Inklusion. Der pädagogische Umgang mit Heterogenität

Jahrbuch Ganztagsschule 2014

herausgegeben von
Sabine Maschke, Gunild Schulz-Gade, Ludwig Stecher
unter Mitarbeit von
Wolfgang Böttcher, Laura-Sophia Dill, Ina Döttinger, Antje Großheim, Inge Grothus, Clemens Hillenbrand, Andrea Hopf, Stephan Kielblock, Elisabeth Leicht-Eckardt, Maria Lisiecki, Maria-Elisabeth Loevenich, Sabine Maschke, Volker Masuhr, Stephan Maykus, Thomas Nachtwey, Jürgen Oelkers, Johanna-Luise Rühle, Ulrike Popp, Gunild Schulz-Gade, Wolf Schwarz, Ludwig Stecher, Wiltrud Thies, Michael Urban, Katharina Walgenbach, Hella Wenders, Rolf Werning

Inklusion ist in aller Munde. Auch die aktuelle schulpädagogische Diskussion kommt ohne dieses Stichwort nicht aus. Dies ist im Besonderen eine Herausforderung für die Ganztagsschule. Gerade von ihr wird auf Grund des erweiterten Zeit- und Lernrahmens erwartet, dass sie sich dieses Themas annimmt und innerhalb ihres Konzeptes Voraussetzungen für die Umsetzung von Inklusion schafft. Das Schwerpunktthema des Jahrbuchs Ganztagsschule befasst sich deshalb in diesem Jahr mit dem pädagogischen Umgang mit Heterogenität – oder anders ausgedrückt: mit Inklusion. Vielfältige Grundlagen- und Praxisbeitr…

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26,80 €

Bestellnummer: 14020
EAN: 9783954140206
ISBN: 978-3-95414020-6
Format: Broschur
Reihe: Jahrbuch Ganztagsschule
Erscheinungsjahr: 2013
Auflage: 1. Auflage 2013
Seitenzahl: 256
Produktinformationen

Inklusion ist in aller Munde. Auch die aktuelle schulpädagogische Diskussion kommt ohne dieses Stichwort nicht aus. Dies ist im Besonderen eine Herausforderung für die Ganztagsschule. Gerade von ihr wird auf Grund des erweiterten Zeit- und Lernrahmens erwartet, dass sie sich dieses Themas annimmt und innerhalb ihres Konzeptes Voraussetzungen für die Umsetzung von Inklusion schafft. Das Schwerpunktthema des Jahrbuchs Ganztagsschule befasst sich deshalb in diesem Jahr mit dem pädagogischen Umgang mit Heterogenität – oder anders ausgedrückt: mit Inklusion. Vielfältige Grundlagen- und Praxisbeiträge beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.

Weitere Themen:
Zukunftstaugliche Schule / Sozialpädagogik / Kulturelle Bildung / Demografischer Wandel / Bildung für Nachhaltigkeit / GTS in Hessen und Thüringen  / Ausland: Norwegen, Österreich / Rezensionen

Die Herausgeber:

Dr. phil. habil Sabine Maschke, Privatdozentin an der Universität Gießen; Leitung der Studie Jugend.Leben 2012. Arbeitsschwerpunkte: Qualitative Forschungsmethoden, Biografie- und Bildungsforschung, (außerschulische) Jugendbildung und -forschung.

OStRin Gunild Schulz-Gade, Mitarbeiterin in der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Hessen (Kassel). Arbeitsschwerpunkte: Ganztagsschulberatung (Qualitätsentwicklung, Inklusion), Schulbauberatung, Mitarbeit im Projekt „Neue Medien und Ganztagsschule“.

