Museumsbesucher und Zeitgeschichte

„Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“? Eine Studie zu generationenspezifischen Wahrnehmungen

von
Julia Schuppe

„Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“. Die Reaktionen von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung können sehr unterschiedlich ausfallen. Diese interdisziplinäre Besucherforschungsstudie untersucht die generationenspezifische Wahrnehmung von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung, der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“ im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. In Interviews mit Museumsbesuchern aus unterschiedlichen Generationen werden Schwerpunkte, Trends, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ausstell…

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Bestellnummer: 41102
EAN: 9783734411021
ISBN: 978-3-7344-1102-1
Format: Broschur
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2020
Auflage: 1. Aufl.
Seitenzahl: 400
Produktinformationen

„Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“. Die Reaktionen von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung können sehr unterschiedlich ausfallen. Diese interdisziplinäre Besucherforschungsstudie untersucht die generationenspezifische Wahrnehmung von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung, der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“ im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. In Interviews mit Museumsbesuchern aus unterschiedlichen Generationen werden Schwerpunkte, Trends, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ausstellungsrezeption herausgearbeitet.

Es zeigt sich: Generationenzugehörigkeit und Erinnerung eines Museumsbesuchers sind in Kombination mit, aber auch unabhängig von angebotsseitigen Komponenten sowie sozio- und geschichtskulturellen Einflüssen die handlungs- und rezeptionsleitenden Faktoren. Sie bestimmen nicht nur mit, welchen Objekten und Themen der Besucher sich widmet und welche Deutungen sowie Assoziationen er konstruiert, sondern auch wesentlich, welchen Sinn er grundsätzlich dem ganzen Museumsbesuch und seinem persönlichen affektiven wie kognitiven Zugewinn durch diesen zuschreibt.

Inhaltsübersicht

Vorwort und Dank

1.    Einleitung

1.1 Zeitgeschichtliche Museen als vielschichtige Orte

1.2 „Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“ – Einbettung, Fragen und Thesen

2.    Generationen, Erinnerungen und Museum – Theoretische Grundlagen und Forschungsstände

2.1 Sozialwissenschaftliche/kulturwissenschaftliche Grundlagen

2.1.1 Generationen – Theoretische Grundlagen und Forschungsüberblick

2.1.1.1 Generation als soziokulturell-historisches Konstrukt

2.1.1.2 Grundlage des modernen Generationenkonzepts: Karl Mannheims „Das Problem der Generationen“ und die Fortführung seiner Gedanken

2.1.1.3 Generationen und Geschichte

2.1.2 Erinnerungen – Theoretische Grundlagen und Forschungsüberblick

2.1.2.1 Der Mensch und seine Erinnerung

2.1.2.2 Museen und Erinnerung

2.2 Museumsdidaktische Grundlagen

2.2.1 Besucherforschung

2.2.1.1 Forschungsstand und Entwicklung der Besucherforschung sowie ausgewählte Beispiele

2.2.1.2 Rezeption als Teil des Lernens im Museum?

2.2.1.3 Praxisrelevante Grundlagenforschung oder rein praxisorientierte Evaluation?

2.2.2 Objekte im Museum

2.2.2.1 Das Objekt als Semiophor, als Kompensator und als Mediator

2.2.2.2 Das Objekt in der Ausstellung

2.2.3 Das Forschungsfeld: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn

3.    Empirisches Instrumentarium

3.1 Empirische Sozialforschung in Geschichte, Geschichtsdidaktik und musealer Besucherforschung

3.2 Das Forschungsdesign der vorliegenden Studie

3.2.1 Qualitative Leitfadeninterviews

3.2.2 Datenerhebungsphase

3.2.3 (Qualitative) Auswertung der Interviewdaten

4.    "Den Besucher zu Wort kommen lassen" – Auswertung der Interviews

4.1 „Geschichte von 1945 bis heute“ – wo findet sich der Besucher wieder?

4.1.1 (A) Erinnerungsgrenze

4.1.1 (B) Generationen – Erinnerungsgrenze

4.1.2 (A) Typen des Ausstellungsempfindens

4.1.2 (B) Generationen – Typen des Ausstellungsempfindens

4.1.3 (A) Objekt- und Themennennungen

4.1.3 (B) Generationen – Objekt- und Themennennungen

4.1.4 (A) Das Wichtigste

4.1.4 (B) Generationen – Das Wichtigste

4.1.5 (A). Themen- und Objektassoziationen

4.1.5 (B) Generationen – Themen- und Objektassoziationen

4.1.6 (A) Erinnerungen

4.1.6 (B) Generationen – Erinnerungen

4.2 Ausländische Besucher

5.    Schlussbetrachtung

6.    Literaturverzeichnis

7.    Anhang

7.1 Interviewleitfaden

7.2 Fragebogen zu den soziodemografischen Daten

7.3 Übersicht über die geführten Interviews

7.4 Gesamttabelle Erinnerungen (generationenunspezifisch, siehe Kapitel 4.1.6 (A))

Autor*innen

Dr. Julia Schuppe ist  wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Ausstellungstätigkeit, Besucherforschung und Evaluation sowie Sammlungstätigkeit.

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Fachliches Lernen im Unterricht verlangt von Lernenden und Lehrenden auf vielen Ebenen Urteilsvermögen, um streitbare Positionen verhandeln und bewerten zu können. Fraglich ist, wie Urteilsbildung jenseits der Beliebigkeit von Meinungen oder des machtvollen Besserwissens gelingen kann. „Das wird man ja noch sagen dürfen!“ ist ein Satz, der immer wieder zu hören und zu lesen ist. Statt einem anything goes das Wort zu reden, regt dieser Band über Fächergrenzen hinweg zu einer neuen Verständigung über eine derzeit wenig reflektierte Urteilspraxis an: Worüber wird in den jeweiligen Fächern geurteilt? Welche Rolle spielen Emotionen angesichts einer seit Kant stark kognitiv geprägten Vorstellung von Urteilsfähigkeit? Wie sind relevante Bewertungsmaßstäbe für „richtiges“ Urteilen und/oder Handeln zu gewinnen? Welche didaktisch-methodischen Konzepte sind geeignet, eine Provokation sozial erwünschter Antworten oder einen unfruchtbaren Schlagabtausch von Meinungen zu vermeiden?
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DDR-Geschichte im Klassenzimmer
Deutung und Wissensvermittlung in Deutschland und Frankreich nach 1990
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