Handbuch Planspiele in der politischen Bildung

herausgegeben von
Andreas Petrik, Stefan Rappenglück
unter Mitarbeit von
Holger-Michael Arndt, Markus W. Behne, Wolfgang Berger, Frank Burgdörfer, Detlef Dechant, Benedikt Dierßen, Thomas Eberle, Tim Engartner, Christian Fischer, Hanja Hansen, Caroline Elisabeth Heil, Christopher Hempel, David Jahr, Konstantin Kaiser, Steven Kawalle, Maximilian Knogler, Willy Christian Kriz, Johanna Leunig, Klaus Masch, Maria Theresa Meßner, Heidi Ness, Monika Oberle, Bernhard Ohlmeier, Andreas Petrik, Simon Raiser, Stefan Rappenglück, Bettina Schmitt, Sebastian Schwägele, Michael Stroh, Eric Treske, Bernd Grafe-Ulke, Markus Ulrich, Björn Warkalla

Planspiele werden in Schulen, bei Trägern der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung, in der Internationalen Jugendarbeit und nicht zuletzt in der universitären Ausbildung mit großer Resonanz angewendet. Sie geben Einblicke in institutionelle Aushandlungsprozesse aus der Akteursperspektive heraus. Vorurteile über das Handeln von Funktionären in Politik, Recht und Wirtschaft können abgebaut werden. Demokratische Geschäftsordnungen und Entscheidungsverfahren erweisen sich als sinnvoll zur friedlichen Koordinierung widerstreitender Interessen. Demokratie wird mit ihren Gestaltungschance…

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Bestellnummer: 40421
EAN: 9783734404214
ISBN: 978-3-7344-0421-4
Erscheinungsjahr: 2017
Seitenzahl: 336
Produktinformationen

Planspiele werden in Schulen, bei Trägern der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung, in der Internationalen Jugendarbeit und nicht zuletzt in der universitären Ausbildung mit großer Resonanz angewendet. Sie geben Einblicke in institutionelle Aushandlungsprozesse aus der Akteursperspektive heraus. Vorurteile über das Handeln von Funktionären in Politik, Recht und Wirtschaft können abgebaut werden. Demokratische Geschäftsordnungen und Entscheidungsverfahren erweisen sich als sinnvoll zur friedlichen Koordinierung widerstreitender Interessen. Demokratie wird mit ihren Gestaltungschancen erlebbar.

Dieses interdisziplinäre Handbuch wurde von Wissenschaftlern und Praktikern aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zur Verwendung in Wissenschaft und Praxis verfasst. Es führt anhand zahlreicher Praxisbeispiele in die Konzeption, Lerntheorie, Durchführung und Evaluation von Planspielen ein. Abgerundet wird der Band mit einem Serviceteil.

Inhaltsübersicht

Andreas Petrik, Stefan Rappenglück
Einführung

I. Grundlagen des Lehrens und Lernens mit Planspielen

Stefan Rappenglück
Planspiele in der Praxis der politischen Bildung: Entwicklung, Durchführung, Varianten und Trends

Andreas Petrik
Raus aus der Alltagswelt! Über die unterschätzte Anforderung der transpersonalen Perspektivenübernahme in Planspielen

Sebastian Schwägele
Lerntransfer beim Planspieleinsatz

II. Planspiele zur Vermittlung politischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Zusammenhänge

Tim Engartner, Theresa Meßner
Tarifverhandlungen als Gegenstand von Planspielen in der Gewerkschaftlichen Bildungsarbeit.
Entwicklung, Erprobung und Evaluation in Forschung und Lehre

Christian Fischer
Planspiel Wirtschaftsordnungen

Klaus Masch, Maximilian Knogler
Die Energiewende im Unterricht: Problembasiertes Lernen im Planspiel Energetingen

Michael Stroh
Planspiele zur Nachhaltigkeit

Frank Burgdörfer, Heidi Ness
Parlamentarische Prozesse vermitteln

Caroline Elisabeth Heil, Bettina Schmitt
Unser Pfefferstadt! Wie wird eigentlich Politik gemacht?
Ein Planspiel zur Kommunalpolitik für Kinder

