Heuristiken

Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2018

unter Mitarbeit von
Reiner Becker, Dierk Borstel, Anne Broden, Kai Dietrich, Claudia Jach, Deborah Krieg, Beate Küpper, Paul Mecheril, Meron Mendel, Kurt Möller, Helmolt Rademacher, Judith Rahner, Lars Rensmann, Katharina Rhein, Saphira Shure, Marian Spode, Tom David Uhlig, Manfred Wittmeier

Gesellschaft und Politik sind in Bewegung, der Sog der öffentlichen und politischen Debatte zieht nach rechts.Dies trifft mit besonderer Wucht all jene, die von Rassismus und Antisemitismus betroffen sind, aber auch diejenigen, welche sich professionell oder ehrenamtlich dagegen engagieren. Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren in Wissenschaft und Praxis diverse Konzepte entwickelt worden, die systematisch Abwertung und Ausgrenzung von Personen analysieren „Sind wir gut und noch richtig aufgestellt?“ steht unter den sich verändernden gesellschaftlichen Vorzeichen laut und mit Dringlichk…

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Bestellnummer: 40665
EAN: 9783734406652
ISBN: 978-3-7344-0665-2
Reihe: Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit
Erscheinungsjahr: 2018
Auflage: 1. Auflage 2018
Seitenzahl: 160
Produktinformationen

Gesellschaft und Politik sind in Bewegung, der Sog der öffentlichen und politischen Debatte zieht nach rechts.Dies trifft mit besonderer Wucht all jene, die von Rassismus und Antisemitismus betroffen sind, aber auch diejenigen, welche sich professionell oder ehrenamtlich dagegen engagieren.

Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren in Wissenschaft und Praxis diverse Konzepte entwickelt worden, die systematisch Abwertung und Ausgrenzung von Personen analysieren „Sind wir gut und noch richtig aufgestellt?“ steht unter den sich verändernden gesellschaftlichen Vorzeichen laut und mit Dringlichkeit im Raum. Die Frage lautet schlicht: Was ist von den Konzepten (jeweils) brauchbar mit Blick auf die Herausforderungen der Zeit?

Inhaltsübersicht

Editorial

Schwerpunkt


Reiner Becker:
Wer sind die „Wir“? Gleichwertigkeit als Herausforderung für die Wissenschaft und Praxis

Beate Küpper:
Das Syndrom Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF)

Judith Rahner:
Diskriminierungskritische Bildung in Zeiten rechtspopulistischer Dynamiken.
Das Konzept „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ in der Praxis

Kurt Möller:
PAKOs – Konstruktionsprozesse von pauschalen Ablehnungshaltungen verstehen und bearbeiten

Kai Dietrich:
Demokratiefördernde Jugendarbeit mit Fokus auf Ablehnungskonstruktionen bei jungen Menschen

Paul Mecheril, Saphira Shure:
Rassismuskritik in „bewegten Zeiten“

Anne Broden:
Migrationspädagogik als angemessene Praxis in der globalisierten Gesellschaft

Deborah Krieg, Katharina Rhein:
Postkoloniale Perspektiven in der Bildungsarbeit

Lars Rensmann:
Antisemitismus in bewegten Zeiten.
Zur kritischen Relevanz des Konzepts in Wissenschaft und demokratischer Praxis

Meron Mendel, Tom David Uhlig:
Antisemitismuskritische Bildung – ein heuristisches Konzept?

Forum

Dierk Borstel:
Rechtsextremismus und Demokratieentwicklung im ländlichen Raum – ein Update am Beispiel Vorpommern

Claudia Jach, Marian Spode:
„Du bist so wie wir und das ist cool“.
Außerschulische Demokratiebildung mit der Zielgruppe bildungsbenachteiligte Jugendliche am Beispiel des Lernorts 7xjung

Marktplatz

ADAS – Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen
Die Natur des rechtsextremistischen Lebensstils. Eine kritische Analyse
Projekt „Bilder im Kopf! Vielfalt in Kinder- und Jugendmedien“
Ein jüdisches Zentrum für Nordhessen
Die Stiftung :do födert Projekte mit dem Ziel, die individuelle Bewegungsfreiheit und die Rechte von MigrantInnen zu stärken – in Europa und entlang der EU-Außengrenzen
Zehn Jahre Mädchenmannschaft: Eine Rückschau auf feministisches Bloggen
„Unverschämt. Lesbische Frauen und schwule Männer in Hessen von 1945-1985
Bleiberecht für Betroffene rechter Gewalt – Ein erster Schritt in die richtige Richtung
Krautreporter – Verstehe die Zusammenhänge

Buchbesprechungen

Meron Mendel, Astrid Messerschmidt (Hg.): Fragiler Konsens. Antisemitismuskritische Bildung in der Migrationsgesellschaft (von Manfred Wittmeier)

Jens Hüttmann, Anna von Arnim-Rosenthal (Hg.): Diktatur und Demokratie im Unterricht: Der Fall DDR (von Helmolt Rademacher)

Autorinnen und Autoren

Autor*innen

Reiner Becker
Dr., Politikwissenschaftler, Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg, Mitglied der Redaktion.

