Exil bildet - Leçons d’exil

herausgegeben von
Manfred Oberlechner, Robert Obermair, Patrick Duval
unter Mitarbeit von
Herlinde Aichner, Thomas Ballhausen, Kirsten Ben Haddou, Doreen Cerny, Patrick Duval, Sebastian Engelmann, Susanne Geiling-Hassnaoui, Ulrike Greiner, Gerhard Hetfleisch, Wolf Hilzensauer, François Igersheim, Léonard Kat Chekpele, Ludwig Laher, Svenja Länder, Michael Manhardt, Paul Maurice, Torsten Mergen, Werner Michler, Manfred Mittermayer, Manfred Oberlechner, Robert Obermair, Caroline Pernot, Ute Sonnleitner, Roland Sublon, Nadine Weibel, Veronika Zwerger

Das Exil, Angelpunkt und Pfeiler menschlichen Zusammenlebens, prägt bis heute im Guten wie im Schlechten die Geschichte von Erziehung und Unterricht. Der Buch­inhalt bündelt die Expertise, den Erfahrungsschatz sowie die Beweisführung zahlreicher internationaler AutorInnen mit dem Ziel, das Schicksal von Flucht oder Verbannung entwurzelter Lehrender aufzuspüren, von jenen Exilierten, die fern ihrer schmerzlich vermissten Heimat ihr mitgebrachtes Bildungswissen als Lehrende weitergeben und/oder selbst zu Wissensadressatinnen und -adressaten der dort stattfindenden Bildungsprozesse werden.Noch a…

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Bestellnummer: 40508
EAN: 9783734405082
ISBN: 978-3-7344-0508-2
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2018
Auflage: 1. Auflage 2018
Seitenzahl: 368
Produktinformationen

Das Exil, Angelpunkt und Pfeiler menschlichen Zusammenlebens, prägt bis heute im Guten wie im Schlechten die Geschichte von Erziehung und Unterricht. Der Buch­inhalt bündelt die Expertise, den Erfahrungsschatz sowie die Beweisführung zahlreicher internationaler AutorInnen mit dem Ziel, das Schicksal von Flucht oder Verbannung entwurzelter Lehrender aufzuspüren, von jenen Exilierten, die fern ihrer schmerzlich vermissten Heimat ihr mitgebrachtes Bildungswissen als Lehrende weitergeben und/oder selbst zu Wissensadressatinnen und -adressaten der dort stattfindenden Bildungsprozesse werden.Noch allgemeiner hinterfragt und diskutiert dieses Buch unterschiedliche Wege pädagogischer Wissensvermittlung von Exilphänomenen, beginnend vom schulischen bis hin zum universitären Bildungsraum und richtet sich dabei insbesondere an Didaktikerinnen und Didaktiker sowie zukünftige Lehrende, denen es Schlüsselwissen im Verständnis, Quelle der Inspiration und Grundlage persönlicher Reflexion an die Hand gibt.

L’exil, pilier structurant des sociétés humaines, traverse, dans ses heurs et malheurs, l’histoire de l’éducation et de l’enseignement.
Le présent ouvrage, qui recueille le témoignage, l’expérience et l’expertise de plusieurs contributeurs internationaux, met en lumière le destin d’enseignants déracinés par le bannissement ou la fuite contrainte, d’exilés transmetteurs ou bénéficiaires d’un enseignement original ou engagé en dehors de leur patrie regrettée ; plus généralement, il s’interroge sur les différents modes de transmission pédagogique du phénomène exilique, de l’école à l’université, s’adressant notamment aux didacticiens et futurs enseignants, auxquels il ambitionne de fournir clés de compréhension et repères, sources d’inspiration et de réflexion.

Inhaltsübersicht

Einleitung: Leçons d’exil – Exil bildet

L’exil, ses conceptions, ses représentations
Das Exil : Auffassungen und Darstellungen

Patrick Duval
Des maux aux mots de l’exil – un regard introductif et comparatiste

Roland Sublon
L’exode du fils et l’exil du frère – Luc 15, 11 – 32

Léonard Katchekpele
Où appartiens-tu ?
Leçons d’exil et d’hospitalité dans la poétique négro-africaine

Pédagogues exilés/l’enseignant en exil
PädagogInnen im Exil/Unterrichtende im Exil

Sebastian Engelmann
Exil und Reformpädagogik –
Ein Plädoyer für eine genauere Betrachtung der Pädagogik im Exil an der Universität

