Geschichtsbewusstsein in der Gesellschaft

Festschrift für Bernd Schönemann zum 65. Geburtstag

herausgegeben von
Jan M. Hoffrogge, Martin Schlutow, Max Twickler
unter Mitarbeit von
Michele Barricelli, Marko Demantowsky, Markus Drüding, Regina Göschl, Saskia Handro, Barbara Hanke, Jan Matthias Hoffrogge, Wolfgang Jacobmeyer, Oliver Näpel, Hans-Jürgen Pandel, Martin Schlutow, Gerhard Schneider, Ludger Schröer, Holger Thünemann, Max Twickler, Bodo von Borries, Andrea Zuckowski, Meik Zülsdorf-Kersting

Bernd Schönemann hat die geschichtsdidaktische Forschung zur Bildungsgeschichte, zum Geschichtsunterricht und zur Geschichtskultur in den letzten Jahrzehnten maßgeblich geprägt. Die in diesem Band versammelten Beiträge greifen seine Positionen und Impulse auf und denken sie weiter. Der Band verweist auf den Kern des geschichtsdidaktischen Forschens und Lehrens Bernd Schönemanns. Die versammelten Beiträge belegen, dass die Erschließung der geschichtsdidaktischen Zentralkategorien Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur längst nicht abgeschlossen ist, sondern sich weiterhin neue Forschungspe…

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Bestellnummer: 41227
EAN: 9783734412271
ISBN: 978-3-7344-1227-1
Format: Broschur
Reihe: Forum Historisches Lernen
Erscheinungsjahr: 2021
Auflage: 1. Aufl.
Seitenzahl: 328
Produktinformationen

Bernd Schönemann hat die geschichtsdidaktische Forschung zur Bildungsgeschichte, zum Geschichtsunterricht und zur Geschichtskultur in den letzten Jahrzehnten maßgeblich geprägt. Die in diesem Band versammelten Beiträge greifen seine Positionen und Impulse auf und denken sie weiter.

Der Band verweist auf den Kern des geschichtsdidaktischen Forschens und Lehrens Bernd Schönemanns. Die versammelten Beiträge belegen, dass die Erschließung der geschichtsdidaktischen Zentralkategorien Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur längst nicht abgeschlossen ist, sondern sich weiterhin neue Forschungsperspektiven ergeben.

Inhaltsübersicht

Jan Matthias Hoffrogge, Martin Schlutow, Max Twickler: Einleitung

Saskia Handro: Geschichtsdidaktik(er) als Reflexionsinstanz. (K)eine Laudatio

Wolfgang Jakobmeyer: „Civibus aevi futuri“: Normen des schulischen Lehramts aus der Sicht eines Gymnasialdirektors 1844. Eine Dokumentation

Gerhard Schneider: Die Schulen bei Kriegsbeginn 1914. Hannover als Beispiel

Hans-Jürgen Pandel: Geschichtsbewusstsein praktisch. Zur Pragmatik des Geschichtsbewusstseins

Meik Zülsdorf-Kersting: Zwei Seiten einer Medaille. Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein im Geschichtsunterricht

Bodo von Borries, Andrea Zuckowski: Epistemologische Einsichten von Geschichts-Lehramtsstudierenden und Neuntklässlern in die „Grammatik historischen Denkens“. Ein Niveauvergleich beim Versuch der Kompetenztestung

Markus Drüding: Geschichtsunterricht im 21. Jahrhundert. Zur Situation des Faches Geschichte an allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufe I

Barbara Hanke: Geschichtskultur im Schulgeschichtsbuch. Ein deutsch-österreichischer Vergleich

Marko Demantowsky: Was soll das bloß mit dieser „Heimat“?

Jan Matthias Hoffrogge: Erinnerungsorte in geschichtsdidaktischer Perspektive

Ludger Schröer: Baukulturelle Zeugnisse am Wegesrand. Überlegungen zu ihrer Vermittlung im Rahmen von Freizeitkonsum.

