzelne, aber immer deutlich konturiertere Facetten, welche von Shrinking Spaces zeugen. Legt man diese einzelnen Bruchstücke nebeneinander, so wird das Mosaik immer deutlicher, welches die zunehmende Einschränkung von Handlungsspielräumen der Zivilgesellschaft visualisiert. Der vorliegende Schwerpunkt widmet sich einzelnen Mosaiksteinen, ohne den Anspruch eines vollständigen Bildes zu erheben.

Inhaltsübersicht

Editorial

Schwerpunkt

Gunzelin Schmid Noerr: Unentbehrlich und dennoch ständig missachtet: Menschenrechte zwischen Ethik, Recht und Politik

Bernd Overwien: Politische Bildung ist nicht neutral

Friedhelm Hufen: Politische Jugendbildung und Neutralitätsgebot

Beate Küpper, Reiner Becker, Jana Meyer: Kulturkampf von rechts – Shrinking Spaces

István Grajczjár: Der Weg ins Nirgendwo: autokratischer Systemwandel in Ungarn

Beate Küpper: „Man versucht, die Angst vor Migranten und Flüchtlingen am Köcheln zu halten“. Interview mit der österreichischen Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak

Irina Bohn: Einschränkung zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume am Beispiel der Partnerschaften für Demokratie im Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Timo Reinfrank, Robert Lüdecke.: Feindbild Zivilgesellschaft

Rachel Spicker: „Wir haben gemerkt, dass wir uns zu Wort melden und Stellung beziehen müssen“ – Gleichstellungsarbeit im Kontext aktueller antifeministischer Dynamiken


Forum

Stine Marg, Katharina Trittel: Im Bann von Pegida? – Über das Verhältnis von „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ und der Jugend

Jobst Paul: Handlungsfähigkeit zurückgewinnen – Die Rhetorik der Herabsetzung unter der Lupe der Sprachkritik

Tobias Roscher, Eva Zimmermann, Frank Greuel: „Demokratie braucht alle“: Empowerment als Ansatz außerschulischer politischer Jugendbildung


Marktplatz


Modellprojekt Starke Lehrer – Starke Schüler

Netzwerk Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte NRW

Betzavta Heterogen

RADIKAL BETEILIGEN – Ein Handbuch zur Gestaltung basisdemokratischer Beteiligungsformate

Miteinander e. V.-Kampagne für eine solidarische Zivilgesellschaft

„Miteinander stärken – Rechtspopulismus entgegenwirken“: ein Projekt des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD)

Lokale Spurensuche zur Demokratiegeschichte – Ein Handreichung von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.

Jugendgerechtigkeitskonferenzen in Brandenburg – ein Projekt des Kompetenzzentrums Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg

Stundenplan Demokratie – ein Onlinekurs für Citizenship Education

Broschüre: Mit der Eltern-Akademie gegen Sprüche, Parolen und Vorurteile

Publikationen des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik


Buchbesprechungen

Klaus Farin, Rafik Schami (Hrsg.): Flucht aus Syrien – Neue Heimat Deutschland? (von Tina Dürr)

Manow, Philipp: Die politische Ökonomie des Populismus (von Beate Küpper)

Autorinnen und Autoren

Zu den Autoren

Reiner Becker
Dr., Politikwissenschaftler, Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg, Mitglied der Redaktion.

Irina Bohn
Leiterin des Geschäftsfelds „Sozialer Zusammenhalt und Beteiligung“ am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V., Frankfurt/M.

Tina Dürr
ist Pädagogin (M.A.) und stellvertretende Leiterin des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg.

István Grajczjár, Dr. PhD
Soziologe, Hochschulprofessor, Leiter des internationalen und politischen Lehrstuhls an der M. Friedman Universität, Budapest, Gastprofessor an der Universität Wien, Forschungsschwerpunkte: Rechtsextremismus, Solidarität, sozioökonomischer Wandel und Krisen, politische Soziologie, Soziologie der Minderheiten, Migration.

Frank Greuel
Dr. rer. pol., Dipl. Pädagoge; Referent am Deutschen Jugendinstitut e.V., Außenstelle Halle; Wissenschaftliche Begleitung des Programmbereichs „Radikalisierungsprävention“ im Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Friedhelm Hufen
em. o. Professor für Öffentliches Recht- Staats- und Verwaltungsrecht an der Johannes Gutenberg - Universität Mainz, Mitglied des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz a.D.

Beate Küpper
ist Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein. Sie arbeitet seit vielen Jahren zu den Themen Vorurteile, Diskriminierung, Diversity und Rechtspopulismus u. a. als Mitarbeiterin im 10-jährigen- Projekt Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Koautorin der FESMitte- Studie 2016. Mitglied der Redaktion.

Robert Lüdecke
ist Literatur- und Religionswissenschaftler und seit vielen Jahren im Themenfeld Rechtsextremismus tätig. Er arbeitet seit 2011 bei der Amadeu Antonio Stiftung und verantwortet dort die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Stine Marg
Dr., ist geschäftsführende Leiterin des Instituts für Demokratieforschung an der Georg-August-Universität Göttingen, ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der politischen Kulturforschung, der Protestforschung, der Analyse politischer Deutungsmuster und Demokratievorstellungen.

Jana Meyer
hat Kulturpädagogik und Kulturmanagement an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach studiert und dort ihre Masterarbeit zum Thema „Rechtspopulismus als Herausforderung für den Kulturbetrieb“ 2018 geschrieben. Beruflich ist sie in der Gedenkstättenarbeit tätig.

Bernd Overwien
Prof. Dr., Hochschullehrer für Didaktik der politischen Bildung an der Universität Kassel. Arbeitsschwerpunkte Globales Lernen, Bildung für nachhaltiige Entwicklung, Verbindungen zwischen schulischem und außerschulischem (informellem) Lernen

Jobst Paul
ist Sprach- und Literaturwissenschaftler, Pädagoge und langjähriger Mitarbeiter am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden sprachwissenschaftliche Studien und Analysen im Bereich Dehumanisierung und Ausgrenzung. In einem weiteren Schwerpunkt forscht er zur Sozialethik des Judentums.

Timo Reinfrank
hat in Berlin und Bonn Politik- und Sozialwissenschaften studiert. Als Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung berät er zivilgesellschaftliche Initiativen, Politik und Verwaltung in der Arbeit gegen Rechtsextremismus und für Demokratieentwicklung. Zudem ist er Vorsitzender des Vereins für demokratische Kultur in Berlin e. V. und im Vorstand der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark.

Tobias Roscher
M.A. Politikwissenschaft, Volkswirtschaft; Geschichte; Referent am Deutschen Jugendinstitut e.V., Außenstelle Halle; Wissenschaftliche Begleitung des Programmbereichs „Ausgewählte Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Demokratiestärkung im ländlichen Raum“ im Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Gunzelin Schmid Noerr
war bis 2015 Prof. für Sozialphilosophie, Ethik und Anthropologie an der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, FB Sozialwesen. Letzte Buchveröffentlichungen: Ethik in der Sozialen Arbeit (Stuttgart 2012). Geflüchtete Menschen. Ankommen in der Kommune. Theoretische Beiträge und Berichte aus der Praxis (Hrsg. mit Waltraud Meints-Stender) (Opladen 2017, Bonn 2018).

Rachel Spicker
ist Sozialwissenschaftlerin (M.A.) und Mitarbeiterin der Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung. In der Fachstelle und als politische Bildnerin arbeitet sie zu den Themen Rassismus, Sexismus und Antifeminismus und berät zu geschlechterreflektierten Präventionsansätzen und Umgangsstrategien mit Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in der Praxis.

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