Gesellschaft im Wandel

Neue Aufgaben für die politische Bildung und ihre Didaktik

herausgegeben von
Mathias Lotz, Kerstin Pohl
unter Mitarbeit von
Sabine Achour, Eva Anslinger, Helle Becker, Anja Bonfig, Kevin Brandt, Alexandra Budke, Matthias Busch, Anders Stig Christensen, Klaus Dörre, Christian Fischer, Heike Flindt, Iwelina Fröhlich, Luisa Girnus, Michael Görtler, Thomas Goll, Dorothee Gronostay, Marcel Grieger, Katrin Hahn-Laudenberg, Reinhold Hedtke, Nadine Heiduk, Tina Hölzel, Astrid Hoffmann, Annegret Jansen, May Jehle, Annemaria Jordan, David Jugel, Andreas Klee, Martin Köhler, Anna Stephanie Krekeler, Miriam Kuckuck, Mathias Lotz, Alexander Mack, Katarina Marej, Maria Theresa Meßner, Stefan Müller, Leif Mönter, Farina Nagel, Julia Neuhof, Monika Oberle, Kerstin Pohl, Katharina Probst, Elia Scaramuzza, Sophie Schmitt, Gerrit Tiefenthal, Sören Torrau, Kerstin Vennemeyer, Sabine Wege, Nico Wenzel, Georg Weißeno, Alexander Wohnig

In den letzten Jahren scheint die Geschwindigkeit gesellschaftlichen Wandels stetig zuzunehmen. Die Aufgaben, die sich daraus für die politische Bildung und ihre Didaktik ergeben, werden im 19. Tagungsband der GPJE thematisiert. Die Autorinnen und Autoren fragen danach, ob wir angesichts der zunehmenden Verflechtungen von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einen anderen Fächerzuschnitt im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld benötigen und wie die mannigfaltigen aktuellen Gesellschaftsdiagnosen für die politische Bildung fruchtbar gemacht werden können. Neben den Beiträgen zum Tagung…

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Bestellnummer: 40828
EAN: 9783734408274 (Print)/9783734408281 (PDF)
ISBN: 978-3-7344-0827-4 (Print)/978-3-7344-0828-1 (PDF)
Format: Broschur
Reihe: Schriftenreihe der GPJE
Erscheinungsjahr: 2019
Auflage: 1
Seitenzahl: 248
Produktinformationen

In den letzten Jahren scheint die Geschwindigkeit gesellschaftlichen Wandels stetig zuzunehmen. Die Aufgaben, die sich daraus für die politische Bildung und ihre Didaktik ergeben, werden im 19. Tagungsband der GPJE thematisiert.

Die Autorinnen und Autoren fragen danach, ob wir angesichts der zunehmenden Verflechtungen von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einen anderen Fächerzuschnitt im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld benötigen und wie die mannigfaltigen aktuellen Gesellschaftsdiagnosen für die politische Bildung fruchtbar gemacht werden können.

Neben den Beiträgen zum Tagungsthema werden aktuelle Forschungsprojekte und die auf der Tagung präsentierten Poster vorgestellt.


** Mit der Bestellung eines Titels zur Fortsetzung erhalten Sie diesen Titel sowie alle künftigen Titel der entsprechenden Reihe direkt nach Erscheinen zugesandt. Ein weiterer Vorteil: Sie sparen rund 20 Prozent gegenüber der Einzelbestellung. Der Fortsetzungsbezug ist jederzeit kündbar - eine kurze Mitteilung an uns genügt!

Inhaltsübersicht

Mathias Lotz/Kerstin Pohl

Gesellschaft im Wandel. Neue Aufgaben für die politische Bildung und

ihre Didaktik – Eine Einleitung

 

Gesellschaftstheorie und ihre Bedeutung für die politische Bildung

Klaus Dörre

Kapitalistische Landnahme. Globaler Expansionismus oder Demokratie

Christian Fischer

Hans-Joachim Maaz‘ Diagnose der „normopathischen Gesellschaft“

Elia Scaramuzza

Die Vermitteltheit von Gesellschafts- und Bildungstheorie oder: Zur Dialektik Politischer Bildung

Anders Stig Christensen

Rationality and Emotionality in Social Science Education – a Challenge for a Democratic Education

Michael Görtler

Politik, Bildung, Beschleunigung? Überlegungen zur Bedeutung einer Zeit-Diagnose für die politische Bildung und ihre Didaktik

Luisa Girnus/Julia Neuhof

Der Wandel von Staatlichkeit als Ziel- und Ausgangspunkt politischen Lernens in der Praxis

Luisa Girnus

Anforderungen an politische Legitimation im gesellschaftlichen Wandel und dessen Verhältnis zum politischen Lernen

Stefan Müller

Mündigkeit. Zwei Argumente für eine reflexive, nicht-dichotome Perspektive

Sophie Schmitt

Zur Reflexion des Selbstverständlichen anstiften – Potenzial soziologischer Perspektiven für die politische Bildung

