Leerstelle Rassismus?

Analysen und Handlungsmöglichkeiten nach dem NSU

herausgegeben von
Tina Dürr, Reiner Becker
unter Mitarbeit von
Reiner Becker, Manuela Bojadzijew, Kemal Bozay, Katherine Braun, Tina Dürr, Betül Emiroglu, Karim Fereidooni, Matthias Galle, Eva Georg, Manuel Glittenberg, Matthias Groß, Margarete Jäger, Christa Kaletsch, Olga Kristiansen, Manuel Liebig, Orhan Mangitay, Mario Müller, Maike A.J. Oostenryck, Benjamin Opratko, Olivia Sarma, Jan Schedler, Michael Sturm, Tanja Thomas, Kira Uhlenbruck, Fabian Virchow, Regina Wamper, Aliyeh Yegane Arani

Der Umgang mit den rassistischen Gewalttaten des NSU ist ein Lehrstück dafür, wie Rassismus von Menschen ausgeblendet werden kann, die davon nicht betroffen sind. Die Autor_innen gehen der Frage nach, welche gesellschaftlichen Mechanismen auch heute dazu beitragen, dass Rassismus oftmals nicht wahrgenommen wird, gleichwohl aber Wirkung für die Betroffenen entfaltet. Handlungsfelder wie etwa Schule, Medien, Sicherheitsbehörden oder Formen des öffentlichen Erinnerns werden auf „Leerstellen“ mit Blick auf Rassismus beleuchtet.

Bestellnummer: 40610
EAN: 9783734406102
ISBN: 978-3-7344-0610-2
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 176
Produktinformationen

Der Umgang mit den rassistischen Gewalttaten des NSU ist ein Lehrstück dafür, wie Rassismus von Menschen ausgeblendet werden kann, die davon nicht betroffen sind. Die Autor_innen gehen der Frage nach, welche gesellschaftlichen Mechanismen auch heute dazu beitragen, dass Rassismus oftmals nicht wahrgenommen wird, gleichwohl aber Wirkung für die Betroffenen entfaltet. Handlungsfelder wie etwa Schule, Medien, Sicherheitsbehörden oder Formen des öffentlichen Erinnerns werden auf „Leerstellen“ mit Blick auf Rassismus beleuchtet.

Inhaltsübersicht

Tina Dürr, Reiner Becker
Einleitung

Analysen von und Perspektiven auf Rassismus
am Beispiel des NSU

Kemal Bozay, Orhan Mangitay
„Die haben gedacht, wir waren das …“
Migrantische Betroffenenperspektive zu Rassismus, NSU und rechtsextremem Terror

Christa Kaletsch, Manuel Glittenberg
Die Rituale der Mitte – Reproduktionsmechanismen von Rassismus und
problematische Handlungsroutinen im Umgang damit

Handlungsfelder und Empfehlungen

Fabian Virchow
Sprache und Rassismus

Manuela Bojadžijev, Katherine Braun, Benjamin Opratko, Manuel Liebig
Rassismusforschung in Deutschland
Prekäre Geschichte, strukturelle Probleme, neue Herausforderungen

Betül Emiroğlu, Karim Fereidooni, Olga Kristiansen, Maike A. J. Oostenryck,
Mario Müller, Jan Schedler und Kira Uhlenbruck
Der NSU als Gegenstand der Lehrer_innenbildung im Fach Sozialwissenschaften

Aliyeh Yegane Arani
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„Viele Eltern und ihre Kinder haben das Vertrauen in die Lehrer und die Schule verloren.“

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Denkmale für Opfer rechter Morde und Gewalttaten – Orte der Erinnerung oder des Vergessens?

Tanja Thomas, Fabian Virchow
Praxen der Erinnerung als Kämpfe um Anerkennung
Zu Bedingungen einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit rechter Gewalt

Autor*innen

Reiner Becker
Dr. phil., Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg, Promotion im Graduiertenkolleg "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit", Magisterstudium der Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie, Mit-Herausgeber der Zeitschrift "Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit", weitere Infos www.reiner-becker.eu

Manuela Bojadžijev
ist Professorin für Globalisierte Kulturen an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg. Seit April 2018 ist sie als Vize-Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an die Humboldt Universität abgeordnet.

