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Meine Heimat, deine Heimat, unsere Heimat

Journal für politische Bildung 3/2019

Bestellnummer: JpB3_19 (Print) / 40904 (PDF)
unter Mitarbeit von: Thure Alting, Aladin El-Mafaalani, Michael Frehse, Wolfgang Gaiser, Ole Jantschek, Merve Kayikci, Johann de Rijke, Christian Schüle, Hilal Sezgin-Just
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 80
ISBN: JpB3_19 (Print) / 978-3-7344-0904-2 (PDF)
Reihe: Journal für politische Bildung

Verfügbarkeit: lieferbar

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Meine Heimat, deine Heimat, unsere Heimat

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Über das Buch

Dieter Bohlen wollte im November 2018 in der RTL-Castingshow „Das Supertalent“ der fünfjährigen Melissa nicht glauben, dass sie und ihre Eltern aus Herne kommen … Journalisten kritisierten Bohlens Verhalten, denn durch die Fragen nach der Herkunft werde man schon als Kind „fremdgemacht“. Dieses Phänomen nennt sich „Othering“ und ist eine Abgrenzungspraxis, die die „Anderen“ in Differenz zu den „Eigenen“ konstruiert. Betroffene empfinden das oft als Rassismus. Der Begriff „Heimat“ spielt hier eine große Rolle.

In diesem Kontext hat in den vergangenen Monaten ein Buch die Diskussionen in Deutschland geprägt: „Eure Heimat ist unser Albtraum“, das das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Heimat als Traum oder Albtraum? Diese Ausgabe des Journal geht dem Begriff in seinen verschiedenen Facetten und aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Grund.

Inhaltsübersicht

Inhalt


MitDenken

4    Thure Alting
„Hate Speech“ und Hass
Annäherung an eine ambivalente Emotion

 

SchwerPunkt
Meine Heimat, deine Heimat,
unsere Heimat

10    Christian Schüle
Unsere ewige Sehnsucht
nach Geborgenheit

16    Michael Frehse
Wie wir mit Heimatpolitik
Zukunft gestalten

22    Aladin El-Mafaalani
Der Heimatdiskurs und die paradoxen
Verhältnisse zwischen Teilhabe und
Diskriminierung

28    Hilal Sezgin-Just
Ringen um Heimat
Eine postmigrantische Auseinandersetzung

34    Ole Jantschek
Geschützte Räume, kontroverse Räume
Politische Bildung in einer Gesellschaft der
Diversität


ZeitZeugen

40    Merve Kayikci
Über alte Grenzen hinweg in ein
geeintes Europa!


BildungsPraxis

44    Ole Jantschek
Diversitätsorientierte politische Bildung
Interreligious Peers / Train the trainer /
Making Heimat goes Europe / Junge
Geflüchtete als politische Bildner/-innen

MitDenken
4    Kommunikationstechnologie als Waffe
„Tabuisierung von Hass verkennt die Emotion als Lernge-
genstand“, argumentiert Thure Alting und fordert eine
umfassendere Thematisierung von Gefühlswelten in der
politischen Bildung.

 

SchwerPunkt
10   Zur Aktualität des Heimatbegriffs
Heimat betrifft uns alle, weil die Definition des Eigenen
zunehmend mit der Abgrenzung gegen das Fremde
verknüpft wird, so Christian Schüle. Alle Menschen sind
auf der Suche nach Vertrautheit und Vertrauen.

 

SchwerPunkt
16    Heimat als Staatsauftrag
Michael Frehse, Leiter der Abteilung Heimat im Bundesmi-
nisterium des Innern, für Bau und Heimat, zieht ein Jahr
nach dessen Gründung eine erste Bilanz und berichtet
über das Selbstverständnis der Heimatabteilung.

 

SchwerPunkt
22    Integrationsparadox revisited
Wer davon ausgeht, dass Konfl iktfreiheit ein Gradmesser
für gelungene Integration und eine offene Gesellschaft
ist, irrt. Konfl ikte entstehen nicht, weil Integration fehl-
schlägt, sondern weil sie zunehmend gelingt.

