Weichenstellungen an den Polen des Lebens

Übergreifende ethische Fragen am Lebensanfang und Lebensende

herausgegeben von
Wolfgang Beer, Georg Bloch-Jessen, Sabine Federmann, Georg Hofmeister
unter Mitarbeit von
Heinrich Bedford-Strohm, Wolfgang Beer, Georg Bloch-Jessen, Edith Droste, Sabine Federmann, Michael Feil, Sigrid Graumann, Katrin Grüber, Armin Grunwald, Annika Hardt, Martin Hein, Georg Hofmeister, Ferdinand Hucho, Christa Joedt, Hartmut Kreß, Ulrich Lilie, Michael May, Dietmar Mieth, Hardy Müller, René Röspel, Traugott Roser, Mario Rüdiger, Silja Samerski, Arnold Sauter, Eberhard Schockenhoff, Barbara Schubert, Frank Vogelsang

Die Entwicklungen in den Biowissenschaften haben Beginn und Ende des Lebens wie nie zuvor in die Hände des Menschen gelegt. Jahrhundertelang geltende Gewissheiten haben ihre Gültigkeit verloren. Immer präziser können wir heute Leben planen, umgestalten, beenden. Die Pole des Lebens sind unter technische Kontrolle und Verfügbarkeit geraten. Angesichts der Eingriffstiefe in natürliche Lebensvorgänge müssen gesellschaftliche Regelungen gefunden werden. In diesem Band werden nicht nur die Anwendungsfolgen des biomedizinischen Fortschritts ethisch und politisch reflektiert, sondern auch die voraus…

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Bestellnummer: 40696
EAN: 9783734406966
ISBN: 978-3-7344-0696-6
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenzahl: 280
Produktinformationen

Die Entwicklungen in den Biowissenschaften haben Beginn und Ende des Lebens wie nie zuvor in die Hände des Menschen gelegt. Jahrhundertelang geltende Gewissheiten haben ihre Gültigkeit verloren. Immer präziser können wir heute Leben planen, umgestalten, beenden. Die Pole des Lebens sind unter technische Kontrolle und Verfügbarkeit geraten.

Angesichts der Eingriffstiefe in natürliche Lebensvorgänge müssen gesellschaftliche Regelungen gefunden werden. In diesem Band werden nicht nur die Anwendungsfolgen des biomedizinischen Fortschritts ethisch und politisch reflektiert, sondern auch die vorausgehenden erkenntnis- und handlungsleitenden Orientierungen. Welche Erkenntnisideale, Interessen und Träume bestimmen das Handeln? Welches Verständnis vom Leben setzen wir voraus? Welches Menschenbild leitet uns an? Wie sind die vorausgesetzten Begriffe der Selbstbestimmung bzw. Autonomie zu verstehen und zu interpretieren?

Der Band greift Einstellungs- und Deutungsmuster sowie ethische Kontroversen aus naturwissenschaftlicher, theologischer, medizinischer, philosophischer und politischer Perspektive auf und benennt gesellschaftspolitische Konsequenzen und Streitpunkte.

Inhaltsübersicht

Vorwort

Ethische Grundlagen als Wegweiser

Georg Hofmeister
Welche Orientierungen und Leitbilder bestimmen die Biowissenschaften und -techniken?
Ethische Weichenstellungen im Vorfeld der Anwendungen

Heinrich Bedford-Strohm
Der optimierte Mensch? Öffentliche Theologie und Bioethik

Eberhard Schockenhoff
Ethische Konflikte am Lebensanfang und Lebensende
Kontroverse Bilder vom Menschen führen zu unterschiedlichen Entscheidungen

Martin Hein
Die Verantwortung für künftige Generationen im Blick auf die „Keimbahntherapie“

Hartmut Kress
Was bedeuten Autonomie und Selbstbestimmung für den Umgang mit dem Anfang und dem Ende des menschlichen Lebens?

Dietmar Mieth
Autonomie und Selbstbestimmung an den Polen des Lebens

Perspektiven der Biotechnologie

Frank Vogelsang
Was ist denkbar – was ist machbar – was ist gewollt?
Zum kulturellen Umfeld biotechnologischer und biomedizinischer Debatten

Ferdinand Hucho
Epigenetische Grenzen biotechnologischer Verfahren.
Zugriff auf die Gene

Annika Hardt
Therapie und Enhancement – sind die Grenzen fließend?
Eine Betrachtung am Beispiel von Keimbahneingriffen

Ethische Konfliktfelder

Wolfgang Beer und Edith Droste
Welche Hilfe beim Sterben wollen wir?
Entscheidungen am Lebensende in Zeiten schwindender Gewissheiten und vermeintlich unbegrenzter Möglichkeiten

Georg Bloch-Jessen
Diagnostik am Lebensanfang.
Die Ambivalenz von PND, PID und NIPT

Barbara Schubert
Ärztliches Handeln und Entscheiden zwischen biotechnologischen Potenzialen, ethischem Selbstverständnis
und gesundheitsökonomischer Rationalität

Hardy Müller und Silja Samerski
Digital Health Literacy als Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Digitalisierung der Medizin am Lebensanfang und Lebensende.
Zur Notwendigkeit einer sozialen Innovation

Michael Feil
Der moralische Status des menschlichen Embryos und das Argument der Potentialität

Traugott Roser
Sorge-Kultur, Spiritual Care und Palliative Versorgung
Ein Gegenentwurf zur biomedizinischen Machbarkeit

Konkretionen

Mario Rüdiger
Neonatologie im Spannungsfeld von medizinischen Möglichkeiten und ethischen Werten

Sabine Federmann
Ein „Korridor“ protestantisch-ethischer Positionen zu Fragen der Reproduktionsmedizin.
Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) liefert Orientierung

Katrin Grüber und Michael May
Was bedeuten Selbstbestimmung und Teilhabe am Lebensende für Menschen mit Behinderungen?

