Zu "Werner J. Patzelt" wurden 6 Titel gefunden

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Handlungsorientierung im Politikunterricht
Dieser Band befaßt sich mit der Frage, wie das zentrale Ziel des Politikunterrichts, nämlich die politisch reflektierte Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, erreicht werden kann. Was kennzeichnet handlungsoriertierten Unterricht, der bloßen Aktionismus vermeiden will? Auf welche Art und Weise können Vermittlung von Sachwissen und Impulse zu politischem Handeln optimal verbunden werden? Namhafte Fachautorinnen und -autoren suchen Antworten und zeigen Beispiele aus der Praxis.
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18,40 €
Regierungssysteme
Wer sich für Politik interessiert und diese systematisch analysieren und bewerten will, der kommt an der Betrachtung des Regierungssystems eines Landes nicht vorbei. Auf die Frage, wie politische Macht organisiert und kontrolliert werden kann, geben parlamentarische, präsidentielle, autoritäre oder postmoderne Regierungssysteme sehr unterschiedliche Antworten. Der Band hat den Anspruch, eine Art Schnellkurs in Grundfragen der Regierungslehre zu sein, der von Einsteigerinnen und Einsteigern ebenso genutzt werden kann wie von Lesern und Leserinnen, die bereits mit der Thematik vertraut sind. Diese Einführung in Kategorien, Begriffe und Konzepte der vergleichenden Regierungslehre ist ein unentbehrliches Hilfsmittel für das Studium der Politik.
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9,80 €
Regierungssysteme
Abstracts Jürgen Hartmann: Einführung in die Vergleichende Regierungslehre Die Vergleichende Regierungslehre kreist um den Gegenstand des Regierungssystems. Dieser Gegenstand ist an die repräsentative Demokratie gebunden. Das politische System als politikwissenschaftliches Konzept hingegen haftet weder an einer bestimmten Herrschaftsform noch beschränkt es sich darauf, allein die Institutionen des politischen Entscheidungsprozesses zu analysieren. Die Beziehungen zwischen Parlament und Regierung stehen im Zentrum der Vergleichenden Regierungslehre. Das Wissen über die Art des Regierungssystems, ob parlamentarisch, präsidentiell oder semipräsidentiell, gehört zum politikwissenschaftlichen Standard. Comparative government is about institutions of representative democracy, whereas the study of political systems includes authoritarian regimes and the societal dimension of politics. The main subject of comparative government is executive-parliamentary relationships. Models of parliamentary, presidential and semi-presidential government are standard tools in government analysis. Werner J. Patzelt: Parlamentarische Systeme Was kennzeichnet ein parlamentarisches Regierungssystem? Wie entstand es? Wie funktioniert es? Wie wird es geprägt durch den nie endenden Prozess von Regierungsbildung und Regierungsunterstützung? Und wie prägt der grundlegende Antagonismus zwischen regierungstragender Mehrheit und Opposition die Erfüllung der übrigen Parlamentsfunktionen? Antworten auf diese Fragen werden gegeben und sollten zu einem besseren Verständnis dieses so besonderen Regierungssystems beitragen. What is a parliamentary system of government? How came it into being? How does it work? How is it shaped by the continuous process of forming a cabinet and keeping it in office? And how does its basic antagonism between the cabinet supporting majority and the opposition shape the performance of the other parliamentary functions? Answers to these questions are given and might contribute to a better understanding of this particular system of government. Simon Koschut: Präsidentielle Systeme Die Klassifikation von Regierungssystemen ist grundlegend für das Verständnis von Herrschaft und Ordnung in der Vergleichenden Regierungslehre. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage von Machtverteilung, Ordnung und politischer Interaktion in demokratischen präsidentiellen Regierungssystemen. Während über das Vorhandensein der institutionellen Arrangements und Rahmenbedingungen präsidentieller Systeme in der Literatur weitgehend Konsens herrscht, ist deren relative Bedeutung und Wirkungsweise nach wie vor umstritten. Der vorliegende Beitrag bietet einen Überblick über den Forschungsstand und verwendet das Regierungssystem der USA als Referenzmodell, um daraus Erkenntnisse für ein kritisches Verständnis präsidentieller Systeme ableiten zu können. The classification of government systems is fundamental to the understanding of rule and order in comparative politics. The present article deals with the question of the distribution of power, order, and political interaction in democratic presidential systems of government. While there exists a consensus on the presence of institutional arrangements and conditions of presidential systems in the literature, their relative importance and mode of action is still controversial. This paper provides an overview of the state of the art and uses the system of government of the United States of America as a reference model in order to derive insights for a critical understanding of presidential systems. Sven Singhofen: Demokratien mit Adjektiven, hybride Regime oder elektorale Autokratien? Herrschaftsformen in der Grauzone zwischen Demokratie und Diktatur Die Bestimmung und Lehre der Herrschaftsformen ist seit jeher einer der Kernbereiche der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Politik. Seit der 3. Welle der Demokratisierung, die in den 1970er Jahren einsetzte und bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion anhielt, ist die Politikwissenschaft mit dem Problem konfrontiert, dass eine große Anzahl an Ländern mit dem gebräuchlichen konzeptionellen Instrumentarium nicht eindeutig erfasst und eingeordnet werden kann. Für diese Fälle, die zwischen Demokratie und Autokratie stehen, gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Einordnungsvorschlägen. Der Beitrag gibt einen Überblick über diese politikwissenschaftlichen Instrumente zur Kategorisierung der Grauzone. Determining the political regime of a given political system has been one of the core questions of political science. Ever since the third wave of democratization, which started in the 1970s and lasted until the end of the Soviet Union, political science was confronted with the problem that a high number of countries could not be grasped and categorized with the established instruments. For these cases between democracy and autocracy there has been an abundant number of proposals to deal with the categorization problem. The article presents an overview of the most recent developments in this field of categories concerning the gray zone. Eckhard Jesse: Der demokratische Verfassungsstaat der Bundesrepublik Deutschland - mehr konkordanzdemokratische als konkurrenzdemokratische Elemente Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer Verfassungsstaat - eine repräsentative Demokratie und eine parlamentarische Demokratie, die zu den funktionierenden Demokratien zählt, nicht zu den "defekten". Sie ist weder eine Konkurrenz- noch eine Konkordanzdemokratie, wobei konkordanzdemokratische Elemente immer stärker zugenommen haben ("Politikverflechtung"). Dies führt zu Reformstau und zu Blockaden. Die Zurechenbarkeit der Entscheidungen bleibt auf der Strecke. Reformen sind notwendig. The German Federal Republic is a democratic constitutional state, particular a representative and parliamentarian democracy, a well-consolidated democracy, not a defective one. It is neither a pure consociational nor a full competitive democracy, even though consensual elements have progressively increased over time. The resulting complex political interrelationships ("Politikverflechtung") often produce blockades and reform backlogs. Above all the imputability of political decisions falls by the wayside. Reforms are needed. Wilhelm Knelangen: Zwischen institutionellen Erbschaften und Verfassungssprung: Das Regierungssystem der Europäischen Union Weil die EU kollektiv bindende Entscheidungen fällt, hat sich weitgehend die Ansicht durchgesetzt, die Union könne mit den gleichen Forschungsansätzen untersucht werden wie staatlich verfasste politische Systeme. Der Beitrag analysiert, ob das Regierungssystem der EU mit den klassischen Kategorien des Parlamentarismus, Präsidentialismus und Semi-Präsidentialismus angemessen erfasst werden kann. Dabei zeigt sich, dass es zwar jeweils strukturelle Gemeinsamkeiten, aber auch gravierende Unterschiede gibt, die vor allem darauf zurückzuführen sind, dass in der EU eine gemeinsame Identität und ein unionsweites Parteiensystem nur in Ansätzen existieren. Due to the fact that the EU makes collectively binding decisions, it has become widely accepted that the Union can be analysed with