François Igersheim
« Nous faisons partie de l’immense foule des réfugiés de l’Est … »
Emile Baas et le message des jeunes enseignants alsaciens et lorrains exilés en France non-occupée (1940 – 1944)

Josef Hlade
Die Lateinische Kolonie „Sisterdale“ als Geburtsort der Technikphilosophie

Manfred Oberlechner, Kirsten Ben Haddou
Zur Bedeutung lehrender und lernender Fluchterfahrener für Bildungsinstitutionen

Paul Maurice
Des rangs de l‘exil aux bancs de l‘université
Jürgen Kuczynski, professeur « rémigré » de la première génération d’universitaires est-allemands

Les cas d’étude
(Die) Fallbeispiele

Robert Obermair
Biographische Zugänge zum Thema Exil im Schulunterricht anhand des Beispiels Oswald Menghins

Roland Cerny-Werner
Von Glimmerbildchen, Beherrscherrechten und Beherrschtenrechten –
(Zwangs)-Wanderung als historischer Lernprozess am Beispiel der Vertreibung der Salzburger ProtestantInnen 1731/32

Patrick Duval
L’Histoire de l’établissement et de l’influence des réfugiés français aux Pays-Bas d’Hendrik Koenen (1846) –
extraits choisis et annotés à l’usage des pédagogues de l’exil

Torsten Mergen
Erzählte Geschichte und literarisches Lernen
Flucht und Exil am Beispiel von Anna Seghers Roman „Transit“

Caroline Pernot
Georges-Arthur Goldschmidt: Neue Grenzziehung zwischen Ausgangs- und Zielsprache

Nadine Weibel
L’exil apprivoisé, entre transmission identitaire et intégration : l’exemple des Tamouls sri-lankais en Alsace

Svenja Länder
„A Batalha“ –
Exilerfahrungen und politische Aktivitäten portugiesischer Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Bundesrepublik Deutschland (1969 – 1974)

Ute Sonnleitner
Spracherwerb von SchauspielerInnen unter Bedingungen des Exils –
Elisabeth Bergner und Alexander Granach

Doreen Cerny
Exil kommt nicht in Frage –
zur Haltung gegenüber exiler Bedrohung am Beispiel Ai Weiweis

Gerhard Hetfleisch
Österreich als Fluchtpunkt politischer Emigration 1919 – 1934

Pédagogie de l’exil/Enseigner l’exil
Pädagogik des Exils/Exilunterricht/Exil unterrichten

Susanne Geiling-Hassnaoui
Exilliteratur im Fremdsprachenunterricht
(Beispiele aus dem Deutschunterricht in Frankreich)

Veronika Zwerger, Thomas Ballhausen
Neue Fragen an alte Objekte.
Ansätze der Vermittlungsarbeit aus den Erfahrungen der Österreichischen Exilbibliothek

Manfred Oberlechner, Michael Manhart, Wolf Hilzensauer
Sprachlos durch Migration? Migrations-, fremdsprachen- und medienpädagogische Anmerkungen zu einem innovativen Lehrveranstaltungskonzept im Rahmen
der Primarstufenausbildung der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig

Ulrike Greiner, Werner Michler, Manfred Oberlechner, Herlinde Aichner, Manfred Mittermayer
Literarisches Wissen schafft Raum: Ein universitäres Lehrexperiment als „third space“

Ludwig Laher
Etwas Besseres als den Tod finden. Versuch über das Exil als Schulthema am Beispiel der Bremer Stadtmusikanten

Autorinnen und Autoren

Autor*innen

Herausgeber

Patrick DUVAL
Université de Lorraine-Metz. Forschungsschwerpunkte: Mentalitäts- und Kulturgeschichte, Staats- und Nationswerdung in den Niederlanden und in Belgien, Humanismus in den Niederlanden, niederländische Kunstgeschichte, Bildsemiologie.

Robert OBERMAIR
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig.
Forschungsschwerpunkte: Nationalsozialismus, Rechtsextremismus, Migrationsgeschichte.

Manfred OBERLECHNER
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig.
Forschungsschwerpunkte: Interkulturelles Lernen und Migrationspädagogik, Soziologie der Diversität, Bildungssoziologie, empirische Migrations- und Integrationsforschung.

 

Autorinnen und Autoren

Herlinde AICHNER
PG und ART-ORG St. Ursula Salzburg, Universität Salzburg.
Forschungsschwerpunkte: Literaturdidaktik, Lehrwerke, Literatur und (Früh-)Zionismus.