Christa Joedt
Wie will ich sterben? Begleitung am Lebensende

Gesellschaftliche Gestaltung und politische Steuerung

René Röspel im Gespräch mit Wolfgang Beer und Edith Droste
„Man kann sich mehr Zeit lassen …“

Ulrich Lilie im Gespräch mit Wolfgang Beer und Georg Bloch-Jessen
„Im Zeitalter tiefgründiger Umbrüche ...“

Armin Grunwald und Arnold Sauter
Technikfolgenabschätzung in der Governance biotechnologischer Entwicklungen

Sigrid Graumann
Bioethische Diskurse zwischen Legitimationsstrategien und ergebnisoffener politisch-gesellschaftlicher Willensbildung.

Autor*innen

Heinrich Bedford-Strohm,
Prof. Dr., Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Aufsätze v. a. zu Themen öffentlicher Theologie; war bis 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie und Theologische Gegenwartsfragen und Leiter der Dietrich-Bonhoeffer-Forschungsstelle für Öffentliche Theologie an der Universität Bamberg. Nach der Übernahme des Amts des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern 2011 ist er weiter als Honorarprofessor an der Universität Bamberg und außerplanmäßiger Professor an der Universität Stellenbosch/Südafrika akademisch tätig. Im November 2014 wurde er zum Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt und im November 2015 für weitere sechs Jahre als Ratsvorsitzender der EKD wiedergewählt.

Wolfgang Beer,
Dr. phil., Publizist; Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zu Fragen von Bioethik, Hospizarbeit und zur politischen Bildung; war u. a. bis Ende 2016 Geschäftsführer bei den Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) e. V., 1995–2015 stellv. Vorsitzender im Bundesausschuss Politische Bildung (bap), 2009–2016 Vorstandsmitglied in der Deutschen Kinderhospizstiftung.

Georg Bloch-Jessen,
Evangelischer Theologe und Mediator, ist seit 2015 Referent für Theologie im Leitungsstab der Diakonie Deutschland. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der medizin- und bioethischen Fragestellungen im Kontext diakonischer Handlungsfelder.

Edith Droste,
Dipl.-Politologin und Trauerbegleiterin, ist Referentin für Hospiz und Palliativ Care und nebenamtliche Studienleiterin der Evangelischen Akademie Villigst; berufliche Tätigkeit u. a. als Leiterin der Deutschen Kinderhospizakademie, Olpe; zahlreiche Publikationen zur (Kinder-)Hospizarbeit, Bioethik und zur politischen Bildung.

Sabine Federmann,
Dr., Ev. Theologin, Pfarrerin, Supervisorin und Coach. Leiterin der Evangelischen Akademie Villigst mit Arbeitsschwerpunkten in den Bereichen Religion in der Gesellschaft, öffentliche Theologie, Ethik an den Rändern des Lebens, Wirtschaftsethik, christlich-jüdischer Dialog, Spiritualität.

Michael Feil,
Dr., Theologe und Sozialpädagoge, Promotion an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Fachreferent für Glaubensfragen und Bioethik im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.

Sigrid Graumann,
Prof. Dr. Dr., ist promovierte Philosophin und Biologin. Zu ihren Arbeitsstationen gehört das Interfakultäre Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen, das Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) in Berlin sowie das Institut für Sozialwissenschaften der Universität Oldenburg. Seit 2011 ist sie Professorin für Ethik an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum und seit 2017 Rektorin der Hochschule. Sie ist Mitglied des Deutschen Ethikrats.

Katrin Grüber,
Dr., Vizepräsidentin des Landtags NRW a.D., ist seit 2001 Leiterin des IMEW. Sie ist Biologin und hat mehrere Jahre in der Universität Düsseldorf Politikwissenschaft unterrichtet. Ihre derzeitigen inhaltlichen Forschungsschwerpunkte sind Disability Mainstreaming, die Umsetzung der UNKonvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Armin Grunwald,
Prof. Dr., Philosoph, leitet das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) in Karlsruhe und das Büro für Technikfolgen- Abschätzung beim Deutschen Bundestag in Berlin. Seine Forschungsgebiete sind Ethik der Technik, nachhaltige Entwicklung und wissenschaftliche Politikberatung.

Annika Hardt,
Medizinerin, Doktorandin am Fachbereich Medizin an der Universität Hamburg, Zentrum für Onkologie; 2007–2011 Ausbildung und Tätigkeit als Rettungsassistentin.

Martin Hein,
Prof. Dr., Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und Honorarprofessor am Fachbereich Geistes- und Kulturwissenschaften der Universität Kassel. Zuvor war er Gemeindepfarrer in Grebenstein (Landkreis Kassel), Studienleiter am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar und Dekan in Kassel. Er ist Evangelischer Leiter des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen sowie Mitglied im Deutschen Ethikrat und im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.

Georg Hofmeister,
Dr., Evangelischer Theologe, nach der Promotion an der Theologischen Fakultät Basel war er Gemeindepfarrer und anschließend Studienleiter an der Evangelischen Akademie Hofgeismar. Seit 2012 leitet er als Geschäftsführer die Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen. Diese engagiert sich in den aktuellen Arbeits- und Themenfeldern der Kirchen, der Caritas und Diakonie.

