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Antisemitismus

Präsenz und Tradition eines Ressentiments

Bestellnummer: 40914 (Print) / 40915 (PDF) / 40916 (EPUB)
Autoren/Hrsg.: Wolfgang Benz
Erscheinungsjahr: 2020
Auflage: 3., aktualisierte Auflage
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-7344-0914-1 (Print) / 978-3-7344-0915-8 (PDF) / 978-3-7344-0916-5 (EPUB)
Reihe: Politisches Fachbuch

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Antisemitismus

Über das Buch

Judenfeindschaft aus unterschiedlichen Motiven – religiösem Ressentiment, kulturellem Vorbehalt, ökonomischer und sozialer Ausgrenzung, rassistischem Hass – kulminierte unter nationalsozialistischer Ideologie im 20. Jahrhundert im Völkermord. Der Judenhass lebte fort, daneben entstand nach dem Holocaust ein mit neuen Argumenten operierender Antisemitismus, der Scham- und Schuldgefühlen entspringt. Der oft beschworene „neue Antisemitismus“ ist dagegen nichts anderes als die monotone Judenfeindschaft mit ihren Stereotypen, Legenden, Unterstellungen und Schuldzuweisungen, die sich in Jahrhunderten entwickelt hat. Antisemitismus ist ein zentrales Element des Rechtsextremismus, aber er kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Doch nicht nur Judenhasser bieten Anlass zur Sorge. „Islamkritiker“ denunzieren pauschal alle Muslime als Judenfeinde und Überengagierte versuchen, Antisemitismus auf die Haltung gegenüber Israel zu verengen und beziehen in ihr Verdikt jede kritische Haltung zur israelischen Politik mit ein. Objektive Kriterien, was Antisemitismus ist, wie er sich historisch entfaltete, in welchen Formen er vorkommt, wie Judenfeindschaft von Israelkritik abzugrenzen ist, sind für eine differenzierte Betrachtung unentbehrlich. Informationen und Argumente dazu finden sich in diesem Buch.

Inhaltsübersicht

Vorwort

1. Antisemitismus: Die Aktualität eines uralten Problems

2. Begriffe und Definitionen

3. Religion und Judenfeindschaft:
Antijudaismus von der Antike bis zur Neuzeit

Ritualmordlegenden
Das Anderl von Rinn
Hostienfrevel
Jud Süß 
Talmudhetze 

4. Rasse und Judenfeindschaft:
Der moderne Antisemitismus als antiemanzipatorische und antimoderne Ideologie

Rassismus und „Judenfrage“: Argumente gegen die Emanzipation 

5. Gesellschaft und Judenfeindschaft in Europa

Die Dreyfus-Affäre
Pogrome im Zarenreich
Die „Protokolle der Weisen von Zion“
Judenfeindschaft in Polen

6. Erster Weltkrieg und Weimarer Republik:
Antisemitismus auf dem Weg zur Staatsdoktrin in Deutschland 

Der Miesbacher Anzeiger
Eine jüdische Karriere in Deutschland: Walther Rathenau
Der Fall Gumbel 
Ein Antisemitentag in Wien

7. Ausgrenzung und Diskriminierung:
Juden im Nationalsozialismus 

„Juden sehen Dich an“
Diskriminierung durch Propaganda
Rassenkunde
Die Rücknahme der Emanzipation
„Der ewige Jude“ 
Zerrbilder vom Juden 

8. Ideologie und Genozid:
Der Judenmord

Der Novemberpogrom 1938
Die „Endlösung der Judenfrage“

9. Antisemitismus nach dem Holocaust

Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945
Die Allensbach-Umfrage 1949
Die Möllemann-Affäre
Ein patriotisches Projekt
Sonderwege: Antisemitismus in der Schweiz

10. Linker Antisemitismus und Antizionismus

11. Israelkritik und Antisemitismus

Lyrische Intervention

12. Judenfeindschaft von Muslimen 

13. Holocaustleugnung

14. Bekämpfung des Antisemitismus

Engagement gegen Judenfeindschaft
Der Abwehrverein
Der Centralverein
Strategien gegen Judenfeindschaft nach dem Holocaust

Bibliographie

Zu den Autoren

Prof. Dr. Wolfgang Benz
ist Historiker. Er lehrte bis 2011 an der TU Berlin und leitete dort das Zentrum für Antisemitismusforschung. Zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, zum Holocaust und zur Ressentimentforschung.

Stimmen zum Buch

Stimmen zur 1. Auflage

„Der Historiker Wolfgang Benz – bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismus-Forschung an der Technischen Universität Berlin – ist weiterhin aktiv. Zum Glück, muss man als Leser seiner Werke sagen. Denn auch was er neuerdings wieder als kurze Geschichte des Antisemitismus vorgelegt hat, ist präzise und informativ genug, um es allen Interessierten, vor allem aber Lehrkräften an Schulen und Bildungseinrichtungen, wärmstens zu empfehlen.“

Bernd Ulrich, Historische Zeitschrift, 304/2

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