Zu "Matthias D. Witte" wurden 2 Titel gefunden

Protest!
Heute, im vereinten Deutschland, nachdem die 89er Generation es geschafft hat, mit einer Reihe von Nachtgebeten und Montagsdemonstrationen ein ganzes Regime zum Einsturz zu bringen, ist Protest vermeintlich risikofrei: Wenn man nichts stört und behindert, die Auflagen der Polizei befolgt, sich rundum abfilmen und -fotografieren lässt etc., darf man nach Herzenslust demonstrieren und protestieren. Die neue Situation thematisiert das vorliegende Heft. Benedikt Widmaier (Heppenheim), Mitglied der Journal-Redaktion, zeigt eingangs, dass heute Protest als Motor von Demokratieentwicklung verstanden, ja angesichts von Postdemokratie geradezu eingefordert wird. Protest stellt aber nach wie vor ein Störpotenzial dar, so dass sich für den politischen Betrieb die Notwendigkeit seiner Kanalisierung oder Neutralisierung ergibt. Thema ist dies in dem nachfolgenden Beitrag von Dr. Jana Trumann (Universität Duisburg-Essen). Die Erziehungswissenschaftler Prof. Arne Schäfer (Wiesbaden) und Prof. Matthias D. Witte (Mainz) gehen auf „Protest als Lernfeld im Jugendalter“ ein; sie haben dafür das Beispiel der Fußballfans gewählt, deren Protestkultur gemeinhin als unpolitisch oder als Problemfall gilt. Die „dunkle Seite der Zivilgesellschaft“ nimmt dann Prof. Fabian Virchow (FH Düsseldorf) in Augenschein; hier geht es um die vielfältigen Formen des Protests, wie sie bei der extremen Rechten zu verzeichnen sind. Den Abschluss bildet ein Streiflicht von Johannes Schillo (Redaktion Journal) zur Friedensbewegung, die in Deutschland eine lange Tradition hat und nach 1945 bemerkenswerte Konjunkturen, auch mit Auswirkungen auf entsprechende pädagogische Bemühungen, erlebte.
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Handbuch Außerschulische Jugendbildung
Die außerschulische Jugendbildung ist ein eigenständiges, bildendes und pädagogisches Handlungsfeld mit vielfältigen Angeboten und Einrichtungen, Trägern und Strukturen. Sie hat eine ausgewiesene Professionalisierung und Professionalität. Als plurale Bildungs- und Erfahrungswelt gehört sie zum Bereich der non-formalen (nicht-formellen) Bildung mit eigenen Settings und Formaten, Lernorten und -zeiten; und sie ist von einer Vielzahl von Inhalten, Themen und Methoden gekennzeichnet. Das Handbuch repräsentiert den aktuellen Diskussions- und Erkenntnisstand der außerschulischen Jugendbildung; erstmals wird die ganze Breite und Vitalität des Feldes zum Ausdruck gebracht. Die Beiträge sind eine anschauliche Vergewisserung der Potentiale und Aktivitäten, von Ergebnissen und Wirkungen eines Bildungsfeldes, das sich damit selbstbewusst in die weitere fachliche und öffentliche Auseinandersetzung um ihren Stellenwert und ihre Perspektiven sowie der Neujustierung von Bildungswelten (z.B. der Diskussion um die Ganztagsbildung) einmischen kann.
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