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Bildung - gerecht und für alle?

Gemeinsam Lernen 1/2020

Bildung - gerecht und für alle?

Über das Buch

Bildung ist ein Menschenrecht; es garantiert die „volle Entfaltung der Persönlichkeit“ und eine Erziehung zu Mündigkeit und Verantwortung im Sinne der Menschenrechte. Entsprechend ist Bildungsgerechtigkeit die Selbstverpflichtung einer Gesellschaft, dieses Menschenrecht einzulösen. Das erfordert zunächst, allen Heranwachsenden freien Zugang zu Bildungseinrichtungen zu ermöglichen. Eine solche systemische Verteilungsgerechtigkeit vermag jedoch nicht die herkunftsbedingten Unterschiede und die daraus resultierende Bildungsungerechtigkeit zu kompensieren. Daher richtet sich der aktuelle Diskurs über Bildungsgerechtigkeit auch und vor allem auf die Schwerpunkte Teilhabe und Anerkennung.
Die Heftbeiträge zeigen, was Schulen tun können, um in diesem Sinne allen Schüler*innen gerecht zu werden. An konkreten Unterrichtsbeispielen und Bildungsbiografien wird gezeigt, wie das Konzept einer Schule auf gemeinsames Lernen, auf Teilhabe und Anerkennung angelegt werden kann und wie Unterrichts- und Schulentwicklung dabei zusammenwirken.

Inhaltsübersicht

Bildung – gerecht und für alle?
Moderation: Peter E. Kalb

SABINE GEIST
Bildungsgerechtigkeit
 
HANS-GÜNTER ROLFF
Chancengerechtigkeit oder Chancengleichheit?

SUSANNE THURN & SABINE GEIST
Die ANDEREN – gestern! heute! … morgen?

ULRICH BOSSE
Individuelles Lernen an einem gemeinsamen Thema: „Der Ozean“

MARLENA DORNIAK & EVA KLEINLEIN
„So what? Dann kommt eben ein Kind zu uns, das kann kein Deutsch“

MICHAELE GEWEKE, BIRGIT GUSCHKER, CHRISTINA HARTNER & MARIA MATEO I FERRER
„Zu Hause konnte ich das Abitur nicht weitermachen!“

CHRISTINE BIERMANN
Mathematik – Lieblingsfach oder Trauma?

RAINER DEVANTIÉ, ULRIKE QUARTIER & IAN VOSS
Natur in der Schule

SABINE GEIST & ULRICH HARTMANN
Profil zeigen

RAINER DEVANTIÉ
Theater als Mittel der kulturellen Integration und Identitätsentwicklung

ANNEMARIE VON DER GROEBEN
Lernen unter dem Regenbogen

MERLE DIEKMANN
Ein Mädchen – ach – wunderbar?!

JOHANNA GOLD & DOMINIK ZENTARRA
Handlungsbefähigungen am Ende der 10. Klasse

Homeschooling
Moderation: Elke Blum

ELKE BLUM & GERHARD KRAFT
Die ersten drei Wochen Homeschooling

CHRISTA KALETSCH
Die Corona-Krise als Herausforderungen für Demokratie-, Kinder- und Menschenrechtsbildung

CHRISTIAN EBERHARD
Einblick in die Schule, wie wir sie noch nie hatten

DOROTHEA TERPITZ
Schüler*innen mit Behinderung in Shutdown und Coronakrise

KATJA BAADER
Zwei Perspektiven auf Homeschooling
Rubrik — Demokratische Schule

Rubrik — Demokratische Schule

IRIS BAUMGARDT
Partizipation in der Grundschule
Rubrik — Ganztagsschule

Rubrik — Ganztagsschule

ULRIKE E. NETT & MARKUS DRESEL
Selbstreguliertes Lernen in der Ganztagsschule

GERHARD KRAFT
Schulentwicklung in der Bildungsregion
 
Rezensionen
Vorschau
Impressum

Zu den Autoren

Dr. Iris Baumgardt ist Professorin für Didaktik des Sachunterrichts an der Universität Vechta, Arbeitsbereich Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen Politische Bildung, Partizipation und Berufsorientierung in der inklusiven Grundschule.