Ferdinand Hucho,
Prof. Dr., hatte bis zu seiner Pensionierung einen Lehrstuhl für Biochemie an der Freien Universität Berlin. Er initiierte an der Berlin- Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ein Monitoringprojekt zur Bedeutung der Gentechnologie in Deutschland. Das Projekt beschäftigt sich neben wissenschaftlichen Aspekten der Gentechnologie auch mit deren Risiken, ethischen und juristischen Implikationen. Der Vierte Gentechnologiebericht erscheint im Laufe des Jahres 2018.

Christa Joedt,
Volljuristin, nach neun Jahren Tätigkeit als Rechtsanwältin und dreieinhalb Jahren als Verwaltungsjuristin insgesamt acht Jahre Studienleiterin an der Evangelischen Akademie Hofgeismar für die Themenbereiche Recht, Wirtschaft, Politik und Ökologie. Ab April 2000 bis Ende Februar 2017 Leiterin des stationären Hospiz Kassel. Jetzt freie Mitarbeit bei unterschiedlichen Veranstaltungen im Themenbereich Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit.

Hartmut Kreß,
Prof. Dr., Professor für Ethik in der Universität Bonn, Evang.- Theol. Fakultät, Abt. Sozialethik; Mitglied u. a. in der Zentralen Ethikkommission für Stammzellenforschung. Publikationen zu Grundlagen der Ethik, zur Medizinethik und zur politischen Ethik/Rechtsethik, z. B.: Ethik der Rechtsordnung, Stuttgart 2012; Die Sonderstellung der Kirchen im Arbeitsrecht – sozialethisch vertretbar?, Baden-Baden 2014.

Ulrich Lilie,
Pfarrer, Präsident der Diakonie Deutschland, arbeitete von 1994 bis 2007 im geteilten Dienst als Pfarrer an der Düsseldorfer Friedenskirche und in der Leitung und Seelsorge am Hospiz des Evangelischen Krankenhauses, das er als eines der ersten Hospize in der BRD mit aufgebaut hat. Danach leitete er dreieinhalb Jahre als Stadtsuperintendent den fusionierten Kirchenkreis Düsseldorf und wurde anschließend Theologischer Vorstand der Graf Recke Stiftung in Düsseldorf. Lilie ist seit 2014 Präsident der Diakonie Deutschland und Vorsitzender des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung e. V. in Berlin.

Michael May,
Pfarrer im Referat Diakonische Entwicklung – Ethik – Seelsorge der Stiftung kreuznacher diakonie; pastorale Aufgaben im Geschäftsfeld Leben mit Behinderung und Referent für Medizinethik. Bioethikbeauftragter des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe.

Dietmar Mieth,
Prof. Dr., Professor für Moraltheologie (Fribourg Schweiz 1974–1981), Professor für Theologische Ethik/Sozialethik (Tübingen 1981– 2008); Aufbau der „Ethik in den Wissenschaften“ (1985–2001), Mitglied nationaler und europäischer Ethik-Beratergruppen (1994–2005); 2008–2014 Präsident der Meister Eckhart Gesellschaft, seither Vizepräsident. Seit 2009 Fellow am Max Weber Kolleg Erfurt, Kollegforschergruppe „Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive“.

Hardy Müller,
arbeitete nach dem Studium der Anthropologie, Soziologie und Psychologie an der Universität Mainz im Forschungsschwerpunkt „Regionale Mortalitätsunterschiede und soziale Determinanten“, ab 1993 bei gesetzlichen Krankenkassen als Datenanalytiker und Versorgungsmanager. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Evaluation medizinischer Leistungen, Fragen der digitalen Selbstbestimmung und Patientensicherheit. Seit 2009 ist er im Wissenschaftlichen Institut der Techniker Krankenkasse (TK) tätig. Seit 2011 engagiert er sich als ehrenamtlicher Geschäftsführer im Aktionsbündnis Patientensicherheit, APS e. V.

René Röspel,
MdB, Dipl.-Biologe, ist Ordentliches Mitglied im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, stellv. Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Bildung und Forschung, stellv. Mitglied im Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, war Vorsitzender der Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ (15. Wahlperiode), Vorsitzender des „Parlamentarischen Beirates zu Fragen der Ethik insbesondere in den Lebenswissenschaften“ (Ethik-Beirat, 16. Wahlperiode).

Traugott Roser,
Prof. Dr., Evangelischer Pfarrer, hat seit 2013 den Lehrstuhl für Praktische Theologie an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster inne. Praxiserfahrung machte er als Gemeindepfarrer in München, als Leiter der Koordinationsstelle Medizinethik der Evang. Luth. Kirche in Bayern, als Krankenhaus- und Altenheimseelsorger sowie als Beauftragter für Palliativ- und Hospizkultur bei der Augustinum Gruppe. Erfahrungen im Bereich Seelsorge in der Palliativmedizin und bei Forschungsaufenthalten an der Georgetown University (Washington DC) und der McGill University (Montreal, Kanada) führten zum Ruf auf die erste Professur für Spiritual Care an der medizinischen Fakultät der LMU München. Er arbeitet schwerpunktmäßig zu Seelsorge und Spiritual Care.

Mario Rüdiger,
Prof. Dr. med., war an der Klinik für Neonatologie der Charité Berlin als Assistenzarzt tätig. Von 2004 bis 2008 war er als Oberarzt sowie Leiter der Arbeitsgruppe „Pulmonary Research in Neonatology“ an der Klinik für Neonatologie der Medizinischen Universität Innsbruck tätig. Seit März 2008 ist er als Professor für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin und Leiter des gleichnamigen Fachbereichs an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden. Ehrenamtlich ist er im Vorstand der DSKN – Deutschen Stiftung Kranke Neugeborene sowie im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) tätig.

