Zu "Martin Sabrow" wurden 3 Titel gefunden

Geschichte im Dialog?
'DDR-Zeitzeugen' in Geschichtskultur und Bildungspraxis
Zeitzeugen prägen seit 1989/90 die Aufarbeitung und Vermittlung der Zeit der SEDDiktatur stärker als jeden anderen Abschnitt deutscher Geschichte. Wenn inzwischen von „DDR-Zeitzeugen“ die Rede ist, stellen sich – gerade für die Bildungspraxis – einige drängende, aber bisher unbeantwortet gebliebene Fragen, denen im vorliegenden Buch systematisch nachgegangen wird: Wer bezeugt eigentlich wo, gegenüber wem was konkret? Ist der Status der Zeitzeugenschaft bestimmten Perspektiven vorbehalten? Geht es um konkrete, alltägliche Erfahrungen oder um die allgemeine Charakterisierung eines Systems? Wie können die Perspektvitiät und Emotionalität von Zeitzeugenerzählungen als Chancen für eine kontroverse und kritische Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte genutzt werden? Wie können Prinzipien und Konzepte politischer und historischer Bildung praktisch umgesetzt werden? Dieser interdisziplinäre Band versammelt Perspektiven aus Wissenschaft und Bildungspraxis. Geschichtspolitische und -kulturelle Hintergründe werden dabei ebenso beleuchtet wie Fragen des reflektierten Umgangs mit Zeitzeugenerzählungen in Schule, Jugendund Erwachsenenbildung, Museen und Gedenkstätten sowie im Internet. Lehrende erhalten zahlreiche Hinweise und Impulse für ihre tägliche Arbeit.
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24,80 €
Die DDR in der deutschen Geschichte
gfh 1/2013
Abstracts: Martin Sabrow: Die DDR in der deutschen Geschichte Der Essay erörtert die Gründe für die anhaltende Konjunktur der Auseinandersetzung mit der DDR, indem er zum einen den Weg ihrer zeitgeschichtlichen Erschließung nach 1989 nachzeichnet und zum anderen die unterschiedlichen DDR-Erzählungen thematisiert, die das zeitgenössische Bild der DDR jenseits der Wissenschaft bestimmen, um schließlich nach dem Verhältnis von Zeitgeschichte und Aufarbeitung zu fragen. Martin Sabrow: The GDR in German history This essay discusses reasons for the current boom of examining the GDR by showing the path of its analysis within contemporary history after 1989 and by presenting the different GDR narratives that have modeled the current image of the GDR beyond academic discussion. Finally, it considers the interrelation of contemporary history and reappraisal. Roland Jahn: 20 Jahre Akteneinsicht in Deutschland: Was lehren uns die Stasi-Unterlagen? Die Öffnung der Stasi-Unterlagen vor 20 Jahren machte Transparenz und Aufklärung möglich, war Voraussetzung für Wiedergutmachung und gesellschaftliche Debatten. Die Nutzung der Stasi-Akten ist noch immer ein wesentlicher Pfad, auf dem die Aufarbeitung der SED-Diktatur voranschreitet. Diesen Pfad beschreiten auch viele junge Menschen, die begreifen wollen, was Diktatur in der DDR bedeutete. Neben den so wichtigen Gesprächen mit Zeitzeugen ermöglichen ihnen die Stasi-Akten einen eindrucksvollen Einblick in das Funktionieren der Diktatur. Auch international stößt der für die Stasi-Unterlagen gefundene Weg der geregelten Akten-Öffnung auf Interesse. Trotz der besonderen Bedingungen in Deutschland nach 1990 bietet er eine Orientierungshilfe für Akteure in Staaten, die heute Diktaturen überwinden. Ihnen ist dabei die Suche nach Übergangsgerechtigkeit ein elementares Anliegen. Dabei gilt national wie international, dass Aufklärung kein Verfallsdatum hat. Roland Jahn: 20 years of access to Stasi records in Germany: What lessons can be learned? The decision to open the Stasi files for public access 20 years ago granted transparency and clarification, thus providing the basis for redress and public debates. Usage of the Stasi files is still an essential path for the reappraisal of the SED dictatorship to proceed. This path has also been followed by many young people who have been trying to understand what dictatorship in the GDR actually meant. In addition to the highly important eye witness talks, gaining insight in Stasi files provided them with an impressive idea of the functioning of the dictatorship. This approach of a regulated opening of Stasi files has also met with international interest. In spite of the special circumstances in Germany after 1990, it has offered orientation for citizens in states that are in the process of overcoming dictatorships even today. To them, the search for transitional justice is an essential objective in that matter. In the course of this, it still holds true internationally, as well as nationally, that clarification does not have any expiry date. Hartmann Wunderer: Erinnerung an die Wissenschaftspropädeutik Ein wissenschaftspropädeutischer Unterricht soll die Studierfähigkeit von Schülerinnen und Schülern fördern. Dieser Anspruch an die Arbeit vor allem in der Sekundarstufe II wurde allerdings kaum genauer