 

Fächerintegration im sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld

Reinhold Hedtke

Das Konkordanzprinzip als domänendidaktische Leitidee der gesellschaftlichen Bildung

Thomas Goll

„Darf‘s noch etwas mehr sein?“ – Anspruch und Wirklichkeit von Interdisziplinarität im Fach Sozialwissenschaften

Marcel Grieger

Fachdidaktische Selbstwirksamkeitserwartungen und subjektives Fachwissen von (angehenden) Lehrkraften in Gesellschaftslehre – von der Pilotierung zur Messinvarianz

Matthias Busch/Leif Mönter

Integrationsfach „Gesellschaftslehre“ – Zwischen transdisziplinarer Welterschließung und Deprofessionalisierung

Alexandra Budke/Miriam Kuckuck

Meinungsbildung im Geographieunterricht – Perspektiven von Geographielehrkräften auf die Politische Bildung

Eva Anslinger/Andreas Klee

„Arbeitsorientierte politische Bildung“:

Ein Reformkonzept für die Lehrkräfteausbildung im Bereich Politik-Arbeit-Wirtschaft an der Universität Bremen

 

Aktuelle politikdidaktische Forschungsprojekte

Dorothee Gronostay

„Dafür argumentieren, obwohl ich selbst dagegen bin?“ – Effekte zugewiesener Diskussionspositionen auf die Beteiligung und die persönliche Position der Schüler/innen

Katrin Hahn-Laudenberg

Bedeutung länder- und gruppenspezifischer Unterschiede bei der Wahrnehmung des offenen Unterrichtsklimas

Monika Oberle/Nico Wenzel

Politisches Vertrauen und Effektivitätsgefühl von Schüler/innen – Einflussfaktoren und Relevanz für politische Partizipation

Georg Weißeno

Guter Politikunterricht – eine Zusammenschau empirischer Ergebnisse

Sören Torrau

Präsentieren und Wissen autorisieren. Zum Wandel der Unterrichtskultur in individualisierten Lernarrangements

Alexander Mack/Alexander Wohnig

„Und es hat alles geklappt auf einmal irgendwie“: Politische Partizipation mit bildungsbenachteiligten Jugendlichen

Annemarie Jordan/Sabine Achour

Professionelle Wahrnehmung angehender Politiklehrer*innen – Entwicklung einer videofallbasierten Lehr-Lerngelegenheit zum Formulieren politischer Urteile

 

Posterpräsentationen zu aktuellen Forschungsprojekten

Politikdidaktische Theoriebildung

Kerstin Vennemeyer

Inklusion – Politische Bildung – Intersektionalität

Elia Scaramuzza

Erziehung zur (Un-)Mündigkeit? Zur Dialektik politischer Bildung

Anna Stephanie Krekeler

Nachhaltigkeit in den Konzeptionen politischer Bildung für nachhaltige Entwicklung

Heike Flindt

Martha Nussbaums Argument für eine lebendige Demokratie

Kevin Brandt/Katarina Marej/Gerrit Tiefenthal

ZUNAMI: Zusammenhaltsnarrative miteinander erarbeiten für eine anschlussfahige politische Bildung in der Dortmunder Stadtgesellschaft

 

Forschung zur Schule als Institution

Astrid Hoffmann

Wie kann man den Demokratiegehalt von Schulen erfassen? – Ein Vorschlag

 

Forschung zu den Adressaten politischer Bildung

Anja Bonfig

Vorstellungen von Schüler*innen zu Phänomenen aus dem Feld sozioökonomischer finanzieller Bildung

David Jugel/Tina Hölzel

„Da kannst du Freunde verlieren“ – Paradoxien inklusiver politischer Bildung

 

Interventionsstudien politische Bildung

Annegret Jansen

Urteilsbildung von Jugendlichen zu komplexen Problemstellungen nachhaltiger Entwicklung

Iwelina Fröhlich

Kompetenzorientierung? Ist das in der Fachdidaktik nicht schon durchdiskutiert? – Ja!

May Jehle/Nadine Heiduk/Maria Theresa Meßner

Praktiken der Reflexivitat im Lehramtsstudium „Politik und Wirtschaft“: Potenziale videobasierter Lehr-Lernplattformen

Katharina Propst

Didaktische Vorstellungen zwischen Fachdidaktik und Fachwissenschaft

Helle Becker/Farina Nagel/Sabine Wege

Landkarte der Forschung politischer Bildung – Fachstelle politische Bildung / Transfer für Bildung e. V.

