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Was ist gute ökonomische Bildung?

Leitfaden für den sozioökonomischen Unterricht

Bestellnummer: 40830 (Print) / 40831 (PDF)
Autoren/Hrsg.: Autorengruppe Sozioökonomische Bildung
unter Mitarbeit von: Tim Engartner, Gerd-E. Famulla, Andreas Fischer, Christian Fridrich, Harald Hantke, Reinhold Hedtke, Birgit Weber, Bettina Zurstrassen
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 208
ISBN: 978-3-7344-0830-4 (Print) / 978-3-7344-0831-1 (PDF)
Klassenstufe: Sek. I+II
Reihe: Ökonomie unterrichten

Verfügbarkeit: Vorbestellen, erscheint Juni 2019

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gute ökonomische Bildung

Über das Buch

Ökonomische Bildung ist dringend notwendig. Die Ökonomisierung aller Lebenswelten erfordert es, ökonomische Phänomene erkennen zu können, ökonomisches Denken zu fördern sowie die Fähigkeit, ein fundiertes Analysieren, Verarbeiten und Kombinieren von Informationen zu entwickeln. Oft jedoch wird lediglich herbeigewünscht, dass in den Unterrichtsstunden mehr Zeit und Raum für die Auseinandersetzung mit finanziellen Problemen oder das Lesen von Versicherungsverträgen gegeben wird. Es lohnt sich, in die Unterrichtsmaterialien hineinzuschauen, die unter dem Etikett ökonomische Bildung firmieren, um zu sehen, was dort tatsächlich geboten wird: Häufig beschränken sie den Unterricht darauf, die Lernenden in ein eindimensional ausgerichtetes wirtschaftswissenschaftliches Denkmuster einzuführen. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich, dass „traditionelle“ ökonomische Bildung ein problemorientiertes, entdeckendes Erkennen und Lernen in und von komplexen Realitäten nicht bzw. allenfalls in Ansätzen ermöglicht. Die Hoffnung, dass das Hinterfragen, Analysieren und Reflektieren (unterschiedlicher) ökonomischer Perspektiven angeregt wird, bleibt unerfüllt.

Wir haben uns davon nicht entmutigen lassen. Auf unserer Suche nach Zugängen, die es den Lernenden erlauben, die Einflussfaktoren, Wechselwirkungen und Widersprüche von bzw. zwischen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen wahrzunehmen, zu bewerten und ggf. Alternativen zu entwickeln, haben wir Grundgedanken einer sozioökonomischen Bildung entwickelt. Sie zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler sozioökonomische Kompetenzen erwerben, um die Multiperspektivität und Kontroversität der Lebenswelten, aber auch von sozialwissenschaftlichen Sichtweisen zu erfassen. Dazu benennen wir Themen für eine sozioökonomische Bildung, skizzieren Methoden und erörtern grundsätzliche Herausforderungen und Perspektiven, die sie mit sich bringt.

Wir sind davon überzeugt, dass eine sozioökonomische Bildung dem Bildungsauftrag der Schule gerecht wird, also die Lernenden bildet, statt sie nur zu einem einseitig ökonomisch orientierten Handeln anzuleiten. Kurzum: Sozioökonomische Bildung ist zugleich handlungs- und ergebnisorientiert, offen für unterschiedliche Perspektiven und Lösungsansätze. Sie bietet damit ein hohes Innovationspotenzial für jeden Unterricht und für die daran beteiligten Akteure.

Inhaltsübersicht

1   An Stelle eines Vorworts

2   Einleitung

3   Sozioökonomische Bildung – Grundgedanken

4   Was ist relevantes sozioökonomisches Grundwissen?

5   Welche curricularen Handlungsspielräume existieren für die sozioökonomische Bildung?

6   Wie findet man Themen für die sozioökonomische Bildung?

7   Wie erreicht man sozioökonomische Multiperspektivität und Kontroversität?

8   Wie knüpft man an sozioökonomische Vorstellungen und Erfahrungen der Lernenden an?

9   Welche Lehr-Lern-Methoden eignen sich für den sozioökonomischen Unterricht?

10 Lässt sich die Idee der sozioökonomischen Bildung in beruflichen Schulen umsetzen?

11 Sozioökonomische Bildung bildet!

12 Welches Wirtschaftsverständnis passt zum sozioökonomischen Unterricht?

13 Berufsorientierung in der sozioökonomischen Bildung

14 Märkte in der sozioökonomischen Bildung

15 Konsum in der sozioökonomischen Bildung

16 Marktwirtschaften in der sozioökonomischen Bildung

Literaturverzeichnis

Zu den Autoren

Autorengruppe Sozioökonomische Bildung

Tim Engartner
Dr., Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt politische Bildung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften

Gerd-E. Famulla
Dr., Professor für Wirtschaftswissenschaften und ihre Didaktik, ehem. Universität Flensburg.

Andreas Fischer
Dr., Professor für Wirtschaftsdidaktik und Wirtschaftspädagogik an der Leuphana Universität Lüneburg, Fakultät Wirtschaft

Christian Fridrich
Dr., Professor für Geographische und Sozioökonomische Bildung an der Pädagogischen Hochschule Wien, Institut für Allgemeinbildung in der Sekundarstufe

Harald Hantke
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leuphana Universität Lüneburg, Arbeitseinheit Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Reinhold Hedtke
Dr., Professor für Wirtschaftssoziologie und Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie

Birgit Weber
Dr., Professorin für Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt ökonomische Bildung an der Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften

Bettina Zurstrassen
Dr., Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie

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