Elke Blum ist pädagogische Leiterin der Georg-Büchner-Schule in Frankfurt am Main und Mitglied der Redaktion von GEMEINSAM LERNEN.

Dr. Christine Biermann ist ehemalige Lehrerin (ab 1979) und Didaktische Leiterin (2006 – 2018) der Laborschule sowie Mitarbeiterin im Projekt „Absolventenstudie“.

Ulrich Bosse war von 1978 bis zu seiner Pensionierung als Diplompädagoge und Lehrer an der Gesamtschule sowie der Laborschule in Bielefeld tätig. Von2003 bis 2017 war er zudem Primarstufenleiter der Laborschule. Darüber hinaus arbeitete er zwischenzeitlich an der Universität Bielefeld in der Curriculum-Entwicklung und Lehrerausbildung.

Rainer Devantiè leitet seit 2014 die Laborschule in Bielefeld. Er ist aufgewachsen in Duisburg und hat dort auch studiert und Referendariat abgelegt. Seit 1993 ist er Lehrer für Deutsch, Geschichte und Theaterpädagogik in Buenos Aires, Köln und Helsinki.
 
Merle Diekmann ist 17 Jahre alt, war 11 Jahre lang Schülerin der Laborschule und deren Schulsprecherin. An bildungspolitischen und reformpädagogischen Fragen ist sie lebhaft interessiert und arbeitet aktiv mit an deren Verbreitung. So besuchte sie auch die BüZ-Tagung 2019 und schrieb ihre Jahresarbeit über das deutsche Schulsystem. Jetzt strebt sie ein Abitur am Oberstufenkolleg in Bielefeld an.

Marlena Dorniak ist Sonderpädagogin und arbeitet derzeit als wiss. Mitarbeiterin in der Wissenschaftlichen Einrichtung Laborschule an der Univ. Bielefeld. Im Kontext der Praxisforschung an der Laborschule ist sie in mehreren Projekten tätig, u.a. zur Partizipation von Schuler*innen in der Forschung, baulich inklusivem Schulraum und dem hier beschriebenen „Flucht und Bildung“. Im Rahmen ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit dem Thema „Schulabbrüche“.

Dr. Markus Dresel ist Universitätsprofessor für Psychologie an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg. Arbeitsschwerpunkte: Lern- und Leistungsmotivation von Lernenden, Lehrpersonen und Forschenden, Lernen aus Fehlern, selbstreguliertes Lernen mit und ohne digitale Medien, professionelle Kompetenzen von Lehrpersonen, Merkmale effektiver Lehr-Lernumgebungen.

Christian Eberhard ist Schulleiter der Offenen Ganztagsgrundschule Gottfried Kinkel und innovativer Ganztagsberater der Bezirksregierung Köln.
Dr. Sabine Geist, seit 2001 Lehrerin an der Laborschule, zwischen 2002 und 2018 Stellvertretende Schulleiterin an der Laborschule, ab 2018 Didaktische Leiterin der Laborschule.

Dr. Michaele Geweke ist päd. Leiterin und stellv. Kollegleiterin sowie Lehrende für die Fächer Latein und Englisch. Seit 2017 arbeitet sie im Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Inklusion neuzugewanderter Jugendlicher an der Versuchsschule mit. Ihr Arbeitsschwerpunkt sind die organisatorischen und schulrechtlichen Aspekte der Arbeit mit den neuzugewanderten Kollegiat*innen am Oberstufen-Kolleg.

Dr. phil. Johanna Gold ist  Akademische Rätin a.Z. an der Wissenschaftlichen Einrichtung Laborschule (WE LS) der Universität Bielefeld.

Birgit Guschker ist Lehrende für die Fächer Deutsch und Englisch am Oberstufen-Kolleg Bielefeld. Seit 2015 leitet sie das Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Inklusion neuzugewanderter Jugendlicher an der Versuchsschule und engagiert sich derzeit vor allem für die Sprachbildung im Fachunterricht und zwei Netzwerke zum Schreiben in der gymnasialen Oberstufe.

