Transkulturelle Geschichtsdidaktik

Kompetenzen und Unterrichtskonzepte

herausgegeben von
Georg Wagner-Kyora, Jens Wilczek, Friedrich Huneke
unter Mitarbeit von
Georg Wagner-Kyora, Friedrich Huneke, Jens Wilczek, Kirsten Rüther, Christian Mathis

In einer Welt der Globalisierung benötigen Schüler Kompetenzen, die das Geschichtsbewusstsein erweitern. Die Transkulturelle Geschichtsdidaktik geht über nationalgeschichtliche und interkulturelle Sichtweisen hinaus. Sie ermöglicht es, Verflechtungsgeschichten zwischen den Beteiligten zu entdecken – sowohl beim friedlichen als auch beim konflikthaltigen Kulturaustausch. Der Band stellt Kategorien, Unterrichtskonzepte und praktische Beispiele vor, die diese Ziele umsetzen und die Ausbildung entsprechender Kompetenzen bei den Schülern ermöglichen. Die Beiträge gehen von heutigen Orientierungsb…

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9,80 €

Bestellnummer: 4406
EAN: 9783899744064
ISBN: 978-3-89974406-4
Format: Broschur
Reihe: Studien zur Weltgeschichte
Erscheinungsjahr: 2008
Seitenzahl: 144
Produktinformationen
In einer Welt der Globalisierung benötigen Schüler Kompetenzen, die das Geschichtsbewusstsein erweitern. Die Transkulturelle Geschichtsdidaktik geht über nationalgeschichtliche und interkulturelle Sichtweisen hinaus. Sie ermöglicht es, Verflechtungsgeschichten zwischen den Beteiligten zu entdecken – sowohl beim friedlichen als auch beim konflikthaltigen Kulturaustausch. Der Band stellt Kategorien, Unterrichtskonzepte und praktische Beispiele vor, die diese Ziele umsetzen und die Ausbildung entsprechender Kompetenzen bei den Schülern ermöglichen. Die Beiträge gehen von heutigen Orientierungsbedürfnissen der Jugendlichen aus und stellen problemhaltige Fragen an die Vergangenheit.
Inhaltsübersicht
Georg Wagner-Kyora, Jens Wilczek & Friedrich Huneke: Transkulturelle Fachdidaktik Geschichte Friedrich Huneke: „Was ist dir heilig?“ – Transkulturelle Kompetenzen in der Geschichtsdidaktik. Das Beispiel der Pilgerfahrt nach Mekka 1. Die Pilgerfahrt nach Mekka – andächtige Gläubige oder heidnische „Toren“? 2. Geschichtslernen: interkulturelle oder transkulturelle Perspektivik? 3. Teilkompetenzen zum interkulturellen und transkulturellen Geschichtslernen 4. Pilger, Pop und Pluralität, oder: Was ist uns heilig? 