Zivilcourage

Aufrechter Gang im Alltag

von
Gerd Meyer, Siegfried Frech
unter Mitarbeit von
Stephanie Bock, Jens S. Dangschat, Siegfried Frech, Carsten Große Starmann, Peter Guggemos, Klaus Jungfer, Horst W. Opaschowski, Bettina Reimann, Richard Reschl, Eckhart Ribbeck, Walter Rogg, Bertram Roth, Kerstin Schmidt, Ulla-Kristina Schuleri-Hartje, Walter Siebel

Das Wort Zivilcourage hat Konjunktur. Die meisten Menschen assoziieren mit Zivilcourage gewalthaltige Situationen, in denen Menschen bedroht werden – empörende Situationen, die nach Taten rufen. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes fragen nach den Bedingungen und Chancen für mehr Zivilcourage in unserer Gesellschaft, verengen den Blick dabei jedoch nicht auf physische Gewalt, Not- und Bedrohungssituationen. Vielmehr beschreiben sie Zivilcourage als eine unbequeme Bürgertugend. Dabei wird deutlich: Zivilcouragiertes Verhalten als sozialer Mut im Alltag ist in allen Lebensbereichen gefrag…

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Bestellnummer: 4784
EAN: 9783899747843
ISBN: 978-3-89974784-3
Reihe: Basisthemen Politik
Erscheinungsjahr: 2012
Auflage: 1
Seitenzahl: 320
Produktinformationen
Das Wort Zivilcourage hat Konjunktur. Die meisten Menschen assoziieren mit Zivilcourage gewalthaltige Situationen, in denen Menschen bedroht werden – empörende Situationen, die nach Taten rufen. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes fragen nach den Bedingungen und Chancen für mehr Zivilcourage in unserer Gesellschaft, verengen den Blick dabei jedoch nicht auf physische Gewalt, Not- und Bedrohungssituationen. Vielmehr beschreiben sie Zivilcourage als eine unbequeme Bürgertugend. Dabei wird deutlich: Zivilcouragiertes Verhalten als sozialer Mut im Alltag ist in allen Lebensbereichen gefragt – am Arbeits- und Ausbildungsplatz, in Betrieben und öffentlichen Verwaltungen, in Kirchen wie in Vereinen und Parteien, aber auch im privaten Familien- und Freundeskreis.
Inhaltsübersicht

Gerd Meyer, Siegfried Frech
Einführung: Zivilcourage – aufrechter Gang im Alltag

Heribert Prantl
Aktiv gegen Gewalt –  Zivilcourage in der Bürgergesellschaft 

Gerd Meyer
Jenseits von Gewalt – Zivilcourage als sozialer Mut im Alltag

Gotthold Hasenhüttl
Zivilcourage als christliche Botschaft 

Wolfgang Däubler
Wie weit geht die Meinungsfreiheit in Betrieben, Verwaltungen und Schulen?

Dieter Frey, Albrecht Schnabel
Zivilcourage am Arbeitsplatz: Sind kritische Mitarbeiter erwünscht? 

Johannes Czwalina
Zivilcourage in der Marktwirtschaft: „Wer mutig ist, der kennt die Angst“

Lucie Billmann, Josef Held
Courage durch Solidarität? – Macht und Ohnmacht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Josef-Otto Freudenreich
Engagierter Journalismus – Zivilcourage in den Medien

Marco Bülow
Wir „Abnicker“ – Volksvertreter in Loyalitätskonflikten

K. Peter Fritzsche
Menschenrechte mutig wahrnehmen – zehn Thesen 

Günther Gugel
Ziviler Ungehorsam und gewaltfreie Aktion

Kai J. Jonas
Zivilcourage lernen: Was können Zivilcourage-Trainings leisten?

Anne Frey, Sabine Weiß
Zivilcourage in der Schule entwickeln, unterrichten und üben

Gerd Meyer
Perspektiven: Sozialer Mut im Alltag – Chancen couragierten Handelns

Abstracts  
Autorinnen und Autoren 

Autor*innen

Lucie Billmann
Lucie Billmann, Dipl.-Pädagogin, hat Sozialpädagogik an der FH Esslingen und an der Universität Tübingen studiert. Nach langjähriger Tätigkeit in der Offenen Jugendarbeit war sie 2008–2010 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt: „Lebensführung und solidarisches Handeln unter Modernisierungsdruck. Was bewegt junge Menschen unter 35 im Dienstleistungsbereich?“ in der Tübinger Forschungsgruppe tätig. Seit 2010 ist sie Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung und promoviert zu dem Thema: Lebensführung und Orientierung junger Frauen in sozialen Berufen.

