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Global Goals
Gemeinsam Lernen 3/2018
Im September 2015 haben die 193 Länder der Vereinten Nationen (UN) die „Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung“ bzw. die „global goals for sustainable development“ (kurz: global goals oder SDGs) beschlossen. Diese sollen bis 2030 weltweit umgesetzt worden sein (Agenda 2030). Die SDGs sind in der Tradition des Club of Rome (CoR) und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu sehen. Sie beschreiben das weltweite Vorhaben, unseren Planeten nicht nur weiterhin bewohnbar zu erhalten, sondern zudem eine zuverlässige Lebensqualität für alle Bewohnerinnen und Bewohner zu ermöglichen. Im Unterschied zu den vorherigen „Milleniumszielen“ (2000 – 2015; z.B. „no hunger“), welche sich auf „unterentwickelte“ Länder bezogen, machen die SDGs nun alle Nationen zu Entwicklungsländern. So wird die Hierarchie aufgehoben und ein Lernen und (Weiter-)Entwickeln in gegenseitiger Anerkennung ermöglicht. In den 17 globalen Zielen geht es um eine nachhaltige Verbesserung verschiedenster Lebens- und (Um-)Weltbereiche. Die Tragweite der global goals zeigt beispielsweise auch, dass im letzten OECD-Bildungsbericht „Bildung auf einen Blick 2017“ auf das Erreichen der Ziele verwiesen wird. Es geht dabei nicht mehr nur um Veränderung, sondern um Transformationen. Grundlegend – in Gesellschaft und Bildung. Für uns Pädagog/-innen ist in diesem Zusammenhang besonders das vierte Ziel „hochwertige Bildung“ wegweisend. Was bedeutet dies für uns? In diesem Heft nimmt Reinhold Leinfelder zunächst eine wissenschaftliche Gesamteinordnung des Themas vor und führt den Begriff „Anthropozän“ ein, der für die Auswirkungen der häufig zerstörerischen Umweltveränderungen durch den Menschen steht. In einem zweiten grundlegenden Beitrag von Margret Rasfeld wird die Bedeutung der SDGs für die Welt von morgen, auf die wir unsere Schülerinnen und Schüler von heute vorbereiten sollten, ausgelotet. Die Vereine „ViA – Vision in Action“ und „GGC – Global Goals Curriculum“ machen auf einer anderen Ebene deutlich, wie die 17 Ziele als Hebel für eine Transformation des häufig noch verkrusteten deutschen Bildungssystems dienen können. Zudem kommen zwei Schülerinnen zu Wort und der Film „Tomorrow – die Welt steckt voller Lösungen“ wird vorgestellt. In einer „Schatzkiste“ finden sich Wege und Möglichkeiten zur Vernetzung und Weiterarbeit – für alle, die beim Lesen Feuer gefangen haben.
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Leistungen ermitteln - Lernen fördern
Gemeinsames Lernen schließt die Befähigung zum selbstgesteuerten Lernen ein und führt damit zwangsläufig zu vielfältigen offenen Unterrichtsformen, in denen Lernende über Inhalte, Methoden und Organisation des Lernens mit- und zunehmend selbst bestimmen. Die damit verbundenen unterschiedlichen Lernprozesse und -ergebnisse verlangen eine adäquate Kultur der Leistungsermittlung und -bewertung. Lerndialoge statt Noten Seit den 70er Jahren ist hinlänglich bekannt und empirisch belegt, dass die differenzierte Leistungsbeurteilung als Alternative zu Noten pädagogisch notwendig und sinnvoll sein kann. Diese Erkenntnis durch- und umzusetzen, bleibt nach wie vor eine wichtige Aufgabe. Im Dialog mit den Lernenden haben Lehrer/-innen die Möglichkeit, Lernen mit einem differenzierten Leistungsfeedback zu fördern und ohne klassische Notenvergabe genauere Auskunft über den erreichten Entwicklungsstand zu geben. Erfahrungsberichte aus Schulen Mindestens zweimal im Schuljahr wird an der Max-Brauer-Schule Hamburg das bisher Geleistete in Schüler-Eltern-Gesprächen gemeinsam bilanziert, Stärken und Schwächen werden als Selbst- und Fremdeinschätzung identifiziert und die nächsten Ziele, das Lernprogramm der nächsten Monate vereinbart und schriftlich festgehalten. In der Freiherr-vom-Stein-Schule Neumünster werden Portfolios und Kompetenzraster genutzt, um schulische Leistungen sichtbar zu machen und die Schüler/-innen beim Lernen individuell zu begleiten. Computergestützte formative Leistungsdiagnostik Lernen in Schulklassen mit sehr unterschiedlichen Leistungsniveaus kann nur dann gelingen, wenn die Lehrkräfte die Lernentwicklung in wesentlichen Kompetenzbereichen des Fachs für jede Schülerin bzw. jeden Schüler erfassen, dokumentieren und für die Planung von differenziertem Unterricht oder individuellen Lernplänen nutzen können. „Wegweiser“ und „Kontrollpunkte“ für schulisches Lernen Effektives Lernen braucht die Befähigung und entsprechende Materialien zur Bewertung der eigenen Leistungen im Vergleich zu vorgegebenen oder vereinbarten Lernzielen durch die Lernenden selbst.
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