Bernd Grafe-Ulke
Das Gewissen Europas? Simulation von Fällen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

Simon Raiser, Björn Warkalla
Planspiele zur internationalen und globalen Politik

Holger-Michael Arndt, Markus W. Behne
"Powerplay im Euro-Raum“.
Planspiel zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion

III. Planspiele in der Aus- und Weiterbildung

Thomas Eberle, Willy Kriz
Planspiele in der Hochschullehre und Hochschuldidaktik

Thomas Eberle
Planspiel, Erlebnispädagogik, Outdoor-Training – Chancen erfahrungsorientierter Lernsettings

Steven Kawalle
Planspiel: Lehren und Forschen in Synergie

Hanja Hansen
Planspiele für die systemsensitive Schulentwicklung

IV. Evaluation von Planspielen

Christopher Hempel, David Jahr, Andreas Petrik
„Dann sind wir ja genauso weit wie vorher.” Dokumentarische Analyse und fachdidaktische Diskussion einer Planspielsequenz zur Konfliktlösung im UN-Sicherheitsrat

Maximilian Knogler, Klaus Masch
Die Verknüpfung von Evaluation und Entwicklung: Design-basierte Forschung mit Planspiele

Wolfgang Berger, Benedikt Dierßen
Evaluation der Reihe „Europa im Rathaus“

Monika Oberle, Johanna Leunig
EU-Planspiele im Politikunterricht – Effekte auf politische Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern

Bernhard Ohlmeier
Politische Handlungskompetenzen fördern und evaluieren – am Beispiel eines Planspiels zur politischen Bildung in der Grundschule

V. Neue Entwicklungen

Konstantin Kaiser, Simon Raiser, Björn Warkalla
Einfach digital! – Onlineplanspiele in der politischen Bildung

Eric Treske
Policy Games und ihre Rolle in einer partizipativen Bürgergesellschaft – Planspiele in den Niederlanden

Markus Ulrich
Planspiele grenzenlos – ein Blick in die Zukunft

VI. Serviceangebote

Detlef Dechant
Die Planspieldatenbank der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb: www.bpb.de/planspiele
Europäisches Planspielforum – Planspieltagung mit Tradition und neuen Wegen
Planspiel+ multimedialer Wissensmarktplatz im Internet
Deutscher Planspielpreis – wissenschaftlicher Wettbewerb für den Nachwuchs
Zentrum für Managementsimulation (ZMS) – Kompetenzzentrum für Planspiele
Fachverband SAGSAGA – Netzwerk für die Planspielmethode

Literatur (Auswahl)
Sachregister
Verzeichnis der Planspielsteckbriefe
Autorinnen und Autoren

Autor*innen

Holger-Michael Arndt
ist Rechtsanwalt und einer der beiden Geschäftsführer der CIVIC GmbH-Institut für internationale Bildung in Düsseldorf. Als Dozent ist er insbesondere in der europabezogenen Bildungsarbeit im In- und Ausland tätig. Er ist Autor zahlreicher Publikationen im Bereich der Europapolitik und der europapolitischen und europarechtlichen Bildungsarbeit.

Markus W. Behne
ist Projektentwickler der CIVIC GmbH-Institut GmbH für internationale Bildung. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung e. V. – Landesverband Niedersachsen. Als Dozent ist er in der europabezogenen Bildungsarbeit tätig. Er ist Autor zahlreicher Publikationen im Bereich der Europapolitik und der europabezogenen Bildungsarbeit.

Wolfgang Berger
war bis 2016 Leiter der Außenstelle Heidelberg der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, zuvor Referent für außerschulische Jugendbildung bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg in Stuttgart. Arbeitsschwerpunkte: Jugendpartizipation, Jugendgemeinderäte, Europa, Planspiele. Autor von Publikationen zur Jugendpartizipation, Planspielen.