Marco Bülow
Marco Bülow, freier Journalist und Publizist, wurde 1971 in Dortmund geboren. Er ist seit 1992 Mitglied der SPD; seit 2002 ist er direkt gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestages; 2005 bis 2009 Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, seit Dezember 2009 stellvertretender Energiepolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Johannes Czwalina
Johannes Czwalina war Pfarrer einer Großstadtgemeinde unter dem Dach der reformierten Kirche in Basel und maßgeblich am Aufbau sozialer und öffentlicher Einrichtungen beteiligt. Professionelle Ausbildung zum Coach mit Methoden der systemischen Transaktionsanalyse. 1990 gründete er die Czwalina Consulting AG, die sich auf die Beratung von Führungskräften national wie international konzentriert. Johannes Czwalina ist Coach für das Top-Management und für Führungskräfte in Politik und Wirtschaft. Seine langjährigen Erfahrungen in der Beratungspraxis flossen in verschiedene Bücher ein.

Wolfgang Däubler
Prof. Dr. Wolfgang Däubler ist Professor für Deutsches und Europäisches Arbeitsrecht, Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht an der Universität Bremen; Mitglied als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat und Kreditausschuss der Bremer Landesbank; zahlreiche Gastprofessuren, u.a. in Paris (1987 und 1990), Austin/Texas (1994), Bordeaux (1995), Shanghai (2003–2004) und Trento (2006 und 2007); Veröffentlichungen zum Datenschutzrecht; daneben Kommentare zum Betriebsverfassungsgesetz, zum Tarifvertragsgesetz, zum Kündigungsschutzrecht sowie ein zweibändiges Lehrbuch zum Arbeitsrecht und eine Gesamtdarstellung des Bürgerlichen Rechts; Beratungstätigkeiten gegenüber Ministerien und Gewerkschaften in Kirgistan (1995), Slowenien (1998 ff.), Volksrepublik China (2004 ff.) und Vietnam (2006 ff.)

Siegfried Frech
Dipl.-Päd. Siegfried Frech ist Publikationsreferent bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und verantwortet die Zeitschrift „Der Bürger im Staat“ und die Didaktische Reihe. Er hat einen Lehrauftrag (Didaktik politischer Bildung) am Institut für Politikwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Josef-Otto Freudenreich
Der Journalist Josef-Otto Freudenreich, 1950 im oberschwäbischen Bad Waldsee geboren, kritisiert den „Angsthasenjournalismus“ (Der Spiegel, 12/2011). Ob als Sportreporter, als freier Journalist für die „Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“ oder als Chefreporter der „Stuttgarter Zeitung“ hat er sich stets der Wächter- und Kontrollfunktion des Journalismus verpflichtet gefühlt. Josef-Otto-Freudenreich hat zwei renommierte Preise, die im Zeitungswesen vergeben werden, erhalten: den Theodor-Wolff-Preis und den Wächter-Preis.

Anne Frey
Dr. Anne Frey ist Diplompsychologin und derzeit am Institut für Schul- und Unterrichtsforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München beschäftigt. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind: Entwicklung von Selbstwert und Persönlichkeit, soziales Lernen und Zivilcourage sowie Gewaltprävention und Wertevermittlung in Elternhaus, Kindergarten und Schule. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Themen Klassenführung und Unterrichtsmethoden sowie Lehrergesundheit. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, Kinder durch Persönlichkeitsstärkung und Handlungskompetenz vor Gewalt zu schützen.

Dieter Frey
Prof. Dr. Dieter Frey ist seit 1993 Professor für Sozial- und Wirtschaftspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Er war zuvor Professor für dieselben Fächer an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel sowie an der Graduate Faculty der New School for Social Research in New York. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Entstehung und Veränderung von Einstellungen und Werten, Zivilcourage, Innovationen und Grundlagenforschung zu Theorien der Sozial- und Organisationspsychologie. Er ist zugleich Akademischer Leiter der Bayerischen Elite-Akademie und Leiter des LMU-Centers für Leadership und People Management und ist Mitglied in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

K. Peter Fritzsche
Prof. Dr. K. Peter Fritzsche ist seit 1993 Professor für Politikwissenschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und seit 2001 ist er erster Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Menschenrechtsbildung. Seine Forschungsschwerpunkte legt er auf Menschenrechte/Menschenrechtsbildung, Extremismus, Transformation politischer Kulturen. Er ist korrespondierendes Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, Vorsitzender des Bündnisses für Zuwanderung und Integration in Sachsen-Anhalt und Beisitzer im Bundesvorstand der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung. Kooperationen unterhält er u.a. mit dem Zentrum für Menschenrechtsbildung (ZMRB) Luzern, dem Deutschen Institut für Menschenrechte und mit Human Rights Education Associates Network.