Silja Samerski,
Dr., Humangenetikerin und Sozialwissenschaftlerin, forschte an den Universitäten Hannover und Oldenburg über die sozialen Auswirkungen von statistischer Prädiktion in der Medizin sowie über die „Entscheidungsfalle“, die professionelle Risikoaufklärung zusammen mit dem Imperativ der Selbstbestimmung konstruieren. Derzeit arbeitet sie an der Universität Bremen zu Gesundheitsversorgung in superdiversen Stadtteilen und leitet in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) ein Projekt zur Stärkung der digitalen Kompetenz von Patient/-innen und Organisationen im Gesundheitswesen („TK-DiSK“).

Arnold Sauter,
Dr., Biologe, befasst sich seit 1994 im Büro für Technikfolgen- Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) mit den Auswirkungen von Bio- und Medizintechnologien in ihren gesellschaftlichen und politischen Kontexten. Sein besonderes Interesse gilt Aushandlungsprozessen zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, NGOs und weiteren Akteuren. Seit 2012 ist er stellvertretender Leiter des TAB.

Eberhard Schockenhoff,
Prof. Dr., katholischer Priester, nach Promotion und Habilitation in Tübingen lehrte er Systematische Theologie (Moraltheologie) zunächst in Regensburg und seit 1994 in Freiburg. Von 2001 bis 2016 war er Mitglied des Nationalen und später des Deutschen Ethikrates. Seit 2016 ist er Präsident des Katholischen Akademischen Ausländerdienstes (KAAD), einem weltkirchlichen Stipendienwerk der Katholischen Kirche in Deutschland.

Barbara Schubert,
Dr. med., Internistin, Chefärztin der Fachabteilung für Onkologie, Alters- und Palliativmedizin, engagiert sich seit 1995 für den Auf- und Ausbau von ambulanten und stationären Versorgungs- und Bildungsangeboten in der Hospizarbeit, Palliativ- und Altersmedizin.

Frank Vogelsang,
Dr., ev. Theologe und Diplom-Ingenieur, Direktor der Evangelischen Akademie im Rheinland. Seine Themenschwerpunkte sind der Dialog zwischen Naturwissenschaften und Theologie, Bioethik und die Rede von Gott unter den Bedingungen in der Moderne. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen, darunter auch mehrere Monographien, die mithilfe der Tradition der leiborientierten Phänomenologie eine erweiterte Wirklichkeitsdeutung anstreben.