 

Autor*innen

Dr. Sabine Achour, Professorin für Politische Bildung/Politikdidaktik an der FU Berlin

Arbeitsschwerpunkte: Migration, Diversity, Inklusion, Sprachbildung

 

Dr. Eva Anslinger, Senior Researcher für Berufspädagogik und arbeitsorientierte Bildung an der Universität Bremen

Arbeitsschwerpunkte: Theorie und Praxis der beruflichen Aus- und Weiterbildung, Lebenslanges Lernen, Intersektionalität und Diversity, Berufsorientierung

 

Dr. Helle Becker, Geschäftsführerin und Leiterin der Fachstelle politische Bildung des „Transfer für Bildung e.V.“

Arbeitsschwerpunkte: Politische und kulturelle Jugend- und Erwachsenenbildung, internationale/europäische Jugend- und Bildungsarbeit, Zusammenarbeit unterschiedlicher Bildungs-Sektoren und Qualitätsentwicklung

 

Anja Bonfig, Wiss. Mitarbeiterin im FB Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt ökonomische Bildung der Universität zu Köln

Arbeitsschwerpunkte: Inklusion im sozialwissenschaftlichen Unterricht, Sozioökonomische finanzielle Allgemeinbildung, Vorstellungen von Schüler*innen

 

Kevin Brandt, Wiss. Mitarbeiter der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie an der Hochschule Rhein-Waal

Arbeitsschwerpunkte: Projekt "ZuNaMi", Partizipationsforschung, Stadtsoziologie, Gender & Diversity

 

Dr. Alexandra Budke, Professorin für Geographie und ihre Didaktik am Institut für Geographiedidaktik der Universität zu Köln

Arbeitsschwerpunkte: Geographiedidaktik, Interkulturelles Lernen, Sprachsensibler Geographieunterricht, Politische Bildung im Geographieunterricht, Argumentation

 

Dr. Matthias Busch, Professor für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der Universität Trier

Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der historisch-politischen Bildung, Demokratiebildung, Erinnerungskultur und Partizipation in europäischen Grenzräumen, Fächerübergreifendes Lernen im gesellschaftswissenschaftlichen Fächern, Lernen und Lehren in der digitalen Gesellschaft

 

Anders Stig Christensen, Ph.D.

Lecturer für Research, Teacher Education, Social Sciences am UCL University College, Odense, Denmark

Arbeitsschwerpunkte: Social Science Didactics, Civic Education, Democracy and Education

 

Dr. Klaus Dörre, Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie am Institut für Soziologie der Universität Jena

Arbeitsschwerpunkte: Kapitalismustheorie/Finanzmarktkapitalismus, Flexible und prekäre Beschäftigung, Partizipation in Unternehmen, Arbeitsbeziehungen und Strategic Unionism, Digitalisierung, Rechtspopulismus

 

Dr. Christian Fischer, Wiss. Mitarbeiter für Didaktik des Sachunterrichts an der Universität Erfurt

Arbeitsschwerpunkte: Methoden und Prinzipien der Politischen Bildung, Unterrichtsentwicklung als Praxis- und Aktionsforschung, Politikdidaktische qualitative Unterrichtsforschung, Historische Bildungsforschung

 

Luisa Girnus, Wiss. Mitarbeiterin an der Universität Potsdam

Arbeitsschwerpunkte: Empirische Lehr-Lernforschung in den Sozialwissenschaften, Politische Theorie und politische Bildung

 

Dr. Thomas Goll, Professor für Integrative Fachdidaktik Sachunterricht und Sozialwissenschaften an der TU Dortmund

Arbeitsschwerpunkte: Didaktik der Sozialwissenschaften/Politikdidaktik, Didaktik des Sachunterrichts, Empirische Lehr-Lern-Forschung, Medien in der politischen Bildung, Politische Bildung und politische Kultur

 

Dr. Michael Görtler, Professor für Sozialpädagogik an der Fachhochschule des Mittelstands Bamberg

Arbeitsschwerpunkte: Politische Jugend- und Erwachsenenbildung, Didaktik und Methodik der politischen Bildung, Sozialpädagogik

 

Marcel Grieger, Wiss. Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Georg-August-Universität Göttingen

Arbeitsschwerpunkte: Selbstwirksamkeitserwartungen, Fächerübergreifendes Unterrichten, Quantitativen Methoden

 

Dr. Dorothee Gronostay, Wiss Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen

Arbeitsschwerpunkte: Videobasierte Lehr-Lern-Forschung, Argumentation und Diskurs im Fachunterricht, Professionswissen im Fach Politik/Sozialwissenschaften

 

Dr. Katrin Hahn-Laudenberg, Vertretungsprofessorin am Institut für Soziologie und Sozialwissenschaften der Universität Wuppertal

Arbeitsschwerpunkte: Politisches Wissen und Einstellungen, Civic and Citizenship Education, Empirische und international vergleichende Bildungsforschung

 

Dr. Reinhold Hedtke, Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften und Wirtschaftssoziologie an der Universität Bielefeld

Arbeitsschwerpunkte: Theorie der sozialwissenschaftlichen Bildung, Sozioökonomische und politische Bildung, Marktsoziologie, Konventionenökonomie

 

Nadine Heiduk, Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt/M.