the same research approaches as state-authored political systems. This article analyses whether the governmental system of the EU can be adequately examined with classical categories such as parlamentarism, presidentialism and semi-presidentialism. It becomes obvious that in spite of structural similarities, there are also major differences which can be mainly ascribed to the circumstances that a common identity and a union-wide party system exist only rudimentarily. Maxime Lejeune: Das Europäische Parlament nach dem Vertrag von Lissabon - Volksvertretung auf institutioneller Augenhöhe? Eine Unterrichtseinheit zum Thema EU für die Sekundarstufe II Bedeutung und Einfluss europäischen Regierens haben im Zuge der fortschreitenden europäischen Integration in der Vergangenheit kontinuierlich zugenommen. Zugleich lässt sich in der Unionsbevölkerung ein evidentes Informationsdefizit bezüglich der Funktionen, Aufgaben und Arbeitsweisen der Institutionen der Europäischen Union feststellen. Mehr als jede andere EU-Institution hat das Europäische Parlament seit seiner Entstehung eine sukzessive Kompetenzerweiterung und einen institutionellen Bedeutungszuwachs erfahren. Dieser Trend setzt sich auch mit dem Vertrag von Lissabon fort. Die Bewertung der Rolle des Europäischen Parlaments als Akteur im politischen System der EU fällt hingegen weiterhin uneinheitlich aus. Der Beitrag befasst sich mit der Stellung und den Funktionen des Europäischen Parlaments im Institutionengefüge der Europäischen Union nach Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon. The importance and influence of European governance have increased continuously in the course of European integration. At the same time, citizens of the EU have little knowledge about the role, the functions and the functioning of EU institutions. More than any other European institution, the European Parliament has, since its foundation, experienced an increase in importance and a gradual extension of competence. This trend continues with the Treaty of Lisbon. The evaluation of the role of the European Parliament as an actor in the political system of the EU, however, is still ambiguous. The teaching unit explores the role and functions of the European Parliament in the institutional structure of the European Union after the Treaty of Lisbon
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22,80 €
Politische Kultur in Deutschland
Dirk Berg-Schlosser: Erforschung der politischen Kultur – Begriffe, Kontroversen, Forschungsstand Der Beitrag umreißt Wissenschaftsgeschichte und aktuelle Entwicklungen der internationalen Politische-Kultur-Forschung. Er erläutert die zentralen Begriffe und wichtigsten Ansätze und ordnet diese in allgemeine sozialwissenschaftli-he Erklärungsschemata ein. Auf diese Weise lassen sich auch einige der Kontroversen klären, die die Diskussion um dieses sehr breit gefasste Konzept geprägt haben. Neuere Untersuchungen belegen die andauernde Fruchtbarkeit dieses Ansatzes. Dieter Fuchs/Edeltraud Roller: Die Einstellung zur Demokratie in Deutschland Seit der formellen Vereinigung beider deutscher Staaten wird kontrovers über die innere Einheit diskutiert. Dabei geht es um die Frage, ob die Bürger der alten und neuen Länder getrennte politische Gemeinschaften mit unterschiedlichen politischen Grundorientierungen bilden. Empirische Befunde auf der Basis repräsentativer Bevölkerungsumfragen können zeigen, dass Ost- und Westdeutsche zwar gleichermaßen die Demokratie als Herrschaftsordnung akzeptieren. Die Ostdeutschen befürworten jedoch eher ein sozialistisches Demokratiemodell und stehen im Unterschied zu den Westdeutschen der liberalen Demokratie, so wie sie in Deutschland implementiert ist, skeptischer gegenüber. Insofern kann man von einer gespaltenen politischen Gemeinschaft der Deutschen sprechen. Wolfgang Bergem: Die Vergangenheitsprägung deutscher politischer Kultur und Identität Der Beitrag untersucht die Präsenz der Vergangenheit in Deutschland nach 1945 in zweierlei Hinsicht: Zum einen geht es um die Frage, inwieweit die deutschen Traditionen politischer Kultur, deren Wurzeln bis in die Zeit der Reformation reichen und auf deren Grundlage die Barbarei des Dritten Reichs nicht verhindert werden konnte, in den beiden deutschen Nachkriegsstaaten und im vereinigten Deutschland fortgewirkt haben oder überwunden wurden. Zum anderen wird analysiert, aus