5. Rihla – die Reise: Die Perspektivik von Ibn Dschubairs Tagebucheintragungen zur Pilgerfahrt 6. Die Pilgerfahrt im Reisebericht Ludovico de Varthemas 7. Von der didaktischen Analyse zur methodischen Umsetzung 8. Kompetenzbasierte Aufgabenstellungen Jens Wilczek: Fragwürdiges Heldentum. Die Perserkriege und der Comic „300“ 1. Brisantes Material – Frank Millers „300“ 2. „300“ – ein Comic mit Potenzial für den Geschichtsunterricht 3. Fragen an die Geschichte und Planung der Unterrichtseinheit 4. Themenfindung – zwischen Kulturkontakt und Kultur konflikt 5. Gliederung der Unterrichtseinheit 6. Perspektiven unter der Lupe – Vorurteile auf dem Prüfstand 7. Perser und Griechen jenseits der kriegerischen Auseinandersetzung 8. Die ‚Perserkriege‘ und die Nachwelt – Refl exion der Unterrichtseinheit Kirsten Rüther: (K-)Eine Kolonialgeschichte: Was der König der Kwena seinen „Freunden in der Lüneburger Heide“ schrieb und wie es gelesen werden kann 1. Ein Fest in der Heide 2. Die Botschaft des Königs Secele aus verschiedenen Perspektiven lesen 3. Die Botschaft – Hilfe für wen? 4. Die Worte des Königs – Seceles Sichtweise 5. Eine Botschaft, verschiedene Erfahrungen – verknüpfte Geschichte Jens Wilczek: „Ich habe den Deutschen Kaiser noch nie in seinem Leben und er hat mich noch nie gesehen“ – Afrikanisch-deutsche Begegnungen in kolonialer Zeit 1. Ziele der Unterrichtsreihe 2. Facetten einer gemeinsamen Geschichte – Themenfindung 3. Europäische ‚Zivilisierungsbemühungen‘, um „Neger, Kanaken und Chinesen zu nützlichen Menschen zu erziehen“ 4. Zwischen Kulturkontakt und Kulturkonflikt – wider die vereinfachenden Dichotomien 5. Die Katastrophe des kulturellen Kontakts – Völkermord in Deutsch-Südwestafrika Christian Mathis: Schweizer Verstrickungen in Sklaverei und Sklavenhandel. Eine Chance für transnationales und transkulturelles Geschichtslernen 1. Didaktisch-methodische Überlegungen 2. Schweizer Beteiligung am Sklavenhandel 3. Schweizer als Plantagen- und Sklavenbesitzer 4. Schweizer Söldner im Einsatz der karibischen Sklavenhaltergesellschaft 5. Internet-Diskussion im „www.geschichtsforum.de“ 6. Mögliche Aufgaben 7. Resümee 8. Anhang – Ein integraler Sklavereibegriff Georg Wagner-Kyora: Vom Terror gegen Grenzen zum Terror ohne Grenzen – Eine Unterrichtsreihe über transnationale Zeitgeschichte für die Oberstufe 1. Terrorismus als Thema einer transnationalen Geschichtsdidaktik 2. „Vom Terror gegen Grenzen zum Terror ohne Grenzen“ 3. Die Mafia: Aus Rache wird Terror 4. Der Terrorismus der RAF 5. Rechtsextreme gegen die Demokratie: Bologna 1980, London 1999 6. Die Schwelle vom Protest zum Terrorismus 7. Resümee: Die Solidarisierung in den Zivilgesellschaften 8. Transnationales Lernen in der transkulturellen Fachdidaktik Geschichte Friedrich Huneke, Kirsten Rüther & Jens Wilczek: Quellen- und Materialanhang 1. Transkulturelle Kompetenzen – Das Beispiel der Pilgerfahrt nach Mekka 2. Der König der Kwena und seine „Freunde in der Lüneburger Heide“ 3. Afrikanisch-deutsche Begegnungen in kolonialer Zeit Kurzbiographien und Publikationen der AutorInnen Abstracts

