Kulturelle und religiöse Vielfalt nach Zuwanderung

Theoretische Grundlagen – Handlungsansätze – Übungen zur Kultur- und Religionssensibilität

von
Josef Freise

Wie geht die Gesellschaft mit der kulturellen und religiösen Vielfalt um, die aufgrund der Migration von Arbeitskräften und geflüchteten Menschen immer größer wird? Wie gelingt Integration? Wie können Feindbilder und Rassismus verhindert werden? Das Buch will theoretisches Wissen und praktische Orientierungen in sozialen Berufsfeldern geben, in denen  sich Professionelle und Ehrenamtliche vor Herausforderungen gestellt sehen, die aus Migration und Flucht entstanden sind.

Bestellnummer: 40463
EAN: 9783734404634
ISBN: 978-3-7344-0463-4
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2017
Auflage: 1. Auflage 2017
Seitenzahl: 240
Produktinformationen

Wie geht die Gesellschaft mit der kulturellen und religiösen Vielfalt um, die aufgrund der Migration von Arbeitskräften und geflüchteten Menschen immer größer wird? Wie gelingt Integration? Wie können Feindbilder und Rassismus verhindert werden?

Das Buch will theoretisches Wissen und praktische Orientierungen in sozialen Berufsfeldern geben, in denen  sich Professionelle und Ehrenamtliche vor Herausforderungen gestellt sehen, die aus Migration und Flucht entstanden sind.

Inhaltsübersicht

Vorwort

Einleitung

1. Wissenschaftliche Verortung von Kultur, Weltanschauung und Religion im Migrationskontext

1.1 Begriffsklärungen und Einführung
1.1.1 Der Kulturbegriff
1.1.2 Die Bedeutung des Begriffs der Weltanschauung im Migrationskontext
1.1.3 Der Religionsbegriff im Kontext von Migration und Kultur
1.2 Wissenschaftliche Bezugstheorien zur Wahrnehmung und Analyse kultureller und religiöser Vielfalt
1.2.1 Ich und Du: Das dialogische Prinzip Martin Bubers
1.2.2 „Wahrnehmung“ in der Phänomenologie
1.2.3 Die Postkoloniale Theorie und der Rassismusbegriff
1.2.4 Kritisches Denken im Anschluss an Michel Foucault
1.3 Fazit

2. Kennzeichen einer Gesellschaft nach Migration

2.1 Migrant*innengruppen in Deutschland
2.2 Gesetzliche Rahmenbedingungen für Zuwanderung und Asyl in Deutschland
2.3 Migration im Kontext der Globalisierung
2.4 Migrationsursachen
2.5 Sozialwissenschaftliche Aspekte von Migration
2.5.1 Die postmigrantische Gesellschaft
2.5.2 Migration als Identitätserschütterung
2.5.3 Traumatisierung geflüchteter Menschen
2.5.4 Der geschlechtersensible Blick auf Migration
2.5.5 Das neue postmigrantische „Wir“ als neue nationale Identitätskonstruktion
2.6 Leitideen für das Funktionieren einer postmigrantischen Gesellschaft
2.6.1 Integration
2.6.2 Inklusion
2.6.3 Anerkennung
2.6.4 Partizipation
2.7 Fazit

3. Kultur als kollektives Bewusstsein im Kontext von Migration

3.1 Einführung
3.2 Die „Cultural Studies“
3.3 Zur Geschichte des Kulturbezugs im Kontext von Migration
3.3.1 Ausländersozialarbeit und Ausländerpädagogik
3.3.2 Begegnung und Interkulturalität
3.3.3 Kritik am Ansatz der Interkulturalität
3.3.4 Die Debatte zu kulturalistischer und strukturalistischer Denkweise
3.3.5 Offenheit: Fuzzy-Logik als Alternative zu einem Entweder-oder-Denken im Migrationsdiskurs
3.3.6 Diversity-Orientierung im Migrationsdiskurs und der Blick auf die Machtdimension
3.3.7 Intersektionalität: Vielfalt in ihren Machtbezügen
3.4 Kritische Perspektiven zum europäischen Narrativ der Aufklärung und des Universalismus
3.4.1 Das Narrativ der Aufklärung
3.4.2 Exkludierende Verkürzungen des universalistischen Paradigmas
3.4.3 Perspektiven für ein inklusives universalistisches Paradigma