Prof. Dr. Ludwig Stecher, Institut für Erziehungswissenschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen, Forschungsschwerpunkte: Empirische Bildungsforschung, quantitative Forschungsmethoden, Ganztagsschulforschung, Kindheits- und Jugendforschung

 

 

 

Inhaltsübersicht

Vorwort der Herausgeber

Leitthema: Inklusion. Der pädagogische Umgang mit Heterogenität

Rolf Werning, Michael Urban
Inklusive Pädagogik in der Ganztagsschule

Katharina Walgenbach
Heterogenität als Grundlage pädagogischen Handelns

Clemens Hillenbrand
Inklusive Bildung: Wirksame Unterstützung des Lernens für alle Schüler

Elisabeth Leicht-Eckardt, Thomas Nachtwey
Inklusion durch Schulverpflegung

Volker Masuhr
Waldschule Flensburg. Der Weg von einer Schule mit Problemen zu einer Einrichtung mit Preisen

Grundlagen

Jürgen Oelkers
Defizite und Chancen: Zur Entwicklung einer zukunftstauglichen Schule

Wissenschaft und Forschung

Wolfgang Böttcher, Stephan Maykus
Sozialpädagogin oder Sozialpädagoge sein in der Ganztagsschule

Sabine Maschke, Stephan Kielblock
In bildender Absicht. Kulturelle Erfahrungen in der Ganztagsschule

Johanna-Luise Rühle, Laura-Sophia Dill
Ganztagsschule und demografischer Wandel im Bildungsprozess

Praxis

Ina Döttinger
Auf dem Weg zur Inklusiven Schule – der Jakob-Muth-Preis

Wiltrud Thies
Inklusive Schulen sind entwicklungsintensive Schulen. Ein Bericht aus der Sophie-Scholl-Schule Gießen

Maria-Elisabeth Loevenich
Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule. Ein Beitrag des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung

Hella Wenders
Gelingensbedingungen für Inklusion: Beispiel Berg Fidel

Berichte aus den Bundesländern

Wolf Schwarz
Qualitätssicherung für Ganztagsschulen. Die hessischen Richtlinien für ganztägig arbeitende Schulen

Anja Großheim
Ganztagsschulentwicklung in Thüringen

Ausland

Gunild Schulz-Gade
Norwegen. Eine Schule für alle – für alle eine Schule

Ulrike Popp
Berufliche Anforderungen und Professionsbewusstsein von Lehrerinnen und Lehrern an Ganztagsschulen.
Erfahrungen aus Österreich

Rezensionen

Stephan Kielblock
Silvia Dollinger: Gute (Ganztags-)Schule? Julius Klinkhardt 2012

Ludwig Stecher
Bernd Ganser, Thomas Mayr (Hrsg.): Gebundene Ganztagsschule. Das Praxisbuch, Auer 2012

Inge Grothus
Andreas Knoke, Maren Wichmann (Hrsg.): Bildungserfolge an Ganztagsschulen. Wochenschau 2013

Andrea Hopf, Maria Lisiecki
Frank Ragutt: Der Ausbau von Ganztagsschulangeboten als Schulreformprozess. Beltz Juventa 2013

Stephan Kielblock, Ludwig Stecher
Thomas Rauschenbach, Bettina Arnoldt, Christine Steiner, Heinz-Jürgen Stolz: Ganztagsschule als Hoffnungsträger für die Zukunft? Bertelsmann Stiftung 2012

 

Autor*innen

Wolfgang Böttcher
Dr. rer. pol. habil., Professor für Erziehungswissenschaft (mit den Schwerpunkten Evaluierung und Qualitätsmanagement) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Laura-Sophia Dill
Dipl. Sozialwiss., ist Sozialwissenschaftlerin beim Bonner Verein für gemeindenahe Psychatrie und dort für Sozialraumorientierte Soziale Arbeit zuständig. Arbeitsschwerpunkte sind Inklusion, Sozialraumorientierung und Bildungsforschung.

Ina Döttinger
Dr., seit 2006 in der Bertelsmann Stiftung tätig. Seit 2009 arbeitet sie im Projekt „Heterogenität und Bildung“, schwerpunktmäßig zum Thema Inklusion.