Christina Hartner ist Lehrende am Oberstufen-Kolleg Bielefeld für die Fächer Deutsch, Englisch und Deutsch als Zweitsprache. Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Inklusion Neuzugewanderter arbeitet sie seit 2016 mit dem Schwerpunkt auf DaZ im Fachunterricht und engagiert sich für ein Netzwerk zum Schreiben in der gymnasialen Oberstufe.

Ulrich Hartmann, ist Stellvertretender Schulleiter der Laborschule, an der er seit 2004 unterrichtet. Von 2009 – 2019 ist er zudem als Abteilungsleiter der Sekundarstufe I, vor allem mit dem Schwerpunkt des Übergangs der Schüler*innen in die abnehmenden Systeme (Schule und duales Ausbildungssystem), tätig.
 
Christa Kaletsch ist freie Autorin, Konzeptentwicklerin und Fortbildnerin in den Bereichen Demokratie und Menschenrechtsbildung u.a. fur Makista. Bildung für Kinderrechte und Demokratie.

Eva Kleinlein hat Sonderpädagogik und Grundschullehramt studiert und das Forschungsprojekt „Flucht und Bildung“ zu Beginn als studentische Hilfskraft begleitet. Heute arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Wissenschaftlichen Einrichtung Laborschule und im Arbeitsbereich International Perspectives on Inclusive Education an der Univ. Bielefeld. In ihrer Dissertation untersucht sie den Umgang mit Heterogenität aus international vergleichender Perspektive.
 
Gerhard Kraft war Schulleiter der Schloss-Schule-Gräfenhausen in Weiterstadt/Hessen. Vernetzt im Ganztagsschulverband und in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft setzt er sich ein für eine moderne, zukunftsfähige und zeitgemäße Ganztags-Grundschule.

Dr. Maria Mateo Ferrer unterrichtet seit 2006 Philosophie und Spanisch am Oberstufen Kolleg an der Universität Bielefeld, wo sie auch seit 2017 im Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Inklusion neuzugewanderter Jugendlicher arbeitet. In diesem Kontext entwickelt sie sprachsensible Materialien für den Philosophieunterricht und arbeitet an einem Projekt zum Empowerment in der Migrationsgesellschaft.

Ulrike Quartier ist Diplom-Designerin, vielfältig im wildnispädagogischen Bereich ausgebildet und hat viele Jahre an der Laborschule gearbeitet. Heute koordiniert und begleitet sie das Projekt „Alter Schulgarten“ für die Bielefelder Versuchsschulen.

Dr. Dorothea Terpitz ist Vorsitzende von Gemeinsam leben Hessen e.V. Der Beitrag entstand im April 2020.

Susanne Thurn (Prof.in Dr.in) war Hochschullehrerin, Lehrerin und Schulleiterin der Laborschule Bielefeld, arbeitet jetzt in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften und ist Mitglied der Redaktion der PÄDAGOGIK.

Dr. Annemarie von der Groeben war langjährige Didaktische Leiterin der Laborschule. Sie arbeitet jetzt in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften. Sie hat den Verein TABULA e.V. gegründet, ein Verein, der sich um Bildungsgerechtigkeit bemüht, und ist deren Vorsitzende.

Ian Voß hat Biologie, Soziologie und Informatik studiert, ist Diplom-Informatiker und Lehrender für Informatik und Mathematik am Oberstufen-Kolleg. Seit 2010 ist er dort Organisationsleiter und begleitet das Projekt „Alter Schulgarten“ von den ersten Anfängen an aus der Perspektive der gymnasialen Oberstufe.

Dominik Zentarra ist wiss. Mitarbeiter an der Universität Bielefeld und forscht in der Wissenschaftlichen Einrichtung Laborschule Bielefeld. Er beschäftigt sich in seiner Promotion mit "Partizipationserleben".