Shape the Future

Digitale Medien in der politischen Jugendbildung

herausgegeben von
Ole Jantschek, Klaus Waldmann
unter Mitarbeit von
Guido Brombach, Petra Grell, Michael Grunewald, Uwe Jakubczyk, Ole Jantschek, Ann-Katrin Knemeyer, Jöran Muuß-Merholz, Simone Schad-Smith, Burkhard Schmidt, Tobias Thiel, Klaus Waldmann

Welche Chancen ergeben sich aus der Entwicklung des Internets zum Mitmachnetz und durch die rasante Verbreitung von sozialen Medien unter Jugendlichen für die politische Jugendbildung? Die Beiträge dieses Bandes geben anregende Einblicke in vielfältige Praxisprojekte: Neue Formate wurden erprobt und digitale Medien zur Erkundung der Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, zur Visualisierung von Wünschen, zur Artikulation von Interessen, zur Präsentation von Forderungen und zur Kommunikation mit Entscheidungsträgern eingesetzt. Im Vordergrund standen die Ideen, Online- und Offline-Medien in…

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Bestellnummer: 40011
EAN: 9783734400117
ISBN: 978-3-7344-0011-7
Reihe: Non-formale politische Bildung
Erscheinungsjahr: 2016
Auflage: 1. Auflage 2016
Seitenzahl: 192
Produktinformationen

Welche Chancen ergeben sich aus der Entwicklung des Internets zum Mitmachnetz und durch die rasante Verbreitung von sozialen Medien unter Jugendlichen für die politische Jugendbildung?
Die Beiträge dieses Bandes geben anregende Einblicke in vielfältige Praxisprojekte: Neue Formate wurden erprobt und digitale Medien zur Erkundung der Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, zur Visualisierung von Wünschen, zur Artikulation von Interessen, zur Präsentation von Forderungen und zur Kommunikation mit Entscheidungsträgern eingesetzt. Im Vordergrund standen die Ideen, Online- und Offline-Medien in der Praxis zu verknüpfen, die Tools des Web 2.0 anzuwenden, mit digitalen Medien kreativ zu arbeiten und Ansätze der Partizipation zu stärken. Weiter werden Anregungen für eine zukünftige Praxis im dynamischen Feld der außerschulischen politischen Bildung formuliert.

Inhaltsübersicht

Zur Einführung
Klaus Waldmann und Ole Jantschek

Die Bildung im digitalen Wandel – zwischen Abwehrschilden und Trojanischen Pferden
Ein Streitgespräch zwischen Guido Brombach und Jöran Muuß-Merholz

Konzept, Fragestellungen und Ziele des Projekts „Shape the Future“
Klaus Waldmann

Digitale Medien in der Praxis politischer Jugendbildung

A) Lokale Sozialräume gestalten

1. Schweriner StadtRaumLabor – Zwischen Paulskirche und Facebook
Burkhard Schmidt

2. Wo sind Plätze für Jugendliche?
Google Maps und Minecraft als Tools der Stadt- und Regionalentwicklung
Tobias Thiel

3. Mein Haus – meine Gemeinde – mein Leben
Michael Grunewald

B) Ideen und Aktionen zur Beschäftigung mit globaler Zukunft

1. Zukunftsideen statt Krise
Jugendliche bloggen ihre Wünsche und Visionen für Europa
Ole Jantschek, Simone Schad-Smith

2. „Klima.Camp“
Von der Tagung zum Schülernetzwerk KliMotion
Simone Schad-Smith

3. „Mach’s grün!“ – Jugendliche entwickeln Ideen für nachhaltiges Leben in der Stadt
Ole Jantschek

