Weltbürgertum und Kosmopolitisierung

Interdisziplinäre Perspektiven für die Politische Bildung

herausgegeben von
Benedikt Widmaier, Gerd Steffens
unter Mitarbeit von
Sebastian Fischer, Benno Hafeneger, Michael Haus, Benedikt Köhler, Ingo Juchler, Dirk Lange, Thomas Maissen, Astrid Messerschmidt, Matthias Möhring-Hesse, Thomas Mohrs, Andreas Thimmel, Tobias Widmaier

Unter Rückgriff auf Immanuel Kant und die Rezeption des angelsächsischen Diskurses über Kosmopolitismus ist in den letzten Jahren versucht worden, einen modernisierten Begriff des Weltbürgers in die öffentlichen politischen Debatten einzubringen. Vor diesem Hintergrund wird im vorliegenden Band interdisziplinär und kontrovers diskutiert, ob der Weltbürger ein angemessenes Bürgerleitbild für die globalisierte Welt ist. Dieser interdisziplinäre Diskurs zwischen Soziologen, Politikwissenschaftlern, Theologen, Philosophen, Historikern, Pädagogen, Musikwissenschaftlern und Politikdidaktikern über…

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Bestellnummer: 41291
EAN: 9783734412912
ISBN: 978-3-7344-1291-2
Format: Broschur
Reihe: Non-formale Bildung
Erscheinungsjahr: 2021
Auflage: 1
Seitenzahl: 192
Produktinformationen
Unter Rückgriff auf Immanuel Kant und die Rezeption des angelsächsischen Diskurses über Kosmopolitismus ist in den letzten Jahren versucht worden, einen modernisierten Begriff des Weltbürgers in die öffentlichen politischen Debatten einzubringen. Vor diesem Hintergrund wird im vorliegenden Band interdisziplinär und kontrovers diskutiert, ob der Weltbürger ein angemessenes Bürgerleitbild für die globalisierte Welt ist. Dieser interdisziplinäre Diskurs zwischen Soziologen, Politikwissenschaftlern, Theologen, Philosophen, Historikern, Pädagogen, Musikwissenschaftlern und Politikdidaktikern über Weltbürgertum liefert neue Anstöße für eine zeitgemäße Theorie und Praxis der Politischen Bildung in weltbürgerlicher Absicht. In Abgrenzung zu einer ausschließlich wirtschaftlich gedachten Globalisierung sollen damit mögliche Perspektiven einer politischen und gesellschaftlichen Kosmopolitisierung erörtert werden. Auch in Zeiten der Globalisierung brauchen mündige Bürger Handlungsfelder der aktiven politischen Partizipation. Für eine Weiterentwicklung der Politischen Bildung stecken die Beiträge neue Herausforderungen und Perspektiven ab.
Inhaltsübersicht
Inhalt Gerd Steffens/Benedikt Widmaier Der Weltbürger als Leitbild für Bildung in Zeiten der Globalisierung? Zur Einführung Benedikt Köhler Der Neue Kosmopolitismus - Diagnose zur aktuellen Lage der Gesellschaft Benno Hafeneger Jugend, Jugendkultur und politische Jugendbildung im Zeitalter der Globalisierung Thomas Maissen Global History Neue methodische Herausforderungen an die Geschichtswissenschaft Tobias Widmaier "Weltmusik": eine kurze Begriffsgeschichte Matthias Möhring-Hesse Weltbürger – Skeptische Anmerkungen zu einem neuen Leitbild der politischen Bildung Thomas Mohrs Weltbürgertum –Illusion oder „unvermeidlicher Ausgang der Not“? Michael Haus Kosmopolitismus – Entpolitisierung unter der Hand? Astrid Messerschmidt Touristen und Vagabunden – Weltbürger in der Migrationsgesellschaft Gerd Steffens Autonomie oder Identifikation – Zwei Modelle weltbürgerlicher Moral und ihre Bedeutung für politische Bildung Dirk Lange/Sebastian Fischer Bürgerbewusstsein in der Globalisierung Der mündige Weltbürger als Leitbild der Politischen Bildung Andreas Thimmel Internationale Jugendarbeit - Pädagogik in weltbürgerlicher Absicht Ingo Juchler Der Weltbürger - Leitbild für Politische Bildung im 21. Jahrhundert
Autor*innen
Autoren Sebastian Fischer, Dipl. Soz. Wiss., Dipl. Päd., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Benno Hafeneger, Dr.phil., Professor für Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt „Erwachsenenbildung- und außerschulische Jugendbildung“ an der Philipps-Universität Marburg Michael Haus, Dr.phil., Professor für Politische Theorie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel Benedikt Köhler, Dr.phil., Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München Ingo Juchler, Dr.phil., Professor für Politikwissenschaft und Didaktik der Politik an der Universität Göttingen Dirk Lange, Dr.phil., Professor für die Didaktik der Politischen Bildung am Institut für Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Thomas Maissen, Dr.phil., Professor für neue Geschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Astrid Messerschmidt, Dr.phil., Professur für Interkulturelle Pädagogik/ Lebenslange Bildung an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe Mathias Möhring-Hesse, Dr.theol., Professor für philosophische und theologische Grundlagen des sozialen Handelns an der Hochschule Vechta Thomas Mohrs, Dr.phil., z.Zt. Vertretungsprofessur am Lehrstuhl für Philosophie der Universität Passau Gerd Steffens, Dr.phil., Professor für Didaktik der Sozialkunde am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel Andreas Thimmel, Dr.phil., Professor für Wissenschaft der Sozialen Arbeit/Sozialpädagogik an der Fachhochschule Köln Widmaier, Benedikt, Direktor der Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz „Haus am Maiberg“, Lehrbeauftragter für Politische Bildung an der Justus-Liebig-Universität Giessen und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Tobias Widmaier, Dr.phil., Musikwissenschaftler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg, Privatdozent für Musikwissenschaft an der Universität Saarbrücken