 

BildungsPraxis
44    Making Heimat
Voraussetzung einer diversitätsorientierten politischen
Bildung ist es, auch in den Teams, die Bildungsveran-
staltungen planen und durchführen, eine größere
gesellschaftliche Vielfalt abzubilden. Die BildungsPraxis
stellt entsprechende Praxisprojekte vor.

 

ÜberGrenzen
70   Jugend und Europa
Bei „Fridays for Future“ positioniert sich die junge Genera-
tion global und artikuliert ihre Forderungen ergänzend zu
den Verfahren der repräsentativen Demokratie. Politische
Bildung muss die von Jüngeren präferierten Themen in
ihren Veranstaltungen abbilden!




3/2019

 

 


VorGänge
54    Workshop „Heimat“ – Widerstände aus der
Mitte / Fach forum „Aufsuchende politische
Bildung“ / Prävention und Demokratieförde-
rung / Young Europe: Junge Menschen
partizipieren / bap-Preis Politische Bildung
2019

 

LeseZeichen
62   Was hält das Dorf zusammen? / „AntiAnti“ in
der Berufsschule / Kritische politische Bildung
im Fokus / Konjunkturen des Nationalismus

 


ÜberGrenzen
70   Wolfgang Gaiser, Johann de Rijke
Nach der Europawahl
Politische Artikulation und Beteiligung der
Jugend in Europa

 

AusBlick
74    Fachtag „Politische Bildung in der Kinder-
und Jugendarbeit“ / Graphic Memoir
„Heimat“ / Modellprojekt Einwanderungs-
gesellschaft / Neue App KonterBUNT /
Ausschreibung Förderfonds Demokratie /
KAS-Studie „Heimat bilden“ / BarCamp
Räume der politischen Bildung / Personen &
Organisationen / Veranstaltungen

Zu den Autoren

Thure Alting
studierte von 2014 bis 2018 in Wiesbaden Soziale Arbeit (BA). Seit Januar 2019 arbeitet er als Bildungsreferent für die Jugendinitiative Spiegelbild in einem Projekt zu Antisemitismus im Internet. Für Spiegelbild ist er bereits seit 2016 im Bereich der historisch-politischen Bildungsarbeit aktiv.

Aladin El-Mafaalani
ist Professor am Lehrstuhl für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft am Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück sowie Abteilungsleiter im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Dr. Michael Frehse
ist Leiter der Abteilung Heimat im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Dr. Wolfgang Gaiser,
Sozialforscher, arbeitete von 1972 bis 2011 am Deutschen Jugendinstitut in München, zuletzt als Grundsatzreferent für Jugendforschung. Forschungsschwerpunkte: Jugend und Arbeit, Umwelt, Wohnen, Politik, Partizipation, Europa. Ole Jantschek ist Pädagogischer Leiter der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung.

Ole Jantschek,
M.A., ist Pädagogischer Leiter der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et) in Berlin und Mitglied der Journal-Redaktion.

Johann de Rijke,
Dipl. Soz., war bis 2011 wissenschaftlicher Referent am Deutschen Jugendinstitut, zuletzt in der Abteilung Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden. Forschungsschwerpunkte: Sozialwissenschaftliche Methoden und Analysen, Politische Einstellungen und politische und soziale Partizipation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Christian Schüle
studierte Philosophie, Soziologie und Politische Wissenschaft an den Universitäten München und Wien. Er war Redakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT und lebt seit 2005 als freier Schriftsteller, Essayist und Publizist in Hamburg. Unter seinen elf Büchern sind die Essays „Deutschlandvermessung“, „Heimat. Ein Phantomschmerz“ und zuletzt „In der Kampfzone“.

Hilal Sezgin-Just
hat Soziologie (BA) an der Technischen Universität Berlin sowie Religion und Kultur (MA) an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Gegenwärtig ist sie Projektleiterin eines BMFSFJ-geförderten gesellschaftspolitischen Projekts am Museum für Islamische Kunst. Gemeinsam mit Freunden gründete sie 2018 den Blog „Dreinblick“, der als muslimisches Feuilleton philosophischen und literarischen Gedanken Raum gibt.

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