4. Internationaler Aktionstag für Klimagerechtigkeit
Ann-Katrin Knemeyer

C) Spielerische Erkundungen mitCaches und Apps

1. Meine Stadt – meine Rechte – meine Welt
Geocaching in der politischen Bildung mit Kindern
Tobias Thiel

2. Die vireale Stadt – eine Stadterkundung mit Actionbound
Michael Grunewald

3. Der Natur auf der Spur – mit Geocaching und Actionbound
Uwe Jakubczyk

D) Jugendbeteiligung und das Mitmachnetz

1. Online und vor Ort
Engagement mit Storytelling, Kampagnen und vernetztem Arbeiten
Ole Jantschek

2. Netzpolitischer Salon
Crossmediale Akademiearbeit zu Themen der digitalen Gesellschaft
Tobias Thiel

Zur Relevanz der Arbeit mit digitalen Medien in der politischen Jugendbildung

A) Herausforderung für Bildung: Veränderungen im Umgang mit Information und Kommunikation verstehen
Petra Grell

B) Neue Formate politischer Jugendbildung
Uwe Jakubczyk, Burkhard Schmidt

C) Digitale Spielwelten in der politischen Jugendbildung
Michael Grunewald, Tobias Thiel

D) Politisches Handeln in der digitalen Demokratie
Ann-Katrin Knemeyer, Ole Jantschek

E) Perspektive Zukunft als Fragestellung in der politischen Jugendbildung
Klaus Waldmann

Perpetual Beta? – Die Praxis politischer Jugendbildung und der digitale Wandel
Ole Jantschek, Klaus Waldmann

Glossar
Literatur
Autorinnen und Autoren

 

Autor*innen

Guido Brombach studierte Pädagogik an der Universität Essen. Seit seiner Diplomarbeit zum Thema „Grenzen und Möglichkeiten künstlicher Intelligenz und ihre Implementierung in Computerlernprogrammen“ beschäftigt er sich mit dem schmalen Grat, auf dem Lernen und digitale Medien aufeinandertreffen. Seit 2000 arbeitet er für das DGB-Bildungswerk im Bereich der politischen Computer- und Medienbildung. Er ist einer der Mitbegründer der Plattform „pb21 – Web 2.0 in der politischen Bildung“, www.pb21.de.

Petra Grell, Professorin für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Technischen Universität Darmstadt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf Bildung in einer digital geprägten Kultur, interaktiven Medien in institutionellen Lehrkontexten, Partizipation und Ausgrenzung sowie Spielen und Spielerfahrungen in digitalen Welten. Sie ist Vorsitzende des Networks „Open Learning, Media, Environment and Cultures“ der European Educational Research Association (EERA).

Michael Grunewald, Diplom-Soziologe, seit 2001 Fachreferent im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit den Schwerpunkten Politische Jugendbildung und Digitale Welt. Er konzipiert insbesondere Veranstaltungen für Zielgruppen, die diesen Themen reserviert gegenüberstehen. Seit 2006 wirkt er als Jugendschutzsachverständiger in der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) mit, die als freiwillige Einrichtung der Computerspielewirtschaft Alterskennzeichen nach dem Jugendschutzgesetz vergibt.

Uwe Jakubczyk, Pfarrer, Spiel- und Theaterpädagoge, Coach, seit 2004 Studienleiter und Referent für gesellschaftspolitische Jugendbildung an der Evangelischen Akademie Hofgeismar. Zuvor war er Bildungsreferent im Bereich Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, davor Pfarrer und Kreisjugendpfarrer im Kirchenkreis Hofgeismar. Schwerpunkte seiner Arbeit mit Jugendlichen sind die Themen Europa, Jugendpolitik und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Nutzung sozialer Medien im Blick auf Open Education und neues Lernen.

Ole Jantschek studierte Internationale Beziehungen und Osteuropastudien. Seit 2010 arbeitet er für das Netzwerk der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung, von 2010 bis 2013 als Studienleiter an der Evangelischen Akademie Frankfurt, seit 2014 in der Bundesgeschäftsstelle
in Berlin. Zuvor konzipierte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin unter anderem E-Learning- und Blended-Learning-Module im Themenfeld Internationale Beziehungen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Digitale Demokratie, Europäische Bürgerschaft und Historisch-politische Bildung in Europa. Er ist Vorsitzender der Kreisau-Initiative e. V., www.kreisau.de.