Dierk Borstel
Dr., Professor für praxisorientierte Politikwissenschaft an der Fachhochschule Dortmund.

Anne Broden
war 17 Jahre Leiterin des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW). Sie arbeitet freiberuflich zu den Themen Rassismus- und Antisemitismuskritik, Migrationspädagogik, Migrationssoziologie sowie Rechtsextremismusprävention.

Kai Dietrich
Sozialpädagoge M.A., seit 2010 Projektmitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten (AGJF) Sachsen e. V. u. a. zu den Themen Jungenarbeit und geschlechterreflektierende Auseinandersetzung mit Neonazismus und anderen Ablehnungen in der Jugendarbeit.

Claudia Jach
Politikwissenschaftlerin, arbeitet als Referentin für politische Bildung bei dem Verein Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland.

Deborah Krieg
studierte Geschichte, Germanistik und Politologie in Frankfurt am Main. Seit 2008 ist sie Bildungsreferentin und seit 2013 stellvertretende Direktorin in der Bildungsstätte Anne Frank.

Beate Küpper
ist Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein. Sie arbeitet seit vielen Jahren zu den Themen Vorurteile, Diskriminierung, Diversity und Rechtspopulismus u. a. als Mitarbeiterin im 10-jährigen-Projekt Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Koautorin der FES-Mitte-Studie 2016. Mitglied der Redaktion.

Paul Mecheril
ist Professor für Migration und Bildung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und leitet dort das Center for Migration, Education and Cultural Studies.

Meron Mendel
Dr. phil., ist Erziehungswissenschaftler, Historiker und seit 2010 Direktor der Bildungsstätte Anne Frank – Zentrum für politische Bildung und Beratung Hessen, Dozent am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Kurt Möller
Dr., Professor für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Hochschule Esslingen; Lehr- und Forschungsschwerpunkte u. a.: (Rechts-)Extremismus, Gewalt, Diskriminierung und Pauschalisierende Ablehnungskonstruktionen (PAKOs), u. a. Evaluationen von Aussteigerprogrammen und sozialpädagogischer Distanzierungsarbeit. Publikationen: siehe unter http://www.hs-esslingen.de/mitarbeiter/kurt-moeller.html.

Helmolt Rademacher
Lehrer, Dipl.-Pädagoge; war Leiter des Projekts Gewaltprävention und Demokratielernen (GuD) des Hessischen Kultusministeriums, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe).

Judith Rahner
studierte Gender-Studies, Musik- und Erziehungswissenschaften und ist seit vielen Jahren in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig. Sie ist Bildungsreferentin und Leiterin der Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus bei der Amadeu Antonio Stiftung.

Lars Rensmann
ist Professor für Europäische Politik und Gesellschaft an der Reichsuniversität Groningen (Niederlande). Forschungsschwerpunkte: Europäische Politik, Kosmopolitismus, Rechtsextremismus, rechtspopulistische Parteien, Antisemitismus, globale politische Theorie und Kritische Theorie.

Katharina Rhein
Pädagogin, Soziologin und bald promovierte Erziehungswissenschaftlerin. Sie gehört seit Sommer 2017 zum pädagogischen Team der Bildungsstätte Anne Frank – Zentrum für politische Bildung und Beratung Hessen und ist Mitarbeiterin der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt.

Saphira Shure
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und arbeitet dort in einem Projekt zu „Lehrer/innen-Bildung in der Migrationsgesellschaft“.

Marian Spode
Historiker, arbeitet als Referent für politische Bildung bei dem Verein Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland.

Tom David Uhlig
M.Sc. Psy., arbeitet an der Bildungsstätte Anne Frank an einem Modellprojekt zu Antisemitismus in der politischen Linken.

Manfred Wittmeier
Dr. phil., Erziehungswissenschaftler, wiss. Mitarbeiter an der Uni Frankfurt am Main; Projektecoach im Beratungsnetzwerk Hessen; Vorstand für „Zusammenhalt durch Teilhabe“ Naturfreunde Hessen.

