Frieden hören

Musik, Klang und Töne in der Friedenspädagogik

von
Dieter Senghaas

Nähern sich Sozialwissenschaftler, Publizisten, auch Lehrende der Friedensproblematik, so gilt allermeist den Ursachen von Gewalt und Krieg eine erste und besondere Aufmerksamkeit. Neuerdings gewinnen jedoch Erkenntnisse einer Friedensursachenforschung eine breite Resonanz. Gefragt wird, welche politischen, sozio-ökonomischen sowie sozial- und individualpsychologischen Faktoren einzeln und in ihrer Wechselwirkung nachhaltig friedensfördernd sind. Ästhetische Dimensionen einer Friedensordnung bleiben jedoch meist unterbelichtet, obgleich sich beispielsweise die Friedensproblematik über Bilder…

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12,80 €

Bestellnummer: 4909
EAN: 9783899749090
ISBN: 978-3-89974909-0
Format: Broschur
Reihe: Positionen
Erscheinungsjahr: 2013
Auflage: 1. Auflage 2013
Seitenzahl: 128
Produktinformationen
Nähern sich Sozialwissenschaftler, Publizisten, auch Lehrende der Friedensproblematik, so gilt allermeist den Ursachen von Gewalt und Krieg eine erste und besondere Aufmerksamkeit. Neuerdings gewinnen jedoch Erkenntnisse einer Friedensursachenforschung eine breite Resonanz. Gefragt wird, welche politischen, sozio-ökonomischen sowie sozial- und individualpsychologischen Faktoren einzeln und in ihrer Wechselwirkung nachhaltig friedensfördernd sind. Ästhetische Dimensionen einer Friedensordnung bleiben jedoch meist unterbelichtet, obgleich sich beispielsweise die Friedensproblematik über Bilder des Friedens eindrucksvoll vermitteln lässt. Dass auch ein Zugang zu verschiedenen Dimensionen des Friedens über musikalisch-kompositorische Beiträge erhellend sein kann, wird in den Abhandlungen dieses Buches erläutert: mit welchen friedensrelevanten Problemstellungen haben sich Komponisten und Komponistinnen in ihren Werken auseinandergesetzt? Markante Beispiele, die sich auch als musikalisch-erläuternde Belege friedenswissenschaftlicher Befunde eignen, werden erläutert. Sie alle finden sich in den Angeboten klassischer, d.h. wertbeständiger Musik der vergangenen fünf Jahrhunderte.
Inhaltsübersicht

Vorwort

Ouvertüre

Frieden hörbar machen und ästhetisch grundieren – Quasi una fantasia

Modulationen

Frieden: Wovon ist die Rede?

Wie den Frieden in Töne setzen?

„Gib Alarm, sammle Deine Freunde!“ Frieden in aktueller Musik.

Finale – Variationen

Seismographische Erinnerung an die Zukunft: Karl Amadeus Hartmann

Klänge des Friedens – mehr als eine Utopie: Isang Yun

Dona nobis pacem – eine bleibende Forderung: Arthur Honegger

Resistent zeitgemäß, nicht vergnüglich. Reflexionen eines Sozialwissenschaftlers über politische Aspekte in Klaus Hubers Musikschaffen

Anhang: Literaturhinweise, Hinweise auf CDs, Hinweis auf CD-ROM,Drucknachweis

Autor*innen
Dieter Senghaas, geb. 1940, lehrte bis 2005 Friedens-, Konflikt- und Entwicklungforschung an der Universität Bremen. Von ihm erschienen seit den 1960er Jahren wegweisende Analysen über die Ursachen von Gewalt und Krieg, insbesondere jedoch über die Bedingungen eines dauerhaften Friedens. Neuerdings finden besonderes Interesse seine Analysen über „hörbaren Frieden“.
Stimmen zum Buch

"Das Büchlein eröffnet ungeahnte Möglichkeiten der Kooperation von Politik- und Musikunterricht."