Arbeitsschwerpunkte: Verbraucherbildung und sozioökonomische Bildung

 

Astrid Hoffmann, Abgeordnete Lehrkraft am Institut für Didaktik integrativer Fächer (IDIF) der TU Dortmund

Arbeitsschwerpunkte: Demokratiepädagogik, Politische Urteils- und Handlungsfähigkeit, Geschlechtersensible politische Bildung

 

Tina Hölzel, Wiss. Mitarbeiterin und Leiterin des Zentrums für inklusive politische Bildung der TU Dresden

Arbeitsschwerpunkte: Inklusion im Kontext politischer Bildung, Heterogenität an berufsbildenden Schulen, Politische und kulturelle Bildung, Partizipative Forschung und die enge Verknüpfung mit Bildungspraxis

 

Annegret Jansen, Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Pädagogik der Universität Oldenburg

Arbeitsschwerpunkte: Politische Urteilsbildung, Unterrichtsforschung, Argumentationsanalyse, Bildung für nachhaltige Entwicklung

 

May Jehle, Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Frankfurt/M.

Arbeitsschwerpunkte: Historische und aktuelle Forschungsperspektiven der Unterrichtsvideographie, Fächer- und phasenübergreifende Lehrer_innenbildung

 

Annemarie Jordan, Wiss. Mitarbeiterin Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin

Arbeitsschwerpunkte: Videobasierte Unterrichtsforschung, Professionelle Wahrnehmung, Politische Urteils- und Handlungskompetenz, Sprachbildung in der Politischen Bildung

 

David Jugel, Leiter des Zentrums für inklusive politische Bildung der TU Dresden

Arbeitsschwerpunkte: Inklusion im Kontext politischer Bildung, Ausschlusssensible und entwicklungstheoretische Zugänge zu politischer Bildung sowie partizipative und gestaltungsorientierte Forschungszugänge

 

Dr. Andreas Klee, Professor am Zentrum für Arbeit und Politik der Universität Bremen

Arbeitsschwerpunkte: Demokratiebildung, Politikvermittlung, Politische Bildungs- und Partizipationsforschung

 

Anna Stephanie Krekeler, Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Mainz

Arbeitsschwerpunkte: Bildung für nachhaltige Entwicklung, Interdisziplinarität und fächerübergreifender Unterricht

 

Dr. Miriam Kuckuck, Juniorprofessorin für Didaktik des Sachunterrichts an der Universität Wuppertal

Arbeitsschwerpunkte: Politische Bildung im Geographieunterricht und Sachunterricht, BNE, Sprachsensibler Fachunterricht, Integration und Migration im schulischen Kontext

 

Mathias Lotz, Wiss. Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Mainz

Arbeitsschwerpunkte: Demokratie-, gesellschafts- und politiktheoretische Grundlagen politischer Bildung, Kritische politischer Bildung, Ökonomische und gesellschaftliche Bildung als Teilgebiete der politischen Bildung

 

Alexander Mack, Referent für politische Jugendbildung im Haus am Maiberg, Akademie für politische und soziale Bildung des Bistums Mainz

Arbeitsschwerpunkte: Modellprojekt „Politische Partizipation als Ziel der Politischen Bildung“

 

Katarina Marej, Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Münster

Arbeitsschwerpunkte: Narrative des gesellschaftlichen Zusammenhalts/Konvivialität,

Politische Bildung im internationaler Vergleich, Transformative Forschung

 

Maria Theresa Meßner, Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Frankfurt/M.

Arbeitsschwerpunkte: Planspiele in der sozialwissenschaftlichen Bildung

 

Dr. Leif Mönter, Professor für Geographie und ihre Didaktik an der Universität Trier

Arbeitsschwerpunkte: Interkulturelle und antirassistische Pädagogik im Geographieunterricht, Politische Bildung im Geographieunterricht, Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen, Schulbuchforschung, Integratives und systemisches Arbeiten

 

Dr. Stefan Müller, Vertretungsprofessor am Institut für Erziehungswissenschaften der PH Freiburg

Arbeitsschwerpunkte: Reflexives Wissen in der sozialwissenschaftlichen Bildung, Reflexive Didaktik, Multiperspektivität und Pluralismus, Antisemitismusprävention

 

Dr. Farina Nagel, Ehemalige wiss. Referentin an der Fachstelle politische Bildung von „Transfer für Bildung e.V.“

 

Julia Neuhof, Wiss. Mitarbeiterin am SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik der Universität Bremen

Arbeitsschwerpunkte: Politische Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt, (Staats‑)Wandel und Politische Bildung, Interdisziplinäre sozialwissenschaftliche Bildung, Empirische Lehr-Lernforschung in den Sozialwissenschaften

 

Dr. Monika Oberle, Professorin für Politikwissenschaft/Didaktik der Politik an der Universität Göttingen

