Facebook Pixel

Bestellung: 07154-132730     Beratung & Abonnements:  069-7880772-0     Newsletter

Bewegte Menschenrechte

zeitschrift für menschenrechte 2/2020

Verfügbarkeit: Vorbestellen, erscheint Dezember 2020

Print
26,00 €
*
PDF

Derzeit nicht verfügbar

23,99 €
*

Bewegte Menschenrechte

Die zfmr im Abonnement

Über das Buch

Soziale Bewegungen sind eine wichtige Form kollektiven, zivilgesellschaftlichen Handelns. Unter den vielfältigen Beispielen wirkkräftiger sozialer Bewegungen finden sich etwa Arbeiter*innen-, Bürgerrechts-, Anti-Apartheid-, Frauenrechts-, Lesben- und Schwulen-, Behindertenrechts- sowie Friedens-, Umwelt- und indigene Bewegungen. Hinzu kommen vielfältige Protestbewegungen gegen Korruption, staatliche Willkür, Wahlbetrug und Repression. Viele beziehen sich ausdrücklich oder stillschweigend auf Menschenrechte. Allerdings: Nicht immer sind soziale Bewegungen progressiv. Oft gibt es auch Gegen-Bewegungen als Reaktion auf tatsächlichen oder eingeforderten sozialen Wandel. Soziale Bewegungen versuchen eben nicht nur grundlegende soziale Veränderungen anzustoßen und durchzusetzen, sondern auch abzuwehren und rückgängig zu machen.

Die Beiträge des Schwerpunktthemas „Bewegte Menschenrechte“ sind so vielfältig wie Bewegungen und Gegenbewegungen selbst und können nur einige wenige Themen aufgreifen: die Protestbewegung in Hongkong, „strategische Prozessführung“ als eine Möglichkeit zivilgesellschaftlichen Aktionismus‘, die Selbstermächtigun von Menschen mit Behinderungen, populistische Mobilisierungsstrategien der „neuen Rechten“, Formen des gesellschaftlichen Umgangs mit rechtspopulistischen Bewegungen oder die globale Bewegung Black Lives Matter.

Außerhalb des Schwerpunktteils diskutiert der südafrikanische Rechtsprofessor Christof Heyns die Anwendung von Untersuchungskommissionen in Afrika. In der Rubrik „Außer der Reihe“ diskutiert und kritisiert Monika Mayrhofer das im Menschenrechtsdiskus weithin verwendete Konzept der Vulnerabilität. Andrea Schmelz weist die Wanderarbeiter*innenkonvention – trotz ihres geringen Ratifikationsstands – als durchaus streitbare Ressource für die Rechte von Migrant*innen aus. Das „Forum“ steht im Zeichen einer facettenreichen Debatte um Kunstfreiheit und „Cancel Culture“. In der Rubrik „Profile“ nehmen Frank Haldemann und Thomas Unger eine kritische Würdigung des Anti-Impunity Framework vor.

Inhaltsübersicht

Editorial: Keine Bewegung ohne Gegenbewegung

Bewegte Menschenrechte

Katrin Kinzelbach:
Ist Wasser stärker als Stein?
Hongkongs Social Media-basierte Protestbewegung

Marion Guerrero:
Strategische Prozessführung – eine Annäherung

Marianne Schulze:
Soziale Bewegungen: Menschen mit Behinderungen

Kolja Möller:
Das „Volk“ der neuen Rechten.
Zwischen autoritärem Liberalismus und neo-faschistischer Dynamisierung

Benno Hafeneger:
Umgang mit rechtspopulistischen Bewegungen

Sören Torrau:
Black Lives Matter – ein Baustein von Global Citizenship Education.
Menschenrechte und Rassismen als universelle Themenfelder im Fach Gesellschaft

Aus aller Welt

Christof Heyns:
Commissions of inquiry: Accountability for right to life violations in Africa?

Außer der Reihe

Monika Mayrhofer:
The challenges of the concept of vulnerability in the human rights context from a discourse-analytical perspective

Andrea Frieda Schmelz:
„Step it up. Dignity. Rights. Development“ – 30 Jahre UN-Wanderarbeiterkonvention
und globale Kämpfe für die Menschenrechte von Migrant*innen und ihren Familien

Forum: Kunstfreiheit

Karsten Schubert:
Umkämpfte Kunstfreiheit – ein Differenzierungsvorschlag

Isolde Charim:
Cancel Culture

Hanno Rauterberg:
Kunst und Freiheit

Daniel Martin Feige:
Warum es keine Grenzen einer richtig verstandenen Kunstfreiheit geben kann

Profile

Frank Haldemann and Thomas Unger:
The Anti-Impunity Framework: A Critical Appraisal

Buchbesprechungen

Zu den Autoren

Isolde Charim
arbeitet als freie Publizistin und ist ständige Kolumnistin der taz und des FALTER.

Daniel Martin Feige
ist Professor für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Marion Guerrero
ist externe Lektorin an der Universität Wien und arbeitet als Rechtsanwaltsanwärterin in Wien. Sie hat ihre Doktorarbeit am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, Italien, zu Strategischer Prozessführung geschrieben.

Benno Hafeneger
ist Professor (im Ruhestand) für Erziehungswissenschaften/außerschulische Jugendbildung an der Universität Marburg.

Frank Haldemann
ist Ko-Direktor des "Master in Transitional Justice, Human Rights and the Rule of Law” der Geneva Academy of International Humanitarian Law and Human Rights, Genf.

Christof Heyns
ist Rechtsprofessor an der University of Pretoria (Südafrika), Mitglied des UN-Menschenrechtsausschusses und der “Working Group on the Death Penalty and Extrajudicial, Summary or Arbitrary Killings and Enforced Disappearances in Africa” der Afrikanischen Menschenrechtskommission.

Katrin Kinzelbach
ist Professorin für Internationale Politik der Menschenrechte und Ko-Direktorin des MA Human Rights an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Monika Mayrhofer
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte in Wien. Die promovierte Politikwissenschafterin leitet ein vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderten Projekt zum Thema „Das Konzept der Vulnerabilität im Menschrechtskontext“ (2019-2022).

Kolja Möller
ist promovierter Politikwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaften der TU Dresden.

Hanno Rauterberg
ist Kunsthistoriker und Redakteur im Feuilleton der Wochenzeitung DIE ZEIT.

Andrea Frieda Schmelz
ist Professorin für Internationale Arbeit und globale Entwicklung an der Hochschule Coburg.

Karsten Schubert
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Wissenschaftliche Politik, Professur für Politische Theorie, Philosophie und Ideengeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Marianne Schulze,
Dr.in iur, LL.M., humanrightsconsultant.at, ist Menschenrechtsexpertin mit Schwerpunkt Psychiatrie und Menschenrechte und Vorstandsmitglied der Global Initiative on Psychiatry.

Sören Torrau
ist Professor für Didaktik der Sozialkunde/Politik und Gesellschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Thomas Unger
ist Ko-Direktor des “Master in Transitional Justice, Human Rights and the Rule of Law” der Geneva Academy of International Humanitarian Law and Human Rights, Genf.

Sie könnten auch an folgenden Artikeln interessiert sein