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Das alte Denken der Neuen Rechten

Die langen Linien der antiliberalen Revolte

Verfügbarkeit: vorbestellen, erscheint August 2020

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Das alte Denken der neuen Rechten

Über das Buch

Individuelle Freiheiten, demokratische Werte, Weltoffenheit und kulturelle Vielfalt stehen weltweit unter Druck. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes nehmen die Gegner der liberalen Demokratie in den Fokus. In den Essays des Bandes werden die Positionen der antiliberalen Vordenker einer fundierten Analyse unterzogen.

Inhaltsübersicht

Inhalt
 
Einleitung
 
Irmela von der Lühe
Ernst Jünger: Der Amoralismus des Ästheten
 
Jens Hacke
Carl Schmitt: Antiliberalismus, identitäre Demokratie und Weimarer Schwäche
 
Micha Brumlik
Martin Heidegger: Vom wahren Sein zur Volksgemeinschaft
 
Lars Rensmann
Oswald Spengler: Autoritäre Anti-Aufklärung und der Mythos vom kulturellen Untergang des Abendlandes
 
Volker Weiss
Arthur Moeller van den Bruck: Der Prophet des „Dritten Reichs“
 
Wolfgang Templin
Ernst Niekisch: Der National-Bolschewist
 
Kirsten Heinsohn
Sigrid Hunke und weitere antiliberale Vordenkerinnen
 
Ulrike Baureithel
Arnold Gehlen: „Kalter Blick“ in die „Wärmestuben des Liberalismus“
 
Hajo Funke
Armin Mohler: Jünger-Schüler, Netzwerker und selbsterklärter Faschist
 
Ellen Daniel
Alain de Benoist: Nouvelle Droite – Antikapitalismus von rechts
 
Andreas Umland
Alexandr Dugin: Kreuzzug gegen den Liberalismus und Verbindungen nach Deutschland
 
Ernst Ulrich von Weizsäcker
Konrad Lorenz: Biologie als Schicksal – oder „Die Verhausschweinung des Menschen“
 
Hermann Grampp
Richard Wagner: Der Sündenfall der Künste
 
Armin Pfahl-Traughber
Sayyid Qutb: Ein „Klassiker“ der islamistischen Ideologie
 
Thomas Assheuer
Botho Strauß: Tragischer Verrat an der Freiheit
 
Irmela von der Lühe
Thomas Mann: Vom unpolitischen Betrachter zum „Wanderredner der Demokratie“
 
Autorinnen und Autoren

Zu den Autoren

Dr. Thomas Assheuer studierte Germanistik und Philosophie in Münster und Hamburg und ist Redakteur im Feuilleton der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“.

Ulrike Baureithel M.A. studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Soziologie und hat zahlreiche Aufsätze zur Literatur und Geschichte der Weimarer Republik veröffentlicht. Sie war 1990 Mitgründerin der Wochenzeitung „Freitag“ und arbeitet heute als freie Journalistin, Fachlektorin und Lehrbeauftragte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Prof. Dr. Micha Brumlik ist emeritierter Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main, seit Oktober 2013 Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Von 2000 bis 2005 Leiter des Fritz-Bauer-Institut Frankfurt am Main, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust. Stadtverordneter der GRÜNEN in Frankfurt am Main von 1989 – 2001; Mitherausgeber
von „BABYLON – Beiträge zur jüdischen Gegenwart“; Mitherausgeber der „Blätter für deutsche und internationale Politik“; Autor und regelmäßiger Kolumnist der taz: „Gott und die Welt“

Ellen Daniel ist Journalistin mit den Themenschwerpunkten Europa und Kultur. Sie war u. a. EU-Korrespondentin in Brüssel und Redakteurin beim „Focus“. Außerdem hat sie als Pressesprecherin der SPD-Abgeordneten im europäischen Parlament gearbeitet. Ellen Daniel hat sich im Rahmen ihres politikwissenschaftlichen Studiums intensiv mit Alain de Benoist befasst und ihn persönlich interviewt.

Ralf Fücks ist geschäftsführender Gesellschafter des Zentrums Liberale Moderne. Zuvor war er lange Jahre bei den Grünen aktiv. Von 1996 bis 2017 leitete er die Heinrich-Böll-Stiftung. Fücks ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher, darunter „Intelligent wachsen – Die grüne Revolution“ (2013) und „Freiheit verteidigen – Wie wir den Kampf um die offene Gesellschaft gewinnen“ (2017).

Hajo Funke ist Professor (a. D.) der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seine Schwerpunkte sind die Analyse von Rechtsextremismus und Nationalsozialismus und der Konflikte im Nahen und mittleren Osten. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören: „Gespräche mit jüdischen Wissenschaftlern
im Exil.“ (1989); „Von Wutbürgern und Brandstiftern. AfD-Pegida-Gewaltnetze.“ (2016); „Der Kampf um die Erinnerung. Hitlers Erlösungswahn und seine Opfer.“ (2019).

Hermann Grampp hat in Berlin, Cambridge und Paris Geschichte studiert. Er arbeitet als freier Historiker und ist in erster Linie mit Berliner und deutscher Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie mit Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts befasst. Zu seinem Themenschwerpunkt Richard Wagner hat er mehrere Publikationen vorgelegt.