Wochenschau Wissenschaft

Neu
Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule
Kinderrechte, also die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen, gehören in deutsche Schulen! Und zwar nicht nur als Unterrichtsgegenstand, sondern auch als Orientierungsmarken für eine kindgerechte Schul- und Unterrichtskultur. Diese Einsicht und Forderung wird in diesem Sammelband konzeptionell und anhand von konkreten Problemthemen sowie Beispielen guter schulischer Praxis entfaltet. Unter anderem geht es um die Prävention von Diskriminierung und sexualisierter Gewalt, um die Förderung von Bildungsgerechtigkeit und Diversität sowie um eine stärkere Ermöglichung von Partizipation und Mitbestimmung, z.B. beim Thema digitale Medien.
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34,90 €
Neu
Wurzeln der Massenfluchtmigration aus dem Kongo
Fluchtursachen und Fluchtmotive in der Demokratischen Republik Kongo
In seiner qualitativen Studie zur Ursache der Massenfluchtmigration in der Demokratischen Republik Kongo sucht der Autor nach den „Gründen hinter den Gründen“. Tief in den Wurzeln von Politik und Geschichte des Landes wird er fündig. Aus diesen starken Wurzeln wächst ein ganzer Baum von Fluchtursachen. Der interdisziplinäre Zugang aus Sicht der Sozialwissenschaft, der Politikwissenschaft, der Geschichtswissenschaft und der Psychologie ergibt ein facettenreiches Bild. Wir bekommen authentische Einblicke in die Lebenswelt ganz unterschiedlicher Menschen, die eins gemeinsam haben: Den Wunsch nach einem Leben ohne Bedrohung für sich und ihre Familien.
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23,99 €
Neu
Europa denken, kommunizieren und erfahren
Herausforderungen einer teilhabegerechten Europabildung
Im zweiten Band der Reihe sprache – macht – gesellschaft erörtern Forscher*innen aus Sprachforschung, Politikwissenschaft und Politischer Bildung das Feld Europabildung. Im Fokus stehen dabei die Themen Gleichheit und Ungleichheit, Bildungsgerechtigkeit und -ungerechtigkeit, der Umgang mit gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit sowie Formen von Integration, Diskriminierung und Exklusion durch Sprache. In der Europabildung zeigt sich die Verknüpfung historisch-politischer und sprachlicher Bildung in besonderem Maße. Der vorliegende Band macht die Anschlussfähigkeit der verschiedenen Zugänge sichtbar.
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42,90 €
Neu
Soziale Arbeit – Begegnung mit Grenzen. Social Work – The Encounter with Borders
Soziale Arbeit als Profession und wissenschaftliche Disziplin arbeitet mit und über Grenzen hinweg: Grenzen zwischen Individuen und Gruppen, zwischen Staaten, Gesellschaften und Kulturen. Soziale Arbeit zwischen Interkulturalität, Transnationalität, Profession und gesellschaftlichem Wandel bringt  angesichts aktueller Herausforderungen immer wieder neue Überlegungen und Facetten in den wissenschaft­lichen und professionellen Diskurs. Die Autor*innen der hier versammelten deutsch- und  englischsprachigen Beiträge sind inspiriert von der Person und dem Werk von Günter J. Friesenhahn.Social Work as a profession and scientific discipline works with and across borders: Borders between  individuals and groups, between states, societies and cultures. In view of current challenges, social  work between interculturality, transnationality, profession and societal change continues to bring new  considerations and facets to the scientific and professional discourse. The authors of the German  and English contributions collected here are inspired by the person and the work of Günter J.  Friesenhahn.
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41,99 €
Neu
Heterogenität in der politischen Bildung
Unter dem Stichwort „Heterogenität“ werden in den letzten Jahren vermehrt gesellschaftliche Veränderungen und damit verbunden nicht selten auch (vermeintliche) Herausforderungen für Schule und die politische Bildung diskutiert. Der vorliegende Band greift unterschiedliche Forschungsperspektiven auf das Verhältnis von Heterogenität und politischer Bildung auf, wie sie im Frühjahr 2020 auf der GPJE-Nachwuchstagung an der Universität zu Köln diskutiert worden sind. Der Band gliedert sich in drei Teile: Der erste Teil leitet mit einer theoretischen Erörterung von Heterogenität als Konzept in den Sammelband ein. Im zweiten Abschnitt wird Heterogenität entlang der Heterogenitätsdimensionen bzw. Differenzkategorien Geschlecht, Migration und Bildung beleuchtet. Der dritte und abschließende Teil dieses Bandes thematisiert heterogenitätssensible und -reflexive Methoden in Forschung und Unterricht. Der Band gibt damit einen vertiefenden Einblick in aktuelle nachwuchswissenschaftliche Forschungsvorhaben in der Didaktik der politischen Bildung.
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21,99 € - 22,90 €
Neu
Geschichtskultur als Unterrichtsgegenstand
Wie stehen die Lehrer*innen dazu?
In der Geschichtskultur begegnen wir vielfältigen Geschichtsvorstellungen, die zur Partizipation und Kritik einladen. Die Geschichtsdidaktik fordert deshalb, diese Darstellungen als eigenen Gegenstand des Geschichtsunterrichts ernst zu nehmen und den reflektierten Umgang mit Geschichtskultur zu fördern. Zwar ist dies zunehmend in Lehrplänen verankert, über die Haltung der Geschichtslehrkräfte dazu ist jedoch wenig bekannt. Die Studie zeigt die Ergebnisse einer Befragung von Geschichtslehrkräften darüber, wie sie über Geschichtskultur und deren Unterrichtsrelevanz denken. Auf welche Überzeugungen zum historischen Lernen allgemein treffen diese Ansichten? Was bedeutet dies speziell für die Rolle von Museen und Spielfilmen im Geschichtsunterricht? Die Befunde aus Interviews und Fragebogen geben Impulse für die geschichtsdidaktische Implementations- und Professionalisierungsforschung.
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45,99 € - 46,90 €
Neu
Brennpunkte heutigen Geschichtsunterrichts
Joachim Rohlfes zum 90. Geburtstag
