Neue Kriege

Akteure, Gewaltmärkte, Ökonomie

herausgegeben von
Siegfried Frech, Peter I. Trummer
unter Mitarbeit von
Christian Büttner, Sven Chojnacki, Siegfried Frech, Catherine Götze, Magdalena Kladzinski, Peter Lock, Paul Russmann, Volker Matthies, Herfried Münkler, Peter I. Trummer

Nur wenige wissenschaftliche Fachbegriffe wurden so schnell aufgegriffen wie der von den „neuen Kriegen“. Die Debatte über die „neuen Kriege“ ist ein Indiz für den Formenwandel bewaffneter Gewalt. Der erste Golfkrieg, die Zerfallskriege Jugoslawiens und vor allem die Kriege in Afrika offenbarten eine neue und bis dahin unbekannte Grammatik des Krieges. Neben zentral geführten Kampfverbänden gibt es in den Kriegen der letzten Jahre vermehrt dezentral und auf eigene Rechnung operierende Gewaltakteure. Allen diesen Kriegen ist gemeinsam, dass die jeweiligen Kriegswirtschaften in hohem Maße in di…

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16,80 €

Bestellnummer: 4202
EAN: 9783899742022
ISBN: 978-3-89974202-2
Format: Broschur
Reihe: Basisthemen Politik
Erscheinungsjahr: 2005
Auflage: 1
Seitenzahl: 192
Produktinformationen
Nur wenige wissenschaftliche Fachbegriffe wurden so schnell aufgegriffen wie der von den „neuen Kriegen“. Die Debatte über die „neuen Kriege“ ist ein Indiz für den Formenwandel bewaffneter Gewalt. Der erste Golfkrieg, die Zerfallskriege Jugoslawiens und vor allem die Kriege in Afrika offenbarten eine neue und bis dahin unbekannte Grammatik des Krieges. Neben zentral geführten Kampfverbänden gibt es in den Kriegen der letzten Jahre vermehrt dezentral und auf eigene Rechnung operierende Gewaltakteure. Allen diesen Kriegen ist gemeinsam, dass die jeweiligen Kriegswirtschaften in hohem Maße in die globale Waren- und Finanzzirkulation eingebunden sind. Die Gewaltakteure, die auf diesen Gewaltmärkten tätig sind, verfolgen eher ökonomische als ideologische Interessen. Im vorliegenden Buch geben 10 Fachautoren einen Überblick über die neue Qualität von Kriegsführung. "Den Herausgebern (...) ist eine lesenswerte Zusammenstellung verschiedener Beiträge zum Phänomen neue Kriege gelungen." (IFDT 1/2006) "... gelungene Einführung in die Thematik, die weite Verbreitung verdient." (Arbeitskreis Militär und Sozialwissenschaften, Newsletter 02/03 2005)
Inhaltsübersicht
Siegfried Frech / Peter I. Trummer: Einleitung – Neue Kriege Herfried Münkler: Die neuen Kriege Volker Matthies: Eine Welt voller neuer Kriege? Peter Lock: Ökonomie der neuen Kriege Sven Chojnacki: Gewaltakteure und Gewaltmärkte: Wandel der Kriegsformen? Paul Russmann: Kindersoldaten Catherine Götze: Humanitäre Hilfe – Das Dilemma der Hilfsorganisationen Peter I. Trummer: Genozid: Lehren aus dem 20. Jahrhundert und Herausforderungen für das 21. Jahrhundert Christian Büttner / Magdalena Kladzinski: Krieg und Medien – Zwischen Information, Inszenierung und Zensur Abstracts Autorinen und Autoren
Autor*innen
Prof. Dr. Christian Büttner studierte Psychologie an der Philipps-Universität in Marburg. Nach langjähriger Supervisions-, Fort- und Weiterbildungstätigkeit für pädagogische Fachkräfte in Kindergärten, Schulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung zu Aggression und interkulturellen Spannungen ist er seit 1973 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung. Als ausgewiesener Experte arbeitet er in verschiedenen Kuratorien und Gremien (z.B. in der Freiwil-ligen Selbstkontrolle Fernsehen/FSK) mit. Christian Büttner hat eine Honorarprofessur an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt inne. Dr. Sven Chojnacki ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin. Sein Lehr- und Forschungsinteresse gilt den Internationalen Beziehungen, insbesondere der Konflikt- und Kriegsursachenforschung sowie regionaler und globaler Sicherheitspolitik. Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf dem von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) geförderten Projekt “Neue Formen der Gewalt im internationalen System”. Siegfried Frech ist Referent der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dort für die Zeitschrift “Der Bürger im Staat” und die Didaktische Reihe zuständig. Zudem hat er einen Lehrauftrag (Didaktik politischer Bildung) am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Dr. Catherine Götze studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Hannover, der FU Berlin und am Institut d’Etudes Politiques de Paris. Von 1997 bis 2002 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wissenschaftszentrum Berlin und an einem DFG-Projekt, das sich mit dem Themenfeld Humanitäre Hilfe beschäftigte, beteiligt. Seit 2002 ist Catherine Götze wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung. Magdalena Kladzinski studierte an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder und absolvierte 2001 ihr Dip-lom in Kulturwissenschaften. Seit August 2003 ist sie Gastforscherin bei der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung im Arbeitsbereich “Friedenspädagogik/Konfliktpsychologie”. Zur Zeit absolviert sie ein Promotionsstudium im Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Dr. Peter Lock, Studium der Soziologie und Volkswirtschaft, Auslands-tätigkeit in Latein-amerika, ab 1972 an der Forschungsstelle der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW), Forschung und Lehre an den Universitäten Hamburg, Berlin und Kassel, Beratungstätigkeiten im Rahmen der Vereinten Nationen; derzeit Koordinator der European Association for Research on Transformation e.V. und freier Sozialwissenschaftler; Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Militär und Gesellschaft, Rüstungsökonomie. Paul Russmann, Jahrgang 1955, lebt und arbeitet in Stuttgart. Der gelernte Bankkaufmann und Diplomtheologe arbeitet als Referent bei der ökumenischen Friedensorganisation “Ohne Rüstung Leben”. Er ist Mitglied im Vorstand des Dachverbandes der Kritischen Aktionäre und Sprecher des Deutschen Aktionsnetzes “Kleinwaffen Stoppen”. Prof. Dr. Volker Matthies ist Dozent für Politische Wissenschaft an der Führungsakademie der Bundeswehr Hamburg. Er hat zu-dem eine Honorar-professur für Politische Wissenschaft an der Universität Hamburg inne. Prof. Dr. Herfried Münkler, geb. 1951 in Friedberg/Hessen, studierte Politikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main. Seit 1992 hat Herfried Münkler eine Professur für den Lehrbereich “Theorie der Politik” an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Seit Dezember 1992 ist er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Zur Zeit hat er eine Forschungsprofessur am Wissenschaftszentrum zu Berlin (WZB). Der Begriff “neue Kriege” verdankt seine Karriere im deutschsprachigen Raum nicht zuletzt dem im September 2002 erschienen Buch “Die neuen Kriege” von Herfried Münkler. Peter I. Trummer ist Politikwissenschaftler und Referent bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Er hat Lehraufträge an der Universität Karls-ruhe für Neueste Geschichte sowie für Internationale Politik an der Internationalen Universität in Bruchsal und der Universität Mannheim. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind: Internationale Beziehungen, Friedens- und Sicherheitspolitik, Konfliktforschung sowie Erinnerungskultur und Holocaust-Forschung. Er ist Leiter eines Projektes der LpB zu Muslimen in Baden-Württemberg, das von der Landesstiftung gefördert wird.