Frank Burgdörfer
Diplom-Politologe, Diplom-Ökonom, MSc. Seit 2007 Mitinhaber der Agentur polyspektiv Burgdörfer & Ness GbR; Konzipierung und Realisierung europabezogener politischer Bildungsprojekte, z. B. für den Bundesrat, den Deutschen Bundestag und das Europäische Parlament. Er ist seit 2014 Mitglied im Vorstand der Europäischen Bewegung Deutschland e. V. und Mitglied des „Team Europe“ der EU-Kommission.

Detlef Dechant
ist Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung, dort zuständig für die Planspielangebote des Hauses.

Benedikt Dierßen
Diplom-Soziologe, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Amt für Stadtentwicklung und dort für Umfrageforschung zuständig. Zuvor war er Projektmitarbeiter bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (Außenstelle Heidelberg).

Thomas Eberle
Prof. Dr. phil. habil., Universitätsprofessor, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Arbeits- und Forschungsschwerpunkte (u. a.): Erfahrungsorientiertes Lernen mit Planspiel und Outdoor-Training, Förderung von Schlüsselkompetenzen, Hochschuldidaktik. Gründungsmitglied, ehemaliger erster Vorsitzender und nun Mitglied des Fachbeirats der Gesellschaft für Planspiele in Deutschland, Österreich und der Schweiz e. V. (SAGSAGA), Mitinitiator des Deutschen Planspielpreises und Mitglied der Jury.

Tim Engartner
Dr. phil, ist Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt/M. und Mitglied des Direktoriums der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL). Arbeitsschwerpunkte (u. a.): Empirische und normative Grundlagen der sozialwissenschaftlichen Didaktik, Einstellungen von Schülerinnen und Schülern, Analyse, Bewertung und Entwicklung von Unterrichtsmaterialien, Wandel der Staatlichkeit.

Christian Fischer
Dr. phil., ist seit März 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politik und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock, Bereich: Politische Bildung/Didaktik der Politischen Bildung. Im Rahmen seiner Dissertation an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg entwickelte er das Planspiel "Wirtschaftsordnungen" und untersuchte es empirisch. Als Lehrer für Sozialkunde und Geschichte sammelte er Unterrichtserfahrungen an verschiedenen Schulformen. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Politikdidaktische Praxis- und Aktionsforschung, qualitative und kompetenzorientierte Unterrichtsforschung.

Bernd Grafe-Ulke
Politologe, M.A. ist seit vielen Jahren in der politischen und wirtschaftlichen Erwachsenenbildung tätig, seit 2009 bei der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten im Bereich der menschenrechtsorientierten historisch-politischen Bildung. Er leitete 2012-15 das Projekt „Entrechtung als Lebenserfahrung – Netzwerk für Menschenrechtsbildung“ und seit 2015 das Projekt „Kompetent gegen Antiziganismus – in Geschichte und Gegenwart“.

Hanja Hansen
Dr. phil., ist seit 2013 Prorektorin für Weiterbildung und Dienstleistungen an der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen und ab 2018 in der gleichen Funktion an der Pädagogischen Hochschule Zürich tätig. Arbeitsschwerpunkte (u. a.): Organisations- und Schulentwicklung, Führung, Weiterbildungsmanagement. Zahlreiche Publikationen zur Planspielmethode und Organisationsentwicklung.

Caroline Heil
Rechtsanwältin in Berlin; nebenberufliches Engagement in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung mit dem Schwerpunkt Konzeption und Durchführung von Seminaren mit Planspielen.

Christopher Hempel
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich „Allgemeine Didaktik und Schulpädagogik des Sekundbereichs“ der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Leipzig.

David Jahr
ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Zentrum für Lehrerbildung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Konstantin Kaiser
Dipl. Politikwissenschaftler, Freie Universität Berlin, Mitarbeiter bei Planpolitik, Koordination der Bereiche Online- und Blended-Angebote; Veranstaltungskonzeption und -durchführung.

Steven Kawalle
Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Betriebswirtschaftslehre an der TU Braunschweig, Gegenwärtig Doktorand. Derzeit entwickelt er im gamelab.berlin des Exzellenzclusters der HU Berlin sein Planspiel „Decide&Survive“ als Onlineversion weiter und ist mit diesem in der Lehre an deutschen und internationalen Institutionen tätig.