Dieser Band benennt in weit über 30 knappen und gut lesbaren Beiträgen alte und neue Herausforderungen für den Geschichtsunterricht in Gegenwart und Zukunft. Er bietet somit einen einzigartigen Überblick über Interessengebiete und Forschungsfelder der deutschsprachigen Geschichtsdidaktik. Der Band ist Joachim Rohlfes (*1929) gewidmet, der weit über seine Tätigkeit als Professor in Bielefeld hinaus über mehrere Jahrzehnte hinweg die Disziplin geprägt hat. Brennpunkte des Geschichtsunterrichts waren immer wieder Gegenstand seiner zahlreichen Publikationen.
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29,99 € - 32,90 €
Neu
Generation des Vergessens?
Deklaratives Wissen von Schüler*innen über Nationalsozialismus, Holocaust und den Zweiten Weltkrieg
Diese Studie gibt Aufschluss, über welches deklarative Wissen Schüler*innen zu den Themenbereichen Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiter Weltkrieg verfügen: Dabei zeigen sich Wissenslücken, deren Ausprägung sich je nach sozialem Status und Geschlecht unterscheidet. Die in der Literatur oft beschriebene „Übersättigungsthese“, dass es also ein Zuviel an Nationalsozialismus in der Schule gibt, kann hingegen widerlegt werden. Schüler*innen aller Schulstufen wünschen sich entweder gleich viel oder mehr Unterricht zu diesen Themen. Um diesen nachhaltiger zu gestalten, werden aus den Ergebnissen der Studie didaktische und inhaltliche Empfehlungen abgeleitet.
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21,99 € - 22,90 €
Neu
Inklusive Geschichte?
Kulturelle Begegnung – Soziale Ungleichheit – Inklusion in Geschichte und Gegenwart
Das Thema Inklusion wird in Deutschland breit diskutiert – insbesondere mit Blick auf Schule und Bildung. In der Lehrer*innen-Ausbildung gilt es, das Thema zu verankern und Studierende auf die damit verbundenen Herausforderungen vorzubereiten. Dieses Buch leistet einen Beitrag dazu. Es richtete sich an Studierende, Referendar*innen und Lehrende. Der Band eröffnet eine weite Perspektive auf Formen von Inklusion, sozialer Ungleichheit und kultureller Begegnung in der Geschichte. Der Bogen reicht dabei von der Antike bis in die Gegenwart. Er bietet zahlreiche Anregungen für historische und geschichtsdidaktische Fragestellungen, mit denen sich neue Impulse im Unterricht setzen lassen, um Schüler*innen so Orientierung in der multikulturell und global geprägten Lebenswelt des 21. Jahrhunderts zu ermöglichen.
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29,99 € - 32,90 €
Neu
Zwischenmenschliche Bildung und politische Handlungsfähigkeit
Eine Theorie der Praxis gewerkschaftlicher Bildung
Gemeinschaftsstärkende Bildungsprozesse werden angesichts der krisenhaften gesellschaftlichen Herausforderungen zu einer Frage des Überlebens unserer demokratischen Lebensform. Als Beispiel dafür wird in dieser Studie ein neuer Zugang zur Praxis gewerkschaftlicher Bildung entwickelt. Die humane Kooperations- und Solidaritätsfähigkeit bildet dabei den archimedischen Punkt von Bildungsprozessen. Zwischenmenschliche Kooperation und gemeinsam geteilte Ziele und Werte werden gerade in der gewerkschaftlichen Bildung ins Zentrum didaktischer Überlegungen gestellt. Ziel ist die demokratische Gestaltung der Wirtschaft. Die im Arbeitsalltag erfahrbare Fähigkeit zum Miteinander-, Voneinander- und Füreinanderlernen wird in diesen Bildungsprozessen aufgegriffen und zu solidarischen Handlungsformen weiterentwickelt. Kehrbaum greift die theoretischen Ansätze des Philosophen und Pädagogen John Dewey auf, wendet diese mit Hilfe weiterer philosophischer und pädagogischer Theorien kreativ an und entwickelt sie am Beispiel aktueller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Probleme weiter. Seine Studie ist eine fundierte Neukonstruktion pädagogischer Ansätze in der gewerkschaftlichen Bildung, die wichtige Impulse für politische Bildungsprozesse auch außerhalb der Gewerkschaften gibt. Zudem legt er anschaulich dar, wie diese didaktischen Neuerungen in der Bildungspraxis angewendet werden können.
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48,99 € - 49,90 €
Neu
Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR
Plädoyer für einen Paradigmenwechsel in der DDR-Zeitgeschichtsforschung. 2. erw. Aufl.
Spätestens seit dem Aufkommen der völkischen PEGIDA und der AfD ist klar, dass politisches System und Gesellschaft der DDR aus dem Kontext des historischen Nationalsozialismus wie des gegenwärtigen Rechtsradikalismus genauso wenig herausgelöst werden können, wie die alte und neue Bundesrepublik. Ein Klima ist entstanden, in dem bislang ignorierte oder verdrängte Konfliktlinien der deutschen Mehrheitsgesellschaft – wie der Umgang mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus – deutlich zutage treten. Einige Historiker, Politiker sowie Bürgerrechtler instrumentalisieren die DDR-Aufarbeitung sogar für ihr rechtspopulistisches Engagement. Das Buch fasst wesentliche Ergebnisse der Tagung „Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR“ vom Januar 2017 zusammen. Es versteht sich als ein Plädoyer für eine intensivere Hinwendung der Zeitgeschichtsforschung wie der politischen Bildung zur Untersuchung und Kritik der SED-Diktatur als einer von drei Nachfolgegesellschaften des Nationalsozialismus.Herausgegeben im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung sowie der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen (Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)
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40,99 € - 42,00 €
Neu
Bedingungen und Bezüge politischer und sprachlicher Bildung
An den Universitäten Trier, Wien und Luxemburg werden in regelmäßigen Tagungen aktuelle Fragen des Bezugs von politischer und sprachlicher Bildung im europäischen Bildungswesen erörtert. Die Titel der neuen Reihe sprache – macht – gesellschaft dokumentieren diese wichtigen Debatten.Im vorliegenden ersten Band der Reihe werden die Beiträge der Trierer Tagung im Jahr 2019 publiziert. In ihnen werden aktuelle Herausforderungen gesellschaftlicher Teilhabe, die das europäische Bildungswesen in besonderer Weise prägen, aufgezeigt. So wird in den Beiträgen erörtert, wie Sprache und Macht kritisch gedacht, Demokratie und Sprache gelernt und gelebt und zur Professionalisierung von Lehrenden beigetragen werden kann.
