Europa in der politischen Bildung

herausgegeben von
Siegfried Frech, Robby Geyer, Monika Oberle
unter Mitarbeit von
Thomas Franke, Siegfried Frech, Robby Geyer, Eva-Maria Goll, Martin Große Hüttmann, Sven Ivens, Sabine Keitel, Tatjana Meijvogel-Volk, Beatrix Melchinger, Monika Oberle, Kerstin Pohl, Siegfried Schiele, Michèle Schilt, Helmar Schöne, Andreas Thimmel, Eva Kristin Vogt, Georg Weißeno, Benedikt Widmaier, Béatrice Ziegler, Bettina Zurstrassen

Die Europäische Union als Lerngegenstand ist für Lehrende und Lernende gleichermaßen herausforderungsvoll, denn ein „europäisches Bewusstsein“ als Ziel politischer Bildung setzt mehr voraus als affektives Zugehörigkeitsgefühl. Für eine angemessene politische Urteilsbildung ist EU-bezogenes Wissen notwendig. Es geht um eine differenzierte Auseinandersetzung mit europäischen Themen, Herausforderungen und Konflikten, die von einer hohen Komplexität gekennzeichnet ist und sich nicht von momentanen Stimmungen oder von einer diffusen Ablehnungen leiten lässt. Europabildung hat nicht vorrangig die A…

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Bestellnummer: 41209
EAN: 9783734412097
ISBN: 978-3-7344-1209-7
Reihe: Didaktische Reihe
Erscheinungsjahr: 2021
Auflage: 1
Seitenzahl: 296
Produktinformationen

Die Europäische Union als Lerngegenstand ist für Lehrende und Lernende gleichermaßen herausforderungsvoll, denn ein „europäisches Bewusstsein“ als Ziel politischer Bildung setzt mehr voraus als affektives Zugehörigkeitsgefühl. Für eine angemessene politische Urteilsbildung ist EU-bezogenes Wissen notwendig. Es geht um eine differenzierte Auseinandersetzung mit europäischen Themen, Herausforderungen und Konflikten, die von einer hohen Komplexität gekennzeichnet ist und sich nicht von momentanen Stimmungen oder von einer diffusen Ablehnungen leiten lässt. Europabildung hat nicht vorrangig die Aufgabe, für die europäische Integration zu begeistern. Sie muss vielmehr die gewachsene Bedeutung der EU verstehbar machen, ihre Probleme benennen sowie analysieren und schließlich die politische Urteilsbildung und Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler fördern. Indem politische Europabildung Wissen, Einstellungen und Erfahrungen sowie Urteilskraft und Handlungskompetenz miteinander verknüpft, kann sie eine wichtige Grundlage zur Herausbildung der vielbeschworenen „europäischen Identität“ legen und einen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen politischen Kultur der EU leisten.

Inhaltsübersicht

Vorwort

Siegfried Frech, Robby Geyer, Monika Oberle
Einführung: Aspekte einer politischen Europabildung

Martin Große Hüttmann
Die Europäische Union am Scheideweg – wieder einmal?!

Monika Oberle
Wissen und Einstellungen junger Bürgerinnen und Bürger zur Europäischen Union

Helmar Schöne
EU unterrichten in der Schule – eine Bestandsaufnahme

Benedikt Widmaier
Active Citizenship – Kein Thema für die politische Bildung in Deutschland?

Georg Weißeno
Wirkung und Qualität des Politikunterrichts in Baden-Württemberg

Michèle Schilt
Blicke über den Tellerrand – Europabildung in Luxemburg

Béatrice Ziegler
„Europa“ als Thema der politischen Bildung in der Deutschschweiz

Tatjana Meijvogel-Volk
Europa vermitteln – Formate und Zielgruppen in den Niederlanden

Sabine Keitel/Beatrix Melchinger
Don@u Online – Den europäischen Austausch von jungen Menschen fördern

Sven Ivens, Thomas Franke
Fokus Balkan Online – Ein Blended-Learning-Planspiel für die europapolitische Bildung

Eva-Maria Goll
Europapolitik im Sachunterricht oder frühes Politiklernen nur anhand kommunaler Beispiele?

Bettina Zurstrassen, Eva Kristin Vogt
Europa: ein Thema in der beruflichen Bildung?

Andreas Thimmel
Wie politisch sind europäische und internationale Austauschprogramme?

