Individuelle Förderung

von
Peter Massing, Sabine Achour

Individuell fördern heißt, den einzelnen Schüler entsprechend seinen Begabungen und Möglichkeiten optimal zu unterstützen. Im engeren Sinne gehören hierzu alle pädagogischen, didaktischen und methodischen Überlegungen, diesem Ziel auch innerhalb des Unterrichts im heterogenen Klassenverband so weit wie möglich Rechnung zu tragen. Wie lässt sich der Anspruch auf Individuelle Förderung im sozialwissenschaftlichen Unterricht einlösen? Welche Ziele, Strategien und Maßnahmen gibt es? Welche Schwierigkeiten treten bei der Umsetzung auf? Die WOCHENSCHAU-Sonderausgabe zum Thema „Individuelle Förderun…

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Bestellnummer: 17s
EAN: 17s (Print) / 9783734405785 (PDF)
ISBN: 17s (Print) / 978-3-7344-0578-5 (PDF)
Reihe: Wochenschau Sonderausgabe, Sek. I+II
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenzahl: 72
Produktinformationen
Individuell fördern heißt, den einzelnen Schüler entsprechend seinen Begabungen und Möglichkeiten optimal zu unterstützen. Im engeren Sinne gehören hierzu alle pädagogischen, didaktischen und methodischen Überlegungen, diesem Ziel auch innerhalb des Unterrichts im heterogenen Klassenverband so weit wie möglich Rechnung zu tragen. Wie lässt sich der Anspruch auf Individuelle Förderung im sozialwissenschaftlichen Unterricht einlösen? Welche Ziele, Strategien und Maßnahmen gibt es? Welche Schwierigkeiten treten bei der Umsetzung auf? Die WOCHENSCHAU-Sonderausgabe zum Thema „Individuelle Förderung“ gibt Lehrerinnen und Lehrern praktische Hilfestellungen und Anregungen zur Differenzierung und Individualisierung im sozialwissenschaftlichen Unterricht an die Hand.
Inhaltsübersicht
 


Individuelle Förderung


 

Peter Massing

Was bedeutet individuelle Förderung für den Politikunterricht?

 

Anja Besand

Individuelle Förderung  Es ist gar nicht so schwer

 

Sabine Achour/Annemarie Jordan

Formulieren politischer Urteile – professionell wahrnehmen & kompetent fördern

 

Mathias Sieberkrob/Cornelia Chmiel

Sprachbildung im Politikunterricht

 

Michael May

Politisches Lernen durch Diagnose und Beratung?

 

Ingrid Kunze

Was denken Lehrer_innen über individuelle Förderung?

 

Veit Straßner

Leistungsüberprüfung und -bewertung im Politikunterricht

 

Diemut Ophardt, Felicitas Thiel & Victoria L. Barth

Unterrichtsstörungen

 

Lena Rother

„Willkommensklassen“: Reelle Chance auf individuelle Förderung?

Autor*innen

Prof. Dr. Peter Massing ist Professor für Sozialkunde und Didaktik der Politik am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin.

Prof. Dr. Anja Besand ist seit 2009 Professorin für Didaktik der Politischen Bildung an der Technischen Universität Dresden. Von 1998 bis 2004 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, bevor sie im Herbst 2004 als Juniorprofessorin an die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg berufen wurde.

Prof. Dr. Sabine Achour ist Professorin am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Sie lehrt Politikdidaktik und politische Bildung.

Annemarie Jordan ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Politikdidaktik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin im Projekt „K2teach – Know how to teach“.

Matthias Sieberkrob ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin im Projekt „Sprachen – Bilden – Chancen: Innovationen für das Berliner Lehramt“.

Cornelia Chmiel studiert Geschichte und Deutsche Philologie auf Lehramt an der FU Berlin und ist studentische Mitarbeiterin im Projekt „Sprachen – Bilden – Chancen: Innovationen für das Berliner Lehramt“. Berlin und ist studentische Mitarbeiterin im Projekt „Sprachen – Bilden – Chancen: Innovationen für das Berliner Lehramt“.

