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Mega Megatrend Klimawandel

Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2020

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Mega Megatrend Klimawandel

Über das Buch

Der Klimawandel ist eine der zentralen politischen Aufgaben der Gegenwart und stellt die Demokratie auf eine harte Bewährungsprobe. Denn die Bewältigung des Klimawandels erfordert langfristiges, konsequentes und gemeinsames Handeln, welches sich mit den langwierigen, komplexen und interessensabwägenden Abläufen von Demokratie bei gleichzeitig kurzfristiger Perspektive von Wahlperioden beißt. Darüber hinaus versuchen gegenwärtig  unterschiedliche rechtspopulistische und rechtsextremistische Akteure, die Verunsicherungen aufzugreifen und als einen weiteren ideologischen Baustein zur Infragestellung des demokratischen Systems fruchtbar zu machen. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe der Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit versucht, verschiedene Facetten des Megatrends Klimawandel in seinen Bezügen zu politischen Tendenzen auszuleuchten.

Inhaltsübersicht

INHALT

Editorial


Schwerpunkt


Reiner Becker - Klimakrise und die Folgen für die Demokratie


Stine Marg, Julia Zilles - Wie viel Populismus steckt in der Energiewende?


Interview mit Frederic Hanusch - Demokratie und Klimawandel


Jörg Radtke - Wie viel Demokratie steckt in der Energiewende? Und wenn ja: welche?


Carolin Bohn - Bürger*innenschaft in der Klimakrise – Wie wir ein Schlüsselelement der Demokratie neu denken könnten


Johannes Diesing - Neuer Klimaprotest? – Ein Rückblick in die Geschichte des Klimaprotests anlässlich von Fridays for Future und Extinction Rebellion


Beate Küpper, Fritz Reusswig - Wächst jetzt zusammen, was zusammengehört? Klima- und Corona-Krise als neue Reallabore rechter Akteursallianzen


Jochen Roose - Größte Krise aller Zeiten? 


Benno Hafeneger - Essay: Demokratie in Zeiten von Corona 


Fabian Jellonnek - Mit guten Beispielen gegen Verschwörungsideologien


Simon Teune - Zusammen statt nebeneinander. Die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen und die extreme Rechte

Forum


Mick Prinz, Viet Hoang - Gaming und Demokratiegefährdung


Junus el-Naggar, Deniz Greschner, Araththy Logeswaran - „Wenn Rassismus ein Gesicht kriegt“


Lorenz Korgel - Einmischen im staatlichen Auftrag


Marktplatz


„Demokratie und Klimakrise“ – Gelegenheit zur Thematisierung politischer Macht und Partizipation


Neue Broschüre informiert über Rechtsextremismus in Südhessen


Wiesbadener Initiative setzt in Zeiten von Corona auf digitale Formate


Analysen und Kampagnen gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Gaming-Szene


Ein Ort für Trauer und Mut–Die Initiative 19. Februar


Fluchtpunkt Saargebiet – Lebenswege verfolgter Menschen und der Bezug zur Gegenwart


Der skeptische Podcast: Aufklärung gegen Verschwörungsmythen zum Anhören


Projekte zu Antisemitismus und Rassismus in Hannover


Buchbesprechungen


Besonders hilfreich für Lehrer*innen: Der Sammelband Bildungsarbeit gegen Antisemitismus


Cas Mudde: The Far-Right Today (von Pit Reinesch)

Zu den Autoren

Reiner Becker ist Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg. Er promovierte im Graduiertenkolleg „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“.

Carolin Bohn arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Forschungsprojekt BIO CIVIS , dessen Fokus auf Partizipation in der Bioökonomie liegt. Im Rahmen ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit der Bedeutung der politischen Urteilsbildung für nachhaltigkeitsorientierte Bürger*innenbeteiligung.

Johannes Diesing ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er forscht zu politischer Partizipation, Protest und sozialen Bewegungen.

Junus El-Naggar hat Islamische Theologie und Anglistik studiert, promoviert gegenwärtig im Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Universität Osnabrück. Er forscht u. a. zu westlichen Islamdiskursen und medialen Islambildern. Sein Dissertationsprojekt trägt den Arbeitstitel „Entwicklung der medialen Debatte um die Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland zwischen 2010 und 2018“.

Deniz Greschner hat Europäische Kultur und Wirtschaft studiert, ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Islamische Theologie Osnabrück tätig und er promoviert gegenwärtig im Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften an der Universität Osnabrück. Greschner ist Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften.

