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Was ist gute politische/ökonomische Bildung?

Zwei Bände im Paket

Bestellnummer: 40849
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 240 + 208
ISBN: 978-3-7344-0849-6

Verfügbarkeit: Vorbestellen, lieferbar ab Juni 2019

38,00 €
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Was ist gute politische/ökonomische Bildung?

Über das Buch

Zwei Autorengruppen erläutern, was gute politische bzw. ökonomische Bildung ausmacht.

Politische Bildung basiert auf der Mündigkeit des Menschen und zielt darauf ab, die Urteilskraft des demokratischen Souveräns zu fördern. Jede und jeder kennt sozialwissenschaftlichen Unterricht, der diese Zielstellung nicht oder kaum erreicht. Dann bleibt nach dem Unterricht ein mulmiges Gefühl bei Lernenden wie Lehrenden zurück. Was lässt sich also besser machen? Der „Leitfaden für den sozialwissenschaftlichen Unterricht“ gibt Antworten auf 17 für die Planung und Durchführung von Unterricht zentrale Fragen. Die Autorinnen und Autoren orientieren sich an den aktuellen fachdidaktischen Diskursen, um den Theorie-Praxis-Austausch in der politischen Bildung zu fördern. Beim Verfassen der Beiträge hatten sie die Frage vor Augen: „Wie kann ich bei der Planung, der Durchführung und der Reflexion sozialwissenschaftlichen Unterrichts vom Stand der didaktischen Forschung profitieren?“

Ökonomische Bildung ist dringend notwendig. Die Ökonomisierung aller Lebenswelten erfordert es, ökonomische Phänomene erkennen zu können, ökonomisches Denken zu fördern sowie die Fähigkeit, ein fundiertes Analysieren, Verarbeiten und Kombinieren von Informationen zu entwickeln. Oft jedoch wird lediglich herbeigewünscht, dass in den Unterrichtsstunden mehr Zeit und Raum für die Auseinandersetzung mit finanziellen Problemen oder das Lesen von Versicherungsverträgen gegeben wird. Es lohnt sich, in die bestehenden Unterrichtsmaterialien hineinzuschauen, die unter dem Etikett ökonomische Bildung firmieren, um zu sehen, was dort tatsächlich geboten wird: Häufig beschränken sie den Unterricht darauf, die Lernenden in ein eindimensional ausgerichtetes wirtschaftswissenschaftliches Denkmuster einzuführen. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich, dass „traditionelle“ ökonomische Bildung ein problemorientiertes, entdeckendes Erkennen und Lernen in und von komplexen Realitäten nicht bzw. allenfalls in Ansätzen ermöglicht. Die Hoffnung, dass das Hinterfragen, Analysieren und Reflektieren (unterschiedlicher) ökonomischer Perspektiven angeregt wird, bleibt unerfüllt.

Die Autorengruppe Sozioökonomische Bildung hat sich davon nicht entmutigen lassen. Auf ihrer Suche nach Zugängen, die es den Lernenden erlauben, die Einflussfaktoren, Wechselwirkungen und Widersprüche von bzw. zwischen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen wahrzunehmen, zu bewerten und ggf. Alternativen zu entwickeln, hat sie Grundgedanken einer sozioökonomischen Bildung entwickelt. Sie zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler sozioökonomische Kompetenzen erwerben, um die Multiperspektivität und Kontroversität der Lebenswelten, aber auch von sozialwissenschaftlichen Sichtweisen zu erfassen. Dazu benennen wir Themen für eine sozioökonomische Bildung, skizzieren Methoden und erörtern grundsätzliche Herausforderungen und Perspektiven, die sie mit sich bringt. Wir sind davon überzeugt, dass eine sozioökonomische Bildung dem Bildungsauftrag der Schule gerecht wird, also die Lernenden bildet, statt sie nur zu einem einseitig ökonomisch orientierten Handeln anzuleiten. Kurzum: Sozioökonomische Bildung ist zugleich handlungs- und ergebnisorientiert, offen für unterschiedliche Perspektiven und Lösungsansätze. Sie bietet damit ein hohes Innovationspotenzial für jeden Unterricht und für die daran beteiligten Akteure.

Inhaltsübersicht

Autorengruppe Fachdidaktik:
Was ist gute politische Bildung?

Politische Bildung: Warum und wozu?

Wie fördere ich Mündigkeit in der politischen Bildung?

Wie politisch darf mein Unterricht sein?

Warum und wie plane ich Unterricht?

Lehrer- und Schülerperspektiven: Wer?

Wie gestalte ich Lehrer-Schüler-Beziehungen?

Wie gehe ich auf Schülervorstellungen ein?

Wie unterrichte ich heterogene Lerngruppen?

Inhalte: Was?

