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Schattenpolitik

Politikum 3/2019

Bestellnummer: Pk3_19 (Print) / 40858 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Hans-Jürgen Bieling (Hg.)
unter Mitarbeit von: Ulrich von Alemann, Sylvia Maria Erben, Simon Guntrum, Ulrich Hamenstädt, Timo Lange, Mechthild Roos, Gerhard Schick, Oliver Schwedes, Sven T. Siefken, Benjamin Sternkopf
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 80
ISBN: Pk3_19 (Print) / 978-3-7344-0858-8 (PDF)
Reihe: Politikum

Verfügbarkeit: Vorbestellen, erscheint Anfang August 2019

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Schattenpolitik

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Über das Buch

Heft 3/2017 der Zeitschrift Politikum,Verschwörungstheorien, hatte das Ziel, den zahlreichen Mythen und Verschwörungsnarrativen, die allseits aus dem Boden schossen, auf den Grund zu gehen, sie zu entzaubern. Im Prozess der Planung und Umsetzung des Heftes wurde zudem klar, dass es nicht ausreicht, bei der Abwehr von Verschwörungstheorien stehenzubleiben. Es drängte sich die Frage auf: Gibt es im politischen Prozess spezifische Modalitäten, die die Genese und Populärität von Verschwörungsnarrativen begünstigen, d.h. problematische, zumindest informelle Dimensionen des politischen Handelns und der politischen Kommunikation, die genauer in den Blick genommen werden sollten?

Sicher, die Dimensionen und Verfahren der offiziellen oder formalen Politik sind zentral und man sollte sie kennen und wertschätzen. Im Vorhof der offiziellen – oft auch etwas langweilig zu untersuchenden – Politik gibt es aber auch Grauzonen, in denen verdeckte Machtnetzwerke, Formen der informellen Einflussnahme und parallele Strukturen des Regierens zur Entfaltung kommen. Wissenschaftlich und journalistisch sind diese Grauzonen oder Formen der „Schattenpolitik“ spannend und aufschlussreich zugleich. Allerdings sind sie analytisch und empirisch nicht leicht zu erfassen. Die Grenzlinien zwischen der alltäglich-normalen, der unter demokratischen Gesichtspunkten problematischen und der eindeutig illegitimen und kriminellen „Schattenpolitik“ scheinen vielfach fließend, selten klar bestimmt zu sein. Die Schwierigkeiten der kategorialen Einordnung liegen auf der Hand. Dennoch gilt: Wer ein vollständiges und kritisch-reflektiertes Verständnis politischer Prozesse entwickeln will, kommt nicht umhin, sich dem Informellen zuzuwenden und die bestehenden Schatten auszuleuchten.

Diese Ausgabe von Politikum fragt daher: Wie stellen sich die unterschiedlichen Formen der „Schattenpolitik“ in wichtigen Handlungsbereichen und Konfliktfeldern dar? Wann sind sie als legitim und wann als illegitim einzuordnen? Haben sie tatsächlich an Bedeutung gewonnen? Und wie ist es um die Möglichkeiten einer größeren Transparenz und öffentlichen Kontrolle einer privilegierten Einflussnahme bestellt?

Inhaltsübersicht

Schattenpolitik

Ulrich von Alemann
Schattenpolitik - Grauzonen politischen Handelns
Legitim oder illegitim?

Sven T. Siefken
Mehr Licht als Schatten bei den
Expertenkommissionen der Bundesregierung

 

Demokratie im Schatten des Finanzsektors?
Interview mit Gerhard Schick (Bürgerbewegung Finanzwende)

 

Mechthild Roos
Zwischen Vertragsauslegung und Streben nach Macht
Informalität in der EU-Politik

 

Oliver Schwedes und Benjamin Sternkopf
Lobbying im Verkehr

 

Timo Lange
Lobbyismus und Transparenz - ein Überblick

 

Sylvia Maria Erben
Who watches the watchmen?
Die Rolle des Verfassungsschutzes im NSU-Komplex

Forum

 

Ulrich Hamenstädt
Im Schatten des Bildschirms
Informelle Politik anhand von House of Cards und The Wire

Buchbesprecbungen

und Literaturtipps






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