Thomas BALLHAUSEN
Leiter der Pressedokumentation an der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im Literaturhaus Wien.
Forschungsschwerpunkte: Medienübergreifende Quellenkunde, Critical Heritage Studies.

Kirsten BEN HADDOU
Diplom-Pädagogin der Interkulturellen Erziehung mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung. Sie ist freiberuflich im Bereich Coaching und Beratung tätig sowie als Referentin für Interkulturelle Kompetenz und Migration. Seit 2015 koordiniert sie die Silent University Ruhr.

Doreen CERNY
Pädagogische Hochschule Stefan Zweig Salzburg.
Forschungsschwerpunkte: berufsfeldbezogene Forschung insbesondere Methoden der qualitativen Sozialforschung, Professionsforschung mit dem Fokus auf (Trans-)Migration, politische Bildung.

Roland CERNY-WERNER
Paris Lodron Universität Salzburg.
Forschungsschwerpunkte: Neuere/Neueste Kirchengeschichte, Diktaturforschung, Geschichte des Antisemitismus, Gedenkstättenpädagogik.

Patrick DUVAL
Université de Lorraine-Metz.
Forschungsschwerpunkte: Mentalitäts- und Kulturgeschichte, Staats- und Nationswerdung in den Niederlanden und in Belgien, Humanismus in den Niederlanden, niederländische Kunstgeschichte, Bildsemiologie.

Sebastian ENGELMANN
Eberhard Karls Universität Tübingen.
Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Klassiker der Pädagogik, Reformpädagogik, Sozialistische Pädagogik, Pädagogik und Frieden.

Susanne GEILING-HASSNAOUI
Gymnasiallehrerin für Deutsch und Ausbilderin für Fachlehrer Deutsch Sekundarstufe I und II im Rektorat der Akademie von Reims.
Forschungsgebiete: Neuere deutsche Literatur (Schwerpunkt: 20. Jh., Gegenwart, Minderheitenliteraturen), Sprach- und Literaturdidaktik, interkulturelle Didaktik.

Ulrike GREINER
Universität Salzburg, School of Education.
Forschungsgebiete: Grundzüge einer Allgemeinen Fachdidaktik, Lehrerkompetenzforschung, Inklusive Bildung.

Gerhard HETFLEISCH
Zentrum für Migranten und Migrantinnen in Tirol (Ze-MiT),
Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Historische Migrationsforschung, Migrations- und Rassismusforschung.

Wolf HILZENSAUER
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig.
Forschungsschwerpunkte: Mediendidaktik, Reflexion in der Lehramtsausbildung.

Josef HLADE
Zentrum für Wissenschaftsgeschichte Karl-Franzens-Universität Graz.
Forschungsschwerpunkte: Wissenschaftsgeschichte, Medizingeschichte, Geschichte der Philosophie.

François IGERSHEIM
ehem. Université de Strasbourg.
Forschungsschwerpunkte: Geschichte des Elsasses, elsässische Historiographie, architektonisches Erbe des Elsasses, elsässische Résistance.

Léonard KAT CHEKPELE
Erzpriestertum Metz/Kath. Studentenseelsorge.
Forschungsschwerpunkte: katholische Theologie, kanonisches Recht, systematische Theologie, politische Theologie in Afrika, Theologie im postkolonialen Kontext.

Ludwig LAHER
freier Schriftsteller, Lehrtätigkeit an der Universität für Angewandte Kunst und an der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig. Zahlreiche Buchpublikationen (Romane, Essays, Lyrik usw.). Forschungsschwerpunkte: Literaturwissenschaft, Literatursoziologie, Zeitgeschichte, Kulturelle Diversität.

Svenja LÄNDER
Bucerius Law School Hamburg. Forschungsschwerpunkt: portugiesische Migrationsgeschichte.

Michael MANHARDT
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig.
Forschungsschwerpunkt: Fremdsprachendidaktik.

Paul MAURICE
Universität Paris-Sorbonne/Universität des Saarlandes, Lehrbeauftragter an der Universität Paris-Est Créteil.
Forschungsschwerpunkte: Hochschulpolitik in der DDR, Geschichte der Ostdeutschen Gesellschaft, Exil und Remigration, Elitengeschichte und Elitentheorie, Biographie,
Wirtschaftsgeschichte, Marxismus und Kommunismus.

Torsten MERGEN
Universität des Saarlandes.
Forschungsschwerpunkte: Literaturdidaktik, Literaturvermittlung, Lesesozialisation sowie Theorie und Praxis der Unterrichtsevaluation.

