Soziale Arbeit in Europa

Diskurse der Sozialarbeit, Europäisierung, soziale Bewegungen und Sozialstaat

herausgegeben von
Judit Csoba, Gunther Graßhoff, Franz Hamburger
unter Mitarbeit von
Vida Gudžinskienė, Gunther Graßhoff, Franz Hamburger, Gisela Hauss, Arno Heimgartner, Peter Herrmann, Angelika Kaffrell-Lindahl, Jan Keller, Míriam Abiétar López, Fernando Marhuenda, Rosella Paino, Skevos Papaioannou, Barbara Rink, Günther Sander, Valentin Stigler, Stéphanie-Aline Yeshurun

Die Transformation des Sozialstaates hat Soziale Arbeit in Europa entscheidend verändert. Die Politik des „Schirms“ soll als Mechanismus wirken, der gesellschaftliche Reichtum umverteilt werden. Zentrale Ideen eines sozialen Europas geraten dabei ins Hintertreffen. Die Beiträge zu Kernthemen Sozialer Arbeit in diesem Buch sind verbunden mit den Stichworten sozialpädagogischer Dienst, europäisches Sozialmodell, Kinderschutz, soziale Fürsorge, Institutionsentwicklung, Jugendstrategien, Gegenentwürfe zum Neo-Liberalismus und Ökonomie. Dabei wird deutlich, dass sozialstaatliche Grundlagen und Pr…

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32,80 €

Bestellnummer: 4957
EAN: 9783899749571
ISBN: 978-3-89974957-1
Format: Broschur
Reihe: Politik und Bildung
Erscheinungsjahr: 2014
Auflage: 1. Auflage
Seitenzahl: 304
Produktinformationen
Die Transformation des Sozialstaates hat Soziale Arbeit in Europa entscheidend verändert. Die Politik des „Schirms“ soll als Mechanismus wirken, der gesellschaftliche Reichtum umverteilt werden. Zentrale Ideen eines sozialen Europas geraten dabei ins Hintertreffen. Die Beiträge zu Kernthemen Sozialer Arbeit in diesem Buch sind verbunden mit den Stichworten sozialpädagogischer Dienst, europäisches Sozialmodell, Kinderschutz, soziale Fürsorge, Institutionsentwicklung, Jugendstrategien, Gegenentwürfe zum Neo-Liberalismus und Ökonomie. Dabei wird deutlich, dass sozialstaatliche Grundlagen und Prämissen in allen europäischen Ländern prekär werden und die Arbeitsbedingungen von Sozialer Arbeit beeinflussen. Ohne eine europäische „Klagemauer“ einzurichten, werden wesentliche Aspekte der Sozialen Arbeit in den europäischen Ländern Deutschland, England, Griechenland, Litauen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien und Ungarn kritisch diskutiert.
Inhaltsübersicht
Judit Csoba, Gunther Graßhoff, Franz Hamburger Einleitung: Soziale Arbeit zwischen Europhorie und dem Armenhaus Europa I. Sozialpolitik und Soziale Arbeit in Europa – Entwicklungen und Ansätze Judit Csoba Dienstleistung oder soziale Kontrolle? Die Änderung der Rolle der Sozialarbeiter in Ungarn – im Kontext eines im Wandel begriffenen Wohlfahrtsmodells Fernando Marhuenda, Míriam Abiétar Sozialpädagogische Dienste in Spanien: Zwischen Privatisierung des Wohlfahrtsstaats und Förderung der zivilgesellschaftlichen Initiativen Angelika Kaffrell-Lindahl Changing landscapes in the Northern Periphery: Images of the debate on neoliberalism within Social Welfare in Sweden Giampiero Branca Der Sozialstaat in Italien zwischen der Krise der Weltmärkte und dem europäischen Sozialmodell Arno Heimgartner, Valentin Stigler Auswirkungen des Neoliberalismus, die Situation im Sozialbereich und Gegenentwürfe im formellen Engagement Stéphanie-Aline Yeshurun Kinderschutz unter Bedingungen sozialpolitischer Veränderungen Gisela Hauss Zwischen Ökonomie und Traditionen des Helfens: Einblicke in die Soziale Arbeit in der Schweiz Skevos Papaioannou Krise, Sozialpolitik und Sozialarbeit in Griechenland Oldřich Chytil, Alice Gojová, Jan Keller Veränderte Bedingungen der Sozialen Arbeit in der Tschechischen Republik Béla Szabó The evolution of social work and social care in Romania Vida Gudžinskienė, Rimvydas Augutavičius, Dalius Bitaitis Importance of social work in modern society of Lithuania Peter Herrmann Soziale Arbeit und Formen der Normalisierung in der Republik Irland II. Europäisierung des Sozialen Rossella Paino Europeanization and Institutional Change in the European Union Mariusz Granosik EUropeanization of social work: Some side-effects in Poland Barbara Rink Die EU-Jugendstrategie – Gefährdung der Kinder- und Jugendhilfe oder Rückenwind aus Europa?! Autorinnen und Autoren
Autor*innen

Herausgeberin und Herausgeber:

Judit Csoba ist Professorin an der Universität Debrecen (Ungarn). Sie hat dort den Lehrstuhl für Soziologie und Sozialpolitik inne und arbeitet zu Beschäftigungspolitik und Wohlfahrtsstaaten.