Privatdozent Dr. Jens Hacke vertritt derzeit den Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Greifswald. 2018 erschien im Suhrkamp-Verlag seine ideengeschichtliche Studie „Existenzkrise der Demokratie. Zur politischen Theorie des Liberalismus in der Zwischenkriegszeit“.

Dr. phil. Kirsten Heinsohn, (geboren 1963), ist seit 2015 stellvertretende Direktorin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und Privatdozentin für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg. Von 2013 bis 2015 war sie Associate Professor an der Universität Kopenhagen; 2007 bis 2013 Vertretungsprofessuren u. a. in Bielefeld und Hamburg, 2002 bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hamburg). Veröffentlichungen u. a.: Konservative Parteien in Deutschland 1912 bis 1933. Demokratisierung und Partizipation in geschlechterhistorischer Perspektive (2010); Hg. (mit Weinhauer/McElligott): Germany 1916 – 1923. A Revolution in Context (2015); Verteidiger des Liberalismus. Eva G. Reichmann (1897 – 1998) und der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, in: Schaser/ Schüler-Springorum (Hg.): Liberalismus und Emanzipation. In- und Exklusionsprozesse im Kaiserreich und in der Weimarer Republik (2009).

Prof. Dr. Irmela von der Lühe ist emeritierte Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts, Schriftstellerinnen der Moderne, deutsch-jüdische Literatur im 20. Jahrhundert, Exilliteratur sowie Holocaust und Literatur. Sie gilt als Spezialistin für Thomas Mann. Gemeinsam mit Uwe Naumann gibt sie die Werke Erika Manns heraus. Seit 2013 ist sie Senior Professorin am Selma Stern Zentrum für Jüdische
Studien Berlin-Brandenburg.

Prof. Dr. phil. Armin Pfahl-Traughber, Politikwissenschaftler und Soziologe, ist hauptamtlich Lehrender an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl und gibt ebendort das „Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung“ heraus.

Prof. Dr. Lars Rensmann ist Professor für Europäische Politik und Gesellschaft, Direktor des „Centre for the Study of Democratic Cultures and Politics“ und Geschäftsführender Direktor des Fachbereichs Europäische Sprachen und Kulturen an der Rijksuniversiteit Groningen (Niederlande). Bis 2015 leitete er den Fachbereich Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der John Cabot University in Rom (Italien). Rensmann lehrte und forschte zudem u. a. an der Yale University und der University of California at Berkeley. Er berät das JointResearch Centre of the European Commission und ist derzeit Forscher im H2020 Research Consortium „EU IDEA“. Forschungsschwerpunkte sind u. a.: globale und europäische politische Theorie, Philosophie und Ideengeschichte; europäische und globale Politik; Kritische Theorie; Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus in Europa; Geschichtspolitik; internationale Politik. Veröffentlichungen u. a. „The Politics of Unreason: The Frankfurt School and the Originsof Modern Antisemitism“ (2017), Arendt and Adorno: Political and Philosophical Investigations (hg. mit Samir Gandesha,2012), „Gaming the World: How Sports are Reshaping Global Politics and Culture“ (mit Andrei S. Markovits, 2010).

Wolfgang Templin ist Publizist und Autor und schreibt zu Themen der deutschen Zeitgeschichte und Osteuropa.

Dr. Andreas Uml and ist Nonresident Fellow am Zentrum für Europäische Sicherheit des Instituts für Internationale Beziehungen Prag, Lehrbeauftragter an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, DAAD-Kurzzeitdozent an der Kyjiwer Mohyla-Akademie sowie Redakteur der Buchreihe „Soviet and Post-Soviet Politics and Society“ des ibidem-Verlags Stuttgart.

Dr. Volker Weiss, (geboren 1972), ist Autor und Hochschuldozent. Er forscht zur Geschichte und Gegenwart der extremen Rechten in Deutschland und wurde 2009 in Hamburg mit der Arbeit „Moderne Antimoderne, Arthur Moeller van den Bruck und der Wandel des Konservatismus“ (Paderborn 2012) zum Historiker promoviert. Sein Buch „Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“ (Stuttgart 2017) war für den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse nominiert. Für die Erstveröffentlichung von Theodor W. Adorno, „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“ (Berlin 2019) schrieb er das Nachwort. Er ist Mitglied im Villigster Forschungsforum zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus sowie
Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung Berlin.

Dr. rer. nat Ernst Ulrich von Weizsäcker, (geboren 1939), 1972 – 75 ord. Prof. für Biologie an der Universität Essen; 1975 – 80 Präsident der Universität Kassel; 1981 – 84 UNO Zentrum für Wissenschaft und Technologie, New York; 1984 – 91 Direktor des Instituts für Europäische Umweltpolitik (Bonn); 1991 – 2000 Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie; 1998 – 2005 MdB (SPD), Stuttgart, ab 2002 Vorsitzender des Umweltausschusses; 2006 – 2008 Leiter der Kalifornischen
Umwelthochschule, Santa Barbara; seit 2011 Honorarprofessor an der Universität Freiburg. 2012 – 2018 Ko-Präsident des Club of Rome.