Kemal Bozay
ist Professor für Sozialwissenschaften und Soziale Arbeit an der IUBH (Internationale Hochschule, Düsseldorf) und Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln. Er arbeitet zu den Schwerpunkten kritische Migrationsforschung, Rassismus, Rechtsextremismus und Ungleichwertigkeitsideologien.

Katherine Braun
Dr. des., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. post- und dekolonialen Theorie, Poststrukturalismus, feministischer Methodologie sowie globaler politischer Ökonomie.

Tina Dürr
M.A. Pädagogik, Sozialpsychologie und Theaterwissenschaft, ist stellvertretende Leiterin des Demokratiezentrums Hessen an der Philipps-Universität Marburg. Sie ist Mit-Herausgeberin der Zeitschrift "Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit" und Systemische Beraterin (SG).

Betül Emiroğlu
ist Lehramtsstudentin der Fächer Chemie und Sozialwissenschaft an der Ruhr Universität Bochum.

Karim Fereidooni
ist Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr-Universität Bochum mit den Forschungsschwerpunkten Rassismuskritik in schulbezogenen Institutionen und Diversity Studies.

Matthias Galle
M.A. in Kommunikationswissenschaft und Kommunikationsberater, wurde 1987 im sächsischen Hoyerswerda geboren und war 2011 Mitbegründer der Initiative „Pogrom 91“, die sich für die Erinnerung an das rassistische Pogrom von Hoyerswerda 1991 einsetzt. Er ist Mitglied im Redaktionsteam der Webdoku www.hoyerswerda-1991.de.

Eva Georg
ist Soziologin, Systemische Beraterin (SG), Social Justice Trainerin und Beraterin bei „response. Beratungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt“ in Frankfurt/Main. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Philipps-Universität Marburg zu den Schwerpunkten Rassismuskritik, Subjektivierung, Bildungs- und Beratungsarbeit.

Manuel Glittenberg
M.A. Soziologie, ist tätig in der politischen Bildungs- und Beratungsarbeit zu den Themen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus; aktuell insbesondere im DeGeDe-Projekt „Zusammenleben neu gestalten“ in Frankfurt/Main.

Matthias Groß
Studium der Sozialen Arbeit, Philosophie und Kunstgeschichte in Dresden, wuchs im sächsischen Hoyerswerda auf und war 2011 Mitbegründer der Initiative „Pogrom 91“, die sich vor Ort für die Erinnerung an das rassistische Pogrom von 1991 einsetzt. Er gehört außerdem zum Redaktionsteam der Webdokumentation www.hoyerswerda-1991.de.

Margarete Jäger
Dr. Dipl. oec., ist Sprachwissenschaftlerin und leitet zurzeit das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Ihre Themenschwerpunkte sind Studien zu Politik-, Medien- und Alltagsdiskursen, insbesondere in Bezug auf Rassismus, Migration, Rechtsextremismus, Krieg und Gender.

Christa Kaletsch
M.A. Fachjournalismus Geschichte, ist Fortbildnerin und Beraterin in den Bereichen Demokratie und Menschenrechtsbildung, Auseinandersetzung mit Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus. Sie leitet das DeGeDe-Projekts „Zusammenleben neu gestalten“ in Frankfurt/Main.

Olga Kristiansen
ist Lehramtsstudentin der Fächer Spanisch und Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Manuel Liebig, M.A. in Europäischer Ethnologie, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (prae doc) am Institut für Europäische Ethnologie an der Universität Wien und assoziiert am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der HU Berlin. Seine Schwerpunkte liegen in der kritischen Migrations- und Grenzregimeforschung sowie der Rassismusforschung.

Orhan Mangitay
ist Doktorand im Fachbereich Sozialwissenschaften an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Er arbeitet zu den Schwerpunkten Migration, Rassismus sowie Rechtsextremismus. Mario Müller ist Lehramtsstudent der Fächer Deutsch und Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Maike A. J. Oostenryck
ist Lehramtsstudentin der Fächer Mathematik und Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Benjamin Opratko
ist Lektor und Projektmitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, Assoziierter am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der HU Berlin und Redakteur bei mosaik-blog.at. Seine Forschungsschwerpunkte sind antimuslimischer Rassismus, Rechtspopulismus und kritische Gesellschaftstheorie.

