Visegrád-Staaten in der EU. Polarisierung - Radikalisierung - Diskriminierung

Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2021

herausgegeben von
Reiner Becker, Irina Bohn, Beate Küpper, Timo Reinfrank, Sophie Schmitt
unter Mitarbeit von
Kata Bálint, Tina Dürr, Jan Hellinghausen, Bulcsú Hunyadi, Dominik Istrate, Ole Jantschek, Catherine Lourdes Dy, Max Mühlhäuser, Florina Neagu, Verena Schäfer-Nerlich, György Tatár, Mihai Tatomir, Andrea Tundis, Luca Varádi, Przemysław Witkowski, Alexander Wohnig

Die Polarisierung der Gesellschaft ist mittlerweile zu einem Schlagwort geworden, das in kaum einer politischen Analyse fehlt. Trump, der Brexit, Migration und die fast schon wieder in den Hintergrund gerückte Fluchtbewegung aus dem Süden nach Europa, auch Globalisierung und Klimawandel, und die seit nunmehr einem Jahr anhaltende Coronapandemie … In all diesen Themenfeldern zeichnet sich tatsächlich eine ganz grundsätzliche Polarisierung der Positionierungen ab, die Zwischentöne überlagert. Die vorliegende Ausgabe der Zeitschrift für Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit will in ihrem Schwer…

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Bestellnummer: ZDgM1_21
EAN: ZDgM1_21
ISBN: ZDgM1_21
Reihe: Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit
Erscheinungsjahr: 2021
Seitenzahl: 184
Produktinformationen
Die Polarisierung der Gesellschaft ist mittlerweile zu einem Schlagwort geworden, das in kaum einer politischen Analyse fehlt. Trump, der Brexit, Migration und die fast schon wieder in den Hintergrund gerückte Fluchtbewegung aus dem Süden nach Europa, auch Globalisierung und Klimawandel, und die seit nunmehr einem Jahr anhaltende Coronapandemie … In all diesen Themenfeldern zeichnet sich tatsächlich eine ganz grundsätzliche Polarisierung der Positionierungen ab, die Zwischentöne überlagert. Die vorliegende Ausgabe der Zeitschrift für Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit will in ihrem Schwerpunkt all jene in den Vordergrund rücken, die „on-the-ground“ in der Praxis für eine offene, liberale und vielfältige Gesellschaft in ihren Ländern und in der EU kämpfen. Der Schwerpunkt zu „Polarisierung, Radikalisierung und Diskriminierung in Europa“ der Ausgabe fokussiert im Besonderen die Situation in Mittel- und Osteuropa der Praxis von Prävention und Intervention im Feld von Demokratiebildung, Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.
Inhaltsübersicht
Editorial

Schwerpunkt

Beate Küpper, Luca Varádi: Polarisierung in Europa: Positionierungen für und gegen eine offene und vielfältige Gesellschaft

Polarisierung in Mittel- und Osteuropa – ein Blick in ausgewählte Länder

Beate Küpper: Länderprofil Deutschland
Przemysław Witkowski: Länderprofil Polen
Bulcsú Hunyadi, György Tatár: Länderprofil Ungarn
Florina Neagu, Mihai Tatomir: Länderprofil Rumänien
Verena Schäfer-Nerlich: EU-kritische Haltungen im Kontext der Europawahlen 2019: EU-skeptisch, EU-feindlich, demokratie-skeptisch oder anti-demokratisch?
Catherine Lourdes Dy, Max Mühlhäuser, Andrea Tundis: Alltägliches Erleben von Vorurteilen und Diskriminierung in Mittel- und Osteuropa: die Opferperspektive
Luca Váradi: „Wir wären froh, wenn es nichts mehr für uns zu tun gäbe“
Kata Bálint, Dominik Istrate, Bulcsú Hunyadi: FLPs an vorderster Front der Radikalisierungsprävention und -intervention: Erfahrungen, Schwierigkeiten und Bedürfnisse

Forum

Tina Dürr, Dr. Sophie Schmitt: Politische Bildung ist nicht neutral und keine „Extremismusprävention“ – Zentrale Aussagen des 16. Kinder- und Jugendberichts für die politische Bildung in Schule und die Mobile Beratung