Michele Barricelli: Straßentaugliche Geschichte. Hip-Hop in der Geschichtskultur

Holger Thünemann: Museen als geschichtskulturelle Institutionen historischer Urteilsbildung? Perspektiven fur Theorie, Empirie und Pragmatik

Martin Schlutow: Partizipation im Museum. Eine neue museale Praxis und ihre Bedeutung für die Kategorie Geschichtskultur

Regina Göschl: Geschichtskultur im 21. Jahrhundert. Die Weimarer Republik 2.0. 281

Oliver Näpel: Neue Wege gegen die Demokratiegefährdung? Holocaust-Education und Geschichtscomics

Autor*innen

Autor*innen

Jan Matthias Hoffrogge, Studienreferendar am Louise-Weiss-Gymnasium Hamburg und ehemaliger Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Didaktik der Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Martin Schlutow, Dr., Studienrat im Hochschuldienst am Institut für Didaktik der Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Max Twickler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Didaktik der Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

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Zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruches im Jahr 2014 war in fast allen europäischen Ländern eine Welle der medialen Erinnerung an die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ zu beobachten. Sind damit auch konvergierende Tendenzen, insbesondere in Richtung einer europäischen Erinnerungskultur verbunden? Vollzieht sich mit der größeren Aufmerksamkeit auch eine neue Bewertung bzw. neue Akzentuierung der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg, die gemeinsame transnationale Narrative begründen kann? Diesen Fragen geht der Band nach. Neben den öffentlich-politischen Debatten in europäischen Ländern werden auch Geschichtsbilder im Bereich von Massen- und Unterhaltungsmedien (Comics, Computerspiele), von Museen und Reenactments untersucht. Es zeigt sich eine Vielzahl an transnationalen Ansätzen, die jedoch nicht in eine einzige, homogene, transnationale (europäische) Erinnerungskultur münden, sondern vielmehr um die Deutungshoheit über gesellschaftliche Geschichtsbilder konkurrieren.
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Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht
Das „Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht“ unternimmt eine kritische Bestandsaufnahme der Methodendiskussion der letzten 20 Jahre, die durch eine Fülle von Anregungen gekennzeichnet ist. Es werden diejenigen Prinzipien, Denkformen und Ver-fahrensweisen vorgestellt, die historisches Lernen ermöglichen, anleiten und erleichtern. Das Handbuch will dem nicht nur ein nützliches und unentbehrliches Hilfsmittel für die Unterrichtspraxis sein, sondern gleichzeitig den Diskussionsstand zusammenfassen, kritisch gewichten und nicht zuletzt die disparate Begrifflichkeit im Bereich der Methodik vereinheitlichen.
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Kreative Schreibformen können im Fach Geschichte zur Wiederholung und Vertiefung von Inhalten dienen, für Multiperspektivität von Geschichte sensibilisieren, historisches Denken ermöglichen und zur Vermittlung von Gattungskompetenz beitragen.
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In dieser Studie liefert der Autor zunächst einen Überblick über die theoretischen, forschungspragmatischen und praxisrelevanten Bezüge der „Schülererzählung“ im Geschichtsunterricht. Im zweiten, empirischen Teil werden einige typische Muster beschrieben, wie junge Lernende im Alter von ca. 15 Jahren erzählend Geschichte konstruieren und also narrativen Sinn bilden. So wird gezeigt, wie der Geschichtsunterricht ein vertieftes Verständnis für die Narrativität der Geschichte fördern kann.
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Geschichtsdidaktik ist die Wissenschaft vom Lernen der Geschichte. Mit dieser überarbeiteten und erweiterten Auflage des Buches leistet der Autor einen wesentlichen Beitrag, die Geschichtsdidaktik als ein relativ eigenständiges Lehr- und Forschungsgebiet historisch und theoretisch zu begründen. Er beschreibt die hierfür grundlegende Frage nach historischem Lernen und zeigt Wege zu ihrer Beantwortung auf. Dabei geht es nicht um die „Vermittlung“ von Geschichte, sondern um Lernen generell, nämlich um Kompetenzerwerb durch Aneignung von Erfahrung.
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In diesem Band sind Beiträge vereint, die sich mit den Manifestationen der Geschichtskultur auseinandersetzen und diese an konkreten Beispielen ausleuchten. Die Autoren gehen davon aus, dass die Geschichtskultur für das Historische Lernen immer wichtiger wird. Sie gehen aber auch davon aus, dass der Nachweis von Verfälschungen, Banalisierungen oder Geschichtsklitterungen als Auseinandersetzung mit geschichtskulturellen Phänomenen künftig nicht mehr ausreicht. Dies liegt vor allem daran, dass die medialen Aufbereitungen von Geschichte oft nachhaltiger wirken als die im Unterricht gelieferten Entmythologisierungen. Deshalb ist ein vertieftes Verständnis des Umgangs mit Geschichte in der Öffentlichkeit notwendig, für das der Band Grundlagen liefert.
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