Günther Gugel
Günther Gugel, Diplom-Pädagoge, Co-Geschäftsführer des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind u.a.: Friedens- und Konfliktforschung, Didaktik und Methodik der politischen Bildungsarbeit, Konflikt- und Gewaltprävention. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen und didaktische Materialien zur Friedenserziehung, zur politischen Bildungsarbeit sowie Handbücher zur Gewaltprävention in der Primär- und Sekundarstufe vorgelegt.

Gotthold Hasenhüttl
Professor DDr. Gotthold Hasenhüttl, geboren 1933 in Graz; 1974 bis 2002 Professor für systematische Theologie an der Universität des Saarlandes. Vorsitzender der Internationalen Paulusgesellschaft. Ordentliches Mitglied der Academia Scientiarum et Artium Europaea. Wegen der Einladung evangelischer Christen zum katholischen Abendmahl beim 1. Ökumenischen Kirchentag 2003 Suspendierung 2004 und Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis 2006. Zahlreiche Veröffentlichungen; Schwerpunkte: Gottesfrage, Lehre über die Kirche und Ökumene.

Josef Held
Prof. Dr. Dr. h.c. Josef Held hat Psychologie in München und Tübingen studiert, bei Prof. Andreas Flitner in der Erziehungswissenschaft promoviert und sich am Psychologischen Institut der FU in Berlin habilitiert. Er hat bis 2007 das europäische Netzwerk „Internationales Lernen“ koordiniert und leitet derzeit die „Tübinger Forschungsgruppe“ (www.tuebinger.forschungsgruppe.de). Arbeitsschwerpunkte der letzten Jahre: subjektorientierte Migrationsforschung sowie Lebensführung und solidarisches Handeln von jungen Beschäftigten.

Kai J. Jonas
Dr. Kai J. Jonas; nach einem Studium der Sozialwissenschaften und Mathematik promovierte er 2002 in Sozialpsychologie an der Universität Göttingen und arbeitete danach als Post-Doc und Lehrstuhlassistent bei Prof. Dr. Amélie Mummendey an der Universität Jena. 2008 erhielt er einen Ruf in die Niederlande und ist seitdem Assistant Professor für Sozialpsychologie an der Universität von Amsterdam. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Analyse von bewussten und unbewussten Verhaltensmustern in komplexen Situationen, beispielsweise Zivilcourage. In diesem Bereich ist er auch seit über zehn Jahren als Trainer tätig, entwickelt und evaluiert Zivilcourage-Trainings.

Gerd Meyer
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Gerd Meyer, geb. 1942; 1977 bis 2007 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Tübingen mit den Schwerpunkten: politische Kulturen und politische Psychologie; politische Systeme der DDR sowie Mittel- und Osteuropas. Er hat eine Reihe von Studien zum Thema Zivilcourage publiziert, u.a. „Lebendige Demokratie: Mut und Zivilcourage im Alltag“ (2. Auflage 2007); für die politische Bildung hat er das Handbuch „Zivilcourage lernen – Analysen, Modelle, Arbeitshilfen“ initiiert und herausgegeben (mit Ulrich Dovermann, Siegfried Frech und Günther Gugel; 2. Auflage 2007). Weitere Themen seiner Arbeit: Erich Fromms Sozialpsychologie (u.a. „Freiheit wovon, Freiheit wozu?“ 2002), Autoritarismus und Demokratisierungsprozesse (u.a. „Formal and Informal Institutions in Central and Eastern Europe“. 2. Auflage 2008); Studienaufenthalte und Gastprofessuren u.a. in den USA (Harvard, Columbia), Polen, Ungarn, Russland.

Heribert Prantl
Prof. Dr. Heribert Prantl, Jurist, Journalist und Publizist, leitet das Ressort für Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung; seit Januar 2011 ist er Mitglied der Chefredaktion. Er ist Verfasser zahlreicher Leitartikel bei der Süddeutschen Zeitung und Autor politischer Bücher und Essays, in denen er engagiert den liberalen Rechtsstaat und die Grundrechte verteidigt. Der Beitrag in diesem Buch wurde im Herbst 2009 verfasst.

