Lehren und Lernen in der politischen Bildung

herausgegeben von
GPJE
unter Mitarbeit von
Anja Besand, Wolfgang Beer, Benno Hafeneger, Ulrich Klemm, Dagmar Richter, Wolfgang Sander, Gerd Steffens, Georg Weißeno

Bestellnummer: 351
EAN: 9783879203512
ISBN: 978-3-87920-351-2
Reihe: Schriftenreihe der GPJE
Erscheinungsjahr: 2003
Auflage: 2. Auflage 2013
Seitenzahl: 120
Produktinformationen
Inhaltsübersicht

Vorwort

1. Beiträge

1.1 Politische Bildung: Von der Belehrungs- zur Lernkultur?

Dagmar Richter: Lehren von Mehrperspektivität – Lernen an Differenzen

Wolfgang Sander: Vom „Unterricht“ zur „Lernumgebung“. Politikdidaktische und schulpädagogische Überlegungen zur politischen Bildung nach der Belehrungskultur

Georg Weißeno: Lehren und Lernen im Politikunterricht

1.2 Institutionalisierung als Lernhindernis?

Ulrich Klemm: Thesen zum Verhältnis von Institutionalisierung und politischer Bildung oder: Behindert die Staatsschule demokratische Bildung?

Gerd Steffens: Entschulung – die richtige Debatte zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

1.3 Politische Bildung im „cultural lag?“ Möglichkeiten und Grenzen kultureller Anschlussfähigkeit

Wolfgang Beer: Partei ergreifen für den Paradigmenwechsel. Politische Bildung im Zeichen der Nachhaltigkeit

Anja Besand: Ästhetische Hindernisse für nachhaltiges Lernen in der politischen Bildung

Benno Hafeneger: Lernen, Bildung und politische Bildung im „cultural lag“? Möglichkeiten und Grenzen kultureller Anschlussfähigkeit

2. Dissertationsprojekte

Autor*innen

Anja Besand
Universität Gießen Karl-Glöckner-Str. 21 E, 35394 Gießen

Dr. Wolfgang Beer
Evangelische Akademien in Deutschland (EAD) Akademieweg 11, 73087 Bad Boll

Prof. Dr. Benno Hafeneger
Universität Marburg, FB Erziehungswissenschaft Bei St. Jost 15, 35032 Marburg

Dr. Ulrich Klemm
Ulmer Volkshochschule Kornhausplatz 5, 89077 Ulm

Prof. Dr. Dagmar Richter
Technische Universität Braunschweig, Geistes- und Erziehungswissenschaftlicher Fachbereic,h Seminar für Sachunterricht und Politik, Rebenring 58A, 38106 Braunschweig

Prof. Dr. Wolfgang Sander
Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften, Karl-Glöckner-Str. 21E, 35394 Gießen

Prof. Dr. Gerd Steffens
Universität Kassel, FB Gesellschaftswissenschaften, Nora-Platiel-Str. 1, 34127 Kassel

Prof. Dr. Georg Weißeno
Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Bismarckstr. 10, 76133 Karlsruhe

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Wirkungsforschung zur politischen Bildung im europäischen Vergleich
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Standards der Theoriebildung und empirischen Forschung in der politischen Bildung
Die Politikdidaktik steht als Wissenschaftsdisziplin vor großen Herausforderungen. Es gibt die Tradition, intelligent auf die Praxis hinzuschauen, und es gibt die Tradition empirischer Unterrichtsforschung, wenn auch in bescheidenem Umfang und mit wenig validen Ergebnissen. Aber erst das Zusammenspiel von Theorie, Praxis und Empirie kann die Identität der Disziplin konstituieren. Es reicht nicht aus, Erziehungsziele festzulegen, eine Morallehre für den demokratischen Bürger bereitzustellen und die Verwendungsmöglichkeiten von Unterrichtsmethoden zu prüfen. Vielmehr muss sich der wissenschaftliche Diskurs mehr mit dem Verhältnis von normativem und empirischem Gegenstandsbezug, d.h. von Sollens- und Seinsaussagen auseinandersetzen. Diese Gesichtspunkte sind auf der 6. Jahrestagung der GPJE vom 11. bis zum 12. Juni 2005 aufgegriffen worden. Die Tagung hat die Ergebnisse der ersten beiden Jahrestagungen zu den Theoriekonzepten der Politikdidaktik und den Tagungen zum Outcome des Politikunterrichts fortgeführt. Die Notwendigkeit metatheoretischer Klärungen unterstreicht ein Feed-back von Heinz-Elmar Tenorth in der Einleitung des 2004 von ihm herausgegebenen Bandes ‚Kerncurriculum Oberstufe II‘. Er kommt nach der Lektüre des Kerncurriculums Sozialwissenschaften zu dem Schluss, dass „der Sachverstand der Autoren und die Kommunikation mit der Gemeinschaft der Fachdidaktiker (…) jetzt noch ersetzen (muss), was an systematischer empirischer Forschung fehlt“. (S. 12) Ist der Ertrag fachdidaktischer Forschung tatsächlich so gering? Ersetzt der Austausch über politikdidaktische Doktrinen, die meist mit dem Namen des Begründers verbunden sind, die wissenschaftssystematische Herleitung von Theoriekonzepten? Der politikdidaktische Mainstream kreist von Anfang an um das Normativitätsproblem und nimmt die Legitimation der Normen aus der Analyse der soziologischen und pädagogischen Sozialisationsforschung vor. Dieses Muster führt immer wieder zu Missverständnissen, da es die Möglichkeit naturalistischer Fehlschlüsse nicht ausschließt. Die Konzeptionen politischer Bildung bestehen in der Regel in einer individuell vorgenommenen Auswahl von als relevant angesehenen Wissensbeständen. Der Profession der in der Schule Tätigen bleibt überlassen, wie sie dieses Wissen für die eigene Praxis aufbereitet. Empirische Wissensbestände über die tatsächliche Wirklichkeit des Politikunterrichts sind kaum vorhanden, da der epistemologische Diskurs dies vernachlässigt.
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