Basisthemen Politik

Soziale Milieus
Lebenswelten in Deutschland
Mit dem Begriff „Soziale Milieus“ lassen sich soziale Parameter einer Gesellschaft transparent machen. In diesem Band geht es zum einen um die Frage, wie die Sozialwissenschaften auf gesellschaftliche Realitäten zugreifen. Zum anderen darum, wie sozialwissenschaftliche Erkenntnisse genutzt werden (können), um politische Entscheidungen vorzubereiten und zu steuern. Soziale Milieus werden auf dem Wege der Sozialstrukturanalyse ermittelt. Dabei werden Wertorientierungen (Einstellungen, Interessen, Werturteile), Lebensstile (Verhaltensroutinen, Rituale, ästhetische Vorlieben) und soziale Lagen in den Blick genommen. Die Sozialstrukturanalyse umfasst die gesamte Bandbreite von der Demographie über die traditionelle Klassen-, Schichten- und Mobilitätsforschung. Der Band bietet einen Überblick über Theorien und Ansätze der Sozialstrukturanalyse, thematisiert aber auch die aktuelle Kontroverse um die Auflösung der Mittelschicht und setzt sich mit den Lebenswelten gesellschaftlicher Teilgruppen auseinander. Die politischen Implikationen, Auswirkungen und Folgen der Sozialstrukturforschung werden abschließend in den Blick genommen.
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12,00 € - 15,99 €
Der Deutsche Bundestag
Der direkt legitimierte Deutsche Bundestag ist als Zentrum des parlamentarischen Regierungssystems immer wieder auch Zentrum der Kritik gewesen. Diese hat sich auf die Differenz zwischen der teilweise missdeuteten Norm und der Realität der Bundestagsrolle konzentriert. Die realen Funktionsbedingungen des Bundestages und die Auseinandersetzung mit der Kritik stehen im Zentrum auch der zweiten, aktualisierten und vom abgedeckten Themenspektrum her erheblich erweiterten Auflage dieses Bandes, der sich auf Autorenseite weiterhin durch eine seltene Mischung von Praktikern und Wissenschaftlern sowie Grenzgängern auszeichnet.
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13,99 € - 16,80 €
Armut in Wohlstandsgesellschaften
War die Armutsforschung lange Zeit nur ein Themenfeld der Randgruppenforschung, ist Armut längst zum zentralen Thema der Sozialstruktur- und Ungleichheitsforschung geworden. Es hat den Anschein, dass sich Armut immer mehr in unserer Gesellschaft verfestigt. Gleichzeitig steigen Gehälter und Tantiemen in Vorstandsetagen und die immens ungleiche Verteilung des Geld-, Immobilien- und Produktivvermögens nimmt zu. Hinzu kommt ein tief gespaltener Arbeitsmarkt. Längst nicht alle Beschäftigten profitieren von der wirtschaftlichen Prosperität, der Niedriglohnsektor wächst weiter, prekäre Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu.Genau diese Entwicklung lässt die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit lauter werden und wird mit unterschiedlichem Fokus von den Autorinnen und Autoren diskutiert. Ein lesenswerter Band, der die kontroversen Positionen des Armutsdiskurses aufgreift.
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17,40 €
Zivilcourage
Aufrechter Gang im Alltag
Das Wort Zivilcourage hat Konjunktur. Die meisten Menschen assoziieren mit Zivilcourage gewalthaltige Situationen, in denen Menschen bedroht werden – empörende Situationen, die nach Taten rufen. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes fragen nach den Bedingungen und Chancen für mehr Zivilcourage in unserer Gesellschaft, verengen den Blick dabei jedoch nicht auf physische Gewalt, Not- und Bedrohungssituationen. Vielmehr beschreiben sie Zivilcourage als eine unbequeme Bürgertugend. Dabei wird deutlich: Zivilcouragiertes Verhalten als sozialer Mut im Alltag ist in allen Lebensbereichen gefragt – am Arbeits- und Ausbildungsplatz, in Betrieben und öffentlichen Verwaltungen, in Kirchen wie in Vereinen und Parteien, aber auch im privaten Familien- und Freundeskreis.