Maximilian Knogler
Dr. phil., wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität München, TUM School of Education. Arbeitsschwerpunkte: Design von Lernumgebungen und der Transfer von Forschungsergebnissen in die praktische Umsetzung. Publikationen und Trainings

Willy Kriz
Prof. an der Fachhochschule Voralberg in Dornbirn im Departement für Management und Business Administration; Beauftragter für Hochschuldidaktik der Fachhochschule Vorarlberg. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte (u. a.): Entwicklung von Planspielen, Unternehmensführung und Management. Gründungs- und Vorstandsmitglied sowie langjähriger Vorsitzender der SAGSAGA (Swiss Austrian German Simulation and Gaming Association), nun Sprecher des Fachbeirates. Seit 1998 Mitglied im Vorstand der ISAGA (International Simulation And Gaming Association). Gründer und Direktor der ISAGA-Summer-School. Seit 2010 Mitglied der Jury des Deutschen Planspielpreises. Mitglied im Editorial Board des Journals Simulation & Gaming und Verfasser zahlreicher Publikationen zur Planspielmethode.

Johanna Leunig
Diplom-Sozialwissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovendin am Lehrstuhl Politikwissenschaft/Didaktik der Politik an der Georg-August-Universität Göttingen. Forschungsinteressen: Empirische Bildungsforschung, Geschlecht und politische Bildung, politische EU-Bildung.

Klaus Masch
ist Oberstudienrat für die Fächer Mathematik und Physik am Gymnasium Miesbach.

Maria Theresa Meßner
M.A., Studium der Politikwissenschaft, Geographie und Rechtswissenschaft, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Didaktik der Sozialwissenschaften, Level Lehrerbildung vernetzt entwickeln an der Goethe-Universität Frankfurt/M. Arbeitsschwerpunkt: Planspiele in der Hochschullehre und im Politikunterricht.

Heidi Ness
Politikwissenschaftlerin, M.A., arbeitet seit vielen Jahren mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der politischen Bildung. Mitgründerin und Mitinhaberin der Agentur polyspektiv Burgdörfer & Ness GbR. Schwerpunkte: Planspiele und Projekte in den Bereichen Dialog und Partizipation.

Monika Oberle
Dr. phil., ist Professorin für Politikwissenschaft/Didaktik der Politik an der Georg-August-Universität Göttingen. Sprecherin der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE), Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF) sowie Mitglied des Sprecherkreiseses der Sektion politische Wissenschaft und politische Bildung in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW). Arbeitsschwerpunkte (u. a.): Empirische Lehr-Lern-Forschung zur politischen Bildung, politische Kompetenzentwicklung, politische EU‑Bildung, Wirkungen und Gelingensbedingungen von Planspielen (insb. zur Europäischen Union), Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Bernhard Ohlmeier
PD Dr. phil., ist Akademischer Oberrat an der Professur für Politische Bildung und Politikdidaktik an der Universität Augsburg. Arbeitsschwerpunkte (Auswahl): Soziales, moralisches, demokratisches und politisches Lernen; Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung; Politische Bildung in der Grundschule.

Andreas Petrik
Dr. phil., Universitätsprofessor für Didaktik der Sozialkunde an der Universität Halle-Wittenberg. Vormals Studienrat für Deutsch, Gemeinschaftskunde, Geschichte und Darstellendes Spiel am Corvey-Gymnasium Hamburg und Mitglied des Graduiertenkollegs Bildungsgangforschung der Uni Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Best-Practice-, Argumentations- und Lernprozessforschung im Fach Politische Bildung, politische Urteilsbildung und Konfliktfähigkeit, das genetische Prinzip nach Martin Wagenschein, handlungsorientierte und simulative Methoden, Gesellschaftstheorien, Zukunftsforschung, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

Simon Raiser
Dipl. Politikwissenschaftler, Freie Universität Berlin, Geschäftsführung und Gesamtkoordination; Veranstaltungskonzeption und -durchführung bei Planpolitik Berlin.