Siegfried Schiele, Kerstin Pohl
Achtzehn mal Beutelsbacher Gespräche: Erinnerungen an ein erfolgreiches Format

Autor*innen

Thomas Franke
ist seit 2014 Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Er verantwortet den Fachbereich „Politische Tage für Schulen im Regierungsbezirk Stuttgart“ und koordinierte u.a. die Erstwählerkampagnen der LpB. Seit 2020 leitet er die neu gegründete Außenstelle der LpB für den Regierungsbezirk Stuttgart, die ihren Sitz in Ludwigsburg haben wird.

Prof. Siegfried Frech
ist Publikationsreferent bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und verantwortet die Zeitschrift „Bürger & Staat“ und die Didaktische Reihe. Er hat einen Lehrauftrag (Didaktik politischer Bildung) am Institut für Politikwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Robby Geyer
ist Publikationsreferent bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und Chefredakteur der Zeitschrift „Politik & Unterricht“. Ab 2021 verantwortet er die Didaktische Reihe. Er hat einen Lehrauftrag für politische Bildung am Institut für Politische Wissenschaft der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Dr. Eva-Maria Goll
Akademische Rätin, war nach ihrem Lehramtsstudium wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Nach ihrer Promotion wechselte sie an die Technische Universität Dortmund, war dort zunächst im Institut für Soziologie und aktuell im Institut für Didaktik integrativer Fächer.

Dr. Martin Große Hüttmann
ist Akademischer Oberrat am Institut für Politikwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Europäischen Zentrums für Föderalismus-Forschung (EZFF) Tübingen. Einer seiner Schwerpunkte in Forschung und Lehre ist die Europäische Union.

Sven Ivens
ist seit 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft/Didaktik der Politik an der Universität Göttingen. Er schreibt eine kumulative Dissertation über digitale Planspiele in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung.

Sabine Keitel
ist in der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg Fachreferentin für E-Learning sowie für den Bereich „Frauen und Politik“ zuständig. Davor war sie lange Jahre Referentin des Direktors Dr. Siegfried Schiele.

Tatjana Meijvogel-Volk
Politologin und Osteuropaexpertin, ist Projektmanagerin bei „ProDemos - Haus für Demokratie und Rechtsstaat“ in Den Haag, Niederlande. Sie beschäftigt sich dort vor allem mit der politischen Erwachsenenbildung. Zu ihren Aufgaben gehört u.a. die Leitung des Europe Direct Center Den Haag, ein Informationszentrum für Bürger und Bürgerinnen über die EU. Neben ihrer Tätigkeit bei ProDemos lehrt sie an der Webster University in Leiden beim Department Internationale Beziehungen. Bevor sie in die Niederlande kam, arbeitete sie auf den Gebieten Humanitäre Hilfe, Presse, Protokoll, Wahlen und Demokratisierung für das Auswärtige Amt, die EU-Administration von Mostar und die OSZE in Kroatien und Bosnien-Herzegowina.

Beatrix Melchinger
ist Lehrerin für Geografie und Englisch, 2014 erwarb sie einen Masterabschluss (M.A.) in „Educational Media“ an der Universität Duisburg-Essen. Sie leitet u.a. das Projekt „Don@u-Online“.

Prof.in Dr. Monika Oberle
hat in Marburg, London sowie Berlin Politikwissenschaft studiert und an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe promoviert. Sie ist Professorin für Politikwissenschaft sowie Didaktik der Politik an der Georg-August-Universität Göttingen. Ihr Lehrstuhl widmet sich der empirischen Erforschung unterschiedlicher Faktoren von Lehr- und Lern-Prozessen der politischen Bildung. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte liegt auf der politischen EU-Bildung.

Prof.in Dr. Kerstin Pohl
ist seit 2012 Professorin für Fachdidaktik Sozialkunde/Politik am Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie lehrt und forscht zu den gesellschaftstheoretischen, demokratietheoretischen und politikwissenschaftlichen Grundlagen der Politikdidaktik.

Dr. Siegfried Schiele
war von 1976 bis 2004 Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB). Auf der von ihm 1976 initiierten Tagung in Beutelsbach kristallisierte sich in den Vorträgen und Diskussionen heraus, was bei allen ideologischen Differenzen für die politische Bildung konsensfähig war: Der damals gefundene „Beutelsbacher Konsens“ prägt die politische Bildung bis heute.