4. Religiöse Vielfalt in der postsäkularen und multireligiösen Gesellschaft

4.1 Religion angesichts von Säkularisierung und postsäkularer Entwicklung
4.2 Die Dekonstruktion des Religiösen in der Moderne
4.3 Das Bedürfnis nach religiöser Rekonstruktion in der postsäkularen Gesellschaft
4.4 Das exklusive, inklusive, plurale und perspektivische Religionsmodell
4.5 Die dunkle Seite von Religion: Fundamentalismus
4.5.1 Herkunft und Erläuterungen zum Begriff des Fundamentalismus
4.5.2 Jüdischer Fundamentalismus in Israel
4.5.3 Christlicher Fundamentalismus
4.5.4 Islamischer Fundamentalismus
4.6 Die helle Seite von Religion: Vertreter*innen einer Religion der Gewaltfreiheit und des Dialogs
4.6.1 Vertreter*innen des Judentums: der modern-orthodoxe Rabbiner David Bollag, der Arzt, Dichter und Pädagoge Janusz Korczak
        und die Schriftstellerin und Journalistin Ruth Weiss
4.6.2 Vertreter*innen des Christentums: der indische Jesuit Sebastian Painadath, die Friedensaktivistin Hildegard Goss-Mayr und die Ordensfrau und Ärztin Ruth Pfau
4.6.3 Muslimische Vertreter*innen: die Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur, der islamische Religionspädagoge Mouhanad Khorchide und
        der Freiheitskämpfer Abdul Ghaffar Khan
4.6.4 Mahatma Gandhi als Vertreter des Hinduismus
4.6.5 Thích Nhâ´t Hanh als Vertreter des Buddhismus
4.7 Fazit

5. Vorurteile und Feindbilder als Herausforderung für die postmigrantische Gesellschaft

5.1 Definitionen: Stereotyp und Vorurteil
5.2 Psychoanalytische Aspekte zur Entstehung des Eigenen und des Fremden
5.3 Sozialpsychologische Theorien zur Entstehung von Vorurteilen
5.3.1 Die Studien der Frankfurter Schule zur autoritären Persönlichkeit
5.3.2 Der Ansatz der rassistischen Antipathie („Aversive Racism“) in der amerikanischen Sozialpsychologie
5.4 Theorien zur Entstehung von Feindbildern
5.4.1 Monolithische kollektive Identität nach Dan Bar-On
5.4.2 Das Feindbild im Kontext der Sündenbocktheorie bei René Girard
5.4.3 Die Sündenbocktheorie im christlichen Kontext (Raymund Schwager)
5.5 Das Feindbild Islam
5.5.1 Zur Begrifflichkeit: Islamfeindlichkeit oder antimuslimischer Rassismus?
5.5.2 Analyse empirischer Befunde
5.5.3 Rechtsextremer Rassismus: die braune Seite der Zivilgesellschaft
5.5.4 Wider das Narrativ der Rassismuslosigkeit Europas
5.5.5 Notwendige Religionskritik
5.6 Islamischer Fanatismus: Das Feindbild des in sich schlechten Westens
5.7 Perspektiven zur Überwindung von Vorurteilen und Feindbildern

6. Handlungsansätze für Bildung, Soziale Arbeit und Seelsorge in der postmigrantischen Gesellschaft

6.1 Elementarerziehung im Kontext kultureller und religiös-weltanschaulicher Vielfalt
6.1.1 Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund in Kinderzentren
6.1.2 Bildung zur Mehrsprachigkeit
6.1.3 Umgang mit Kindern bei unterschiedlicher Religion
6.2 Extremismusprävention bei Jugendlichen
6.2.1 Fallbeispiele
6.2.2 Aspekte der Identitätsentwicklung Jugendlicher
6.2.3 Faktoren, die die Identitätsbildung Jugendlicher erschweren
6.2.4 Perspektiven für eine Extremismusprävention
6.3 Rassismuskritische Bildungsarbeit
6.3.1 Rassismuskritik im Kontext kritischer Weißseinsforschung
6.3.2 Bereiche rassismuskritischer Bildung
6.3.3 Fünf Stadien der Identität im Kontext von Diversity und Macht
6.4 Community Education
6.4.1 Zum Begriff Community Education
6.4.2 Wegbereiter*innen für Community Education
6.4.3 Arbeitsweisen von Community Education
6.5 Globales Lernen
6.5.1 Zur Geschichte des Globalen Lernens
6.5.2 Globales Lernen und nachhaltige Entwicklung: der Entwicklungsbegriff
6.5.3 Zielrichtungen Globalen Lernens
6.6 Die gewaltfreie Aktion
6.7 Interreligiöser und weltanschaulicher Dialog
6.8 Einübung von Achtsamkeit
6.8.1 Achtsamkeit
6.8.2 Aus Achtsamkeit erwachsende Haltungen
6.8.3 Hinweise zur Einübung von Achtsamkeit und Spiritualität
6.9 Interkulturelle und interreligiöse Öffnung
6.9.1 Zur Geschichte der interkulturellen Öffnung
6.9.2 Dimensionen interkultureller Öffnung
6.9.3 Die Herausforderung der interreligiösen Öffnung