Antje Großheim
Koordinatorin für Gemeinsamen Unterricht und Fachberaterin für Schuleingangsphase für die Region Erfurt im Schulamtsbereich Mittelthüringen. Arbeitsschwerpunkte: „Wirksamkeit von Unterstützungssystemen“ und „Individualisierendes Lehren und Lernen“. Sie entwickelte ein eigenes Fortbildungskonzept zum individuellen Lernen.

Inge Grothus
Stellvertretende Direktorin im Landesinstitut für Schule, Bremen.

Clemens Hillenbrand
Univ.Prof., Dr.phil., SoL, Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik und Didaktik bei Beeinträchtigungen des Lernens, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, Fakultät 1, Carl-von-Ossietzky Universität, 26111 Oldenburg. Mitglied im Bundesvorstand des Verbands Sonderpädagogik – Fachverband für Behindertenpädagogik e.V., Schriftleiter der Zeitschrift für Heilpädagogik. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: evidenzbasierte Prävention und Intervention bei Lern- und Verhaltensstörungen, Schulabbruch/ Dropout, Inklusive Bildung.

Andrea Hopf
Dipl.-Soz.Wiss., Justus-Liebig-Universität Gießen, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Forschungsschwerpunkte: Hochschul- und Ganztagsschulforschung, Evaluationsforschung Kontakt:

Stephan Kielblock
wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „StEG – Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen“ am Institut für Erziehungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine Lehr- und Forschungsinteressen konzentrieren sich auf Bildungsprozesse im Bereich non-formaler und informeller Kontexte sowie auf die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Methoden.

Elisabeth Leicht-Eckardt
Dr., seit 1996 Professorin für Haushaltswissenschaften an der Hochschule Osnabrück. Seit 2012 leitet sie unter anderem das Projekt „Inklusion durch Schulverpflegung“ des WABE-Zentrums der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur und ist verantwortlich für die Bachelor- und Masterstudiengänge Lehramt an berufsbildenden Schulen, Teilstudiengang Ökotrophologie.

Maria Lisiecki
B.A., Justus-Liebig-Universität Gießen, Forschungspraktikantin. Forschungsschwerpunkte: Empirische Bildungsforschung

Maria-Elisabeth Loevenich
Geschäftsführerin der Codewalk ICT Consulting, Agentur zur Kommunikation nachhaltiger Themen, Produkte und Leistungen mit dem Schwerpunkt der Entwicklung von Bildungskonzepten, Projekten und Kampagnen zur Sensibilisierung der Bevölkerung für Klima und Ressourcenschutz sowie nachhaltige Lebensstile. Mitglied im Runden Tisch der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014, Projektleitung des mehrfach ausgezeichneten UN-Dekade Projektes Prima Klima in der Offenen Ganztagsschule und bundesweite BNE-Multiplikatorin.

Sabine Maschke
Dr. phil. habil.; Privatdozentin an der Universität Gießen; Leitung der Studie Jugend.Leben 2012. Arbeitsschwerpunkte: Qualitative Forschungsmethoden, Biografie- und Bildungsforschung, (außerschulische) Jugendbildung und -forschung.

Volker Masuhr
übernahm 1987 die Leitung eines Förderzentrums in Flensburg mit inklusiver Ausrichtung. Daneben arbeitete er auch für das Prüfungsamt Schleswig-Holstein und beteiligte sich dort an der Ausbildung für Schulleiter. Seit 2006 zusätzlich Leiter der Waldschule in Flensburg. Die Waldschule wurde unter seiner Führung vielfach ausgezeichnet und 2013 für den deutschen Schulpreis nominiert. Fortbildungskurse und Veranstaltungen zur Handhabung inklusiver Bildungsstrategien.

Stephan Maykus
Dr. phil. habil., Professor für Soziale Arbeit an der Hochschule Osnabrück und Privatdozent für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg.