Jan Hellinghausen, Ole Jantschek, Alexander Wohnig: Professionsreflexion und Stärkung von Kooperationsbeziehungen zwischen Schule, Jugendsozialarbeit und außerschulischer politischer Bildung im Programm „Respekt Coaches“

Marktplatz

Autoritäre Dynamiken: Alte Ressentiments – neue Radikalität

„Filter ohne Blase"

FED rex – Fortbildung zu Einstiegsprävention und Distanzierungsförderung

Demokratisch. Gemeinsam. Wachsen. – Eltern als Partner*innen der Demokratieförderung

Eine klimaneutrale und sozial gerechte Gesellschaft

SozialdemokratInnen und GewerkschafterInnen gegen Notstandspolitik (Österreich)

Buchbesprechungen

Oliver Decker, Elmar Brähler: Autoritäre Dynamiken. Alte Ressentiments – neue Radikalität (von Hajo Funke)

Alexander Wohnig (Hg.): Politische Bildung als politisches Engagement (von Sophie Schmitt)

Tina Dürr/Reiner Becker (Hg.): Leerstelle Rassismus (von Michell W. Dittgen)

Autorinnen und Autoren
Autor*innen

Kata Bálint ist Analystin bei Political Capital und ihre Kernforschungsgebiete sind Rechtsradikalisierung und Extremismus. Sie studierte Internationale Studien und Politische Psychologie.

Tina Dürr ist stellvertretende Leiterin des Demokratiezentrums Hessen. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind Mobile Beratung im Kontext von Rechtsextremismus, Rassismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Politische Bildung und Demokratiebildung sowie Rassismuskritik.

Catherine Lourdes Dy ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Laboratoire d‘Anthropologie des Mondes Contemporains der Freien Universität Brüssel und zuletzt Projektmanagerin am Peace Action, Training and Research Institute of Romania Ihre Forschungsinteressen umfassen Migration und Sicherheit, einschließlich der Integration von Drittstaatsangehörigen, in Bezug auf unmittelbare und langfristige Bedürfnisse, sowie Polarisierung und Radikalisierung innerhalb oder gegenüber gefährdeten Gruppen, mit einem Schwerpunkt auf Osteuropa.

Jan Hellinghausen
ist Lehrer an einer weiterführenden Schule und Doktorand an der Universität Siegen.

Bulcsú Hunyad
i ist leitender politischer Analyst des Budapester Forschungsinstituts Political Capital. Er ist der Koordinator des Forschungsprogramms des Instituts, das sich auf Rechtsextremismus und Radikalisierung konzentriert. Er studierte Geschichte, Soziologie und Internationale Beziehungen.


Dominik Istrate ist Analyst für Außenpolitik am Forschungsinstitut Political Capital in Budapest. Er ist Mitglied des Forschungsteams des Instituts zu Desinforma tionskampagnen, die auf die MOE-Region abzielen. Er studiert Internationale Beziehungen an der Corvinus-Universität Budapest.

Ole Jantschek ist aktuell Bundestutor der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et). Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Themen diversitätsorientierte politische Jugendbildung, Digitalisierung und politische Medienbildung.

Beate Küpper ist Sozialpsychologin und Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein. Sie ist seit 2014 Ko-Autorin der von der Friedrich-Ebert-Stiftung geförderten „Mitte Studie“ über menschenfeindliche und rechtsextreme Einstellungen in Deutschland. Sie ist Mitglied der Redaktion dieser Zeitschrift.

Max Mühlhäuser ist Professor an der Technischen Universität Darmstadt und Leiter des Telecooperation Labs. Er hat Schlüsselpositionen in mehreren großen Sonderforschungsbereichen inne und leitet die Doktorandenschule zum Thema Datenschutz und Vertrauen für mobile Benutzer*innen. Er forscht zu den Themen Internet, Mensch-Computer-Interaktion und Cybersicherheit, Datenschutz und Vertrauen.