präzisiert, er trat in den letzten Jahren - wohl auch durch die Diskussion und Kompetenzen und Bildungsstandards - in den Hintergrund. Der Aufsatz umreißt die spezifischen Chancen des Geschichtsunterrichts für wissenschaftspropädeutisches Lernen. Da Geschichte kein Lernfach darstellt, sondern seinen Gegenstand erst selbst herstellen muss, eignet sich der Geschichtsunterricht zur Auseinandersetzung mit der Komplexität des Wirklichen, zur Methodenreflexion und zur Kritik der Erkenntnisgewinnung. Hartmut Wunderer: Reminder of academic propaedeutics Academic propaedeutics in the classroom is meant to support the students´academic skills. This general claim, especially for higher secondary education, has hardly ever been specified yet, however. Instead, the discussion on competencies and educational standards may have pushed it from the centre of attention a bit in recent years. This text presents specific possibilities of history education for academic propaedeutics. As history education is not just about learning facts by heart, but rather about establishing its own subject matter, it qualifies for an analysis of the complexity of reality, for reflections on methodology and for an examination of ways of understanding. Daniel Bernsen: Acht Thesen zum Arbeiten mit interaktiven Whiteboards im Geschichtsunterricht Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der fachdidaktischen Diskussion werden in dem Beitrag zunächst allgemein didaktisch und darauf aufbauend fachspezifisch die Potentiale von interaktiven Whiteboards für den Geschichtsunterricht in den Blick genommen. Entgegen bisheriger Urteile in der Fachdidaktik wird dabei die Flexibilität des Einsatzes in allen Unterrichtsphasen sowie die vereinfachten Reaktionsmöglichkeiten auf Schülerbeiträge und den Unterrichtsverlauf betont. Zentral für die Unterrichtsarbeit scheint insbesondere die Erweiterung des bisherigen Tafel- und Medieneinsatzes durch die Integration, Verknüpfung und Veränderbarkeit verschiedenster Medienarten in den digitalen Wandtafeln. Trotz der didaktischen Chancen der Medienintegration und der Verknüpfung mit digitalen Geräten der Schüler gibt es auch Probleme. Diese sieht der Autor vor allem in den hohen Anschaffungs- und Folgekosten, der technischen Wartung und fehlenden Ausbildung der Lehrkräfte. Daniel Bernsen: Eight theses on working with interactive whiteboards in the history classroom Based on a synopsis of the discussion on subject didactics, this text presents possibilities of interactive whiteboards in history lessons on a general didactical level, as well as specifically related to subject didactics of history education. As opposed to all recent verdicts in the area of subject didactics, the flexibility of the usage of interactive whiteboards in various stages of lessons and the facilitation of reactions to students´ contributions and the course of the lesson are stressed here. Diversification of former usages of the board and of other media through the integrating, linking and modifying of different types of media via digital whiteboards may be seen as a decisive aspect. In spite of the didactical possibilities of the integration of media and a linking with the students´ digital gadgets, the author also mentions some problematic issues, namely the high costs, the necessity for technical maintenance and a lack of teacher training in that matter. Die Bezugsbedingungen im Abo finden Sie hier.
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17,40 €
Teilung und Integration
Die doppelte deutsche Nachkriegsgeschichte als wissenschaftliches und didaktisches Problem
Beim Rückblick auf die selbst erlebte Geschichte ist ein Mensch schnell verleitet, sich selbst und seine Generation in den Beichtstuhl oder auf die Anklagebank zu setzen und nach Schuld und Sühne sowie nach Rechtfertigung zu fragen. Im Fall der deutschen Teilung und Vereinigung besteht darüber hinaus die Gefahr, der Generation West die Rolle des Siegers und der Generation Ost die Rolle des Verlierers zuzuweisen. Das vorliegende Buch versucht den Weg von Vorwurf und Anklage, von Eigenlob und Selbststilisierung zu vermeiden und nach Abgrenzung und Verflechtung sowie nach Ungleichmäßigkeit in den gegenseitigen Beziehungen Ausschau zu halten. Zu einer Geschichte des geteilten Deutschland gehören danach nicht nur die Gründe für Erfolg und Scheitern, sondern auch das Eigengewicht und die Besonderheiten, die das wechselseitige Verhältnis beider Teile ausmachten. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes setzen diese veränderte Sicht auf die deutsche Nachkriegsgeschichte in ein neues Konzept um, aus dem sich praktische Konsequenzen für die Lehrplanerstellung, die Schulbuchgestaltung, die politische Bildung und die Historiographie ergeben.
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24,80 €