Zu "Sabine Zelger" wurden 2 Titel gefunden

Kompetenz zum Widerstand
Eine Aufgabe für die politische Bildung
Der Ruf nach Widerstand ist populär geworden: gegen die Herrschaft von Banken, das Finanzkapital, Freihandelsabkommen, aber auch gegen „Volksverräter“, „Lügenpresse“ und „Islamisierung“. Solche Widerstandsappelle fordern nicht nur die Zivilgesellschaft, sondern auch die Bildungspraxis heraus, in der es ja meist nicht um Widerstand, sondern um Anpassung an das Gegebene geht. Insbesondere die politische Bildung, die aufgrund der Interdependenz von Politik und Ökonomie auch für die ökonomische Bildung wichtig ist, steht hier vor elementaren Fragen: Ist Mündigkeit ohne die Fähigkeit, „nein“ zu sagen, sich zu verweigern, ohne die Kompetenz zum Widerstand also, überhaupt möglich? Wann ist Widerstand gerechtfertigt oder sogar geboten? Welche Kompetenzen sind erforderlich, um zu entscheiden, wann Widerstand nötig, wer zuständig, welche Form angemessen ist? Was brauchen Menschen, um diese Entscheidung auch praktisch durchzuhalten? Und schließlich: Wie können all diese Voraussetzungen für praktische Mündigkeit erworben werden? Erfahrene zivilgesellschaftliche Widerstandspraktiker und namhafte Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen (Philosophie, Politikwissenschaft, Politikdidaktik) erörtern diese brisante Aufgabe der politischen Bildung.
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21,99 € - 26,80 €
Literatur und Politik im Unterricht
Literarische und Politische Bildung in Zusammenhang zu setzen, hat eine lange Tradition, ist aber seit dem Nationalsozialismus und nach den Umbrüchen in den 1970er Jahren immer weniger praktiziert worden. Während die Vermittlung von Literatur und Politik im deutschen Schulsystem fachspezifisch und damit institutionell als getrennte Sphären gedacht wird, ist die Politische Bildung in Österreich durch eine bescheidene Verankerung in den Curricula vor allem als Unterrichtsprinzip vorgesehen und wäre somit auch eine Angelegenheit der Literaturvermittlung. Obwohl es als eines der bekanntesten Prinzipien gilt, wird es in Theorie und Praxis vor allem in seinen fächerintegrativen Zusammenhängen vernachlässigt. Hier setzt dieser Band an und macht die fächer- und gegenstandsübergreifende Orientierung der Unterrichtsprinzipien in interdisziplinärer Zusammenarbeit fruchtbar. Die Autor/-innen aus Literatur-, Politikwissenschaft, Geschichte, Literaturdidaktik und aus Bildungsinstitutionen gehen nicht von den fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Grenzen aus. Ausgangspunkte bilden stattdessen übergreifende Konzepte wie jene des Engagements, der Subversion, der Subjekttheorie und der Erinnerungskulturen, gegenwärtige Problemlagen des Politischen wie Postdemokratie und Neoliberalismus sowie Erfahrungen aus der Bildungs- und Unterrichtspraxis mit Materialien, Schreibprojekten und Kompetenzen.So enthält der Band grundlegende Beiträge zur interdisziplinären Verschränkung, theoretische Überlegungen mit thematisch zugespitzten Fragestellungen sowie Berichte aus Unterricht und Erwachsenenbildung. Verschieden perspektiviert widmen sich die Autor/-innen folgenden Fragestellungen: Welche didaktischen Modelle eignen sich insbesondere zur Realisierung des Unterrichtsprinzips via Auseinandersetzung mit Literatur? Wie lassen sich diese und andere Konzepte der Politik- und Literaturdidaktik derart zusammendenken, dass sie als Unterrichtsprinzipien in verschiedenen Fächern bzw. fachübergreifenden Sequenzen realisiert werden können? Welche Texte, Textsorten und welche Zugänge zu Texten bieten sich an? Welche Methoden wären zu bevorzugen? Wie kann ein solcher Literaturunterricht in verschiedenen Fächern gestaltet sein? Von welchem Literatur- und Politikverständnis ist dabei auszugehen? Und wie könnten/sollten die interdisziplinären Zusammenhänge in der Lehrer/-innenbildung und Bildungspraxis zum Thema gemacht werden? Ziele: - Verschränkung von Literatur und Politik in Hinblick auf Fragen der Politischen Bildung über interdisziplinären Austausch - Erweitertes Politikverständnis durch offenen Literaturbegriff, erweitertes Literaturverständnis durch theoriefundierten Politikbegriff - Aufzeigen des vielseitigen Potenzials literarischer Texte für die Politische Bildung in Schule und Erwachsenenbildung - Lektüren und Zugänge zu literarischen Texten, aber auch Diskussionen zu Grenzen der „Literaturverwertung“ - Wege einer praxisorientierten Politischen Bildung qua Literatur und methodisch didaktische Perspektivierung
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