Werner MICHLER
Fachbereich Germanistik, Universität Salzburg.
Forschungsschwerpunkte: Neuere deutschsprachige, insbesondere österreichische Literatur; Theorie und Geschichte der literarischen Gattungen und der literarischen
Übersetzung; literarische Kompetenz und literarische Bildung.

Manfred MITTERMAYER
Universität Salzburg (Literaturarchiv/Fachbereich Germanistik).
Forschungsschwerpunkte: österreichische Literatur des 20. Jh., v. a. Thomas Bernhard, Filmanalyse, Biographie (Theorie und Praxis), Literaturausstellungen.

Manfred OBERLECHNER
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig.
Forschungsschwerpunkte: Interkulturelles Lernen und Migrationspädagogik, Soziologie der Diversität, Bildungssoziologie, empirische Migrations- und Integrationsforschung.

Robert OBERMAIR
Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig.
Forschungsschwerpunkte: Nationalsozialismus, Rechtsextremismus, Migrationsgeschichte.

Caroline PERNOT
Université de Lorraine-Metz.
Forschungsschwerpunkte: Kontrastive Sprachwissenschaft, Übersetzungswissenschaft, Diskurslinguistik, Phraseologie.

Ute SONNLEITNER
Leiterin des Bildungsreferates des ÖGB-Steiermark/Graz.
Forschungsschwerpunkte: Migrationsforschung, Frauen-/Geschlechterforschung, Freizeitkultur und Geschichte der ArbeiterInnen.

Roland SUBLON
ehem. Université de Strasbourg.
Forschungsschwerpunkte: katholische Theologie, Ethik der Psychoanalyse, psychoanalytische Lektüre biblischer Texte, das Johannes-Evangelium.

Nadine WEIBEL
Université de Strasbourg.
Forschungsschwerpunkte: die Religionen Asiens in Europa, der ‚weibliche Islam‘, feministische Theologien, Körper und Religion.

Veronika ZWERGER
Leiterin der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus Wien.
Forschungsschwerpunkte: Nachlässe, Ausstellungen und Vermittlungsprogramme zum Schwerpunkt Exil.

Kurzbeschreibung

Pädagogische Blickwechsel auf das Exil und den Exilierten: Wie Lehrende und Lernende ihre Entwurzelung erleben, darüber reflektieren, diese inszenieren oder ihre Rückkehr vorbereiten – ein multidisziplinärer und internationaler Ansatz.
 
Regards croisés sur l’exil et l’exilé : comment enseignants et enseignés vivent le déracinement, en débattent, le mettent en scène ou l’instrumentalisent en préparation du retour – une approche pluridisciplinaire et internationale.