Thomas Nachtwey
bis 2012 tätig bei der Serviceagentur Ganztägig Lernen Niedersachsen in Osnabrück. Seit 2012 tätig als Lehrer und Ganztagsschulberater.

Jürgen Oelkers
Prof. Dr., emeritierter Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Historische Bildungsforschung, vor allem des 18. und 19. Jahrhunderts, Reformpädagogik im internationalen Vergleich, Analytische Erziehungsphilosophie, Inhaltsanalysen öffentlicher Bildung, Bildungspolitik

Johanna-Luise Rühle
M.A., ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Pädagogik des Jugendalters an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Arbeitsschwerpunkte: Außerschulische Jugendbildung, Biografieforschung, Sozialisations- und Identitätsforschung.

Ulrike Popp
Dr. phil. habil., Diplom-Soziologin, Universitätsprofessorin für Schulpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Arbeitsschwerpunkte: Schulpädagogik, schulische Sozialisationsforschung, Jugendsoziologie, Geschlechterverhältnisse im Bildungsbereich, wissenschaftliche Begleitung und Forschung zu Ganztagsschulen in Österreich, insb. zu Lernkultur, Lehrer(innen)professionalität, Kinderfreundschaften, soziale Ungleichheiten und Akzeptanz verschränkter Ganztagsschulen.

Gunild Schulz-Gade
OStR., Mitarbeiterin in der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Hessen (Kassel). Arbeitsschwerpunkte: Ganztagsschulberatung (Qualitätsentwicklung, Inklusion), Schulbauberatung, Mitarbeit im Projekt „Neue Medien und Ganztagsschule“

Wolf Schwarz
Ministerialrat (MinR), Hessisches Kultusministerium, Wiesbaden Arbeitsschwerpunkte: Referatsleiter für Ganztagsschulen, individuelle Förderung, schulische Integration

Ludwig Stecher
Prof. Dr., Institut für Erziehungswissenschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen, Forschungsschwerpunkte: Empirische Bildungsforschung, quantitative Forschungsmethoden, Ganztagsschulforschung, Kindheits- und Jugendforschung

Wiltrud Thies
langjährige Schulleiterin der Sophie-Scholl-Schule Gießen, ist derzeit mit Vorträgen und Fortbildungsaktivitäten in der Schulberatung im Projekt sophie-scholl-inklusiv sowie im Expertenkreis „Inklusive Bildung“ der Deutschen UNESCO aktiv.

Michael Urban
Professor für Sonderpädagogik (Schwerpunkt Diagnose und Förderung) an der Universität Bielefeld.

Katharina Walgenbach
Professur für Gender und Diversity in Erziehungs- und Sozialwissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal. Publikation: Heterogenität – Intersektionalität – Diversity in der Erziehungswissenschaft.

Hella Wenders
Regisseurin des Filmes Berg Fidel – eine Schule für alle.

Rolf Werning
Dr. phil., Dipl.-Päd., Professor für Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen am Institut für Sonderpädagogik der Leibnitz Universtität Hannover. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Inklusive Pädagogik und Schulentwicklung, Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen, Lehrer(innen)professionalität, systemische Beratung.

Stimmen zum Buch

"Dieses Jahrbuch sei denen empfohlen, die sich im Bereich der Ganztagsschulentwicklung einen aktuellen Überblick verschaffen wollen. Des Weiteren sollte sich die Reihe im Präsenzbestand der Schulen befinden, die sich als wirkliche Ganztagsschule verstehen und im Sinne einer progressiven Schulentwicklung immer wieder Impulse von außen zulassen."