Benno Hafenegger lehrte und forscht am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps- Universität Marburg.

Frederic Hanusch studierte von 2005–2011 an den Universitäten Gießen, Castellón de la Plana und Heidelberg Politikwissenschaft, Philosophie und Soziologie. Er promovierte im Graduiertenkolleg „Herausforderung der Demokratie durch Klimawandel“ am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Seit 2020 ist er wissenschaftlicher Geschäftsführer des „Panel on Planetary Thinking“ an der JLU Gießen. Seine Schwerpunkte liegen in der Kombination von Demokratieforschung und planetarem Wandel.

Viet Hoang ist Bildungsreferent bei der Forschungsgruppe Modellprojekte (FGM) und arbeitet zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) in (Online-)Gaming-Communities, Hate Speech und zur extremen Rechten. Er entwickelt Konzepte und Workshops und gibt Vorträge, um Barrieren abzubauen und rechter Gewalt entgegenzutreten. Von der mobilen Beratung über die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg zur Amadeu Antonio Stiftung hat er bei mehreren Akteur*innen Erfahrungen gesammelt.

Fabian Jellonek hat in Trier Politikwissenschaften studiert. Nach verschiedenen beruflichen Stationen in „Demokratie leben!“-Projekten gründete er 2017 gemeinsam mit einem Kollegen achtsegel.org. Das Büro für demokratische Kommunikation und politische Bildung im Netz arbeitet gegen Rechtsextremismus und bietet unter anderem Vorträge und Workshops an.

Lorenz Korgel: Der Politikwissenschaftler leitet in der Berliner Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung das Referat „Demokratieförderung und Prävention“. Er war bis August 2020 „Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus“.

Beate Küpper ist Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein. Sie arbeitet zu den Themen Vorurteile, Diskriminierung, Diversity und Rechtspopulismus und ist Mitglied der Redaktion.

Araththy Logeswaran ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück und Mitglied der Post-Doc-Forschungsgruppe „Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft“. Zudem arbeitet sie im Forschungsprojekt „Mädchen- und Frauenarbeit im Kontext von Demokratieförderung“ als wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Stine Marg ist geschäftsführende Leiterin des Instituts für Demokratieforschung an der Georg-August-Universität Göttingen.

Mick Prinz hat Sozialwissenschaften in Siegen studiert und arbeitet seit 2016 zu den Themen Netzpolitik und Rechtsextremismus. Nachdem er in der Amadeu Antonio Stiftung das Projekt Civic.net geleitet hat, fokussiert er sich als Projektleiter des FGM-Projekts „Good Gaming – Well Played Democracy“ auf die extreme Rechte und toxisches Verhalten in Gaming-Communitys.

Jörg Radtke ist promovierter Politikwissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter am Seminar für Sozialwissenschaften der Universität Siegen.

Fritz Reusswig studierte Soziologie und Philosophie in Frankfurt am Main und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK ). Sein Schwerpunkt liegt auf der gesellschaftlichen Dimension des Klimawandels. Er leitet aktuell das Forschungsprojekt „DemoKon – Eine demokratische Konfliktkultur für die Energiewende.“ (https://demokon.de/).

Jochen Roose arbeitet in der Wahl- und Sozialforschung für die Hauptabteilung Analyse und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Er arbeitete an der FU Berlin, am Wissenschaftszentrum Berlin, der Universität Leipzig sowie als Professor an der Universität Hamburg, der Universität Wroclaw und der FU Berlin. Forschungsthemen sind Umfragen zu gesellschaftspolitischen Themen, Partizipation (insbes. Öffentlichkeit, soziale Bewegungen, Wahlen, Engagement) und Europäisierung.

Simon Teune ist politischer Soziologe mit dem Forschungsschwerpunkt Protest und soziale Bewegungen. Dabei interessiert ihn insbesondere die kulturelle und mediale Einbettung von Protestbewegungen. Teune arbeitet am Institut für transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in Potsdam, am Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin und am Institut für Protest- und Bewegungsforschung.

Julia Zilles hat Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Universität Koblenz-Landau studiert und arbeitet seit 2014 am Institut für Demokratieforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Protest- und Bewegungsforschung. In ihrer Promotion untersucht sie die Dynamiken und Auswirken für die politische Kultur, die lokale Konflikte um den Bau von Windkraftanlagen mit sich bringen.

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