Non-formale Bildung

Unter erschwerten Bedingungen
Politische Bildung mit bildungsfernen Zielgruppen
Die Diskussion über politische Bildung mit bildungsfernen und politikfernen Zielgruppen hat in den vergangenen Jahren an Dynamik gewonnen. Dennoch ist das Feld bisher wenig systematisch sortiert und die Entwicklung theoretischer Grundlagen wie darauf basierende Konzepte guter Praxis stehen erst am Anfang. Vor diesem Hintergrund werden hier in einem interdisziplinären Diskurs zwischen Wissenschaft und Praxis theoretische Perspektiven sowie praktische Erfahrungen und Herausforderungen vorgestellt. Damit wird ein Beitrag zur weiteren Entwicklung einer politischen Bildung unter erschwerten Bedingungen geleistet.
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Partizipation wird heute eine Bedeutung zugeschrieben, die weit über Begründung und Legitimation von Demokratie hinausreicht. Partizipationsmöglichkeiten gelten als grundlegende Voraussetzung für gelingende Bildungs- und Entwicklungsprozesse. Für die politische Bildung, die sich neben der Vermittlung von politischem Wissen und der Schärfung des politischen Urteilsvermögens als drittes Bildungsziel auch die politische Partizipation auf ihre Fahnen geschrieben hat, wirft dies einige Fragen auf. Dabei gewinnt der politisch-pädagogische Zusammenhang zwischen Bildung und Aktion wieder an Bedeutung, der in der Geschichte der Politischen Bildung schon einmal kontrovers diskutiert wurde. In einem interdisziplinär angelegten Diskurs gehen Fachleute aus der formalen und non-formalen Politischen Bildung diesen Fragen nach und suchen nach Begründungen für eine zeitgemäße, auf politische Teilnahme hin orientierte pädagogische Praxis.
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