Gabriel Hund-Göschel, schulpädagogik.de

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In der öffentlichen Diskussion um die Ganztagsschule hört man immer wieder das Argument, sie fördere das soziale Lernen und gleiche familiäre Defizite aus. Damit wäre sie ein wichtiges bildungspolitisches Instrument, um der in „PISA“ immer wieder festgestellten Koppelung des Schulerfolgs an die soziale Herkunft entgegenzuwirken. Aber stimmt das auch? Gibt es empirische Befunde, die das belegen? Wie sieht die Praxis aus? Und welche Instrumente bzw. Ressourcen müssen vorhanden sein, um eine sozial förderliche Lernumgebung für alle Kinder zu schaffen? Die Herausgeber versammeln grundlegende wie praktische Beiträge, um die Vielschichtigkeit des Themas zu beleuchten und wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu transferieren. ** Mit der Bestellung eines Titels zur Fortsetzung erhalten Sie diesen Titel sowie alle künftigen Titel der entsprechenden Reihe direkt nach Erscheinen zugesandt. Ein weiterer Vorteil: Sie sparen rund 20 Prozent gegenüber der Einzelbestellung. Der Fortsetzungsbezug ist jederzeit kündbar – eine kurze Mitteilung an uns genügt!
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Jahrbuch Ganztagsschule 2015: Potenziale der Ganztagsschule nutzen
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Die Bedingungen des Aufwachsens sind heute rasanten Veränderungen unterworfen – auch in Familie und Schule. Damit einher gehen Veränderungen in den Sichtweisen, Zielen und Zukunftswünschen von Kinder und Jugendlichen. Die Veränderungen spiegeln sich in Begriffen wie: bildungs- und leistungsaffine, verplante, beschleunigte und individualisierte, gefährdete und mediatisierte Kindheit und Jugend. Die Institution (Ganztags-)Schule ist gefordert, auf diese Veränderungen innerschulisch angemessen zu reagieren. Das Jahrbuch Ganztagsschule stellt aktuelle Forschungsergebnisse praxisbezogen dar, liefert einen Überblick über neuere Literatur zum Thema und macht gute Praxis bundesweit bekannt. Es gehört in die Lehrerbibliothek jeder Ganztagsschule und sollte von allen gelesen werden, die auf schulischer, kommunaler oder politischer Ebene mit ganztägig arbeitenden Schulen zu tun haben.
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Eine voll ausgebaute Ganztagsschule sollte die Zeit der Kinder und Jugendlichen nicht für „Verunterrichtlichung“, sondern für anderes, für den Erwerb von Kompetenzen jenseits des unmittelbar schulisch und fachlich Geforderten verwenden. In diesem Kontext bedeutet „mehr als Schule“ auch mehr Verantwortung der Schule: Verantwortung für die Initiierung von Bildungsprozessen, die Kinder und Jugendliche in ihrem sozialen Umfeld nicht zwangsläufig erwerben können, Verantwortung für eine aktive Beteiligung an der Herstellung von mehr demokratischen Strukturen und Chancengerechtigkeit, Verantwortung für Lebens-, Handlungs- und Partizipationsfähigkeit. Das Jahrbuch Ganztagsschule 2011 unternimmt mit seinem diesjährigen Leitthema den Versuch, anhand ausgewählter Beispiele darzustellen, inwieweit Ganztagsschule über Unterricht hinausgeht und auf ganz unterschiedlichen Ebenen „mehr als Schule“ ist. Weitere Themen: Pädagogisches Kochen | Mehrsprachigkeit | Mittagsessen | Demographischer Wandel | Forschungsberichte | Entwicklung in Bayern und Baden-Württemberg | Nachmittagsbetreuung in Österreich | Kongressberichte | Nachrichten | Rezensionen
