Vor dem ersten Geschichtsunterricht

Zur empirischen Erschließung des historischen Denkens junger Lernerinnen und Lerner

von
Stefanie Zabold

Es gibt bisher kaum empirische Erkenntnisse über historische Vorstellungen und Kompetenzen junger Kinder. Diese Studie stellt dazu drei zentrale Forschungsfragen: 1. Zu welchen historischen Inhalten verfügen Kinder bereits vor der ersten Geschichtsstunde über Vorstellungen? 2. Wie bildet sich Historie in den Vorstellungen der Kinder ab? 3. Welche Ausprägungen historischer Kompetenzen zeigen sich in der Auseinandersetzung mit Historie? Aus einer breiten Datengrundlage (Gruppenerhebungen mit 25 dritten Klassen und 68 teil-standardisierte Einzelinterviews mit Neunjährigen) ergibt sich, dass Kind…

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Bestellnummer: 41099
EAN: 9783734410994
ISBN: 978-3-7344-1099-4
Format: Broschur
Reihe: Geschichtsunterricht erforschen
Erscheinungsjahr: 2020
Auflage: 1. Aufl.
Seitenzahl: 392
Produktinformationen

Es gibt bisher kaum empirische Erkenntnisse über historische Vorstellungen und Kompetenzen junger Kinder. Diese Studie stellt dazu drei zentrale Forschungsfragen: 1. Zu welchen historischen Inhalten verfügen Kinder bereits vor der ersten Geschichtsstunde über Vorstellungen? 2. Wie bildet sich Historie in den Vorstellungen der Kinder ab? 3. Welche Ausprägungen historischer Kompetenzen zeigen sich in der Auseinandersetzung mit Historie?

Aus einer breiten Datengrundlage (Gruppenerhebungen mit 25 dritten Klassen und 68 teil-standardisierte Einzelinterviews mit Neunjährigen) ergibt sich, dass Kinder dieses Alters hinsichtlich aller historischen Epochen über Vorstellungen verfügen und in kategorisierenden wie prozeduralen Bereichen bereits Kompetenzen ausgeprägt haben. Anfangsunterricht kann also auf bereits vorhandene Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bereitschaften zu historischem Denken aufbauen. Lehrkräfte sollten diese Chance gezielt nutzen.

Inhaltsübersicht

Vorwort

1. Einführung – zur Bedeutung der Lernvoraussetzungen für den ersten Geschichtsunterricht

2. Zum Forschungsstand der evidenzbasierten Erschließung des historischen Denkens junger Lernerinnen und Lerner – inhaltliche und methodische Perspektiven

2.1 Forschungsstand zur evidenzbasierten Erschließung der Inhalte, mit denen junge Lernerinnen und Lerner sich befassen

2.2 Forschungsstand zur evidenzbasierten Erschließung konzeptueller Vorstellungen junger Lernerinnen und Lerner zu Geschichte und des dabei entfalteten historischen Denkens