Florina Neagu studierte Rechtswissenschaften und Europastudien an der Alexandru Ioan Cuza-Universität in Iași. Sie forscht am Multicultural Business Institute of Romania und ist Kommunikations- und PR-Spezialistin am Peace Action, Training and Research Institute of Romania (PATRIR). Ihre Arbeit konzentriert sich hauptsächlich auf die Bereiche Rechtswissenschaften, Menschenrechte, Schutz der Frauenrechte und Internationale Beziehungen. Sie arbeitet zusammen mit Nichtregierungsorganisationen im Bereich Jugendaktivismus und soziale Gerechtigkeit.

Verena Schäfer-Nerlich ist Referentin für Forschungsförderung und Forschungsstrategie an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie promovierte an der JLU Gießen zum „EU -Konstitutionalisierungsprozess“ und war von 2017 bis 2020 dort als Projektkoordinatorin des interdisziplinären Forschungsverbundes „Antidemokratische Haltungen – Herausforderungen für Bildung und Sozialisation“ tätig.

Sophie Schmitt ist Qualifikationsprofessorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Politische Bildung in schulischen und außerschulischen Zusammenhängen sowie im Kontext autoritärer Entwicklungen und Politische Sozialisation vor dem Hintergrund des Wandels von Arbeit und von Subjektivität.

György Tatár ist Diplomat und war in verschiedenen Positionen im ungarischen Außenministeriumtätig. Er leitete die Task Force für horizontale Sicherheitsfragen/ Konfliktprävention in der Strategieplanungs- und Frühwarneinheit der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU . Er ist Vorsitzender der Stiftung zur internationalen Prävention von Völkermord und Massengräueln, die 2010 in Budapest gegründet wurde.

Mihai Tatomir hat einen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaften und macht derzeit einen Master im Fach Internationale Beziehungen an der Bábes-Bolyai Universität, Cluj-Napoca. Er forscht im Bereich der sozialen Radikalisierung und Polarisierung. Er arbeitet zudem in den Projekten CHAMPIONs und BRAVE zu den Themen Mobbing-Prävention, inklusive Bildung und Wohlbefinden von Jugendlichen.

Andrea Tundis ist Senior Researcher im Fachgebiet Schutz von Infrastrukturen, organisierte Kriminalität im Internet und menschliche Sicherheit. Derzeit arbeitet er am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Darmstadt und ist Mitglied im Telecooperation Lab (TK lab). Er ist am europäischen Forschungsprojekt „Horizont 2020“ über organisierte Cyber-Kriminalität und terroristische Netzwerke beteiligt, in dem er Modelle und Methoden für die Identifizierung, Prävention und Reaktion von internetbasierten Verbrechen untersucht.

Luca Váradi, PhD ist Soziologin und Sozialpsychologin. Sie ist eine ehemalige Marie Sklodowska- Curie-Forschungsstipendiatin und Gastprofessorin im Nationalismus-Studienprogramm der CEU in Budapest und Wien. Ihre Forschung konzentriert sich auf ethnische Vorurteile, insbesondere auf die Entstehung von Vorurteilen in der Adoleszenz. Luca Váradi arbeitet auch mit Lehrer*innen und NGOs zusammen, um die Forschungsergebnisse für schulbasierte Interventionsprogramme gegen Vorurteile zu nutzen.

Alexander Wohnig ist Juniorprofessor für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Siegen. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem schulische und außerschulische sozialwissenschaftliche Bildung sowie politische Partizipation, bürgerschaftliches Engagement und soziales Lernen.
Kurzbeschreibung
Die Polarisierung der Gesellschaft ist mittlerweile zu einem Schlagwort geworden, das in kaum einer politischen Analyse fehlt. Trump, der Brexit, Migration und die fast schon wieder in den Hintergrund gerückte Fluchtbewegung aus dem Süden nach Europa, auch Globalisierung und Klimawandel, und die seit nunmehr einem Jahr anhaltende Coronapandemie … In all diesen Themenfeldern zeichnet sich tatsächlich eine ganz grundsätzliche Polarisierung der Positionierungen ab, die Zwischentöne überlagert. Die vorliegende Ausgabe der Zeitschrift für Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit will in ihrem Schwerpunkt all jene in den Vordergrund rücken, die „on-the-ground“ in der Praxis für eine offene, liberale und vielfältige Gesellschaft in ihren Ländern und in der EU kämpfen. Der Schwerpunkt zu „Polarisierung, Radikalisierung und Diskriminierung in Europa“ der Ausgabe fokussiert im Besonderen die Situation in Mittel- und Osteuropa der Praxis von Prävention und Intervention im Feld von Demokratiebildung, Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.

Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit

Neu
Visegrád-Staaten in der EU. Polarisierung - Radikalisierung - Diskriminierung
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2021
Die Polarisierung der Gesellschaft ist mittlerweile zu einem Schlagwort geworden, das in kaum einer politischen Analyse fehlt. Trump, der Brexit, Migration und die fast schon wieder in den Hintergrund gerückte Fluchtbewegung aus dem Süden nach Europa, auch Globalisierung und Klimawandel, und die seit nunmehr einem Jahr anhaltende Coronapandemie … In all diesen Themenfeldern zeichnet sich tatsächlich eine ganz grundsätzliche Polarisierung der Positionierungen ab, die Zwischentöne überlagert. Die vorliegende Ausgabe der Zeitschrift für Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit will in ihrem Schwerpunkt all jene in den Vordergrund rücken, die „on-the-ground“ in der Praxis für eine offene, liberale und vielfältige Gesellschaft in ihren Ländern und in der EU kämpfen. Der Schwerpunkt zu „Polarisierung, Radikalisierung und Diskriminierung in Europa“ der Ausgabe fokussiert im Besonderen die Situation in Mittel- und Osteuropa der Praxis von Prävention und Intervention im Feld von Demokratiebildung, Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.
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24,99 € - 26,80 €

30 Jahre Mauerfall. Demokratie und nun?
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2019
30 Jahre nach dem Fall der Mauer geht der Blick vielfach zurück auf die Ereignisse von 1989, aber auch auf die Zeit des für fast alle Menschen im Osten einschneidenden Umbruchs danach. Zunehmend kritisch wird nach den Transformationserlebnissen und danach, wie sie bis heute den Osten prägen, gefragt. Verknüpft wird dies auch mit der Frage, warum nun ausgerechnet in den ostdeutschen Bundesländern die Alternative für Deutschland (AfD) so erfolgreich ist und bei den jüngsten Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen 2019 zur zweitstärksten Kraft aufsteigen konnte (bei jungen Leuten wurde sie z. T. sogar stärkste), eine Partei, hart am rechten Rand, die gerade im Osten auch einen eindeutig völkisch-rechtsextremen Charakter hat. Die deutsche Geschichte lehrt, gegenüber mangelnder Demokratieerfahrung in der Bevölkerung, schleichender Aushöhlung und gezielten Umsturzversuchen durch politische Akteure höchst aufmerksam zu sein.
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26,80 €

Die Generation, die ihre Demokratie wiederentdeckt
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2020
Klageschriften über die vermeintlich unpolitische und kaum engagierte Jugend gehörten über Jahre hinweg zu den Dauerbrennern der Presselandschaft. Passé, seitdem Greta Thunberg freitags die Schule bestreikte und ihrem Beispiel weltweit Millionen junger Menschen folgten. Die Jugend entdeckt die Klimakrise als Thema und macht sich Sorgen um die Zukunft des Planeten. In eine ganz gegenwärtige Kommunikationskrise trudelte die Regierungspartei CDU im vergangenen Jahr aufgrund eines Youtube-Videos: Unter dem Namen „Die Zerstörung der CDU“ hatte es der Youtuber „Rezo“ ins Netz gestellt. Millionen klickten das Zerstörungsvideo an und die überwiegende Mehrheit der über 30-Jährigen im Land fragte sich: Wer ist dieser Mensch mit den blauen Haaren und warum kann er eine bundespolitische Debatte anstoßen? Die Jugend ist also doch politisch und engagiert. Die Frage ist: Entdeckt die junge Generation die Demokratie wieder oder erfindet sie gerade ganz neue Antworten darauf, wie im Zeitalter sozialer Netzwerke Partizipation und Mitbestimmung gestaltet werden?
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25,99 €