Arbeitsschwerpunkte: Politische EU-Bildung, Empirische Lehr-Lern-Forschung, Planspiele in der Politischen Bildung

 

Dr. Kerstin Pohl, Professorin für Didaktik der politischen Bildung an der Universität Mainz

Arbeitsschwerpunkte: Gesellschaftstheoretische, demokratietheoretische und politikwissenschaftliche Grundlagen der politischen Bildung, Konzeptionen der politischen Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Unterrichtsplanung und -analyse

 

Katharina Propst, Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden

Arbeitsschwerpunkte: Ausbildung von Gemeinschaftskundelehrer_innen im internationalen Vergleich (Deutschland, Dänemark, Schweden), Didaktische Vorstellungen zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik

 

Elia Scaramuzza, Wiss. Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Mainz

Arbeitsschwerpunkte: Demokratie-, gesellschafts- und politiktheoretische Grundlagen politischer Bildung, insbesondere kritische Theorie politischer Bildung, Geschlechterreflexive politische Bildung

 

Dr. Sophie Schmitt, Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Gießen

Arbeitsschwerpunkte: Politische Bildung in schulischen und außerschulischen Zusammenhängen, Politische Bildung im Kontext von Migration und Flucht sowie Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

 

Gerrit Tiefenthal, Wiss. Mitarbeiter bei der Projektleitung ZuNaMi

Arbeitsschwerpunkte: Sozialphilosophie, Politische Theorie und Wissenschaftstheorie

 

Dr. Sören Torrau, Lehrkraft im Vorbereitungsdienst an der Ida Ehre Schule (Hamburg)

Arbeitsschwerpunkte: Soziologiedidaktik, Wissensdidaktische Hermeneutik, Interpretative Unterrichtsforschung

 

Sabine Wege, Ehemalige wiss. Referentin an der Fachstelle politische Bildung von „Transfer für Bildung e.V.“

 

Dr. Georg Weißeno, Professor am Institut für Politikwissenschaft der PH Karlsruhe

Arbeitsschwerpunkte: Theorie der Politikdidaktik, Kompetenzmodellierung, Empirische Unterrichtsforschung (design-based research)

 

Nico Wenzel, Wiss. Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Göttingen

Arbeitsschwerpunkte: Pluralismus, Rechtspopulismus, Demokratievorstellungen von Schülerinnen und Schülern

 

Dr. Alexander Wohnig, Akademischer Mitarbeiter an der Heidelberg School of Education von Universität und Pädagogischer Hochschule Heidelberg

Arbeitsschwerpunkte: Politische Bildung, Lehrerbildung, Kinder- und Jugendpartizipation, Gesellschaftstheorien

Schriftenreihe der GPJE

Gesellschaft im Wandel
Neue Aufgaben für die politische Bildung und ihre Didaktik
In den letzten Jahren scheint die Geschwindigkeit gesellschaftlichen Wandels stetig zuzunehmen. Die Aufgaben, die sich daraus für die politische Bildung und ihre Didaktik ergeben, werden im 19. Tagungsband der GPJE thematisiert. Die Autorinnen und Autoren fragen danach, ob wir angesichts der zunehmenden Verflechtungen von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einen anderen Fächerzuschnitt im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld benötigen und wie die mannigfaltigen aktuellen Gesellschaftsdiagnosen für die politische Bildung fruchtbar gemacht werden können. Neben den Beiträgen zum Tagungsthema werden aktuelle Forschungsprojekte und die auf der Tagung präsentierten Poster vorgestellt. ** Mit der Bestellung eines Titels zur Fortsetzung erhalten Sie diesen Titel sowie alle künftigen Titel der entsprechenden Reihe direkt nach Erscheinen zugesandt. Ein weiterer Vorteil: Sie sparen rund 20 Prozent gegenüber der Einzelbestellung. Der Fortsetzungsbezug ist jederzeit kündbar - eine kurze Mitteilung an uns genügt!
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17,99 € - 22,90 €

Paket Schriftenreihe GPJE 2019
18 Titel im Paket
PAKET SCHRIFTENREIHE GPJE 2019 Immer griffbereit: Bestellen Sie im PAKET alle 18 lieferbaren Titel für Ihre Bibliothek, für Ihren Arbeitsplatz/Ihre Institution Die Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft, die der Förderung der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Fragen der schulischen und außerschulischen politisch-gesellschaftlichen Bildung in Forschung und Lehre dient. Die Publikationen zu den jährlichen Fachtagungen bilden den Stand der Wissenschaft zu aktuellen politikdidaktischen Themenfeldern umfassend ab. Jetzt bestellen und gegenüber dem Einzelkauf deutlich sparen! Die Schriftenreihe der GPJE: „Futter“ für den wissenschaftlichen Diskurs zur schulischen und außerschulischen politischen Bildung.
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169,00 €