7. Übungen für ein interaktives Kompetenztraining zur Kultur- und Religionssensibilität
Einführung
7.1 Test von Einstellungen: Wer soll sich ändern?
7.2 Ein Tag unterwegs – ohne Geld
7.3 Politische Sozialisation und familiäre Erfahrungen mit Krieg und Diktatur
7.4 Wie politische Ereignisse mein Leben geprägt haben
7.5 Wandel weltanschaulicher und religiöser Vorstellungen von Generation zu Generation
7.6 Fallbeispiel: Wie eine Christin und eine Naturgläubige ihren Glauben teilen
7.7 The Danger of a Single Story: Wie singuläre Narrative Stereotypen und Vorurteile fördern
7.8 Ein Schritt vorwärts: der Privilegientest
7.9 Mit der AfD diskutieren – ja oder nein?
7.10 Gestaltung eines „Krieger-Ehrenmals“
7.11 Auswertungs- und Feedbackübung zur Reflexion von Haltungen

Schluss
Literatur

Autor*innen

Josef Freise
Der Autor ist Erziehungswissenschaftler und Theologe und war zwanzig Jahre lang Professor für Theorien und Konzepte der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Köln, wo er weiterhin als Lehrbeauftragter tätig ist. Er forscht und publiziert zu Fragen der Bildung, Sozialen Arbeit und Seelsorge im Kontext kultureller und religiöser Vielfalt (www.Josef-Freise.de).

Stimmen zum Buch

„Begriffsklärungen, elementare Beschreibungen grundlegender und aktueller Theorie- und Handlungsansätze, fokussierte Zusammenfassungen und ein wohltuend sachlicher, erkenntnisorientierte und gleichzeitig in der Sache engagierter Stil machen die detaillierte Lektüre dieses Buches zu einem großen Gewinn.“