Olivia Sarma
ist Kulturanthropologin und Leiterin der Beratungsstelle „response. Beratungsstelle für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt“ in Frankfurt/Main.

Jan Schedler
ist Diplom-Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Er promoviert zu Rechtsterrorismus.

Michael Sturm
ist Historiker und pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster und in der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Münster. Er publiziert zur Polizei- und Protestgeschichte der Bundesrepublik sowie zu historischem und aktuellem Rechtsextremismus.

Tanja Thomas
ist Professorin für Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Transformationen der Medienkultur an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Als Leiterin einer Nachwuchsforscherinnengruppe „Transkulturelle Öffentlichkeit und Solidarisierung in gegenwärtigen Medienkulturen“ sowie Mitglied im Leitungsteam des Graduiertenkollegs „Rechtspopulismus und exkludierende Solidarität“ forscht und publiziert sie u.a. zu Medien, Erinnerung und Partizipation in postmigrantischen Gesellschaften sowie feministischer Medientheorie und -analyse.

Kira Uhlenbruck
ist Lehramtsstudentin der Fächer Geschichte und Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Regina Wamper ist Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Ihre Themenschwerpunkte sind Diskursanalyse, Studien zur extremen Rechten, zu Flucht und Migration und zu Antifeminismus.

Fabian Virchow
ist Professor für Theorien der Gesellschaft und Theorien politischen Handelns an der Hochschule Düsseldorf. Als Leiter des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus/Neonazismus (FORENA) forscht und publiziert er zu Geschichte, Weltanschauung und Praxeologie der extremen/populistischen Rechten und zu den gesellschaftlichen Ursachen dieser Phänomene.

Aliyeh Yegane Arani
ist Dipl.-Politikwissenschaftlerin, Diversity Trainerin und Bildungsreferentin u.a. mit den Schwerpunkten Diversität & Antidiskriminierung, Menschenrechte, religiöse und weltanschauliche Vielfalt, Rassismus, Islamfeindlichkeit und Migration. Sie leitet bei LIFE e.V. den Bereich Diskriminierungsschutz und Diversität, in dessen Rahmen das Modellprojekt „ADAS - Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen“ in Berlin durchgeführt wird.

Stimmen zum Buch

„Es sind die vielfältigen, fachspezifischen, fächer- und themenübergreifenden Zugangsformen, Analysen und Forschungen der Autorinnen und Autoren, die den Sammelband zu einem wichtigen Element zum Bau des gesellschaftlichen Hauses gegen Rassismus und Diskriminierung machen.“

Jos Schnurer, socialnet.de

„Insgesamt ist „Leerstelle Rassismus?“ ein mehr als lesenswertes Buch, das einen wichtigen Beitrag zu vielen Aspekten der Auseinandersetzung mit dem NSU und Rassismus leistet.“

Newsletter Juli/August 2019 der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-DOK Köln

Downloads

Die Einleitung des Buches finden Sie als Leseprobe hier zum Download (PDF).