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Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR
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Spätestens seit dem Aufkommen der völkischen PEGIDA und der AfD ist klar, dass politisches System und Gesellschaft der DDR aus dem Kontext des historischen Nationalsozialismus wie des gegenwärtigen Rechtsradikalismus genauso wenig herausgelöst werden können, wie die alte und neue Bundesrepublik. Ein Klima ist entstanden, in dem bislang ignorierte oder verdrängte Konfliktlinien der deutschen Mehrheitsgesellschaft – wie der Umgang mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus – deutlich zutage treten. Einige Historiker, Politiker sowie Bürgerrechtler instrumentalisieren die DDR-Aufarbeitung sogar für ihr rechtspopulistisches Engagement. Das Buch fasst wesentliche Ergebnisse der Tagung „Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR“ vom Januar 2017 zusammen. Es versteht sich als ein Plädoyer für eine intensivere Hinwendung der Zeitgeschichtsforschung wie der politischen Bildung zur Untersuchung und Kritik der SED-Diktatur als einer von drei Nachfolgegesellschaften des Nationalsozialismus.Herausgegeben im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung sowie der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen (Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)
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Zwischenmenschliche Bildung und politische Handlungsfähigkeit
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Gemeinschaftsstärkende Bildungsprozesse werden angesichts der krisenhaften gesellschaftlichen Herausforderungen zu einer Frage des Überlebens unserer demokratischen Lebensform. Als Beispiel dafür wird in dieser Studie ein neuer Zugang zur Praxis gewerkschaftlicher Bildung entwickelt. Die humane Kooperations- und Solidaritätsfähigkeit bildet dabei den archimedischen Punkt von Bildungsprozessen. Zwischenmenschliche Kooperation und gemeinsam geteilte Ziele und Werte werden gerade in der gewerkschaftlichen Bildung ins Zentrum didaktischer Überlegungen gestellt. Ziel ist die demokratische Gestaltung der Wirtschaft. Die im Arbeitsalltag erfahrbare Fähigkeit zum Miteinander-, Voneinander- und Füreinanderlernen wird in diesen Bildungsprozessen aufgegriffen und zu solidarischen Handlungsformen weiterentwickelt. Kehrbaum greift die theoretischen Ansätze des Philosophen und Pädagogen John Dewey auf, wendet diese mit Hilfe weiterer philosophischer und pädagogischer Theorien kreativ an und entwickelt sie am Beispiel aktueller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Probleme weiter. Seine Studie ist eine fundierte Neukonstruktion pädagogischer Ansätze in der gewerkschaftlichen Bildung, die wichtige Impulse für politische Bildungsprozesse auch außerhalb der Gewerkschaften gibt. Zudem legt er anschaulich dar, wie diese didaktischen Neuerungen in der Bildungspraxis angewendet werden können.
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Nationalpopulismus bildet? Lehren für Unterricht und Bildung
The New European National Populism. Lessons for School Education - Le nouveau national-populisme européen. Quelles leçons pour l'école?
Der Aufstieg des Populismus in westlichen Demokratien fordert nicht nur die etablierten politischen Parteien und kulturellen wie wirtschaftlichen Eliten heraus. Auch Schulen, Hochschulen und Universitäten sehen sich veranlasst, sich gegenüber politischen Bewegungen zu positionieren, die sie in Bezug auf ihre humanistischen, pluralistischen und diversitätsfreundlichen Bildungsideale attackieren.Wie kann dieses politische Phänomen, das die demokratischen Bausteine der westlichen Nachkriegsordnung und die Trägerprinzipien des modernen öffentlichen Schulwesens unmittelbar bedroht, neu definiert werden? Wie kann das moderne Schulwesen Bewegungen gegenübertreten, die eindimensional-simplifizierendes Denken, antidemokratische und diskriminierende Einmütigkeit sowie den nationalistischen Rückzug propagieren? Sind Bildungseinrichtungen nicht dazu verpflichtet, immer mehr auf ihre Neutralität zu verzichten, um ein demokratisches System in der Krise zu verteidigen?Mit diesen grundsätzlichen Fragestellungen, die Auszubildende und Ausbildende der pädagogischen Hochschulen vor dem Hintergrund ihres Bildungsauftrags betreffen, befasst sich der vorliegende Tagungsband.
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29,99 € - 36,90 €
Linke Militanz
Pädagogische Arbeit in Theorie und Praxis
Linke Militanz wird in Gesellschaft und Wissenschaft kontrovers diskutiert. Es gibt kaum weitreichende Forschungsprojekte auf diesem Gebiet und bisher wurden nur wenige praktische Projekte initiiert, die sich des Themas annehmen. Wie kann vor einem solchen Hintergrund eine pädagogische Arbeit in diesem umstrittenen und wenig beleuchteten Bereich aussehen? Der Sammelband widmet sich der Thematik aus wissenschaftlicher, pädagogischer und schließlich aus theaterpädagogischer Perspektive.
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23,99 € - 29,90 €
Museumsbesucher und Zeitgeschichte
„Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“? Eine Studie zu generationenspezifischen Wahrnehmungen
„Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“. Die Reaktionen von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung können sehr unterschiedlich ausfallen. Diese interdisziplinäre Besucherforschungsstudie untersucht die generationenspezifische Wahrnehmung von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung, der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“ im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. In Interviews mit Museumsbesuchern aus unterschiedlichen Generationen werden Schwerpunkte, Trends, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ausstellungsrezeption herausgearbeitet. Es zeigt sich: Generationenzugehörigkeit und Erinnerung eines Museumsbesuchers sind in Kombination mit, aber auch unabhängig von angebotsseitigen Komponenten sowie sozio- und geschichtskulturellen Einflüssen die handlungs- und rezeptionsleitenden Faktoren. Sie bestimmen nicht nur mit, welchen Objekten und Themen der Besucher sich widmet und welche Deutungen sowie Assoziationen er konstruiert, sondern auch wesentlich, welchen Sinn er grundsätzlich dem ganzen Museumsbesuch und seinem persönlichen affektiven wie kognitiven Zugewinn durch diesen zuschreibt.
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34,99 € - 42,50 €
Außerschulische Lernorte neu entdeckt
Wie selbstreguliertes Lernen in Gedenkstätten tiefgreifende Lernprozesse fördert
Wie können tiefgreifende Lernprozesse im Fach Geschichte und insbesondere an außerschulischen historischen Lernorten gefördert werden? Wie kann historische Kompetenz sichtbar gemacht und bewertet werden? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des Buchs. Ein neu entwickeltes Führungskonzept für das ehemalige Konzentrationslager Osthofen wurde in mehreren Studien evaluiert. Es zeigt exemplarisch, dass gerade die Verknüpfung fachlicher, sprachlicher und inhaltlicher Methoden in selbstregulierten Lernumgebungen tiefgreifende Lernprozesse fördert. Ebenso liefert das Buch die Validierung eines Leitfadens zur Bewertung historischer Kompetenz in Form der sogenannten Sachfachliteralität.
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29,99 € - 32,90 €
Bildung Macht Zukunft
Lernen für die sozial-ökologische Transformation?
Vielfältige Krisenprozesse machen deutlich, dass die Rückkehr zur gewohnten Tagesordnung keine Zukunft hat. Gegen die Rede von Alternativlosigkeit werden Forderungen nach einer breiten sozial-ökologischen Transformation laut, bei der die Frage nach einem guten Leben für alle im Mittelpunkt steht. Welche Rolle kann und sollte Bildung dabei spielen? Nicht selten wird sich von Bildung eine Krisenbewältigung versprochen. Dabei ist auch Bildung in jene Macht- und Herrschaftsverhältnisse verstrickt, die in die Krise geführt haben. Der vorliegende Band diskutiert Möglichkeiten und Grenzen einer kritischen transformativen Bildung aus Perspektiven von Bildungspraxis, Wissenschaft und sozialen Bewegungen.
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31,99 € - 34,90 €
Das Politische in der Sozialen Arbeit
Wahrnehmungen des Politischen in Fürsorge und Sozialpädagogik der Weimarer Republik
Soziale Arbeit steht aktuell vor der Herausforderung, ihre politische Verortung erneut zu prüfen. Ausgehend von der aktuellen Debatte um eine „Re-Politisierung“ geht der Autor den Versuchen einer wissenschaftlichen Fundierung des Verhältnisses von Sozialer Arbeit und Politik nach. Unter Rückgriff auf Hannah Arendts Begriff des Politischen analysiert der Autor historische Theorieansätze zur Fürsorge und Sozialpädagogik aus der Zeit der Weimarer Republik hinsichtlich ihrer Verhältnisbestimmung von Sozialem und Politischem und diskutiert ihre Wahrnehmung des Politischen kritisch auf ihren Beitrag zur gegenwärtigen Debatte.
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35,99 € - 44,90 €
Urteilspraxis und Wertmaßstäbe im Unterricht
Ethik, Englisch, Geographie, Geschichte, politische Bildung, Religion
Fachliches Lernen im Unterricht verlangt von Lernenden und Lehrenden auf vielen Ebenen Urteilsvermögen, um streitbare Positionen verhandeln und bewerten zu können. Fraglich ist, wie Urteilsbildung jenseits der Beliebigkeit von Meinungen oder des machtvollen Besserwissens gelingen kann. „Das wird man ja noch sagen dürfen!“ ist ein Satz, der immer wieder zu hören und zu lesen ist. Statt einem anything goes das Wort zu reden, regt dieser Band über Fächergrenzen hinweg zu einer neuen Verständigung über eine derzeit wenig reflektierte Urteilspraxis an: Worüber wird in den jeweiligen Fächern geurteilt? Welche Rolle spielen Emotionen angesichts einer seit Kant stark kognitiv geprägten Vorstellung von Urteilsfähigkeit? Wie sind relevante Bewertungsmaßstäbe für „richtiges“ Urteilen und/oder Handeln zu gewinnen? Welche didaktisch-methodischen Konzepte sind geeignet, eine Provokation sozial erwünschter Antworten oder einen unfruchtbaren Schlagabtausch von Meinungen zu vermeiden?
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18,99 € - 22,90 €
Politische Bildung und Flucht – ein Paradigmenwechsel?!
Die deutsche Migrationspolitik ist nach 2015/16 nicht mehr die gleiche wie zuvor. Auch in der politischen Bildung zeigt sich ein Paradigmenwechsel. Es haben sich Ansätze einer politischen Bildung für und mit Geflüchteten entwickelt, die die Perspektive der Rechte in den Mittelpunkt stellen. Die versammelten Fachbeiträge und Projektbeschreibungen widmen sich unter anderem dieser Entwicklung.
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26,99 € - 28,00 €