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An Ganztagsschule in Deutschland ist u.a. die Erwartung geknüpft, dass sie beste Bedingungen für eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler bietet und sowohl zur Vermeidung von Benachteiligungen als auch zur Förderung von Begabungen beiträgt. Insbesondere seit der Debatte um die Verkürzung der Lernzeit des Gymnasiums auf acht Jahre und der damit einhergehenden Verlagerung des Unterrichts auf den Nachmittag wurde jedoch der Fokus zu sehr auf die Förderung der intellektuellen Fähigkeiten gelegt. Die Förderung sozialer und kreativer Kompetenzen stand eher hinten an. Das Jahrbuch Ganztagsschule 2010 stellt sich im Schwerpunktthema der Frage, wie vielseitige Förderung gelingen kann. Weitere Themen: Medienerziehung • Schulberatung • Neurowissenschaftliche Grundlagen • Partizipation • Ergebnisse aus StEG • Kooperation Schule/Jugendarbeit in NRW • Entwicklung in Schleswig-Holstein • Ganztagsschule in der Schweiz • Kongressberichte • Verbundprojekt „Lernen für den GanzTag“ • Rezensionen • Neuerscheinungen
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Mit dem Ausbau der Ganztagsschule in Deutschland ist auch die Hoffnung verknüpft, es möge sich innerhalb der veränderten Strukturen eine neue Kultur des Lernens etablieren. Denn nur den Unterrichtstag zu verlängern, um an den Nachmittagen Kinder und Jugendliche zu betreuen, genügt nicht. Es geht um eine Verbesserung der Qualität des Lehrens und des Lernens. Die zentrale Frage lautet: Wie werden der Unterricht und die Lernkultur durch die Einführung der Ganztagsschule verändert? Das Jahrbuch Ganztagsschule 2008 befasst sich in seinem Leitthema mit dieser spannenden und zukunftsweisenden Frage. Weitere Themen: Berichte zur Ganztagsschulentwicklung aus Nordrhein-Westfalen, Bremen und Berlin - Pädagogische Grundlagen - Praxisberichte: Freie Ganztagsschule, Grundschule, freie Lernorte - Wissenschaft und Forschung: Innovationsentwicklung, Schulische Betreuung in Österreich, Hausaufgaben - Kongressberichte - Stellungnahmen - Buchbesprechungen
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Die gegenwärtige Ganztagsschulentwicklung bezieht Schulkooperationen in größerem Maße ein, als das in früheren Jahrzehnten der Fall war. Sie erfahren aus unterschiedlichen Gründen – auch argumentativ auf den Bildungsauftrag bezogen – unerwartete Wertschätzung. Bildungspolitiker, Finanzexperten, Wissenschaftler und pädagogische Praktiker scheinen sich darin einig, dass die Realisierung ganztägiger Schulkonzeptionen ohne außerschulische Kooperationspartner nicht mehr stattfinden kann (oder soll); – aber in welchem Ausmaß, mit welchem Auftrag und in welcher Verzahnung die Mitarbeit eingebracht werden soll, dies wird durchaus unterschiedlich gesehen. Das Jahrbuch Ganztagsschule 2006 widmet sich in seinem Schwerpunkt dieser Thematik und beleuchtet Schulkooperationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Weitere Themen: Berichte aus Nordrhein-Westfalen und Hessen - Pädagogische Grundlagen - Praxisberichte: Grundschule, Realschule, Mittagessen, Lernatelier - Filmbesprechung „Treibhäuser der Zukunft“ - Wissenschaft und Forschung - Nachrichten - Stellungnahmen, Empfehlungen. "Wer den Einstieg in die Ganztagsschule wagt, auf dem neuesten Stand der Entwicklung sein will oder Anregungen für seine eigene pädagogische Praxis sucht, sollte dieses Jahrbuch zur Hand nehmen." (Grundschule 10/2006)
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Das Jahrbuch Ganztagsschule nimmt in diesem Jahr die gelebte Praxis, die Entwicklungsmöglichkeiten und die Potentiale von Ganztagsschule in den Blick. Im Fokus stehen die konzeptionelle Planung der ganztägig angelegten Schule, der gestalterische Prozess der Umsetzung und die kritische Betrachtung des Praktizierten. So unterschiedliche Beiträge wie z.B. zur „Ganztagsschule als kreativem Feld“, zu den Konzepten der „rhythmisierten Lernzeit“ und des Lernorts „Schreib-Lesezentrum“ belegen, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, den erweiterten Zeitrahmen für innovative und schülerorientierte Ansätze zu nutzen.
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