Michèle Schilt
ist ausgebildete Sekundarschullehrerin im Fach Geschichte und stellvertretende Direktorin des Zentrum fir politesch Bildung in Luxemburg. Die Stiftung hat das Ziel, das bürgerschaftliche Engagement zu fördern und will vor allem bei jungen Menschen zu einem besseren Verständnis von Politik und Demokratie beitragen. Dort beschäftigt sie sich vor allem mit demokratischer Schulentwicklung und der Entwicklung von Workshops für Kinder und Jugendliche.  

Prof. Dr. Helmar Schöne
ist Professor für Politikwissenschaft und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd. Nach seinem Studienabschluss in Berlin hat er u.a. an den Universitäten Dresden und Leipzig gearbeitet. Lehr- und Forschungsaufenthalte haben ihn an die University of Iowa und die Grand Valley State University in Michigan geführt. Er arbeitet schwerpunktmäßig zum politischen System der Bundesrepublik Deutschland.

Prof. Dr. Andreas Thimmel
ist Professor für Wissenschaft der Sozialen Arbeit an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Köln. Er ist Leiter des Forschungsschwerpunktes Non-formale Bildung. Seit dem Wintersemester 2019/2020 ist er Inhaber des Jean Monnet Chair „Bildung und Jugendarbeit in Europa“. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind: internationale und interkulturelle Jugendarbeit, europäische Jugendpolitik, politische Bildung.

Eva Kirstin Vogt
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld.

Prof. Dr. Georg Weißeno
war bis 2019 als Professor für Politikwissenschaft und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe tätig und leitete dort die Abteilung Politikwissenschaft. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die konzeptionellen Grundlagen des Politikunterrichts.

Benedikt Widmaier
ist seit 1998 Direktor der Akademie für politische und soziale Bildung „Haus am Maiberg“ und hat zudem Lehraufträge an den Universitäten Darmstadt, Heidelberg und Gießen wahrgenommen. Er ist Mitglied der Redaktion der Zeitschrift „Journal für Politische Bildung“ und Mitherausgeber der Schriftenreihe „Non-formale politische Bildung“.

Prof.in Dr. Béatrice Ziegler
war bis 2016 Leiterin der Abteilung Politische Bildung und Geschichtsdidaktik sowie Co-Direktorin des Zentrums für Demokratie Aarau an der Pädagogischen Hochschule FHNW. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Politische Bildung und Geschichtsdidaktik. Sie ist Mitglied in zahlreichen Gremien und Redaktionen fachwissenschaftlicher und didaktischer Zeitschriften.

Prof.in Dr. Bettina Zurstrassen
ist Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Vor ihrer Berufung an die Ruhr-Universität Bochum war sie im Schuldienst tätig. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit der politischen Bildung an Berufskollegs, der sozialen Ungleichheit in der politischen Bildung sowie der sozioökonomischen Bildung.

Kurzbeschreibung

Für eine angemessene politische Urteilsbildung ist EU-bezogenes Wissen notwendig. Indem politische Europabildung Wissen, Einstellungen und Erfahrungen sowie Urteilskraft miteinander verknüpft, kann sie eine wichtige Grundlage zur Herausbildung der vielbeschworenen „europäischen Identität“ legen und einen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen politischen Kultur der EU leisten.

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Europa in der politischen Bildung
Die Europäische Union als Lerngegenstand ist für Lehrende und Lernende gleichermaßen herausforderungsvoll, denn ein „europäisches Bewusstsein“ als Ziel politischer Bildung setzt mehr voraus als affektives Zugehörigkeitsgefühl. Für eine angemessene politische Urteilsbildung ist EU-bezogenes Wissen notwendig. Es geht um eine differenzierte Auseinandersetzung mit europäischen Themen, Herausforderungen und Konflikten, die von einer hohen Komplexität gekennzeichnet ist und sich nicht von momentanen Stimmungen oder von einer diffusen Ablehnungen leiten lässt. Europabildung hat nicht vorrangig die Aufgabe, für die europäische Integration zu begeistern. Sie muss vielmehr die gewachsene Bedeutung der EU verstehbar machen, ihre Probleme benennen sowie analysieren und schließlich die politische Urteilsbildung und Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler fördern. Indem politische Europabildung Wissen, Einstellungen und Erfahrungen sowie Urteilskraft und Handlungskompetenz miteinander verknüpft, kann sie eine wichtige Grundlage zur Herausbildung der vielbeschworenen „europäischen Identität“ legen und einen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen politischen Kultur der EU leisten.
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