Ann-Katrin Knemeyer, Sozialwissenschaftlerin (M.A.), ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Sozialwissenschaftliche Energieforschung am Institut für ZukunftsEnergieSysteme in Saarbrücken. Bis 2013 war sie Referentin für gesellschaftspolitische Jugendbildung mit den Themenschwerpunkten Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz und Klimagerechtigkeit im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen. Sie leitete die Jugendklimakampagne für die Evangelische Jugend in Westfalen und initiierte einen Internationalen Aktionstag für Klimagerechtigkeit.

Jöran Muuß-Merholz ist Diplom-Pädagoge und betreibt mit einem kleinen Team die Agentur J & K – Jöran und Konsorten. Er arbeitet an den Schnittstellen zwischen Bildung und Lernen und Medien und Kommunikation. Insbesondere berät er Bildungseinrichtungen hinsichtlich der Frage, wie sie digitale Medien sinnvoll in ihrer Arbeit einsetzen können. Von 2010 bis 2014 koordinierte er die Arbeit der Webseite pb21.de – Web 2.0 in der politischen Bildung. Texte, Termine und Projekte von Jöran Muuß-Merholz finden sich unter www.joeran.de.

Simone Schad-Smith, Diplom-Sozialwissenschaftlerin, ist seit 2004 als Studienleiterin für gesellschaftspolitische Jugendbildung an der Evangelischen Akademie Loccum tätig. Dort ist sie für die Tagungen mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II verantwortlich, die sich mit den großen globalen Gestaltungsaufgaben befassen: Frieden und Sicherheit, Umwelt- und Klimaschutz sowie gerechte Ökonomie. Vor ihrer Tätigkeit in Loccum hat sie unter anderem als Arbeitswissenschaftlerin an der Universität Hannover gearbeitet.

Burkhard Schmidt, Diplom-Religionspädagoge, seit 1992 Studienleiter für Jugendbildung an der Evangelischen Akademie der Nordkirche, Standort Rostock. Zuvor war er mit der evangelischen Jugendarbeit auf Rügen beauftragt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Veränderungen in der Mediengesellschaft, die gesellschaftliche Beteiligung Jugendlicher und der Generationendialog. In Seminaren, Tagungen und Trainings setzt er sich für den aktiven und verantwortlichen Umgang mit digitalen Medien als politisch wirksames Handeln ein.

Tobias Thiel, Politikwissenschaftler (M.A.), ist seit 2006 Studienleiter für gesellschaftspolitische Jugendbildung an der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e. V. Seine Arbeitsschwerpunkte 1sind Politische Bildung mit Kindern, Partizipation von Jugendlichen und Medienpädagogik. In seinen Angeboten versucht er, diese Schwerpunkte miteinander zu verbinden, indem er zum Beispiel Geocaching mit Kindern als Teil eines Partizipationsprozesses nutzt. Ergebnisse der Projekte finden sich auf Web- und Facebook-Seiten der Jungen Akademie Wittenberg: http://junge-akademiewittenberg.de.

Klaus Waldmann, Diplom-Pädagoge, war bis April 2016 Bundestutor der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung und Leiter des Projekts „Shape the future“. Seit Mai 2016 ist er als freiberuflicher Dozent in der Fort- und Weiterbildung tätig.