Albrecht Schnabel
Dipl.-Psych. Albrecht Schnabel, geb. 1967, studierte Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er ist seit vielen Jahren Mitarbeiter an Dieter Freys Lehrstuhl für Sozialpsychologie und zusätzlich seit September 2010 an der Kolping Bildungsagentur in der Berufsvorbereitung und Vermittlung junger Erwachsener tätig. Seit Oktober 2010 ist er Ausbildungskandidat am Alfred Adler Institut München (tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie). Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der praktischen Psychologie und der Verwirklichung von Prinzipien und Kulturen so genannter Centers of Excellence („Geben und Nehmen auf hohem Niveau“).

Sabine Weiß
Dr. phil. Sabine Weiß, Studium (M.A.) und Promotion in Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, von 2007 bis 2010 wissenschaftliche Assistentin, seit 2011 Akademische Rätin am Lehrstuhl für Schulpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Systemische Individual-, Paar- und Familientherapeutin (DGSF). Forschungsprojekte und Arbeitsschwerpunkte: Lehrergesundheit (Projekt LeguPan – Lehrergesundheit: Prävention an Schulen), Lehrerbiografie, Berufswahl und Eignung sowie Kompetenzentwicklung im Lehrberuf.

Basisthemen Politik

Soziale Milieus
Lebenswelten in Deutschland
Mit dem Begriff „Soziale Milieus“ lassen sich soziale Parameter einer Gesellschaft transparent machen. In diesem Band geht es zum einen um die Frage, wie die Sozialwissenschaften auf gesellschaftliche Realitäten zugreifen. Zum anderen darum, wie sozialwissenschaftliche Erkenntnisse genutzt werden (können), um politische Entscheidungen vorzubereiten und zu steuern. Soziale Milieus werden auf dem Wege der Sozialstrukturanalyse ermittelt. Dabei werden Wertorientierungen (Einstellungen, Interessen, Werturteile), Lebensstile (Verhaltensroutinen, Rituale, ästhetische Vorlieben) und soziale Lagen in den Blick genommen. Die Sozialstrukturanalyse umfasst die gesamte Bandbreite von der Demographie über die traditionelle Klassen-, Schichten- und Mobilitätsforschung. Der Band bietet einen Überblick über Theorien und Ansätze der Sozialstrukturanalyse, thematisiert aber auch die aktuelle Kontroverse um die Auflösung der Mittelschicht und setzt sich mit den Lebenswelten gesellschaftlicher Teilgruppen auseinander. Die politischen Implikationen, Auswirkungen und Folgen der Sozialstrukturforschung werden abschließend in den Blick genommen.
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12,00 € - 15,99 €

Der Deutsche Bundestag
Der direkt legitimierte Deutsche Bundestag ist als Zentrum des parlamentarischen Regierungssystems immer wieder auch Zentrum der Kritik gewesen. Diese hat sich auf die Differenz zwischen der teilweise missdeuteten Norm und der Realität der Bundestagsrolle konzentriert. Die realen Funktionsbedingungen des Bundestages und die Auseinandersetzung mit der Kritik stehen im Zentrum auch der zweiten, aktualisierten und vom abgedeckten Themenspektrum her erheblich erweiterten Auflage dieses Bandes, der sich auf Autorenseite weiterhin durch eine seltene Mischung von Praktikern und Wissenschaftlern sowie Grenzgängern auszeichnet.
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13,99 € - 16,80 €

Armut in Wohlstandsgesellschaften
War die Armutsforschung lange Zeit nur ein Themenfeld der Randgruppenforschung, ist Armut längst zum zentralen Thema der Sozialstruktur- und Ungleichheitsforschung geworden. Es hat den Anschein, dass sich Armut immer mehr in unserer Gesellschaft verfestigt. Gleichzeitig steigen Gehälter und Tantiemen in Vorstandsetagen und die immens ungleiche Verteilung des Geld-, Immobilien- und Produktivvermögens nimmt zu. Hinzu kommt ein tief gespaltener Arbeitsmarkt. Längst nicht alle Beschäftigten profitieren von der wirtschaftlichen Prosperität, der Niedriglohnsektor wächst weiter, prekäre Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu.Genau diese Entwicklung lässt die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit lauter werden und wird mit unterschiedlichem Fokus von den Autorinnen und Autoren diskutiert. Ein lesenswerter Band, der die kontroversen Positionen des Armutsdiskurses aufgreift.
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17,40 €

