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Rassismuskritische politische Bildung

Theorien – Konzepte – Orientierungen

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Rassismuskritische politische Bildung

Über das Buch

Wie entsteht Rassismus? Welche Zusammenhänge lassen sich zwischen Sprache und Rassismus beobachten? Sollte rassismuskritische Bildung nicht eine Querschnittsaufgabe aller Bildungsarbeit sein? So steht vor dem Hintergrund neuer bundespolitischer Programme zur Extremismusprävention und Demokratieförderung nicht nur die non-formale politische Bildung vor neuen Herausforderungen, Klärungsprozessen und Selbstverständnisdebatten. Die Autorinnen und Autoren des Bandes widmen sich der vielschichtigen Ausdifferenzierung der rassismuskritischen Bildung: Neben dem Thema Antisemitismus werden auch Kolonialismus sowie Nachhaltigkeit und Globalisierung behandelt. Auch Rassismus im Kontext von Populismus und Rechtsextremismus kommt zur Sprache. Unterschiedliche Institutionen werden im Hinblick auf Rassismus (-kritik) betrachtet. Zudem finden sich im Band medienpädagogisch und -analytisch orientierte Beiträge. Dabei wird deutlich, welchen wichtigen Beitrag politische Bildung leisten kann, um Rassismus präventiv und aktiv entgegenzutreten.


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Inhaltsübersicht

I. Zur Einführung

Benno Hafeneger, Benedikt Widmaier
Warum rassismuskritische politische Bildung?

II. Blick auf Theorie

Benno Hafeneger
„Innere Herausbildung“ von Rassismus
Anmerkungen zu einer vergessenen Denktradition

María do Mar Castro Varela, Natascha Khakpour
Sprache und Rassismus

Sebastian Seng
Wer vom Rassismus nicht sprechen will, sollte vom Rechtspopulismus schweigen
Überlegungen zum Verhältnis von Rechtspopulismus und rassismuskritischer politischer Bildung

Micha Brumlik
Antisemitismus

Shadi Kooroshy, Paul Mecheril
Wir sind das Volk
Zur Verwobenheit von race und state

Anastasia Paschalidou
Rassismuskritik als pädagogische Querschnittsaufgabe?

III. Blick auf Institutionen und Strukturen

Yalız Akbaba
Stereotypisierung als Rassismus
Der wertschätzende Ausschluss von migrationsanderen Lehrer*innen

Tina Dürr, Eva Georg
Die Unsichtbarkeit von Rassismus an Schulen

Türkân Kanbıçak
Schule mit ohne Rassismus

Astrid Messerschmidt
Aufarbeitung des Kolonialismus in Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus

Torsten Niebling, Gamze Damat
Soziale Medien als Variable in Annäherungsprozessen – Pädagogische Antworten

Katharina Unkelbach
Zur Wirklichkeitskonstruktion „verdächtiger Minderheiten“ in den Medien:
Türkische Migrant*innen im Fernsehkrimi Tatort

IV. Internationaler Blick

Bernd Overwien
Globales Lernen und Rassismuskritik

Benjamin Haas
Verfehlte Ansprüche eines global-politischen Lernortes
Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts rassismuskritisch betrachtet

 

Autorinnen und Autoren

Zu den Autoren

Micha Brumlik, Jg. 1947, Erziehungswissenschaftler, Prof. em. der Universität
Frankfurt, seit 2013 Senior Professor am Zentrum Jüdische Studien Berlin/
Brandenburg; Mitherausgeber der „Blätter für deutsche und internationale
Politik“ sowie von „Jalta“ Positionen zur jüdischen Gegenwart“.

María do Mar Castro Varela, Jg. 1964, Dr. rer. soc., Professorin für Allgemeine
Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin;
Gründerin des bildungsLab* Berlin (www.bildungslab.net).

Gamze Damat, Jg. 1987, Mag. phil., Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin,
Promotionsstudentin Uni Tübingen, Referentin für Medienpädagogik
bei der Pädagogischen Fachstelle Rechtsextremismus „Rote Linie“ beim St.
Elisabeth-Verein e. V. Marburg.

Tina Dürr, Jg. 1975, M.A. Pädagogik, Sozialpsychologie und Theaterwissenschaft,
stellvertretende Leiterin des Demokratiezentrums im Beratungsnetzwerk
Hessen an der Philipps-Universität Marburg.