Stefan Rappenglück
Dr. phil., Professor für Europäische Studien an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Schwerpunkte: Europa, Europavermittlung, Planspiele, Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Planspiele in Deutschland, Österreich und der Schweiz e. V. (SAGSAGA) und der Jury des deutschen Planspielpreises. Konzipierung und Begleitung der Datenbank „Planspiele in der politischen Bildung“ der Bundeszentrale für politische Bildung. Mitglied im Vorstand von GPJE, DVPW und des Landesverbandes Bayern der DVPB.

Bettina Schmitt
Rechtsanwältin, Lehrbeauftragte an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München mit dem Fokus auf dem Europarecht unter verschiedenen Fachaspekten, seit vielen Jahren engagiert in der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung mit der Entwicklung und Durchführung von Planspielen. Schwerpunkte: „Europäische Union – Europarecht“ und „Kommune – Kommunalrecht“.

Michael Stroh
ist seit 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und seit 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Lehrstuhl für Schulpädagogik. Arbeitsschwerpunkte u. a.: (Plan-)Spiele als Lehr-Lernform, Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Inklusion.

Sebastian Schwägele
Dr. phil., Diplom-Pädagoge. Von 2008 bis 2016 Leiter des Zentrums für Managementsimulation (ZMS) an der DHBW Stuttgart und verantwortlich für die Optimierung des Planspieleinsatzes in der Lehre. Derzeit arbeitet er als Berater bei einem mittelständischen Unternehmen in Stuttgart. Stellv. Vorsitzender der Gesellschaft für Planspiele in Deutschland, Österreich und der Schweiz e. V. Arbeitsschwerpunkte: Gestaltung von Lernumgebungen, Ausbildung von Seminarleiter/innen und Moderator/innen; Planspielanwendung, Planspielentwicklung, Planspielforschung.

Eric Treske
Soziologe, Gründer und Inhaber von Intrestik. Vorsitzender der Gesellschaft für Planspiele in Deutschland, Österreich und der Schweiz e. V. Mitglied in der Jury des deutschen Planspielpreises. Arbeitsschwerpunkte: Moderation kommunaler Beteiligungsprozesse.

Markus Ulrich
Dr., war von 1985 bis 2000 als Forscher und Dozent in der Umweltmodellierung an der Eidgenössischen Hochschule Zürich tätig und gründete 1997 die Firma UCS Ulrich Creative Simulations. Regelmäßige Teilnahme an den Konferenzen der Planspielvereinigungen ISAGA und SAGSAGA. Von 2006 bis 2012 Trainer in der International Summer School in Gaming Simulation. Dozent für Nachhaltiges Management an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).

Björn Warkalla
Dipl. Politikwissenschaftler, Freie Universität Berlin, Geschäftsführung und Gesamtkoordination; Veranstaltungskonzeption und -durchführung bei planpolitik.

Stimmen zum Buch

„Wer eine allgemeine Einführung in den Gegenstand sucht und Anregungen für die Praxis in (außer)schulischer politischer Bildung haben möchte, ist mit dem Handbuch gut beraten.“