Gunther Graßhoff ist Professor für Sozialpädagogik und außerschulische Bildung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er forscht dort vor allem zu theoretischen Entwicklungen der Sozialen Arbeit.

Franz Hamburger war bis 2011 Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Forschungstätigkeit in den letzten Jahren umfasst vor allem Migration, Minderheiten und Internationaler Vergleich in der Sozialpädagogik.

 

Autorinnen und Autoren:

Rimvydas Augutavičius, Master in Social Work, lector at Mykolas Romeris University; Family strengthening Programmes coordinator at SOS children Villages Lithuania. Member of Health and Care professions council.

Dalius Bitaitis, Lector of Department of Social Work, Faculty of Social Policy at Mykolas Romeris University; OSHA Fucal point manager in Lithuania.

Giampiero Branca, Dr., Promovend im Forschungsdoktoratskurs „Grundlagen und Methoden der Sozialwissenschaft und der Sozialen Dienste“ und Forschungsassistent in der Abteilung für Human- und Sozialwissenschaften an der Universität Sassari. Arbeitsschwerpunkte: Prozesse der territorialen Sozialplanung unter besonderer Berücksichtigung der Bedingungen aktiver Bürgerbeteiligung.

Oldřich Chytil, Prof. Dr., Ph.D., Professur für Theorie und Methoden der Sozialarbeit und Dekan der Fakultät Soziale Studien an der Universität Ostrava (Tschechische Republik). Arbeitsschwerpunkte: Reaktion der Sozialarbeit auf die Probleme der Modernen Gesellschaft.

Judit Csoba, Prof. Dr., Associate Professor an der Universität Debrecen (Ungarn), Leiterin des Lehrstuhls für Soziologie und Sozialpolitik. Arbeitsschwerpunkte: Soziologie der Arbeit, Beschäftigungspolitik, Wohlfahrtsstaatsmodelle.

Alice Gojová, Prof. Ph Dr., Professorin für Theorie und Metthoden der Sozialarbeit an der Fakultät für Soziale Studien an der Universität Ostrava (Tschechische Republik). Arbeitsschwerpunkt: Gemeinwesenarbeit.

Mariusz Granosik, Dr., Assistent Professor in der Abteilung Sozialpädagogik an der Universität Łódzki, Polen. Arbeitsschwerpunkte: Soziale Arbeit, Öffentlicher Diskurs, Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung, Pädagogisches Fallverstehen.

Vida Gudžinskienė, Prof. Dr., Doctor of Social Sciences, Professor at Mykolas Romeris University; The member of Vocational sectoral committee „Health care, social work, beauty and service“. Arbeitsschwerpunkte: (self-)development of life skills; development of social competences; social worker and teacher training.

Gunther Graßhoff, Prof. Dr., Professor für Sozialpädagogik und außerschulische Bildung am Institut für Erzie-hungswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Arbeitsschwerpunkte: Sozialpädagogische Forschung, Jugendhilfeforschung, Transnationalität in der Sozialen Arbeit, Migration.

Franz Hamburger, Prof. Dr., Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz von 1978 bis 2011, jetzt im relativen Ruhestand. Arbeitsschwerpunkte: Migration, Minderheiten, Internationaler Vergleich in der Sozialpädagogik, Jugendhilfe, Öffentlichkeit der Sozialen Arbeit.

Gisela Hauss, Prof. Dr., Professorin an der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für die Soziale Arbeit. Arbeitsschwerpunkte: Theorien und Geschichte der Sozialen Arbeit, Erwerbslosigkeit, Gender.

Arno Heimgartner, Univ.-Prof. Mag. Dr., Leiter des Arbeitsbereiches Sozialpädagogik des Institutes für Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Universität Graz. Arbeitsschwerpunkte: Theorien und Konzepte der Sozialpädagogik, Jugendwohlfahrt und Jugendarbeit, Professionalisierung und freiwilliges Engagement, empirische Forschung.