Populismus und Politische Bildung
Populismus und Politische Bildung – dieser Beziehung widmet sich der vorliegende Sammelband. Die Beiträge beschreiben das Phänomen Populismus aus unterschiedlichen Perspektiven. Eröffnet wird die Diskussion durch politikwissenschaftliche Analysen. Forschungsergebnisse aus der Politikdidaktik bieten pädagogische Orientierung. Zentrale Themen sind u.a. die Auslegung des Beutelsbacher Konsens, die Bedingungen von Kontroversität sowie demokratietheoretische Überlegungen. Damit werden praktische Handlungsoptionen für Lehrer*innen in Schule und Unterricht geboten.
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17,99 € - 22,90 €

Wie viel ökonomische Bildung braucht politische Bildung?
In Reaktion auf die in der wissenschaftlichen und öffentlichen Debatte intensiv diskutierten Fragen nach der curricularen Verankerung und inhaltlichen Ausgestaltung ökonomischer Bildung vereint der Band mögliche Anknüpfungspunkte für eine (weitere) Integration oder Separation politischer und ökonomischer Bildung. Um die mit der Verzahnung der sozialwissenschaftlichen Teil­disziplinen verbundenen Argumentationsmuster zu ergründen, dokumentiert der Band u. a. Beiträge zu folgenden Fragen: Kann Politik ohne ökonomische Kompetenzen und Ökonomie ohne politische Kompetenzen verstanden werden? Soll ökonomische Bildung in einem Integrations- oder Partikularfach unterrichtet werden? Welche didaktischen Prinzipien und Konzepte sprechen für oder gegen einen inter-/transdisziplinären Zugang?
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17,99 € - 22,90 €

Herausforderung Migration
Perspektiven der politischen Bildung
Deutschland ist ein Land, das seit mehreren Jahrzehnten von Migration und migrationsbedingten Veränderungen der Sozialstruktur geprägt wird. Bereits jetzt hat ca. 20 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund, Tendenz steigend. Durch die hohe Anzahl von Menschen, die seit 2014 nach Deutschland gekommen sind, stellen sich umso mehr die Fragen nach dem Selbstverständnis einer pluralen (Einwanderungs-)Gesellschaft und den Folgen für die Ziele, Bedingungen und Prozesse der politischen Bildung. Der Band dokumentiert Beiträge u.a. zu folgenden Fragestellungen: Welche Folgen ergeben sich durch Migration für politische und gesellschaftliche Werte unserer Gesellschaft? Welche Themen und Fragestellungen sollten in Zukunft stärker in den Fokus der politischen Bildung rücken? Welche Methoden eignen sich besonders, um unterschiedlichen Zielgruppen gerecht zu werden?
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17,99 € - 22,80 €

Politische Bildung als lebenslanges Lernen
.Demokratie, so Oskar Negt, ist die einzige Staatsform, die gelernt werden muss. Und dieses Lernen endet keineswegs mit dem Abschluss der Schule. Politische Bildung in der Demokratie ist und bleibt eine dauernde Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Sie umfasst nicht nur die schulische politische Bildung (Politikunterricht), sondern erstreckt sich auch auf die Bereiche außerschulische politische Jugendbildung und die politische Erwachsenenbildung. Die Beiträge dieses Buchs gehen der Frage nach, welche Konsequenzen sich hieraus für die Theorie und Reflexion sowie die Forschung und Praxis politischer Bildung ergeben und wie politische Bildung als ein lebenslanger Lernprozess zu gestalten wäre.
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19,99 € - 24,80 €

Lehrer- und Schülerforschung in der politischen Bildung
Im Anschluss an die Diskussion um Bildungsstandards und Basiskonzepte hat sich die Aufmerksamkeit von der Ebene der bildungspolitischen Steuerungsmodelle erneut auf die Akteure im Bildungsprozess gerichtet, denn Unterrichtsqualität hängt nicht alleine von Steuerungsmodellen ab. Unterrichtsqualität hängt auch und insbesondere von den Vorstellungen der Bildungsbeteiligten und damit sowohl der Lehrerinnen und Lehrer als auch der Schülerinnen und Schüler ab. Aber welche Perspektive haben Lehrerinnen und Lehrer auf politische Bildung und welche Ansprüche und Wünsche haben Schülerinnen und Schüler? Die empirische wie theoretische Auseinandersetzung mit diesen unterschiedlichen Vorstellungen hat in den letzten Jahren entsprechend deutlich an Bedeutung gewonnen und wird in diesem Band in komprimierter Form vorgestellt.
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21,99 € - 26,80 €