Zivilcourage
Aufrechter Gang im Alltag
Das Wort Zivilcourage hat Konjunktur. Die meisten Menschen assoziieren mit Zivilcourage gewalthaltige Situationen, in denen Menschen bedroht werden – empörende Situationen, die nach Taten rufen. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes fragen nach den Bedingungen und Chancen für mehr Zivilcourage in unserer Gesellschaft, verengen den Blick dabei jedoch nicht auf physische Gewalt, Not- und Bedrohungssituationen. Vielmehr beschreiben sie Zivilcourage als eine unbequeme Bürgertugend. Dabei wird deutlich: Zivilcouragiertes Verhalten als sozialer Mut im Alltag ist in allen Lebensbereichen gefragt – am Arbeits- und Ausbildungsplatz, in Betrieben und öffentlichen Verwaltungen, in Kirchen wie in Vereinen und Parteien, aber auch im privaten Familien- und Freundeskreis.
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16,80 €

Urbanität neu planen
Stadtplanung, Stadtumbau, Stadtentwicklung
Städte werden nicht nur von der Finanzkrise geplagt, sondern seit geraumer Zeit mit den Folgen des demographischen und sozialen Wandels konfrontiert. Dabei wird außer Acht gelassen, dass schrumpfende Städte kein neuartiges Phänomen sind. Städteplaner und Kommunalexperten sehen darin durchaus die Chance einer neuen Urbanität und fordern handlungsfähige Städte und Regionen, um die Schrumpfung steuern zu können. Gefragt sind neue Wege des Stadtumbaus, innovative Formen der Stadtentwicklung sowie gemeinwesenorientierte Strategien als angemessene Reaktionen auf die fiskalische Knappheit und den demographischen Wandel.
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16,80 €

Autoritäre Regime
Herrschaftsmechanismen, Legitimationsstrategien, Persistenz und Wandel
Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, dass autoritäre politische Systeme im 21. Jahrhundert – entgegen der normativen Warte westlicher Demokratieforschung – eine politische Konstante sind. Mindestens ein Viertel aller Staaten werden derzeit autoritär regiert. Dazu gesellen sich Staaten, die einen Transformationsprozess weg vom Autoritarismus zu verzeichnen haben, aber beständige Defizite hinsichtlich der Etablierung einer liberalen Demokratie aufweisen. Der Band diskutiert Beispiele autoritärer Staaten außerhalb der OECD-Welt und analysiert die grundlegenden Herrschaftsmechanismen autoritärer Herrschaft. Im Vordergrund stehen das politische Institutionengefüge und politische Legitimationsstrategien genauso wie Elitenmuster oder Wandlungsprozesse autoritärer Regime.
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Jahrhundertproblem Klimawandel
Forschungsstand, Perspektiven, Lösungswege
Seit dem vierten Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPPC) kann nicht mehr bestritten werden, dass der Klimawandel die globale Herausforderung dieses Jahrhunderts ist. Ziel muss es sein, den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren, so dass die Erderwärmung sich in überschaubaren Grenzen hält. Klima- und energiepolitische Lösungsansätze sind bekannt: Mindestziele für die Reduktion von Treibhausgasemissionen, die konsequente Fortführung des Emissionshandels, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Technologieförderung. Das Buch gibt einen kompakten und fundierten Überblick über den aktuellen Stand der klimapolitischen Debatte, zeigt Lösungswege und Optionen auf.
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Neue Kriege
Akteure, Gewaltmärkte, Ökonomie
Nur wenige wissenschaftliche Fachbegriffe wurden so schnell aufgegriffen wie der von den „neuen Kriegen“. Die Debatte über die „neuen Kriege“ ist ein Indiz für den Formenwandel bewaffneter Gewalt. Der erste Golfkrieg, die Zerfallskriege Jugoslawiens und vor allem die Kriege in Afrika offenbarten eine neue und bis dahin unbekannte Grammatik des Krieges. Neben zentral geführten Kampfverbänden gibt es in den Kriegen der letzten Jahre vermehrt dezentral und auf eigene Rechnung operierende Gewaltakteure. Allen diesen Kriegen ist gemeinsam, dass die jeweiligen Kriegswirtschaften in hohem Maße in die globale Waren- und Finanzzirkulation eingebunden sind. Die Gewaltakteure, die auf diesen Gewaltmärkten tätig sind, verfolgen eher ökonomische als ideologische Interessen. Im vorliegenden Buch geben 10 Fachautoren einen Überblick über die neue Qualität von Kriegsführung. "Den Herausgebern (...) ist eine lesenswerte Zusammenstellung verschiedener Beiträge zum Phänomen neue Kriege gelungen." (IFDT 1/2006) "... gelungene Einführung in die Thematik, die weite Verbreitung verdient." (Arbeitskreis Militär und Sozialwissenschaften, Newsletter 02/03 2005)
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