Marcel Studt, Journal für Politische Bildung 4/2019

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Das Verhältnis von Medien und Politik ist in den letzten Jahren immer stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Schon seit längerem lässt sich beobachten, dass die inszenierte Seite der Politik, also Parteitage, Gipfeltreffen auf europäischer Ebene oder die G 8- oder G 20-Gipfel, aber auch Wahlkämpfe und politische Debatten einen immer größeren Raum in der politischen Berichterstattung einnehmen, wie auch die sozialwissenschaftliche Forschung sich immer stärker Formen der Medienpolitik, der Mediendemokratie (Meyer) oder dem "Info- oder Politainment" (Dörner) zuwendet. Heute gibt es kaum einen einflussreichen Politiker, der nicht seinen eigenen Blog oder Podcast pflegt oder sogar twittert. Was bedeutet das für die politische Bildung? Einige Konsequenzen liegen auf der Hand: Wenn Medien und Politik tatsächlich immer stärker verflochten und damit schwer zu trennen sind, kann es auch im politischen Unterricht nicht länger darum gehen, das Thema Medien allein unter Überschriften wie "Medien als vierte Gewalt" in einigen wenigen Unterrichtsstunden abzuhandeln. Medien müssen vielmehr als ein selbstverständlicher und integraler Bestandteil des Politikunterrichts verstanden werden, der im Kontext nahezu jeden Themas und jeder Fragestellung mit angesprochen werden kann. Politische Bildung, die auf politische Urteils- und Handlungsfähigkeit zielt, hat deshalb zum einen die Aufgabe, Bürgerinnen und Bürger in einer reflexiven alltäglichen Mediennutzung zu unterstützen und ihnen Instrumente in die Hand zu geben, politische Informationen zu erkennen und zu bewerten. Zum anderen wird die Nutzung von Medien immer stärker zu einem Aspekt aktiver politischer Beteiligung, mit der Konsequenz, dass die kompetente Handhabung von Medien - zumindest für den Bereich der politischen Bildung - eine Zugangsvoraussetzung darstellt zu wichtigen Formen politischen Handels. Medien sind die Instrumente, um Aufmerksamkeit für eigene Anliegen herzustellen. Politische Beteiligung ist zunächst Beteiligung an der politischen Öffentlichkeit; diese aber ist heute in erster Linie medial vermittelt. Aus fachlich-inhaltlicher Perspektive wollen wir deshalb mit diesem Buch dazu ermuntern, die ganze Breite möglicher medialer Politikvermittlung in die Praxis politischer Bildung zu integrieren. Vielfältige Medien phantasievoll nutzen zu können, um sich auszudrücken und seine Anliegen anderen mitzuteilen, ist ein wesentlicher Aspekt politischer Handlungsfähigkeit. Für politische Bildung, die diese Kompetenz vermitteln will, ist mediale Vielfalt ein notwendiges Element der Fachkultur in der pädagogischen Praxis. Daneben sind Medien aus pädagogisch-didaktischer Perspektive betrachtet unverzichtbare Lernhilfen. Lehr-Lern-Situationen gibt es nicht ohne Medien, denn jede Informationsübermittlung geschieht über einen Informationsträger. Dies ist im pädagogischen Alltag oftmals nicht bewusst, weil der Medienbegriff vielfach mit Technik assoziiert wird - aber Medien sind eben auch die Wandtafel, das Arbeitsblatt oder ein Buch, ja selbst der vortragende Lehrer, die referierende Schülerin oder die befragten Zeitzeugen sind in diesem Sinne Medien. Die Auswahl der Medien, die in diesem Buch diskutiert werden, ist ausgesprochen pragmatisch: Die Herausgeber wollten eine möglichst große Vielfalt an Medien für die politische Bildung erschließen und zeigen, wie unterschiedliche Ansätze und Umgehensweisen mit diesen Medien in der politischen Bildung aussehen und die pädagogische Praxis im Fach befruchten können. Die Autorinnen und Autoren der Beiträge repräsentieren einen Mix aus Wissenschaft und Praxis, schulischer und außerschulischer politischer Bildung, Fachexperten und Experten für das jeweilige Medium.
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4. völlig überarbeitete Auflage 2014, Studienausgabe
Die völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage des von Wolfgang Sander herausgegebenen Handbuchs politische Bildung präsentiert in bewährter Form und differenziert die aktuellen Kontroversen in der Wissenschaft, didaktische Prinzipien, inhaltsbezogene Aufgabenfeldern sowie Medien und Methoden. Die Beiträge zu den Institutionen politischer Bildung in Deutschland und zum internationalen Vergleich sind ausgeweitet worden. Mehr als 50 Autorinnen und Autoren bereiten das professionelle Wissen des Fachs in kompakter Form auf. Damit ist es für Studium und Weiterbildung noch nützlicher geworden und eine echte Weiterentwicklung der vorangegangenen Auflagen.
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