Eva Georg, Dipl. Soziologin, Systemische Beraterin (SG), Social- Justice Trainerin,
Beraterin im beratungsNetzwerk hessen – für Demokratie und gegen
Rechtsextremismus sowie bei response – Beratungsstelle für Betroffene von
rechter und rassistischer Gewalt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut
für Soziologie, Philipps-Universität Marburg.

Benjamin Haas, Jg. 1984, M.A., Kulturanthropologe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
und Promotionsstudent am Lehrstuhl für Sozialpolitik und Methoden
der qualitativen Sozialforschung sowie am Seminar für Genossenschaftswesen
der Universität zu Köln.

Benno Hafeneger, Jg. 1948, Dr. phil., Prof. em. am Institut für Erziehungswissenschaft
der Philipps-Universität Marburg.

Natascha Khakpour, Jg. 1985, Mag., Studium der Germanistik, Promotionsstipendiatin
an der PH Freiburg, Institut für Erziehungswissenschaft.

Türkân Kanbıçak, Jg. 1960, Dr. phil. Berufsschullehrerin und Erziehungswissenschaftlerin,
abgeordnete Lehrerin am Pädagogische Zentrum des Fritz Bauer
Instituts und des Jüdischen Museums, leitet das kulturelle Bildungsprogramm
„AntiAnti – Museum Goes School“ zur antisemitismuskritischen Extremismusprävention
am Jüdischen Museum in Frankfurt.

Shadi Kooroshy, Jg. 1984, Dipl. Päd., Stipendiatin im Promotionsprogramm
„Migrationsgesellschaftliche Grenzformationen“ an der Carl von Ossietzky
Universität Oldenburg.

Paul Mecheril, Jg. 1962, Dr. phil, Professor für Migration und Bildung am Institut
für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; Direktor des
Center for Migration, Education and Cultural Studies.

Astrid Messerschmidt, Jg. 1965, Erziehungswissenschaftlerin, Studium der
Pädagogik, Religionspädagogik, Politikwissenschaft und Germanistik; Berufstätigkeiten
in der Erwachsenenbildung; Professorin für Erziehungswissenschaft
mit dem Schwerpunkt Geschlecht und Diversität an der Bergischen Universität
Wuppertal.

Torsten Niebling, Jg. 1969, Dipl. Päd., Leiter der Pädagogischen Fachstelle
Rechtsextremismus „Rote Linie“ beim St. Elisabeth-Verein e. V. Marburg.

Bernd Overwien, Jg. 1953, Dr. phil. habil., forscht und lehrt als Professor für
die Didaktik der politischen Bildung seit 2008 an der Universität Kassel. Aktuelle
Arbeitsschwerpunkte sind: Bildung für nachhaltige Entwicklung/Globales
Lernen, Verbindungen zwischen schulischem und außerschulischem (informellem)
Lernen.

Anastasia Paschalidou, Dr. phil., Dipl. Pädagogin, Trainerin für rassismuskritische
Interkulturelle Kompetenz, Jugendbildungsreferentin bei der Jugendbildung
Hessen des Internationalen Bundes Südwest gGmbH, Projektleitung
„Stop Hate Speech – Demokratie to go – Wir und die Anderen? – Hate Speech
real und virtuell überwinden“.

Sebastian Seng, M.A., Mittlere und Neuere Geschichte, Spanische Philologie
und Betriebswirtschaftslehre, Referent des Informations- und Dokumentationszentrums
für Antirassismusarbeit in Düsseldorf.

Katharina Unkelbach, Jg. 1990, M.A.; Germanistin und Kulturwissenschaftlerin,
2016 bis 2018 Referentin für Extremismuprävention im Haus am
Maiberg.

Benedikt Widmaier, Jg. 1958, M.A., Politikwissenschaftler, Direktor der Akademie
für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz „Haus am Maiberg“,
Redakteur des „Journals für politische Bildung“ und Mitherausgeber der
Schriftenreihe „Non-formale politische Bildung“.

Stimmen zum Buch

„Wer sich einen komprimierten Überblick über aktuelle Themen und Tendenzen innerhalb der Jugendbildung im Allgemeinen und der speziellen Ausrichtung einer rassismuskritischen Bildungsarbeit im Besonderen verschaffen will, ist mit dem vorliegenden Band gut beraten.“

Dr. Axel Bernd Kunze, Socialnet.de

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