Peter Herrmann, Dr. phil., Senior academic at the European Observatory for Social Quality which is a new research unit at EURISPES in Rome, Italy, and professor at the University of Eastern Finland (UEF), Department of Social Sciences (Kuopio, Finland), honorary associate professor at Corvinus University in Budapest, Faculty of Economics, Department of World Economy and visiting professor at University College Cork, School of Asian Studies. Arbeitsschwerpunkte: European Social Policy, NGOs, Social Quality Approach, social services.

Angelika Kaffrell-Lindahl, Dipl.-Päd., Universitätsdozentin an der Mid-Sweden Universität in Schweden. Arbeitsschwerpunkte: Globale soziale Probleme, Internationale und Interkulturelle Sozialarbeit.

Jan Keller, CSc. Prof. Ph Dr., Professor für Soziologie an der Fakultät für Soziale Studien an Universität Ostrava (Tschechische Republik). Arbeitsschwerpunkte: Soziologische Theorie, Soziale Probleme der modernen Gesellschaft.

Míriam Abiétar López, M.A., Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in Didaktik und Schulorganisation an der Universität von Valencia. Arbeitsschwerpunkte: beruἀiche Übergänge, Berufsbildung, Eingliederung in Arbeit von benachteiligten Menschen.

Fernando Marhuenda, Prof. Dr., Lehrstuhl in Didaktik und Schulorganisation an der Universität Valencia. Arbeitsschwerpunkte: Beschäftigungsmaßnahmen, Eingliederung in Arbeit von benachteiligten Menschen, Berufsbildung und Sozialpädagogik.

Rosella Paino, Dr., International researcher in Intercultural Sociology and Education – Public Policy Expert Messina.

Skevos Papaioannou, Prof. Dr., Professor und Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Universität Kreta (Griechenland). Arbeitsschwerpunkte: Soziologie der Arbeit, Bildungssoziologie, Migrationssoziologie, Krise und soziale Ausgrenzung, Solidarökonomie.

Barbara Rink, Dr., Referentin für internationale Beziehungen, Deutsches Jugendinstituts e. V. (DJI), Abteilung Wissenschaftliches Referat beim Vorstand. Arbeitsschwerpunkte: Internationale Beziehungen, Interkulturalität, Jugendforschung, deutsch-französische Vergleichsforschung, Migration.

Günther Sander, Dr., Doktor an der Johannes- Gutenberg-Universität in Mainz und Dozent der Internationalen Promotionsschule „Interkulturelle Pädagogik und Soziologie“ an der Universität Mainz und Messina bis 2011. Arbeitsschwerpunkte: Soziale Arbeit, Sozialpolitik, Migration.

Valentin Stigler, Mag., Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter an der Universität Graz. Bisherige Arbeitsbereiche: Alternative Lebensmodelle, Schulsozialarbeit, Ganztagsschulen, Videographie-Forschung, Lernen im Alter, wissenschaftliches Arbeiten.

Béla Szabó, PhD, university lecturer at the Hungarian Department of Sociology and Social Work Babes-Bolyai University (Romania). Arbeitsschwerpunkte: social policy, management in social work.

Stéphanie-Aline Yeshurun, Dipl. Päd., Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in dem DFG-Projekt „AdressatInnen der Jugendhilfe“. Arbeitsschwerpunkte: Migrationsforschung, Jugendhilfeforschung, Internationaler Vergleich.

Stimmen zum Buch

"Das Buch bietet eine facettenreiche Darstellung berufsrelevanter Aspekte der europäischen Integration."

Soziale Arbeit 5/6 2015

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Individuelle Lernbegleitung und Leistungsbeurteilung
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Demokratie erfahren
Analysen, Berichte und Anstöße aus dem Wettbewerb „Förderprogramm Demokratisch Handeln“
Demokratisches Handeln ist die Grundlage für den Erhalt und die Erneuerung demokratischer Verhältnisse – politisch wie pädagogisch. Demokratie und Politik lernen ist deshalb ohne Handeln und ohne die Erfahrungen, die daraus erwachsen, nicht möglich: Um Demokratie zu lernen, müssen wir Demokratie erfahren! Der Band bündelt Ergebnisse und Projektbeschreibungen aus dem Wettbewerb „Förderprogramm Demokratisch Handeln“ und ist zugleich Dokumentation der Fachtagung „Begeisterung für Demokratie. 20 Jahre Demokratisch Handeln“. Dabei werden Grundlagen und Grundfragen der Demokratiepädagogik angesprochen sowie Praxisbeispiele beschrieben. Die Erträge der mit diesem Wettbewerb verbundenen Förderpraxis von Schulen und Schulentwicklung werden diskutiert und mit einer umfassenden Dokumentation des Wettbewerbes ergänzt.
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