2.3 Forschungsstand – methodische Perspektive

2.3.1 Formate qualitativer Datenerhebung

2.3.2 Formate quantitativer Datenerhebung

2.3.3 Verfahren der Datenauswertung in den bisherigen Studien

3. Die Studie „Historisches Denken vor dem ersten Geschichtsunterricht“

3.1 Theoretische Fundierung

3.1.1 Theoriebasis Forschungsfrage I (historische Themen/Inhalte)

3.1.2 Theoriebasis Forschungsfrage II (Vorstellungen)

3.1.3 Theoriebasis Forschungsfrage III (Historisches Denken und historische Kompetenzen)

3.2 Auswahlentscheidungen – Sample und Sache im Blick

3.3 Methodische Entscheidungen

3.3.1 Perspektive Forschungsfragen I und II: historische Inhalte und dazu sichtbar werdende Vorstellungen

3.3.2 Perspektive Forschungsfrage III: Ausprägungen historischer Kompetenzen

4. Empirische Untersuchung

4.1 Das Design

4.2 Das Sample

4.3 Die Methoden der Datenerhebung

4.3.1 Das Gruppenverfahren als mehrstufiges, aufeinander aufbauendes Erhebungsinstrument

4.3.2 Einzelinterviews – der teil-standardisierte Leitfaden

4.3.2.1 Revision: Reflexion und Optimierung der Erstfassung des teil-standardisierten Leitfadens

4.3.2.2 Der eingesetzte teil-standardisierte Interviewleitfaden

4.3.3 Zur Instruktion und Vorbereitung der sich mit ihren Klassen am Projekt beteiligenden Lehrkräfte

4.3.4 Methodenreflexion – zu den Methoden der Datenerhebung

4.4 Auswahl des Datenmaterials für die Auswertung (Auswahl des/im Material)

4.4.1 Datenauswahl bezogen auf die Forschungsfragen I und II (Auswahl im Material)

4.4.2 Datenauswahl bezogen auf die Forschungsfrage III (Auswahl des Materials und Auswahl im Material)

4.5 Qualitative Inhaltsanalyse – zur Auswahl der Auswertungsmethode und einzuhaltender Gütekriterien

4.5.1 Verschränkung von Frequenzanalysen mit dem Mixed-Ansatz „Inhaltliche Strukturierung/Themenanalyse“ für Erkenntnisse zu historischen Vorstellungen vor dem ersten Geschichtsunterricht (Forschungsfragen I und II)

4.5.2 Nutzung der strukturierenden Inhaltsanalyse für Erkenntnisse zu historischen Kompetenzen vor dem ersten Geschichtsunterricht (Forschungsfrage III)

5. Auswertung, Darstellung und Diskussion der Ergebnisse

5.1 Inhaltsbezug

5.1.1 Historische Inhalte in den Vorstellungen junger Lernerinnen und Lerner vor dem ersten Geschichtsunterricht

5.1.1.1 Zu I: Fragestellung

5.1.1.2 Zu II: Materialstichprobe – Daten aus den Gruppenerhebungen (EHP c)

5.1.1.3 Zu III und IV: Das Kategoriensystem und seine Kategorien

5.1.1.4 Zu (V): Die Analyseeinheiten für die Auswertung der Gruppendaten (EHP c)

5.1.1.5 Zu (VI): Die Kodierung der Daten aus den Gruppenerhebungen (EHP c)

5.1.1.6 Zu (VII): Verrechnung und Darstellung der Ergebnisse zu den Forschungsfragen I und II

5.1.1.7 Zu (VIII): Interpretation der Ergebnisse

5.1.2 Ausprägungen inhaltsbezogener Begriffskompetenz

5.1.2.1 Ergebnisdarstellung Begriffsbezeichnungen

5.1.2.2 Ergebnisdarstellung Begriffsklärungen

5.1.2.3 Ergebnisdarstellung zu Beziehungen zwischen Begriffen

5.2 Theoriebezug

5.2.1 Der Begriff „Geschichte“

5.2.2 Die epistemologischen Prinzipien

5.3 Methodenbezug

5.3.1 Quellen und Darstellungen: Definitionen, Bewertungen und gegenseitige Bezüge

5.3.2 Verfahrensbezogene Skripts – wie sich dem Verständnis der Probandinnen und Probanden folgend „über früher etwas herausfinden lässt“

5.4 Exkurs – zur Herkunft des Historischen vor dem ersten Geschichtsunterricht in der Selbsteinschätzung der Probandinnen und Probanden

5.5 Subjektbezug: Orientierung durch Geschichte

6. Ausblick

6.1 Empirische Perspektive

6.2 Pragmatische Perspektive

7. Literatur

8. Anhang

8.1 Anlage 1

8.2 Anlage 2

Autor*innen
Dr. Stefanie Zabold ist wissenschaftliche Assistentin an der Professur für Theorie und Didaktik der Geschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Grundschullehrerin.

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