Prof. Dr. Bernhard Sutor, in: Forum Politikunterricht

Positionen

Kritik und Gewalt
Sarrazin-Debatte, ‚Islamkritik‘ und Terror in der Einwanderungsgesellschaft
Die ‚Integrationsdebatte‘ nach Thilo Sarrazins Buch ‚Deutschland schafft sich ab‘ offenbarte ein Paradox – eine wachsende Akzeptanz des kulturellen Pluralismus, besonders unter jüngeren Menschen, und zugleich massive kulturelle Ressentiments in der Einwanderungsgesellschaft. Der renommierte Migrationsforscher und Politikberater Klaus J. Bade beleuchtet Ursachen, Hintergründe und bedrohliche Folgen dieser paradoxen Spannung. Ihr Ergebnis ist eine gefährliche Ersatzdebatte anstelle der verdrängten Diskussion um die neue Identität in der Einwanderungsgesellschaft. Das Buch beschreibt diese Ersatzdebatte als ‚negative Integration‘: die Selbstvergewisserung der Mehrheit durch die Ausgrenzung einer großen – muslimischen – Minderheit. Die Politik verkennt die Brisanz dieser negativen Integration, solange sie ‚Integrationspolitik‘ nicht als Gesellschaftspolitik für alle versteht. Mit scharfem Blick identifiziert Bade Zusammenhänge von Wortgewalt und Tatgewalt am Beispiel antimultikulturell und antiislamisch motivierter Bluttaten aus jüngster Zeit: dem Breivik-Massaker in Norwegen und den Serienmorden des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Deutschland. Mit der Zunahme von Integrationserfolgen und der pragmatischen Akzeptanz kultureller Vielfalt sind in Deutschland auch aus kultureller Angst geborene fremdenfeindliche Abwehrhaltungen gewachsen, vor allem gegenüber dem Schreckgespenst Islam. Im Umgang mit den Themen Einwanderung, Integration und Islam ist ein kritischer Punkt erreicht.
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Frieden hören
Musik, Klang und Töne in der Friedenspädagogik
Nähern sich Sozialwissenschaftler, Publizisten, auch Lehrende der Friedensproblematik, so gilt allermeist den Ursachen von Gewalt und Krieg eine erste und besondere Aufmerksamkeit. Neuerdings gewinnen jedoch Erkenntnisse einer Friedensursachenforschung eine breite Resonanz. Gefragt wird, welche politischen, sozio-ökonomischen sowie sozial- und individualpsychologischen Faktoren einzeln und in ihrer Wechselwirkung nachhaltig friedensfördernd sind. Ästhetische Dimensionen einer Friedensordnung bleiben jedoch meist unterbelichtet, obgleich sich beispielsweise die Friedensproblematik über Bilder des Friedens eindrucksvoll vermitteln lässt. Dass auch ein Zugang zu verschiedenen Dimensionen des Friedens über musikalisch-kompositorische Beiträge erhellend sein kann, wird in den Abhandlungen dieses Buches erläutert: mit welchen friedensrelevanten Problemstellungen haben sich Komponisten und Komponistinnen in ihren Werken auseinandergesetzt? Markante Beispiele, die sich auch als musikalisch-erläuternde Belege friedenswissenschaftlicher Befunde eignen, werden erläutert. Sie alle finden sich in den Angeboten klassischer, d.h. wertbeständiger Musik der vergangenen fünf Jahrhunderte.
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Schafft Deutschland sich ab?
Ein Essay über Demografie, Intelligenz, Armut und Einwanderung
In insgesamt 12 Kapiteln setzt sich Gert Krell detailliert mit Thilo Sarrazins Thesen über Deutschlands Niedergang auseinander. Damit will der Autor auch zur Diskussion über den demokratischen Wohlfahrtsstaat beitragen. Reformbedarf gibt es genug. Deutschland wird demografisch älter und kulturell bunter werden. Ob es seine Zukunft meistert, hängt mehr von seiner Integrationsfähigkeit, seiner demokratischen Rechtsstaatlichkeit, von Achtung vor Mensch und Natur sowie wirtschaftlicher Fairness ab als von Scheinproblemen deutscher Identität.
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Weiterbildung im Wandel
Profession und Profil auf Profitkurs
Die Weiterbildung hat sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt. Ihr zentrales Kennzeichen ist eine zunehmende „Vermarktlichung“. Dafür gibt es bildungspolitische Gründe, die in dem Band differenziert dargestellt werden. Die Entwicklung hat Konsequenzen für das Profil der Weiterbildungseinrichtungen und für die Arbeitsbedingungen der dort tätigen Pädagoginnen und Pädagogen. Die Autorinnen und Autoren belegen materialreich den Wandlungsprozess und bewerten seine Folgen kritisch.
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Zukunft der Weltwirtschaft
Theorien, Analysen, Aussichten
Der Verfasser begibt sich auf die Suche nach einer fairen und einigermaßen „gerechten“ Ordnung der Weltwirtschaft. Es geht letztendlich um die Spielregeln für eine Weltwirtschaftsordnung, in der alle Länder annähernd gleiche Chancen haben ihre Entwicklung voranzubringen und den Wohlstand zu mehren. Dabei werden sowohl die ökonomischen als auch die politischen Entwicklungskräfte näher analysiert. Nach Ansicht des Autors ist die Internationalisierung der Wirtschaft ein nicht umkehrbarer Prozess. Dieser darf aber nicht nur durch die etablierten Interessengruppen gestaltet werden, sondern bedarf dringend der unabhängigen Gestaltung einer gemeinwohlorientierten Politik. Wie sich in der Finanz- und Wirtschaftskrise gezeigt hat, werden die privaten Interessen in freiheitlichen Demokratien immer Mittel und Wege finden sich durchzusetzen. Dagegen kommen die öffentlichen Interessen zu kurz. Gerade diese öffentlichen Interessen muss die Wissenschaft deutlich artikulieren, damit sich die Politiker daran besser in der Zukunft orientieren. „Theoretisch und empirisch gleicherweise fundiert.“ Helmut Schmidt „Den Leser erwartet eine ebenso anregende wie bedenkenswerte Lektüre.“ Norbert Lammert "Jens liefert all jenen, die sich Gedanken über die Entwicklung der Weltgesellschaft machen und die deren Zukunft vielleicht sogar mitgestalten wollen, das notwendige ökonomische Basiswissen." Kieler Nachrichten
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Oh, wie schön ist die DDR
Kommentare und Materialien zu den Ergebnissen einer Studie
Die Veröffentlichung der Ergebnisse einer Befragung von über 5000 Schülern durch die beiden Autoren („Soziales Paradies oder Stasi-Staat? Das DDR-Bild von Schülern – ein Ost-West-Vergleich“, Stamsried 2008) führte zu lang anhaltenden Diskussionen über den Umgang mit der DDR und die Vermittlung von Kenntnissen über den SED-Staat. Dabei wurde die Rolle der Schule und der Lehrer besonders kontrovers diskutiert. Aus den insgesamt ca. 4000 Zuschriften, Leserbriefen und Beiträgen im Internet haben die Autoren eine typische Auswahl zusammengestellt, um der kontroversen Diskussion eine Quellengrundlage zu geben. Das Buch wird eingeleitet mit einer kurzen illustrierten Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, damit der Leser den Hintergrund der Kommentare versteht. Anschließend werden die Kommentare von den Autoren erläutert und in den Kontext der geschichtspolitischen Auseinandersetzung um die DDR und die deutsche Teilungsgeschichte gestellt.
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