Prof. Dr. Renate Zitt, socialnet Rezensionen

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Nationalpopulismus bildet? Lehren für Unterricht und Bildung
The New European National Populism. Lessons for School Education - Le nouveau national-populisme européen. Quelles leçons pour l'école?
Der Aufstieg des Populismus in westlichen Demokratien fordert nicht nur die etablierten politischen Parteien und kulturellen wie wirtschaftlichen Eliten heraus. Auch Schulen, Hochschulen und Universitäten sehen sich veranlasst, sich gegenüber politischen Bewegungen zu positionieren, die sie in Bezug auf ihre humanistischen, pluralistischen und diversitätsfreundlichen Bildungsideale attackieren.Wie kann dieses politische Phänomen, das die demokratischen Bausteine der westlichen Nachkriegsordnung und die Trägerprinzipien des modernen öffentlichen Schulwesens unmittelbar bedroht, neu definiert werden? Wie kann das moderne Schulwesen Bewegungen gegenübertreten, die eindimensional-simplifizierendes Denken, antidemokratische und diskriminierende Einmütigkeit sowie den nationalistischen Rückzug propagieren? Sind Bildungseinrichtungen nicht dazu verpflichtet, immer mehr auf ihre Neutralität zu verzichten, um ein demokratisches System in der Krise zu verteidigen?Mit diesen grundsätzlichen Fragestellungen, die Auszubildende und Ausbildende der pädagogischen Hochschulen vor dem Hintergrund ihres Bildungsauftrags betreffen, befasst sich der vorliegende Tagungsband.
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29,99 € - 36,90 €
Linke Militanz
Pädagogische Arbeit in Theorie und Praxis
Linke Militanz wird in Gesellschaft und Wissenschaft kontrovers diskutiert. Es gibt kaum weitreichende Forschungsprojekte auf diesem Gebiet und bisher wurden nur wenige praktische Projekte initiiert, die sich des Themas annehmen. Wie kann vor einem solchen Hintergrund eine pädagogische Arbeit in diesem umstrittenen und wenig beleuchteten Bereich aussehen? Der Sammelband widmet sich der Thematik aus wissenschaftlicher, pädagogischer und schließlich aus theaterpädagogischer Perspektive.
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23,99 € - 29,90 €
Das Politische in der Sozialen Arbeit
Wahrnehmungen des Politischen in Fürsorge und Sozialpädagogik der Weimarer Republik
Soziale Arbeit steht aktuell vor der Herausforderung, ihre politische Verortung erneut zu prüfen. Ausgehend von der aktuellen Debatte um eine „Re-Politisierung“ geht der Autor den Versuchen einer wissenschaftlichen Fundierung des Verhältnisses von Sozialer Arbeit und Politik nach. Unter Rückgriff auf Hannah Arendts Begriff des Politischen analysiert der Autor historische Theorieansätze zur Fürsorge und Sozialpädagogik aus der Zeit der Weimarer Republik hinsichtlich ihrer Verhältnisbestimmung von Sozialem und Politischem und diskutiert ihre Wahrnehmung des Politischen kritisch auf ihren Beitrag zur gegenwärtigen Debatte.
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35,99 € - 44,90 €
Museumsbesucher und Zeitgeschichte
„Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“? Eine Studie zu generationenspezifischen Wahrnehmungen
„Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“. Die Reaktionen von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung können sehr unterschiedlich ausfallen. Diese interdisziplinäre Besucherforschungsstudie untersucht die generationenspezifische Wahrnehmung von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung, der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“ im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. In Interviews mit Museumsbesuchern aus unterschiedlichen Generationen werden Schwerpunkte, Trends, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ausstellungsrezeption herausgearbeitet. Es zeigt sich: Generationenzugehörigkeit und Erinnerung eines Museumsbesuchers sind in Kombination mit, aber auch unabhängig von angebotsseitigen Komponenten sowie sozio- und geschichtskulturellen Einflüssen die handlungs- und rezeptionsleitenden Faktoren. Sie bestimmen nicht nur mit, welchen Objekten und Themen der Besucher sich widmet und welche Deutungen sowie Assoziationen er konstruiert, sondern auch wesentlich, welchen Sinn er grundsätzlich dem ganzen Museumsbesuch und seinem persönlichen affektiven wie kognitiven Zugewinn durch diesen zuschreibt.
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34,99 € - 42,50 €
Außerschulische Lernorte neu entdeckt
Wie selbstreguliertes Lernen in Gedenkstätten tiefgreifende Lernprozesse fördert
Wie können tiefgreifende Lernprozesse im Fach Geschichte und insbesondere an außerschulischen historischen Lernorten gefördert werden? Wie kann historische Kompetenz sichtbar gemacht und bewertet werden? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des Buchs. Ein neu entwickeltes Führungskonzept für das ehemalige Konzentrationslager Osthofen wurde in mehreren Studien evaluiert. Es zeigt exemplarisch, dass gerade die Verknüpfung fachlicher, sprachlicher und inhaltlicher Methoden in selbstregulierten Lernumgebungen tiefgreifende Lernprozesse fördert. Ebenso liefert das Buch die Validierung eines Leitfadens zur Bewertung historischer Kompetenz in Form der sogenannten Sachfachliteralität.