Unterrichtsleitbilder in der politischen Bildung
Der Paradigmenwechsel bei der Steuerung von Bildungsprozessen erfordert von jeder Domäne, ihre je eigenen Diskurse zur Entwicklung von fachspezifischen Kompetenzen zu führen. Für den Bereich der politischen Bildung wurde mittlerweile eine Reihe von Konzeptionen für den kompetenzorientierten Unterricht entwickelt. Doch wie ist kompetenzorientierter Politikunterricht zu planen und zu gestalten? „Unterrichtsleitbilder in der politischen Bildung“ gibt Antworten auf die Gestaltungsmöglichkeiten kompetenzorientierten Politikunterrichts. Es ist der elfte Band der GPJE-Schriftenreihe.
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17,99 € - 22,80 €

Kompetenzen in der politischen Bildung
Der Band bilanziert die bisherige wissenschaftliche Fachdiskussion zur Kompetenzorientierung in der politischen Bildung. Dabei werden die Beziehungen zu Nachbardisziplinen wie Geschichte und Geografie ebenso behandelt wie Fragen nach dem Verhältnis von fachlichem und überfachlichem Lernen so wie der Stellung des Wissens in der kompetenzorientierten politischen Bildung. Die Bilanz basiert auf Beiträgen von Fachvertretern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
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19,99 € - 24,80 €

Diversity Studies und politische Bildung
„Diversity“ als theoretisches und praktisches Konzept wird in der Wissenschaft, in Unternehmungen, in der Verwaltung, im Non-Profit Bereich und in Nicht-Regierungs-Organisationen unter dem Gesichtspunkt diskutiert, was Vielfalt in den heutigen Gesellschaften bedeutet und wie Unterschiede in der Gesellschaft als Bereicherung erfahren werden können. Während in den Sozialwissenschaften das „Diversity Konzept“ und „Diversity Studies“ Konjunktur haben, scheint in der Politikdidaktik und in der politischen Bildung die Relevanz des Konzeptes noch nicht ausgelotet. Diese Schrift will dazu einen Beitrag leisten.Im Zentrum des Bandes stehen die Beiträge der achten Jahrestagung der GPJE vom 5. - 6. Mai 2007 in Loccum. Sie gehen im Wesentlichen der Frage nach, welche Impulse und Anregungen und neue Herausforderungen sich für Politikdidaktik und politische Bildung aus der Diskussion des Diversity Konzepts in der Rechtswissenschaft, der Erziehungswissenschaft, der Politikwissenschaft und der Soziologie ergeben.
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13,99 € - 16,80 €

Wirkungsforschung zur politischen Bildung im europäischen Vergleich
Die Politikdidaktik hat sich in den letzten Jahren zunehmend als Grundlagenwissenschaft profiliert. Vor allem die Diskussion um Bildungsstandards, Kompetenzmodelle und Qualitätskontrolle in der Folge von PISA, DESI und anderen internationalen Vergleichsstudien erwiesen sich für die Politikdidaktik als Impulsgeber auf dem Weg zu einer stärker empirisch arbeitenden Wissenschaftsdisziplin. Die letzten Jahrestagungen der GPJE beschäftigten sich dann auch vor allem mit Fragen, die sich aus diesem Zusammenhang ergaben. Der Diskussionsprozess nahm auf der Tagung 2003 seinen Ausgang in einer grundlegenden Kontroverse zu Chancen und Gefahren von Outputorientierung und Bildungsstandards, die dann noch im gleichen Jahr die Entwicklung von nationalen Bildungsstandards zur politischen Bildung durch die GPJE zur Folge hatte. Die Diskussion fand ihre Fortsetzung in Überlegungen zu Möglichkeiten und Grenzen empirischer fachdidaktischer und außerschulischer Evaluationsforschung (2004) und führte schließlich 2005 zu der grundlegenden Frage, was fachdidaktische Forschung überhaupt heißen kann und welche Standards der Theoriebildung und der empirischen Forschung sich formulieren lassen. Auf dieser Tagung hatte die Politikdidaktik auch den wissenschaftlichen Austausch mit anderen Fachdidaktiken, der Chemie- und der Fremdsprachendidaktik gesucht, die auf dem Gebiet der empirischen Forschung auf eine längere Tradition zurückblicken können. Die im aktuellen Band vorgestellten Beiträge standen im Zentrum der letzten Jahrestagung der GPJE vom 3. bis 4. Juni 2006 in Bergisch-Gladbach. Diese Tagung setzte zum einen die Tradition der bisher geführten Diskussionen fort, zum anderen versuchte sie zusätzliche Impulse zu erhalten durch Forschungserfahrungen aus anderen europäischen Ländern. In der Wirkungsforschung zur politischen Bildung in Deutschland sind in den letzten Jahren überwiegend qualitative Methoden eingesetzt worden und mittlerweile liegen hier eine Reihe von unterschiedlichen Studien mit aufschlussreichen Ergebnissen und Befunden vor. Quantitative Forschungen in diesem Bereich finden sich jedoch eher selten, im Gegensatz zu internationalen Studien, die überwiegend quantitativ arbeiten. Vor diesem Hintergrund versucht der vorliegende Band Forschungsprojekte und Ergebnisse von Wirkungsforschung zur politischen Bildung, die vor allem quantitativ orientiert sind, zur Diskussion zu stellen. Die deutschen Beiträge reichen von empirischen Untersuchungen zu der Frage, inwieweit sich eine internetbasierte instruktional-konstruktivistische Lehr-Lernumgebung für einen domänenspezifischen Kompetenzerwerb im Politikunterricht eignet (Sabine Manzel), über eine explorative Studie zur Messung der Qualität von politischen Urteilen (Maria Eyrich-Stur) bis zu einer eher philosophisch-theoretischen Reflexion zur Wahrnehmung des Politischen und ihrer Bedeutung für die politische Bildung (Karl Heinz Breier). Zu dieser Tagung hatte die GPJE Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden, der Schweiz und England eingeladen, die empirische Studien zum Thema aus ihren Ländern vorstellten. Sie beschäftigen sich unter anderem mit der Frage nach den Quellen bzw. den Ursprüngen politischen Wissens (Henk Dekker, Margret Nuus; Niederlande), den Differenzen zwischen Geschichtsunterricht und Politischer Bildung auf Basis einer Videostudie (Jan Hodel; Schweiz) sowie den Chancen des Konzepts „global education“, das in vier europäischen Ländern unter der Fragestellung untersucht wurde, was „citizenship“ für Jugendliche heute bedeutet v. a. wenn sie aus unterschiedlichen Herkunftsländern stammen (Audrey Osler; England). Gerade dieser letzte Beitrag hat auf eine Entwicklung verwiesen, mit der sich die nächste Jahrestagung der GPJE 2007 intensiver auseinandersetzen wird. Sie soll unter dem Thema stehen: „Diversity Studies und politische Bildung“.
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9,99 € - 12,80 €