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13,99 €
Autoritäre Regime
Herrschaftsmechanismen, Legitimationsstrategien, Persistenz und Wandel
Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, dass autoritäre politische Systeme im 21. Jahrhundert – entgegen der normativen Warte westlicher Demokratieforschung – eine politische Konstante sind. Mindestens ein Viertel aller Staaten werden derzeit autoritär regiert. Dazu gesellen sich Staaten, die einen Transformationsprozess weg vom Autoritarismus zu verzeichnen haben, aber beständige Defizite hinsichtlich der Etablierung einer liberalen Demokratie aufweisen. Der Band diskutiert Beispiele autoritärer Staaten außerhalb der OECD-Welt und analysiert die grundlegenden Herrschaftsmechanismen autoritärer Herrschaft. Im Vordergrund stehen das politische Institutionengefüge und politische Legitimationsstrategien genauso wie Elitenmuster oder Wandlungsprozesse autoritärer Regime.
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16,80 €
Urbanität neu planen
Stadtplanung, Stadtumbau, Stadtentwicklung
Städte werden nicht nur von der Finanzkrise geplagt, sondern seit geraumer Zeit mit den Folgen des demographischen und sozialen Wandels konfrontiert. Dabei wird außer Acht gelassen, dass schrumpfende Städte kein neuartiges Phänomen sind. Städteplaner und Kommunalexperten sehen darin durchaus die Chance einer neuen Urbanität und fordern handlungsfähige Städte und Regionen, um die Schrumpfung steuern zu können. Gefragt sind neue Wege des Stadtumbaus, innovative Formen der Stadtentwicklung sowie gemeinwesenorientierte Strategien als angemessene Reaktionen auf die fiskalische Knappheit und den demographischen Wandel.
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16,80 €
Jahrhundertproblem Klimawandel
Forschungsstand, Perspektiven, Lösungswege
Seit dem vierten Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPPC) kann nicht mehr bestritten werden, dass der Klimawandel die globale Herausforderung dieses Jahrhunderts ist. Ziel muss es sein, den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren, so dass die Erderwärmung sich in überschaubaren Grenzen hält. Klima- und energiepolitische Lösungsansätze sind bekannt: Mindestziele für die Reduktion von Treibhausgasemissionen, die konsequente Fortführung des Emissionshandels, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Technologieförderung. Das Buch gibt einen kompakten und fundierten Überblick über den aktuellen Stand der klimapolitischen Debatte, zeigt Lösungswege und Optionen auf.
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Neue Kriege
Akteure, Gewaltmärkte, Ökonomie
Nur wenige wissenschaftliche Fachbegriffe wurden so schnell aufgegriffen wie der von den „neuen Kriegen“. Die Debatte über die „neuen Kriege“ ist ein Indiz für den Formenwandel bewaffneter Gewalt. Der erste Golfkrieg, die Zerfallskriege Jugoslawiens und vor allem die Kriege in Afrika offenbarten eine neue und bis dahin unbekannte Grammatik des Krieges. Neben zentral geführten Kampfverbänden gibt es in den Kriegen der letzten Jahre vermehrt dezentral und auf eigene Rechnung operierende Gewaltakteure. Allen diesen Kriegen ist gemeinsam, dass die jeweiligen Kriegswirtschaften in hohem Maße in die globale Waren- und Finanzzirkulation eingebunden sind. Die Gewaltakteure, die auf diesen Gewaltmärkten tätig sind, verfolgen eher ökonomische als ideologische Interessen. Im vorliegenden Buch geben 10 Fachautoren einen Überblick über die neue Qualität von Kriegsführung. "Den Herausgebern (...) ist eine lesenswerte Zusammenstellung verschiedener Beiträge zum Phänomen neue Kriege gelungen." (IFDT 1/2006) "... gelungene Einführung in die Thematik, die weite Verbreitung verdient." (Arbeitskreis Militär und Sozialwissenschaften, Newsletter 02/03 2005)
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