Stimmen zum Buch

„Das aktuelle Heft, wie die Reihe im Allgemeinen zeichnen sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von einheitlichem Schwerpunkt und gleichzeitiger Themenvielfalt aus. Die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis gelingt durch eine klare Struktur des Heftes mit einleitendem Theoriebeitrag und folgenden Praxisbezügen. Darüber hinaus konnte die divers besetzte Redaktion Gastautor_innen gewinnen, die teilweise in beiden Feldern aktiv sind. (…) Somit ist „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit“ eine Bereicherung auf dem Markt der Fachdidaktik, die auch für Lesende ohne Vorkenntnisse zugänglich ist.“


Lucas Frings, lernen-aus-der-geschichte.de

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Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 1/2020
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Radikalisierung
„Radikalisierung“ scheint als Überschrift für das aktuelle Zeitgeschehen (leider) gut zu passen und könnte für eine zukünftige historische Betrachtung unserer Zeit ein Schlüsselbegriff sein. Denn eine Radikalisierung lässt sich derzeit in mehrfacher Hinsicht beobachten: Im Hinblick auf den Zuwachs der extremen gesellschaftlichen Ränder einerseits und auf die rasante Erosion der scheinbar so stabilen Werte der gesellschaftlichen Mitte andererseits. Die unterschiedlichen Konzepte, die hinter dem Schlagwort „Radikalisierung“ stehen, sind in Wissenschaft und Praxis allerdings nicht unumstritten. Daher leuchten die Beiträge im neuen Schwerpunkt diesen Begriff aus verschiedenen Perspektiven kritisch aus.
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Zum sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), seinen Mord- und weiteren Gewalt- und Straftaten liegen diverse Publikationen vor, mehrere Untersuchungsausschüsse der Länder und des Bundes haben sich mit ihm befasst und befassen sich noch damit. Neben den Untersuchungsausschüssen sind es vor allem journalistische Recherchen, zivilgesellschaftliche Akteur_innen und die Angehörigen der Mordopfer mit den Nebenklageanwält_innen, die weitere Fragen zum NSU, der rechtsextremen Szene und der Arbeit von zuständigen Behörden aufgeworfen haben. Einiges ist aufgeklärt, vieles noch nicht und es bleibt abzuwarten, was noch ans Tageslicht befördert wird. Dabei zeigt u. a. der Verhandlungsverlauf des Münchener „NSU-Prozesses“ gegen Beate Zschäpe wegen Mittäterschaft in zehn Mordfällen, besonders schwerer Brandstiftung und Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer, welchen Aufklärungsbedarf es noch gibt. Wie der NSU entstand und was er über die Gesellschaft verrät – davon ist wenig bekannt. Vor allem die gesellschaftlichen Ursprünge der rassistischen Mordtaten, „Sinn“ und „Funktion“ dieses Terrorismus bedürfen ebenso weiterer Aufhellung wie die Mechanismen der Radikalisierung der Gewaltgruppe jenseits von Einzeltätertheorien und simplen Schuldzuweisungen an staatliche Institutionen. Auch fünf Jahre nach dem Öffentlichwerden des „NSU-Komplex“ gibt es noch viele offene Fragen zur Vernetzung und Einbindung des „Trios“ in die rechtsextreme Szene, zu ihren Kontaktleuten, Helfer_innen und Mitwisser_innen „vor Ort“ sowie zur Arbeit von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten bzw. von einzelnen Mitarbeiter_innen. Nicht zuletzt bedarf es sorgfältiger Aufbereitung, Sortierung, Einordnung und Interpretation der zahlreichen bekannt gewordenen Informationen und ihrer Zusammenführung zu einem Gesamtbild, das auch fünf Jahre nach dem öffentlichen Bekanntwerden der NSU-Untergrundgruppe noch unvollständig ist. Das vorliegende Themenheft leistet dazu einen Beitrag aus unterschiedlichen Perspektiven.
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Eine zweimal jährlich erscheinende Fachzeitschrift kann nicht der Ort für die Diskussion tagesaktueller Ereignisse sein, jedoch erscheint die erste Ausgabe in einer Zeit, die unter den Vorzeichen eines möglicherweise tief greifenden gesellschaftspolitischen Wandels steht, der sich in einigen markanten Punkten immer deutlicher offenbart. An der sogenannten „Flüchtlingsfrage“ lässt sich aber wie unter dem Brennglas ablesen, was sich die neu gegründete Zeitschrift „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit“ auf die Fahne geschrieben hat: die Beschreibung und Analyse von Themen und Herausforderungen aus Sicht von und für Wissenschaft und Praxis. Dazu gehören Analysen der aktuellen politischen Debatten und ihrer Auswirkungen auf die Praxis sowie der Wirkmächtigkeit menschenfeindlicher Stimmungsmache, die in Diskriminierung und Gewalt münden kann, aber eben auch die Vorstellung von Best-practice-Beispielen zivilgesellschaftlichen Engagements und die Darstellung der Herausforderungen für die Entwicklung einer demokratischen Kultur. Das aktuelle Heft greift einige der Themenstränge sowohl analytisch auf und ordnet sie empirisch und praxisbezogen ein.
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