welchen Gründen, in welchen Formen und mit welchen Folgen die Vergangenheit der nationalsozialistischen Diktatur politische Identität in der Bonner Republik, in der DDR und in der Bundesrepublik seit 1990 geprägt hat und weiterhin beeinflusst. Reinhard Wesel: Deutschlands „außenpolitische Kultur“. Zu Entwicklung und Wandel der Haltung der Deutschen zur internationalen Politik Deutschland hat nach 1945 einen Lern- und Wandlungsprozess durchlaufen, der auch die Sichtweisen und Grundhaltungen, politische Prinzipien und Ziele, Handlungsnormen und Stilelemente seiner außenpolitischen Kultur prägt, die mit fast allen politisch-kulturellen Traditionen der deutschen Geschichte brach, die in zwei Weltkriege geführt hatten. Die Bundesrepublik wurde zu einer friedlich zurückhaltenden wirtschaftsorientierten Zivilmacht, die sich um multilaterale Kooperation und Integration bemühte, auch unter den Bedingungen der deutschen Teilung. Diese Orientierung unterlag häufig Veränderungen, aber keinen substanziellen Richtungswechseln und wurde auch nach der Zäsur von 1989 durchgehalten. Das wiedervereinigte Deutschland fiel nicht in nationalistisch oder gar militaristisch gefärbte Attitüden zurück, sondern bemühte sich um die kooperative Integration seiner gestiegenen Bedeutung in die europäische und internationale Politik. Die rasche und undramatische Beteiligung der Bundeswehr an international legitimierten und multilateral organisierten Militäreinsätzen im Ausland zeugte eher von einer kontinuierlichen Fortentwicklung als von einem Politikwechsel. Werner J. Patzelt: Die Deutschen und ihre politischen Missverständnisse Die empirischen Befunde zum Institutionsvertrauen, zum Ansehen der politischen Klasse oder zur Zufriedenheit mit dem politischen System sind – nicht nur in Deutschland – immer wieder deprimierend. Was steht hinter ihnen? Einesteils enttäuschte Bürgererwartungen, wobei viele populäre Erwartungen so beschaffen sind, dass sie in der Praxis nur enttäuscht werden können. Andernteils Vorurteile und Verständnismängel der Deutschen hinsichtlich ihres politischen Systems, die sich aus oft sehr tiefen Schichten deutscher politischer Kultur speisen. Diese werden obendrein von einem nennenswerten Teil der politischen Klasse geteilt. Konrad Blume: Formung eines demokratischen Bewusstseins anhand historischer Texte zum Thema „Persönlichkeit und Staat im Dritten Reich“ Erfahrungen historischer Personen, hier z. B. S. Haffners und K. Hubers, erweitern den begrenzten aktuellen Horizont gerade auch der Heranwachsenden. Berichten diese Personen aus extremen Situationen, dann wecken sie leicht Interesse, Empathie und Affirmation. Im Augenblick günstiger Disposition kann daraus bei den Aufnehmenden ein Dialog mit sich selbst werden, ein wesentlicher Schritt zur Gewinnung eines Selbstbewusstseins, möglicherweise ein Schritt zu einem auf Humanität gegründeten gesicherten normativen Fundament des Denkens und Handelns. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für eine demokratische Gesellschaft. Sie gilt es durch ständiges Bewusstmachen und Einüben zu gewinnen und zu verfestigen. Die Erfahrungen in etablierten Diktaturen zeigen, dass die Freiheit der Person, der „privaten“ wie der „öffentlichen“, im Augenblick ihrer extremen Bedrohung nur bei äußerster Gefährdung ihrer selbst durch Widerstand zu retten ist. Das schließt Widerstand nicht aus, stärkt aber die Einsicht, dass nur langfristig, d.h. durch Sozialisation und stetiges eigenes Bemühen um eine starke Persönlichkeit, die Freiheit in einem humanen Miteinander erreicht werden kann.
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Die Deutsche Einheit
Dimensionen des Transformationsprozesses und Erfahrungen in der politischen Bildung
Dieser Sammelband vereinigt Beiträge zu zentralen Dimensionen des Transformationsprozesses in Deutschland seit 1990. Im Zentrum des Interesses steht hierbei die Verbindung von wissenschaftlicher Analyse und praktischer politischer Bildung. Thematisiert werden Einstellungen zu Demokratie und sozialer Marktwirtschaft, Fragen zur Gewaltbereitschaft und zum Rechtsextremismus bei Jugendlichen, sowie die Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung im Schul- und Hochschulwesen in Ostdeutschland. Dem schließen sich Erfahrungsberichte aus der politischen Bildungspraxis an.
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16,00 €