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Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR
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Spätestens seit dem Aufkommen der völkischen PEGIDA und der AfD ist klar, dass politisches System und Gesellschaft der DDR aus dem Kontext des historischen Nationalsozialismus wie des gegenwärtigen Rechtsradikalismus genauso wenig herausgelöst werden können, wie die alte und neue Bundesrepublik. Ein Klima ist entstanden, in dem bislang ignorierte oder verdrängte Konfliktlinien der deutschen Mehrheitsgesellschaft – wie der Umgang mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus – deutlich zutage treten. Einige Historiker, Politiker sowie Bürgerrechtler instrumentalisieren die DDR-Aufarbeitung sogar für ihr rechtspopulistisches Engagement. Das Buch fasst wesentliche Ergebnisse der Tagung „Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR“ vom Januar 2017 zusammen. Es versteht sich als ein Plädoyer für eine intensivere Hinwendung der Zeitgeschichtsforschung wie der politischen Bildung zur Untersuchung und Kritik der SED-Diktatur als einer von drei Nachfolgegesellschaften des Nationalsozialismus.Herausgegeben im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung sowie der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen (Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)
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An den Universitäten Trier, Wien und Luxemburg werden in regelmäßigen Tagungen aktuelle Fragen des Bezugs von politischer und sprachlicher Bildung im europäischen Bildungswesen erörtert. Die Titel der neuen Reihe sprache – macht – gesellschaft dokumentieren diese wichtigen Debatten.Im vorliegenden ersten Band der Reihe werden die Beiträge der Trierer Tagung im Jahr 2019 publiziert. In ihnen werden aktuelle Herausforderungen gesellschaftlicher Teilhabe, die das europäische Bildungswesen in besonderer Weise prägen, aufgezeigt. So wird in den Beiträgen erörtert, wie Sprache und Macht kritisch gedacht, Demokratie und Sprache gelernt und gelebt und zur Professionalisierung von Lehrenden beigetragen werden kann.
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Nicht für alle Kinder ist das eigene Zuhause ein sicherer Ort. Um herauszufinden, was den betroffenen Kindern zugestoßen ist, wer ihnen in welcher Form Schaden zugefügt hat und vor allem um den Kindern eine sichere Perspektive zu eröffnen, holt sich das Jugendamt u.a. Unterstützung bei Intensivgruppen. In einer solchen stationären diagnostisch/therapeutischen Facheinrichtung, dem KiD (Kind in Düsseldorf), werden Kinder zwischen vier und 12 Jahren über mehrere Monate diagnostisch begleitet. Für 478 Kinder konnten hier die Werdegänge vor, während und nach dieser Zeit dokumentiert werden.Das Datenmaterial dieser mehr als 20 Jahre umfassenden Verlaufsstudie wird in diesem Buch aus drei Blickwinkeln diskutiert: Die psychologisch-therapeutische Perspektive fokussiert Risikofaktoren, die zusätzlich zur bereits eingetretenen Kindeswohlgefährdung einwirken. Aus kriminologisch-juristischer Sicht werden die Auswirkungen sexueller Geschwistergewalt auf die Werdegänge im Kontext von Straf­justiz und Kinder- und Jugendhilfe betrachtet, während aus sozialpädagogisch-politikwissenschaftlicher Perspektive die Wirksamkeit von Jugendhilfemaßnahmen in Abhängigkeit von kommunalen Haushaltslagen reflektiert wird.
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Politische Fähigkeiten und demokratische Haltungen zu entwickeln, sind Bildungsziele aller Schulformen. Die Wirklichkeit widerspricht vielfach diesen Zielen. Aktuelle Daten zeigen, dass Politischer Bildung nur eine geringe Bedeutung in der Schule zukommt und dass sie häufiger als jedes andere Fach fachfremd unterrichtet wird. Den Herausgeber*innen dieses Sammelbandes geht es darum, die längst überfällige Debatte über die dringend notwendige Stärkung Politischer Bildung anzustoßen. Die Empfehlungen in diesem Band wurden von ca. 100 Expert*innen erarbeitet und richten sich an bildungspolitische Akteure in den Landtagen, an Fachverbände, Gewerkschaften sowie an Universitäten, Aus- und Weiterbildungsinstitutionen.
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Bildung Macht Zukunft
Lernen für die sozial-ökologische Transformation?
