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Menschenrechte in Zahlen

zeitschrift für menschenrechte 1/2019

Verfügbarkeit: Vorbestellen, erscheint Anfang Juli 2019

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Menschenrechte in Zahlen

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Über das Buch

Die empirische Bestandaufnahme der Menschenrechtslage ist ein methodisch anspruchsvolles Unterfangen von großer politischer Bedeutung. Die Fragen, wie es um die Menschenrechte in einem Land bestellt ist und inwiefern die jeweiligen Staaten die Menschenrechte umsetzen oder aber verletzen, bilden für gewöhnlich den Ausgangspunkt staatlicher wie nichtstaatlicher Bemühungen, die Menschenrechte besser zu schützen.

Zugleich ist die methodisch reflektierte Erfassung der Menschenrechtslage auch sozialwissenschaftlich bedeutsam. Erst so lassen sich im zeitversetzten (diachronen) oder zeitgleichen (synchronen) Ländervergleich Entwicklungen und Unterschiede aufzeigen, die es zu erklären gilt. Warum hat sich beispielsweise die Menschenrechtslage in einem Land über die Zeit verbessert oder aber verschlechtert? Weshalb weisen einige Staaten ein besseres oder schlechteres Menschenrechtsprofil als andere Staaten auf? Gibt es Situationen, in denen die Menschenrechte besonders gefährdet sind, und gesellschaftliche Gruppen, die von Menschenrechtsverletzungen besonders betroffen sind? Solche Fragen lassen sich nicht beantworten, ohne die Menschenrechtslage empirisch zu erfassen.

Es geht in diesem Heft also um quantitative Angaben zu Menschenrechten. Die jeweiligen Autorinnen und Autoren setzen sich mit menschenrechtsbezogenen oder -relevanten Daten, Indikatoren und Indizes auseinander, die für ihre Arbeitsbereiche wichtig sind. Dabei werden auch Probleme quantitativer Messungen von Menschenrechten benannt und deren Aussagekraft und Verwendung hinterfragt. So hoffen wir, der Debatte über „Menschenrechte in Zahlen“ den einen oder anderen Impuls zu geben.

Inhaltsübersicht

Menschenrechte in Zahlen

Janika Spannagel
Ereignisdaten: Irrlichter in der Erfassung menschenrechtlicher Trends

Anne Löscher
Dem Welthunger eine Zahl geben

Roman Herre
Zahlenzauber. Das zähe Ringen um eine menschenrechtsbasierte Messung von Hunger

Monika Mayrhofer
Collecting Statistical Data on Sexual Orientation and Gender Identity, Characteristics and Expression

Leonie Holthaus und Fabian Rieke
Kann man die Gleichstellung der Geschlechter messen?
Eine kritische Diskussion geschlechtsspezifischer Indizes und ihrer Aussagen zum postrevolutionären Tunesien

Ziba Vaghri und Isil Erdemli
A Desk Top Review of the existing indicators on articles and General Comments of the United Nations Convention on the Rights of the Child

Stephan Gerbig und Claudia Kittel
Kinderrechte-Verwirklichung messbar machen

Hintergrund

Janina Stürner
Wahrheit auf der Flucht?
Potenzial und Engagement der syrischen Diaspora in Deutschland für Wahrheitsfindung, Dialog und Friedensförderung

Forum

Marcel Helbig
Warum unsere Grundschulen immer ungleicher werden

Sven Winkler
Was ist bezahlbares Wohnen?

Tour d’Horizon

Michael Krennerich
Von Indizes, Weltkarten und Länderrankings zu Menschenrechten

Buchbesprechungen

Max Graff: Literarische Dimensionen der Menschenwürde. Exemplarische Analysen zur Bedeutung des Menschenwürdebegriffs in der deutschsprachigen Literatur seit der Frühaufklärung (von Caroline Welsh)

Justine Lacroix/Jean-Yves Pranchère: Human Rights on Trial. A Genealogy of the Critique of Human Rights (von Heiner Bielefeldt)

Josef P. Mautner (Hg.): Regionale Menschenrechtspraxis. Herausforderungen – Antworten – Perspektiven (von Josef Bruckmoser)

Zu den Autoren

Isil Erdemli
ist Kinderrechtsexpertin am International Children’s Center in Ankara, Türkei.

Stephan Gerbig
ist Volljurist und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der „Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention“ am Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin.

Marcel Helbig
ist Inhaber der Sonderprofessur für „Bildung und soziale Ungleichheit“ der Universität Erfurt und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.

Roman Herre
ist Diplom-Geograph und arbeitet sein über zehn Jahren für die deutsche Sektion der Menschenrechtsorganisation FIAN. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Landkonflikte, Entwicklungszusammenarbeit und Welternährung.

Leonie Holthaus
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt und Mitglied des Exzellensclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Sie forscht zu Theorien der Internationalen Beziehungen, wissenssoziologischen Perspektiven und der Demokratieförderung.

Claudia Kittel
ist Dipl. Erziehungswissenschaftlerin und leitet seit 2015 die „Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention“ am Deutschen Institut für Menschenrechte.Sie war zuvor Sprecherin der National Coalition Deutschland-Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e. V.

Michael Krennerich
lehrt als außerplanmäßiger Professor für Politische Wissenschaft Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Universität Erlangen-Nürnberg und ist Vorsitzender des Nürnberger Menschenrechtszentrums (NMRZ).

Anne Löscher
promoviert in VWL an der Universität Siegen. In ihrer Promotion beschäftigt sie sich mit dem Zusammenhang zwischen der nationalen und internationalen Finanzarchitektur und der gesamtökonomischen Entwicklung in afrikanischen Ländern.

Monika Mayrhofer
ist promovierte Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department „Asyl, Antidiskriminierung und Diversität“ des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte in Wien. Sie leitet gegenwärtig eines vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderten Projektes „Das Konzept der Vulnerabilität im Menschrechtskontext“ (2019-2022).

Fabian Rieke
ist Student der Internationalen Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt/M./Darmstadt.

Janika Spannagel
arbeitet am Global Public Policy Institute (GPPi) in Berlin zu akademischer Freiheit weltweit und promoviert in der Politikwissenschaft an der Universität Freiburg zum internationalen Schutz von Menschenrechtsverteidiger*innen.

Janina Stürner
arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Regionenforschung der FAU Erlangen-Nürnberg. Sie forscht zur Rolle von europäischen Städtenetzwerken in EU-Migrationspolitik sowie zu urbanen Alternativen zu Flüchtlingscamps außerhalb der EU.

Zibra Vaghri
ist Assistant Professor an der University of Victoria, Kanada, und der Leiter des „GlobalChild Project“.

Sven Winkler
ist seit 2014 beim VSWG Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. tätig. Als Referent für Betriebswirtschaft ist er u. a. für die Bereiche Wohnungspolitik, Investition, Finanzierung, Fördermittel sowie Statistik zuständig. Darüber hinaus berät er die Mitglieder sowie Politik und Wirtschaft zu baulichen, technischen und energetischen Fragestellungen der Wohnungswirtschaft.

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