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29,99 € - 32,90 €
Bildung Macht Zukunft
Lernen für die sozial-ökologische Transformation?
Vielfältige Krisenprozesse machen deutlich, dass die Rückkehr zur gewohnten Tagesordnung keine Zukunft hat. Gegen die Rede von Alternativlosigkeit werden Forderungen nach einer breiten sozial-ökologischen Transformation laut, bei der die Frage nach einem guten Leben für alle im Mittelpunkt steht. Welche Rolle kann und sollte Bildung dabei spielen? Nicht selten wird sich von Bildung eine Krisenbewältigung versprochen. Dabei ist auch Bildung in jene Macht- und Herrschaftsverhältnisse verstrickt, die in die Krise geführt haben. Der vorliegende Band diskutiert Möglichkeiten und Grenzen einer kritischen transformativen Bildung aus Perspektiven von Bildungspraxis, Wissenschaft und sozialen Bewegungen.
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31,99 € - 34,90 €
DDR-Geschichte im Klassenzimmer
Deutung und Wissensvermittlung in Deutschland und Frankreich nach 1990
Die DDR ist nach 1990 zu einem Gegenstand von Geschichtsunterricht geworden, der für viele Schülerinnen und Schüler so fern ist wie jeder andere. Zugleich aber ist die DDR für manche Lehrkräfte und Eltern gelebte Erinnerung. Was im Unterricht über sie gelernt werden soll, ist allerdings das Ergebnis gesellschaftlicher Debatten um Aufarbeitung und Erinnerung. In diesen dominiert ein „Diktaturgedächtnis“, das den Erzählungen in Familie und Medien vom Alltag in der DDR häufig widerspricht. Anhand einer Analyse von konkretem Geschichtsunterricht, Lehrplänen, Schulbüchern, Geschichtsausstellungen und Interviews untersucht die vorliegende Studie, welche Erzählungen über und Deutungskonflikte um die DDR im Unterricht auftauchen und wie diese verhandelt werden. Der Unterrichtsvergleich zwischen Leipzig, Frankfurt am Main und Paris zeigt die Standortgebundenheit mancher Debatten, aber auch Anschlussmöglichkeiten für DDR-Geschichte an europäische Geschichte und die Geschichte der Arbeiterbewegung.
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35,99 € - 44,00 €
Politische Bildung als politisches Engagement
Überzeugungen entwickeln – sich einmischen – Flagge zeigen
Der Band versammelt Beiträge, die sich mit dem Leben, dem Engagement, dem Werk und dem Wirken des Fachdidaktikers Frank Nonnenmacher auseinandersetzen. In seinem Werk und Wirken in der politischen Bildung steht dieser dafür, dass Lehrpersonen selbst Überzeugungen entwickeln, sich einmischen und Flagge zeigen. Nonnenmacher wendet sich dadurch direkt und radikal gegen die Forderung nach Neutralität in der politischen Bildung, die aktuell wieder an Bedeutung zu gewinnen scheint. Die Beiträge fokussieren sowohl biographisch-historische Fragen, als auch konzeptionelle, theoretische und bildungspraktische Aspekte politischer Didaktik.
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23,99 € - 24,90 €
Urteilspraxis und Wertmaßstäbe im Unterricht
Ethik, Englisch, Geographie, Geschichte, politische Bildung, Religion
Fachliches Lernen im Unterricht verlangt von Lernenden und Lehrenden auf vielen Ebenen Urteilsvermögen, um streitbare Positionen verhandeln und bewerten zu können. Fraglich ist, wie Urteilsbildung jenseits der Beliebigkeit von Meinungen oder des machtvollen Besserwissens gelingen kann. „Das wird man ja noch sagen dürfen!“ ist ein Satz, der immer wieder zu hören und zu lesen ist. Statt einem anything goes das Wort zu reden, regt dieser Band über Fächergrenzen hinweg zu einer neuen Verständigung über eine derzeit wenig reflektierte Urteilspraxis an: Worüber wird in den jeweiligen Fächern geurteilt? Welche Rolle spielen Emotionen angesichts einer seit Kant stark kognitiv geprägten Vorstellung von Urteilsfähigkeit? Wie sind relevante Bewertungsmaßstäbe für „richtiges“ Urteilen und/oder Handeln zu gewinnen? Welche didaktisch-methodischen Konzepte sind geeignet, eine Provokation sozial erwünschter Antworten oder einen unfruchtbaren Schlagabtausch von Meinungen zu vermeiden?
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18,99 € - 22,90 €
Politische Bildung und Flucht – ein Paradigmenwechsel?!
Die deutsche Migrationspolitik ist nach 2015/16 nicht mehr die gleiche wie zuvor. Auch in der politischen Bildung zeigt sich ein Paradigmenwechsel. Es haben sich Ansätze einer politischen Bildung für und mit Geflüchteten entwickelt, die die Perspektive der Rechte in den Mittelpunkt stellen. Die versammelten Fachbeiträge und Projektbeschreibungen widmen sich unter anderem dieser Entwicklung.
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26,99 € - 28,00 €