Mega Megatrend Klimawandel
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2020
Der Klimawandel ist eine der zentralen politischen Aufgaben der Gegenwart und stellt die Demokratie auf eine harte Bewährungsprobe. Denn die Bewältigung des Klimawandels erfordert langfristiges, konsequentes und gemeinsames Handeln, welches sich mit den langwierigen, komplexen und interessensabwägenden Abläufen von Demokratie bei gleichzeitig kurzfristiger Perspektive von Wahlperioden beißt. Darüber hinaus versuchen gegenwärtig  unterschiedliche rechtspopulistische und rechtsextremistische Akteure, die Verunsicherungen aufzugreifen und als einen weiteren ideologischen Baustein zur Infragestellung des demokratischen Systems fruchtbar zu machen. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe der Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit versucht, verschiedene Facetten des Megatrends Klimawandel in seinen Bezügen zu politischen Tendenzen auszuleuchten.
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24,99 € - 26,80 €

Shrinking Spaces
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2019
„Shrinking Spaces“ ist ein Begriff, der bisher vor allem im Kontext von Politik und Entwicklungszusammenarbeit bekannt ist und beschreibt die Zunahme schwindender Handlungsräume für zivilgesellschaftliche Organisationen in autokratischen Systemen. Doch zeigen sich auch in den etablierten Demokratien einzelne, aber immer deutlich konturiertere Facetten, welche von Shrinking Spaces zeugen. Legt man diese einzelnen Bruchstücke nebeneinander, so wird das Mosaik immer deutlicher, welches die zunehmende Einschränkung von Handlungsspielräumen der Zivilgesellschaft visualisiert. Der vorliegende Schwerpunkt widmet sich einzelnen Mosaiksteinen, ohne den Anspruch eines vollständigen Bildes zu erheben.
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26,80 €

Radikalisierung
„Radikalisierung“ scheint als Überschrift für das aktuelle Zeitgeschehen (leider) gut zu passen und könnte für eine zukünftige historische Betrachtung unserer Zeit ein Schlüsselbegriff sein. Denn eine Radikalisierung lässt sich derzeit in mehrfacher Hinsicht beobachten: Im Hinblick auf den Zuwachs der extremen gesellschaftlichen Ränder einerseits und auf die rasante Erosion der scheinbar so stabilen Werte der gesellschaftlichen Mitte andererseits. Die unterschiedlichen Konzepte, die hinter dem Schlagwort „Radikalisierung“ stehen, sind in Wissenschaft und Praxis allerdings nicht unumstritten. Daher leuchten die Beiträge im neuen Schwerpunkt diesen Begriff aus verschiedenen Perspektiven kritisch aus.
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26,80 €

Heuristiken
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2018
Gesellschaft und Politik sind in Bewegung, der Sog der öffentlichen und politischen Debatte zieht nach rechts.Dies trifft mit besonderer Wucht all jene, die von Rassismus und Antisemitismus betroffen sind, aber auch diejenigen, welche sich professionell oder ehrenamtlich dagegen engagieren. Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren in Wissenschaft und Praxis diverse Konzepte entwickelt worden, die systematisch Abwertung und Ausgrenzung von Personen analysieren „Sind wir gut und noch richtig aufgestellt?“ steht unter den sich verändernden gesellschaftlichen Vorzeichen laut und mit Dringlichkeit im Raum. Die Frage lautet schlicht: Was ist von den Konzepten (jeweils) brauchbar mit Blick auf die Herausforderungen der Zeit?
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26,80 €

Zeitenwende
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2017
Die Aufnahme von Flüchtlingen seit dem Sommer 2015 wirkt wie ein Katalysator für  eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung. Vorhandene Vorurteile gegenüber gesellschaftlich schwachen Gruppen finden zunehmend ihre Bindung: In den Echokammern der Sozialen Netzwerke, auf der Straße bei Pegida oder in der stetigen Etablierung der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“. Welchen Folgen haben diese und andere Prozesse auf die Politische Kultur der Bundesrepublik? Wie stabil ist das demokratische System in Zeiten solcher vielfältiger Belastungsproben? Das neue Themenheft sucht aus unterschiedlichen Perspektiven nach Antworten.
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26,80 €