Standards der Theoriebildung und empirischen Forschung in der politischen Bildung
Die Politikdidaktik steht als Wissenschaftsdisziplin vor großen Herausforderungen. Es gibt die Tradition, intelligent auf die Praxis hinzuschauen, und es gibt die Tradition empirischer Unterrichtsforschung, wenn auch in bescheidenem Umfang und mit wenig validen Ergebnissen. Aber erst das Zusammenspiel von Theorie, Praxis und Empirie kann die Identität der Disziplin konstituieren. Es reicht nicht aus, Erziehungsziele festzulegen, eine Morallehre für den demokratischen Bürger bereitzustellen und die Verwendungsmöglichkeiten von Unterrichtsmethoden zu prüfen. Vielmehr muss sich der wissenschaftliche Diskurs mehr mit dem Verhältnis von normativem und empirischem Gegenstandsbezug, d.h. von Sollens- und Seinsaussagen auseinandersetzen. Diese Gesichtspunkte sind auf der 6. Jahrestagung der GPJE vom 11. bis zum 12. Juni 2005 aufgegriffen worden. Die Tagung hat die Ergebnisse der ersten beiden Jahrestagungen zu den Theoriekonzepten der Politikdidaktik und den Tagungen zum Outcome des Politikunterrichts fortgeführt. Die Notwendigkeit metatheoretischer Klärungen unterstreicht ein Feed-back von Heinz-Elmar Tenorth in der Einleitung des 2004 von ihm herausgegebenen Bandes ‚Kerncurriculum Oberstufe II‘. Er kommt nach der Lektüre des Kerncurriculums Sozialwissenschaften zu dem Schluss, dass „der Sachverstand der Autoren und die Kommunikation mit der Gemeinschaft der Fachdidaktiker (…) jetzt noch ersetzen (muss), was an systematischer empirischer Forschung fehlt“. (S. 12) Ist der Ertrag fachdidaktischer Forschung tatsächlich so gering? Ersetzt der Austausch über politikdidaktische Doktrinen, die meist mit dem Namen des Begründers verbunden sind, die wissenschaftssystematische Herleitung von Theoriekonzepten? Der politikdidaktische Mainstream kreist von Anfang an um das Normativitätsproblem und nimmt die Legitimation der Normen aus der Analyse der soziologischen und pädagogischen Sozialisationsforschung vor. Dieses Muster führt immer wieder zu Missverständnissen, da es die Möglichkeit naturalistischer Fehlschlüsse nicht ausschließt. Die Konzeptionen politischer Bildung bestehen in der Regel in einer individuell vorgenommenen Auswahl von als relevant angesehenen Wissensbeständen. Der Profession der in der Schule Tätigen bleibt überlassen, wie sie dieses Wissen für die eigene Praxis aufbereitet. Empirische Wissensbestände über die tatsächliche Wirklichkeit des Politikunterrichts sind kaum vorhanden, da der epistemologische Diskurs dies vernachlässigt.
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9,99 € - 12,80 €

Politische Bildung als Wissenschaft
Bilanz und Perspektiven
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9,99 € - 12,00 €