Vielfältige Krisenprozesse machen deutlich, dass die Rückkehr zur gewohnten Tagesordnung keine Zukunft hat. Gegen die Rede von Alternativlosigkeit werden Forderungen nach einer breiten sozial-ökologischen Transformation laut, bei der die Frage nach einem guten Leben für alle im Mittelpunkt steht. Welche Rolle kann und sollte Bildung dabei spielen? Nicht selten wird sich von Bildung eine Krisenbewältigung versprochen. Dabei ist auch Bildung in jene Macht- und Herrschaftsverhältnisse verstrickt, die in die Krise geführt haben. Der vorliegende Band diskutiert Möglichkeiten und Grenzen einer kritischen transformativen Bildung aus Perspektiven von Bildungspraxis, Wissenschaft und sozialen Bewegungen.
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31,99 € - 34,90 €
Politische Bildung als politisches Engagement
Überzeugungen entwickeln – sich einmischen – Flagge zeigen
Der Band versammelt Beiträge, die sich mit dem Leben, dem Engagement, dem Werk und dem Wirken des Fachdidaktikers Frank Nonnenmacher auseinandersetzen. In seinem Werk und Wirken in der politischen Bildung steht dieser dafür, dass Lehrpersonen selbst Überzeugungen entwickeln, sich einmischen und Flagge zeigen. Nonnenmacher wendet sich dadurch direkt und radikal gegen die Forderung nach Neutralität in der politischen Bildung, die aktuell wieder an Bedeutung zu gewinnen scheint. Die Beiträge fokussieren sowohl biographisch-historische Fragen, als auch konzeptionelle, theoretische und bildungspraktische Aspekte politischer Didaktik.
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23,99 € - 24,90 €
DDR-Geschichte im Klassenzimmer
Deutung und Wissensvermittlung in Deutschland und Frankreich nach 1990
Die DDR ist nach 1990 zu einem Gegenstand von Geschichtsunterricht geworden, der für viele Schülerinnen und Schüler so fern ist wie jeder andere. Zugleich aber ist die DDR für manche Lehrkräfte und Eltern gelebte Erinnerung. Was im Unterricht über sie gelernt werden soll, ist allerdings das Ergebnis gesellschaftlicher Debatten um Aufarbeitung und Erinnerung. In diesen dominiert ein „Diktaturgedächtnis“, das den Erzählungen in Familie und Medien vom Alltag in der DDR häufig widerspricht. Anhand einer Analyse von konkretem Geschichtsunterricht, Lehrplänen, Schulbüchern, Geschichtsausstellungen und Interviews untersucht die vorliegende Studie, welche Erzählungen über und Deutungskonflikte um die DDR im Unterricht auftauchen und wie diese verhandelt werden. Der Unterrichtsvergleich zwischen Leipzig, Frankfurt am Main und Paris zeigt die Standortgebundenheit mancher Debatten, aber auch Anschlussmöglichkeiten für DDR-Geschichte an europäische Geschichte und die Geschichte der Arbeiterbewegung.
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35,99 € - 44,00 €
Urteilspraxis und Wertmaßstäbe im Unterricht
Ethik, Englisch, Geographie, Geschichte, politische Bildung, Religion
Fachliches Lernen im Unterricht verlangt von Lernenden und Lehrenden auf vielen Ebenen Urteilsvermögen, um streitbare Positionen verhandeln und bewerten zu können. Fraglich ist, wie Urteilsbildung jenseits der Beliebigkeit von Meinungen oder des machtvollen Besserwissens gelingen kann. „Das wird man ja noch sagen dürfen!“ ist ein Satz, der immer wieder zu hören und zu lesen ist. Statt einem anything goes das Wort zu reden, regt dieser Band über Fächergrenzen hinweg zu einer neuen Verständigung über eine derzeit wenig reflektierte Urteilspraxis an: Worüber wird in den jeweiligen Fächern geurteilt? Welche Rolle spielen Emotionen angesichts einer seit Kant stark kognitiv geprägten Vorstellung von Urteilsfähigkeit? Wie sind relevante Bewertungsmaßstäbe für „richtiges“ Urteilen und/oder Handeln zu gewinnen? Welche didaktisch-methodischen Konzepte sind geeignet, eine Provokation sozial erwünschter Antworten oder einen unfruchtbaren Schlagabtausch von Meinungen zu vermeiden?
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18,99 € - 22,90 €
Politische Bildung und Flucht – ein Paradigmenwechsel?!
Die deutsche Migrationspolitik ist nach 2015/16 nicht mehr die gleiche wie zuvor. Auch in der politischen Bildung zeigt sich ein Paradigmenwechsel. Es haben sich Ansätze einer politischen Bildung für und mit Geflüchteten entwickelt, die die Perspektive der Rechte in den Mittelpunkt stellen. Die versammelten Fachbeiträge und Projektbeschreibungen widmen sich unter anderem dieser Entwicklung.
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26,99 € - 28,00 €