Wie gehe ich mit verschiedenen sozialwissenschaftlichen Denkweisen um?

Was müssen Schüler wissen?

Wie entwickele ich Themen?

Methoden und Unterrichtsprozess: Wie?

Wie wecke ich Interesse für meinen Unterricht?

Wie begründe ich Methoden?

Wie unterrichte ich kompetenzorientiert?

Medien und Aufgaben: Womit?

Wie wähle ich Medien aus?

Wie entwickele ich Lernaufgaben?

Lernprozesse: Wohin?

Wie entwickelt sich politisches Lernen?

Lernkontexte: Wo?

Wie fördere ich politische Bildung in meinem anderen Fach?

Wie bette ich meinen Unterricht in eine demokratische Schulkultur ein?

 

Autorengruppe Sozioökonomische Bildung:
Was ist gute ökonomische Bildung?

1   An Stelle eines Vorworts

2   Einleitung

3   Sozioökonomische Bildung – Grundgedanken

4   Was ist relevantes sozioökonomisches Grundwissen?

5   Welche curricularen Handlungsspielräume existieren für die sozioökonomische Bildung?

6   Wie findet man Themen für die sozioökonomische Bildung?

7   Wie erreicht man sozioökonomische Multiperspektivität und Kontroversität?

8   Wie knüpft man an sozioökonomische Vorstellungen und Erfahrungen der Lernenden an?

9   Welche Lehr-Lern-Methoden eignen sich für den sozioökonomischen Unterricht?

10 Lässt sich die Idee der sozioökonomischen Bildung in beruflichen Schulen umsetzen?

11 Sozioökonomische Bildung bildet!

12 Welches Wirtschaftsverständnis passt zum sozioökonomischen Unterricht?

13 Berufsorientierung in der sozioökonomischen Bildung

14 Märkte in der sozioökonomischen Bildung

15 Konsum in der sozioökonomischen Bildung

16 Marktwirtschaften in der sozioökonomischen Bildung

Literaturverzeichnis

Zu den Autoren

Autorengruppe Fachdidaktik

Besand, Anja
Dr., Professorin für Didaktik der politischen Bildung an der TU Dresden

Grammes, Tilman
Dr., Professor für Erziehungswissenschaft/Didaktik sozialwissenschaftlicher Fächer an der Universität Hamburg,

Hedtke, Reinhold
Dr., Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften und Wirtschaftssoziologie an der Universität Bielefeld,

Henkenborg, Peter
Dr., Professor für Didaktik der politischen Bildung an der Philipps-Universität Marburg,

Lange, Dirk
Dr., Professor für Didaktik der politischen Bildung an der Leibniz Universität Hannover,

Petrik, Andreas
Dr., Professor für Didaktik der Sozialkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,

Reinhardt, Sibylle
Dr., Professorin (emeritiert) für Didaktik der Sozialkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,

Sander, Wolfgang
Dr., Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Justus-Liebig Universität Gießen,


Autorengruppe Sozioökonomische Bildung

Tim Engartner
Dr., Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt politische Bildung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften

Gerd-E. Famulla
Dr., Professor für Wirtschaftswissenschaften und ihre Didaktik, ehem. Universität Flensburg.

Andreas Fischer
Dr., Professor für Wirtschaftsdidaktik und Wirtschaftspädagogik an der Leuphana Universität Lüneburg, Fakultät Wirtschaft

Christian Fridrich
Dr., Professor für Geographische und Sozioökonomische Bildung an der Pädagogischen Hochschule Wien, Institut für Allgemeinbildung in der Sekundarstufe

Harald Hantke
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leuphana Universität Lüneburg, Arbeitseinheit Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Reinhold Hedtke
Dr., Professor für Wirtschaftssoziologie und Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie

Birgit Weber
Dr., Professorin für Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt ökonomische Bildung an der Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften

Bettina Zurstrassen
Dr., Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie

Stimmen zum Buch

Stimme zu: Was ist gute politische Bildung?

"Der Wert des Buches besteht nicht zuletzt darin, dass die Frage nach guter politischer Bildung – gerade in einer Phase anhaltender und notwendiger Bemühungen in der empirischen Fachunterrichtsforschung – überhaupt wieder deutlich vernehmbar gestellt wird. Ich kann das Buch als Einführung uneingeschränkt empfehlen. Durch die Denkanregungen („Selbstüberprüfungen“) ermöglicht es eine Unterstützung kompetenzorientierter politikdidaktischer Lehre in Hochschule und Studienseminar."

Michael May, GWP 2-16

"Hervorragend konzipiert stellt das Buch nicht nur die richtigen Fragen, sondern hat auch gewinnbringende Antworten parat, um politische Bildung besser zu machen."

Matthias Schmid, lbib.de

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