Diskursverschiebung
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2017
Mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus in den vergangenen beiden Jahren finden zunehmend Diskursverschiebungen unter dem Schlagwort „Man wird doch noch sagen dürfen…“ auf der großen gesellschaftspolitischen Bühne statt; die innovative Praxis in diesem Feld beobachtet und thematisiert aber inzwischen auch das Eindringen in die familiäre Welt. Das Spektrum reicht dabei insgesamt vom Ringen der demokratischen Gesellschaft um ihre Wertvorstellungen und die Formen der angemessenen Auseinandersetzung bis hin zu Radikalsierungen im familiären und persönlichen Kontext. Mehr zum Konzept erfahren und Gratis-Probeheft anfordern: www.demokratie-gegen-menschenfeindlichkeit.de
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26,80 €

NSU. Die Folgen
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 2/2016
Zum sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), seinen Mord- und weiteren Gewalt- und Straftaten liegen diverse Publikationen vor, mehrere Untersuchungsausschüsse der Länder und des Bundes haben sich mit ihm befasst und befassen sich noch damit. Neben den Untersuchungsausschüssen sind es vor allem journalistische Recherchen, zivilgesellschaftliche Akteur_innen und die Angehörigen der Mordopfer mit den Nebenklageanwält_innen, die weitere Fragen zum NSU, der rechtsextremen Szene und der Arbeit von zuständigen Behörden aufgeworfen haben. Einiges ist aufgeklärt, vieles noch nicht und es bleibt abzuwarten, was noch ans Tageslicht befördert wird. Dabei zeigt u. a. der Verhandlungsverlauf des Münchener „NSU-Prozesses“ gegen Beate Zschäpe wegen Mittäterschaft in zehn Mordfällen, besonders schwerer Brandstiftung und Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer, welchen Aufklärungsbedarf es noch gibt. Wie der NSU entstand und was er über die Gesellschaft verrät – davon ist wenig bekannt. Vor allem die gesellschaftlichen Ursprünge der rassistischen Mordtaten, „Sinn“ und „Funktion“ dieses Terrorismus bedürfen ebenso weiterer Aufhellung wie die Mechanismen der Radikalisierung der Gewaltgruppe jenseits von Einzeltätertheorien und simplen Schuldzuweisungen an staatliche Institutionen. Auch fünf Jahre nach dem Öffentlichwerden des „NSU-Komplex“ gibt es noch viele offene Fragen zur Vernetzung und Einbindung des „Trios“ in die rechtsextreme Szene, zu ihren Kontaktleuten, Helfer_innen und Mitwisser_innen „vor Ort“ sowie zur Arbeit von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten bzw. von einzelnen Mitarbeiter_innen. Nicht zuletzt bedarf es sorgfältiger Aufbereitung, Sortierung, Einordnung und Interpretation der zahlreichen bekannt gewordenen Informationen und ihrer Zusammenführung zu einem Gesamtbild, das auch fünf Jahre nach dem öffentlichen Bekanntwerden der NSU-Untergrundgruppe noch unvollständig ist. Das vorliegende Themenheft leistet dazu einen Beitrag aus unterschiedlichen Perspektiven.
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Gute Flüchtlinge, schlechte Flüchtlinge?!
Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2016
Eine zweimal jährlich erscheinende Fachzeitschrift kann nicht der Ort für die Diskussion tagesaktueller Ereignisse sein, jedoch erscheint die erste Ausgabe in einer Zeit, die unter den Vorzeichen eines möglicherweise tief greifenden gesellschaftspolitischen Wandels steht, der sich in einigen markanten Punkten immer deutlicher offenbart. An der sogenannten „Flüchtlingsfrage“ lässt sich aber wie unter dem Brennglas ablesen, was sich die neu gegründete Zeitschrift „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit“ auf die Fahne geschrieben hat: die Beschreibung und Analyse von Themen und Herausforderungen aus Sicht von und für Wissenschaft und Praxis. Dazu gehören Analysen der aktuellen politischen Debatten und ihrer Auswirkungen auf die Praxis sowie der Wirkmächtigkeit menschenfeindlicher Stimmungsmache, die in Diskriminierung und Gewalt münden kann, aber eben auch die Vorstellung von Best-practice-Beispielen zivilgesellschaftlichen Engagements und die Darstellung der Herausforderungen für die Entwicklung einer demokratischen Kultur. Das aktuelle Heft greift einige der Themenstränge sowohl analytisch auf und ordnet sie empirisch und praxisbezogen ein.
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