Prof. Dr. Michael May ist Universitätsprofessor für Didaktik der Politik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 2009 – 2012 war er Fachleiter für Referendarinnen und Referendare am Studienseminar Braunschweig im Fach Politik-Wirtschaft.

Prof. Dr. Ingrid Kunze ist Professorin für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Allgemeine Didaktik am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Osnabrück. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bildungsgangdidaktik, individuelle Förderung, Lehrerbildungsforschung und Deutschdidaktik.

Dr. Veit Straßner ist Oberstudienrat an der UNESCO Projekt-Schule IGS Kurt Schumacher Ingelheim. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Unterrichtsmaterialien sowie von Publikationen zu politik- und religionsdidaktischen Themen.

Dr. Diemut Ophardt ist Geschäftsführerin der School of Education an der TU Berlin.

Prof. Dr. Felicitas Thiel ist seit Oktober 2006 Professorin für Schulpädagogik/Schulentwicklungsforschung an der FU Berlin.

Dr. Victoria L. Barth ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin. Seit 2012 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin am Arbeitsbereich Schulpädagogik/Schulentwicklungsforschung.

Lena Rother arbeitet seit April 2016 für eine internationale Kinderrechtsorganisation im deutschen Programmbereich zum Thema Kinderrechte für Kinderflüchtlinge, u. a. dem Recht auf Bildung. In ihrer Master-Arbeit befasste sie sich mit der Frage, was die größten institutionellen Herausforderungen im Berliner Bildungssystem sind, um junge Geflüchtete zu integrieren.

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Individuelle Förderung
Der Thementeil des Heftes zeigt, wie besondere Schulen mit der Anforderung individueller Förderung umgehen, welche Schulstrukturen dazugehören, welche Lernangebote und welche Aktivitäten. Ganz unterschiedliche Schulen werden vorgestellt, in denen individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler als Leitidee ernst genommen wird. Oft fühlen sich Lehrerinnen und Lehrer alleingelassen, wenn eigentlich sinnvolle pädagogische Anforderungen an ihren Unterricht gestellt werden. Keine Lehrerin, kein Lehrer wird sich gegen individuelle Förderung stellen, keine Lehrerin, kein Lehrer wird einen inkludierenden Unterricht ablehnen. Es kommt aber sehr wohl auf die Bedingungen an, unter denen diese Konzepte im Schulalltag umgesetzt werden sollen. Wie sehen die Unterstützungssysteme an der Schule aus? Welche Fortbildungsangebote gibt es, welche Personalausstattung in der Klasse? Aus den Beiträgen in diesem Heft kann man ablesen: Es sind nicht x-beliebige Schulen, die erfolgreich sind. Die Heinrich-von-Stephan-Schule in Berlin zeigt, wie eine der neu gegründeten Gemeinschaftsschulen in Berlin mit den Anforderungen an eine größere Heterogenität in der Schülerschaft strukturell und pädagogisch umgeht. Offensichtlich sind insbesondere Schulen erfolgreich, die die Konzeption von gemeinsamem Lernen umsetzen. Und noch etwas fällt ins Auge: Es sind nicht zufällig die Grundschulen die innovativsten Schulen in unserem Schulsystem. In dieser Ausgabe außerdem: ein Interview mit dem Schulforscher Hans Bügelmann, der sich mit der Aussagekraft von standardisierten Großuntersuchungen auseinandersetzt. Diese werden keineswegs verdammt, aber relativiert: Der Nutzen ihrer Ergebnisse für den Unterricht der einzelnen Lehrerin, des einzelnen Lehrers ist nur eingeschränkt erkennbar. Anlass für das Interview mit Hans Brügelmann war eine Neuerscheinung, in der er sich genau diesem Thema ausführlich widmete. Sein Resümee: „Weder ist Bildungsforschung zu Vorschriften berechtigt noch ist sie in der Lage, Handlungsentscheidungen aus Daten abzuleiten. Ihre Aufgabe ist Anregung, Herausforderung und kritische Befragung.“
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