Stimmen zum Buch

"Vor allem für Praktiker/-innen im Bereich der politischen Jugendbildung liefert der kleine Band […] einige Anregungen gerade zu der Frage, wie eben verschiedene SocialMedia-Elemente bzw. digitale Tools mit Blick auf gesellschaftspolitische Fragestellungen eingesetzt werden können. Dabei weisen die Autor/-innnen auch immer wieder selbstkritisch auf falsche Erwartungen und andere Schwierigkeiten in der Praxis hin."

aksb-inform, Ausgabe 1/2017

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Engagement und Partizipation genießen heute in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Vor diesem Hintergrund ist das in der politischen Bildung traditionsreiche Bildungsziel „Partizipation“ für die eigene Profession zu überprüfen und zu präzisieren: Wie können Theorie und Praxis einer handlungsorientierten politischen Bildung zeitgemäß weiter entwickelt werden und wie kann politische Bildung auf neue gesellschaftliche Herausforderungen und Trends reagieren. Mit den hier dargestellten Ergebnissen eines Projekts an der Schnittstelle von sozialem Engagement und politischer Bildung wird deutlich, dass soziale Erfahrungen sehr gut geeignet sind, die Frage nach dem Politischen im engeren Sinne zu stellen und damit einer Kernaufgabe der politischen Bildung nachzukommen.Der Band beschreibt entsprechende Kooperationen zwischen Schule und außerschulischer politischer Bildung und liefert darüber hinaus Anregungen aus der Wissenschaft.
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Wohin geht die Reise?
Diskurse um die Zukunft der non-formalen politischen Bildung
Neben der beruflichen und der allgemeinen Bildung wird die po­­­­li­­­­­­tische Bildung in Deutschland traditionell als dritte Säule der Weiterbildung ­betrachtet. Die hier vorliegende Auswahl liefert exemplarische Einblicke in ­das Feld der politischen Jugend- und Er­­­­­wach­­­­­­­senenbildung. Gleichzeitig wird damit das umfangreichere Projekt ­einer eigenen Schriftenreihe mit dem Titel non-formale politische bil­­­dung eröffnet, mit der die Öffentlichkeit und die Fach­öffentlichkeit ­in Zukunft einen besseren Gesamtüberblick über das weite Feld der Theorie und Praxis außerschulischer politischer Bildung bekommen soll.
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Wie politische Bildung wirkt
Wirkungsstudie zur biographischen Nachhaltigkeit politischer Jugendbildung
Mit der Wirkungsstudie wird erstmals empirisch belegt, wie sich politische Jugendbildung längerfristig auswirkt und in politischen Haltungen sowie politischen Aktivitäten von Teilnehmenden niederschlägt. Dazu haben die Forscher junge Erwachsene biographisch-narrativ interviewt, die etwa fünf Jahre zuvor an Veranstaltungen und Projekten der politischen Jugendbildung teilgenommen haben. Die Analyse der Interviews und Gruppendiskussionen macht deutlich, wie sich diese Bildungserfahrungen – vor dem Hintergrund der jeweiligen Biographie – mit vorhandenen Kenntnissen und Einstellungen verknüpfen und wie sich die jungen Erwachsenen im politischen Raum verorten. Anders als im gegenwartsorientierten und emotional turbulenten Jugendalter sind junge Erwachsene erstmals in der Lage, ihre Entwicklungen und Bildungseffekte zu reflektieren und zu bilanzieren. Erstmals liegt eine träger- und veranstaltungsübergreifende bundesweite Studie vor, die Aussagen darüber erlaubt, wie Jugendliche die Anregungen und Impulse aus Veranstaltungen politischer Bildung in ihrem weiteren Lebenslauf nutzen konnten.
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Was heißt heute Kritische Politische Bildung?
Dass „Kritik“ ein Wesensmerkmal der Politischen Bildung ist, ist unter den hier versammelten Autorinnen und Autoren unbestritten. Im Detail und vor dem Hintergrund unterschiedlicher Bezugspunkte, wie etwa Geschichte, Theorie oder Praxis der Politischen Bildung, sind die Positionen dann aber doch sehr kontrovers. So bietet der Band einen vielseitigen Beitrag zu einer aktuellen Debatte über das Selbstverständnis der Politischen Bildung.
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