Studien zur Weltgeschichte

Weltordnungskonzepte
Hoffnungen und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts
Wie kein Jahrhundert vorher war das 20. ein „Jahrhundert der Extreme” (Eric Hobsbawm). Stichworte dafür sind die Begriffspaare: Demokratie – Antidemokratie, Menschenrechte – Genozide, Selbstbestimmung – Fremdbestimmung, Integration – Konfrontation, Positiver Friede – Alte Kriege. Der vorliegende Band gibt einen allgemeinen Überblick und stellt exemplarisch wesentliche Aspekte und Strukturen des liberalen, kommunistischen und nationalsozialistischen Weltordnungsmodells sowie der Dekolonisation dar. Der Leser erhält einen fundierten Einblick in historisch-politisch besonders wirksame bzw. nachwirkende Konzepte und Prozesse des 20. Jahrhunderts. Das Buch liefert "einen anschaulichen Überblick über dieses „Jahrhundert der Extreme"" (Badische Neueste Nachrichten)
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Quo vadis Asien?
China, Indien, Russland, Mittlerer Osten und Zentralasien im globalen Kontext
Wird China im 21. Jahrhundert die USA herausfordern? Welche Rolle kommt künftig Russland und Indien zu? Wie positionieren sich die Rohstoffpotentaten im Mittleren Osten und in Zentralasien? Findet zurzeit eine massive Verschiebung von Macht- und Wirtschaftszentren statt? Das Buch liefert einen wichtigen Beitrag zu den aktuellen Debatten und bietet einen interessanten Überblick über verschiedene Regionen Asiens: von China und Indien über Zentralasien und den Mittleren Osten bis hin nach Russland. Die Autoren zeigen, welche politischen und ökonomischen Strategien die Eliten der jeweiligen Länder im Hinblick auf ihre Integration in das internationale System und den Weltmarkt in den letzten Jahren entwickelten. Rezensionen zum Titel: Dieser Sammelband arbeitet „Aspekte der zwischenstaatlichen Beziehungen in Asien prägnant“ heraus (ekz Informationsdienst 37/09)
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Transkulturelle Geschichtsdidaktik
Kompetenzen und Unterrichtskonzepte
In einer Welt der Globalisierung benötigen Schüler Kompetenzen, die das Geschichtsbewusstsein erweitern. Die Transkulturelle Geschichtsdidaktik geht über nationalgeschichtliche und interkulturelle Sichtweisen hinaus. Sie ermöglicht es, Verflechtungsgeschichten zwischen den Beteiligten zu entdecken – sowohl beim friedlichen als auch beim konflikthaltigen Kulturaustausch. Der Band stellt Kategorien, Unterrichtskonzepte und praktische Beispiele vor, die diese Ziele umsetzen und die Ausbildung entsprechender Kompetenzen bei den Schülern ermöglichen. Die Beiträge gehen von heutigen Orientierungsbedürfnissen der Jugendlichen aus und stellen problemhaltige Fragen an die Vergangenheit.
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Imperien
Eine vergleichende Studie
Kommt es zu einer Renationalisierung, geraten die Unionen in die Krise? Oder bauen die USA ein Imperium auf? Und was ist ein Imperium? Fachleute für die Geschichte Chinas, des Nahen Ostens, der UdSSR und der USA sowie für deutsch-französische und polnische Geschichte haben sich zusammengetan, um knapp historische Voraussetzungen der heutigen Debatten und Entscheidungen vorzustellen. Zuerst einmal werden Beispiele von Großstaaten beschrieben, die den Titel in Anspruch nahmen – vom Heiligen Römischen Reich bis zum napoleonischen Empire aus der Perspektive der Hansestädte. Besonders eingehend wird das Manju-Imperium in China und seine Art des Umgangs mit „Randgebieten“ wie Tibet, Xinjiang (Sinkiang) und der Mongolei vorgestellt. Polen wird auf dem Höhepunkt seiner Macht skizziert, als es fast zu einer Personalunion mit Schweden und Russland kam – warum wurde das kein Imperium? Ausführlich werden britische und amerikanische Machtausübung im Irak diskutiert. Und schließlich werden zwei Staaten beschrieben, die zwar oft Imperien genannt werden, aber den Begriff ablehnen bzw. ablehnten: die USA und die UdSSR. Der Band informiert nicht nur über Imperien, insbesondere über das chinesische und die Ansätze eines amerikanischen, sondern trägt auch aus der Geschichte zur „Pünktlichkeit der Begriffe“ bei, ohne welche die Gegenwart nicht realitätsnah beschrieben und also auch nicht begriffen werden kann.
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Migration und Weltgeschichte
Migration ist ein Thema / das die Welt im buchstäblichen Sinne bewegt. Wanderbewegungen sind so alt wie die Menschheit und das Thema ist aktueller denn je. Die einzelnen Beiträge aus historischer und soziologischer Sicht zeigen / dass Migration und Weltgeschichte eng miteinander verknüpft sind. Neben einer allgemeinen Einführung werden Forschungsansätze an konkreten Themen wie Nomadismus / Amerikaauswanderung / Migration von Russlanddeutschen und Arbeitsmigranten in Dubai dargelegt. Des Weiteren regen methodische und didaktische Überlegungen sowie aus gewählte Literatur zur Beschäftigung mit Migration und Weltgeschichte in Schule und Hochschule an.
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