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38,99 € - 39,90 €
Neu
Kindeswohlgefährdung - was kommt danach?
Ein multidisziplinärer Blick auf die Werdegänge 478 gewaltbelasteter Kinder und ihre Hilfesysteme auf Grundlage der KiD-Verlaufsstudie
Nicht für alle Kinder ist das eigene Zuhause ein sicherer Ort. Um herauszufinden, was den betroffenen Kindern zugestoßen ist, wer ihnen in welcher Form Schaden zugefügt hat und vor allem um den Kindern eine sichere Perspektive zu eröffnen, holt sich das Jugendamt u.a. Unterstützung bei Intensivgruppen. In einer solchen stationären diagnostisch/therapeutischen Facheinrichtung, dem KiD (Kind in Düsseldorf), werden Kinder zwischen vier und 12 Jahren über mehrere Monate diagnostisch begleitet. Für 478 Kinder konnten hier die Werdegänge vor, während und nach dieser Zeit dokumentiert werden.Das Datenmaterial dieser mehr als 20 Jahre umfassenden Verlaufsstudie wird in diesem Buch aus drei Blickwinkeln diskutiert: Die psychologisch-therapeutische Perspektive fokussiert Risikofaktoren, die zusätzlich zur bereits eingetretenen Kindeswohlgefährdung einwirken. Aus kriminologisch-juristischer Sicht werden die Auswirkungen sexueller Geschwistergewalt auf die Werdegänge im Kontext von Straf­justiz und Kinder- und Jugendhilfe betrachtet, während aus sozialpädagogisch-politikwissenschaftlicher Perspektive die Wirksamkeit von Jugendhilfemaßnahmen in Abhängigkeit von kommunalen Haushaltslagen reflektiert wird.
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21,99 € - 22,90 €
Jetzt erst recht: Politische Bildung!
Bestandsaufnahme und bildungspolitische Forderungen
Politische Fähigkeiten und demokratische Haltungen zu entwickeln, sind Bildungsziele aller Schulformen. Die Wirklichkeit widerspricht vielfach diesen Zielen. Aktuelle Daten zeigen, dass Politischer Bildung nur eine geringe Bedeutung in der Schule zukommt und dass sie häufiger als jedes andere Fach fachfremd unterrichtet wird. Den Herausgeber*innen dieses Sammelbandes geht es darum, die längst überfällige Debatte über die dringend notwendige Stärkung Politischer Bildung anzustoßen. Die Empfehlungen in diesem Band wurden von ca. 100 Expert*innen erarbeitet und richten sich an bildungspolitische Akteure in den Landtagen, an Fachverbände, Gewerkschaften sowie an Universitäten, Aus- und Weiterbildungsinstitutionen.
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26,99 € - 32,90 €
Nationalpopulismus bildet? Lehren für Unterricht und Bildung
The New European National Populism. Lessons for School Education - Le nouveau national-populisme européen. Quelles leçons pour l'école?
Der Aufstieg des Populismus in westlichen Demokratien fordert nicht nur die etablierten politischen Parteien und kulturellen wie wirtschaftlichen Eliten heraus. Auch Schulen, Hochschulen und Universitäten sehen sich veranlasst, sich gegenüber politischen Bewegungen zu positionieren, die sie in Bezug auf ihre humanistischen, pluralistischen und diversitätsfreundlichen Bildungsideale attackieren.Wie kann dieses politische Phänomen, das die demokratischen Bausteine der westlichen Nachkriegsordnung und die Trägerprinzipien des modernen öffentlichen Schulwesens unmittelbar bedroht, neu definiert werden? Wie kann das moderne Schulwesen Bewegungen gegenübertreten, die eindimensional-simplifizierendes Denken, antidemokratische und diskriminierende Einmütigkeit sowie den nationalistischen Rückzug propagieren? Sind Bildungseinrichtungen nicht dazu verpflichtet, immer mehr auf ihre Neutralität zu verzichten, um ein demokratisches System in der Krise zu verteidigen?Mit diesen grundsätzlichen Fragestellungen, die Auszubildende und Ausbildende der pädagogischen Hochschulen vor dem Hintergrund ihres Bildungsauftrags betreffen, befasst sich der vorliegende Tagungsband.
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29,99 € - 36,90 €
Linke Militanz
Pädagogische Arbeit in Theorie und Praxis
Linke Militanz wird in Gesellschaft und Wissenschaft kontrovers diskutiert. Es gibt kaum weitreichende Forschungsprojekte auf diesem Gebiet und bisher wurden nur wenige praktische Projekte initiiert, die sich des Themas annehmen. Wie kann vor einem solchen Hintergrund eine pädagogische Arbeit in diesem umstrittenen und wenig beleuchteten Bereich aussehen? Der Sammelband widmet sich der Thematik aus wissenschaftlicher, pädagogischer und schließlich aus theaterpädagogischer Perspektive.
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23,99 € - 29,90 €
Das Politische in der Sozialen Arbeit
Wahrnehmungen des Politischen in Fürsorge und Sozialpädagogik der Weimarer Republik
Soziale Arbeit steht aktuell vor der Herausforderung, ihre politische Verortung erneut zu prüfen. Ausgehend von der aktuellen Debatte um eine „Re-Politisierung“ geht der Autor den Versuchen einer wissenschaftlichen Fundierung des Verhältnisses von Sozialer Arbeit und Politik nach. Unter Rückgriff auf Hannah Arendts Begriff des Politischen analysiert der Autor historische Theorieansätze zur Fürsorge und Sozialpädagogik aus der Zeit der Weimarer Republik hinsichtlich ihrer Verhältnisbestimmung von Sozialem und Politischem und diskutiert ihre Wahrnehmung des Politischen kritisch auf ihren Beitrag zur gegenwärtigen Debatte.
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35,99 € - 44,90 €
Museumsbesucher und Zeitgeschichte
„Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“? Eine Studie zu generationenspezifischen Wahrnehmungen
„Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“. Die Reaktionen von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung können sehr unterschiedlich ausfallen. Diese interdisziplinäre Besucherforschungsstudie untersucht die generationenspezifische Wahrnehmung von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung, der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“ im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. In Interviews mit Museumsbesuchern aus unterschiedlichen Generationen werden Schwerpunkte, Trends, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ausstellungsrezeption herausgearbeitet. Es zeigt sich: Generationenzugehörigkeit und Erinnerung eines Museumsbesuchers sind in Kombination mit, aber auch unabhängig von angebotsseitigen Komponenten sowie sozio- und geschichtskulturellen Einflüssen die handlungs- und rezeptionsleitenden Faktoren. Sie bestimmen nicht nur mit, welchen Objekten und Themen der Besucher sich widmet und welche Deutungen sowie Assoziationen er konstruiert, sondern auch wesentlich, welchen Sinn er grundsätzlich dem ganzen Museumsbesuch und seinem persönlichen affektiven wie kognitiven Zugewinn durch diesen zuschreibt.
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34,99 € - 42,50 €
Außerschulische Lernorte neu entdeckt
Wie selbstreguliertes Lernen in Gedenkstätten tiefgreifende Lernprozesse fördert
Wie können tiefgreifende Lernprozesse im Fach Geschichte und insbesondere an außerschulischen historischen Lernorten gefördert werden? Wie kann historische Kompetenz sichtbar gemacht und bewertet werden? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des Buchs. Ein neu entwickeltes Führungskonzept für das ehemalige Konzentrationslager Osthofen wurde in mehreren Studien evaluiert. Es zeigt exemplarisch, dass gerade die Verknüpfung fachlicher, sprachlicher und inhaltlicher Methoden in selbstregulierten Lernumgebungen tiefgreifende Lernprozesse fördert. Ebenso liefert das Buch die Validierung eines Leitfadens zur Bewertung historischer Kompetenz in Form der sogenannten Sachfachliteralität.
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29,99 € - 32,90 €
Bildung Macht Zukunft
Lernen für die sozial-ökologische Transformation?
Vielfältige Krisenprozesse machen deutlich, dass die Rückkehr zur gewohnten Tagesordnung keine Zukunft hat. Gegen die Rede von Alternativlosigkeit werden Forderungen nach einer breiten sozial-ökologischen Transformation laut, bei der die Frage nach einem guten Leben für alle im Mittelpunkt steht. Welche Rolle kann und sollte Bildung dabei spielen? Nicht selten wird sich von Bildung eine Krisenbewältigung versprochen. Dabei ist auch Bildung in jene Macht- und Herrschaftsverhältnisse verstrickt, die in die Krise geführt haben. Der vorliegende Band diskutiert Möglichkeiten und Grenzen einer kritischen transformativen Bildung aus Perspektiven von Bildungspraxis, Wissenschaft und sozialen Bewegungen.
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31,99 € - 34,90 €
DDR-Geschichte im Klassenzimmer
Deutung und Wissensvermittlung in Deutschland und Frankreich nach 1990
Die DDR ist nach 1990 zu einem Gegenstand von Geschichtsunterricht geworden, der für viele Schülerinnen und Schüler so fern ist wie jeder andere. Zugleich aber ist die DDR für manche Lehrkräfte und Eltern gelebte Erinnerung. Was im Unterricht über sie gelernt werden soll, ist allerdings das Ergebnis gesellschaftlicher Debatten um Aufarbeitung und Erinnerung. In diesen dominiert ein „Diktaturgedächtnis“, das den Erzählungen in Familie und Medien vom Alltag in der DDR häufig widerspricht. Anhand einer Analyse von konkretem Geschichtsunterricht, Lehrplänen, Schulbüchern, Geschichtsausstellungen und Interviews untersucht die vorliegende Studie, welche Erzählungen über und Deutungskonflikte um die DDR im Unterricht auftauchen und wie diese verhandelt werden. Der Unterrichtsvergleich zwischen Leipzig, Frankfurt am Main und Paris zeigt die Standortgebundenheit mancher Debatten, aber auch Anschlussmöglichkeiten für DDR-Geschichte an europäische Geschichte und die Geschichte der Arbeiterbewegung.
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35,99 € - 44,00 €
Politische Bildung als politisches Engagement
Überzeugungen entwickeln – sich einmischen – Flagge zeigen
Der Band versammelt Beiträge, die sich mit dem Leben, dem Engagement, dem Werk und dem Wirken des Fachdidaktikers Frank Nonnenmacher auseinandersetzen. In seinem Werk und Wirken in der politischen Bildung steht dieser dafür, dass Lehrpersonen selbst Überzeugungen entwickeln, sich einmischen und Flagge zeigen. Nonnenmacher wendet sich dadurch direkt und radikal gegen die Forderung nach Neutralität in der politischen Bildung, die aktuell wieder an Bedeutung zu gewinnen scheint. Die Beiträge fokussieren sowohl biographisch-historische Fragen, als auch konzeptionelle, theoretische und bildungspraktische Aspekte politischer Didaktik.
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23,99 € - 24,90 €
Urteilspraxis und Wertmaßstäbe im Unterricht
Ethik, Englisch, Geographie, Geschichte, politische Bildung, Religion
Fachliches Lernen im Unterricht verlangt von Lernenden und Lehrenden auf vielen Ebenen Urteilsvermögen, um streitbare Positionen verhandeln und bewerten zu können. Fraglich ist, wie Urteilsbildung jenseits der Beliebigkeit von Meinungen oder des machtvollen Besserwissens gelingen kann. „Das wird man ja noch sagen dürfen!“ ist ein Satz, der immer wieder zu hören und zu lesen ist. Statt einem anything goes das Wort zu reden, regt dieser Band über Fächergrenzen hinweg zu einer neuen Verständigung über eine derzeit wenig reflektierte Urteilspraxis an: Worüber wird in den jeweiligen Fächern geurteilt? Welche Rolle spielen Emotionen angesichts einer seit Kant stark kognitiv geprägten Vorstellung von Urteilsfähigkeit? Wie sind relevante Bewertungsmaßstäbe für „richtiges“ Urteilen und/oder Handeln zu gewinnen? Welche didaktisch-methodischen Konzepte sind geeignet, eine Provokation sozial erwünschter Antworten oder einen unfruchtbaren Schlagabtausch von Meinungen zu vermeiden?
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18,99 € - 22,90 €
Politische Bildung und Flucht – ein Paradigmenwechsel?!
Die deutsche Migrationspolitik ist nach 2015/16 nicht mehr die gleiche wie zuvor. Auch in der politischen Bildung zeigt sich ein Paradigmenwechsel. Es haben sich Ansätze einer politischen Bildung für und mit Geflüchteten entwickelt, die die Perspektive der Rechte in den Mittelpunkt stellen. Die versammelten Fachbeiträge und Projektbeschreibungen widmen sich unter anderem dieser Entwicklung.
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26,99 € - 28,00 €