Emotionen und Politische Bildung

POLIS 4/18

unter Mitarbeit von
María do Mar Castro Varela, Paul Mecheril, Sebastian Fischer, Florian Weber-Stein

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten oder das Anwachsens rechtspopulistischer Bewegungen haben dem Thema Emotionen eine neue Aktualität gegeben. Politische Auseinandersetzungen werden in einer stark emotionalisierten Arena ausgetragen. Dies trifft nicht nur auf Stammtischparolen, Fake News oder Hate Speeches zu.Auch der 14. Bundeskongress Politische Bildung vom 07. bis 09. März 2019 in Leipzig wird das Thema mit dem Titel: „Was uns bewegt. Emotionen in Politik und Gesellschaft“ aufnehmen (bitte vormerken!).Emotionen spielen in Politik und Gesellschaft sowie in der politischen Öffentlichk…

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Bestellnummer: po4_18 (Print)
Reihe: POLIS
Erscheinungsjahr: 2018
Auflage: 1. Auflage 2018
Seitenzahl: 34
Produktinformationen

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten oder das Anwachsens rechtspopulistischer Bewegungen haben dem Thema Emotionen eine neue Aktualität gegeben. Politische Auseinandersetzungen werden in einer stark emotionalisierten Arena ausgetragen. Dies trifft nicht nur auf Stammtischparolen, Fake News oder Hate Speeches zu.
Auch der 14. Bundeskongress Politische Bildung vom 07. bis 09. März 2019 in Leipzig wird das Thema mit dem Titel: „Was uns bewegt. Emotionen in Politik und Gesellschaft“ aufnehmen (bitte vormerken!).
Emotionen spielen in Politik und Gesellschaft sowie in der politischen Öffentlichkeit eine ambivalente Rolle. Sie können viel bewegen, zum Fördern von Toleranz oder Hass eingesetzt werden. In Zeiten von Populismus und „gefühlten“ Wahrheiten ist es notwendig, die Rolle von Emotionen rational zu analysieren, um deren Relevanz für das politische Denken und Handeln von Menschen zu reflektieren. Dazu möchte dieses Heft einen diskursiven Beitrag leisten.

So analysieren Maria do Mar Castro Varela und Paul Mercheril aus psychologischer und pädagogischer Perspektive die vielschichtigen Ursachen für die „Dämonisierung der Anderen“ und geben rationale Erklärungen für das wachsende rassistische Denken und Handeln in breiten Bevölkerungskreisen.
Florian Weber-Stein beleuchtet die „Verwobenheit von Emotion und Kognition in politischen Lernprozessen“ und stellt die produktive Rolle von Emotionen für politisches Lernen im Sinne einer „selbstbewussten emotionalen Bildung“ heraus.
Im Forum diskutieren Sibylle Reinhardt und Benedikt Widmaier auf der Basis ihrer Biografien und langjährigen Erfahrungen in der formalen und nonformalen Bildung die Rolle von Emotionen unter fachdidaktischer Perspektive. Sie verweisen auf ihr positives Potenzial als „Triebfeder“ und „Motor“ von Lernprozessen.
In der Rubrik „Werkstatt“ stellt Sebastian Fischer ein für Sachsen entwickeltes Fortbildungskonzept für Lehrkräfte zum Themenfeld Rechtsextremismus vor. Die Ergebnisse können auch bundesweit Impulse zum Umgang mit rechtspopulistischen Einstellungen setzen.

Inhaltsübersicht

Zeitung

Fachbeiträge

Paul Mecheril, Maria do Mar Castro Varela
Sobald der Vorrang gefährdet ist: Die Dämonisierung der Anderen

Florian Weber-Stein
Politik-Lernen ohne Emotionen – geht das überhaupt?
Beobachtungen zur Verwobenheit vom Emotion und Kognition in politischen Lernprozessen

Forum

Ein Interview mit Sibylle Reinhardt und Benedikt Widmair
Emotionen sind Motoren für ganz Vieles

Didaktische Werkstatt

Sebastian Fischer
Fortbildungen von Lehrkräften im Themenfeld Rechtsextremismus vor dem Hintergrund eines erstarkten Rechtspopulismus

DVPB aktuell

Impuls
AfD-Meldeplattform
„Göttinger Aufruf ...“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)

Termine

Berichte
Nordrhein-Westfalen: Landesforum 2018
Thüringen: Politiklehrertag zur Frage: Wie viel Öffentlichkeit verträgt die Schule?
–: Landesverband setzt auf Kontinuität
–: Forderung an Minister Holter: Stärkung Politischer Bildung an Thüringer Schulen
–: Trauerfall: Abeschied von Prof. Dr. Heiner Timmermann
Hessen: 7. Deutsch-polnisches Seminar in Lodz
Rheinland-Pfalz: Bernhard-Sutor-Preis
Bayern: Neuer Landesvorstand

LITERATUR
Rezensionen

Vorschau / Impressum

Autor*innen

Prof. Dr. María do Mar Castro Varela
Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und promovierte Politikwissenschaftlerin ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Gender
und Queer an der Alice Salomon Hochschule Berlin.

Dr. Franziska Giffey
ist seit dem 14. März 2018 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Sie ist promovierte Politikwissenschaftlerin.

Prof. Dr. Paul Mecheril
ist Professor für Migration und Bildung am Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er ist dort zudem Direktor des Center for Migration, Education
and Cultural Studies.

Dr. Sebastian Fischer
ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Didaktik der Demokratie (IDD) der Leibniz Universität Hannover sowie Forschungskoordinator des Center for Inclusive Citizenship (CINC).

Florian Weber-Stein
ist seit Oktober 2018 Professor für Politikdidaktik und Politikwissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Zuvor hat er als Gymnasiallehrer in Berlin
und Potsdam Politik, Philosophie und Ethik unterrichtet.

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Emotionssensibler Politikunterricht
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Wie verhalten sich Emotionen gegenüber etablierten Selbstverständnissen, didaktischen Prinzipien, Zielen sowie lerntheoretischen Annahmen der politischen Bildung? Welche Chancen eröffnet, welche Herausforderungen stellt das Konzept eines emotionssensiblen Politikunterrichts an Theorie und Praxis politischer Bildung? Die Studie widmet sich einem aktuellen, jedoch von der Politikdidaktik bislang vernachlässigten Thema. Gefragt wird, wie sich Emotionen konzeptionell erschließen lassen, welche Bedeutung sie in der Politik spielen, wie sie von den Bezugswissenschaften der politischen Bildung rezipiert werden und welche Konsequenzen sich hieraus für Theorie und Praxis politischer Bildung ableiten lassen. Die Forschungsergebnisse führen schließlich zu der These, dass sich die politische Bildung gleichermaßen mit Emotionen beschäftigen darf, sollte und kann, ohne dabei Gefahr zu laufen, Irrationalitäten zu befördern. Unterlässt sie dies, bleibt die emotionale Komponente politischen Lernens und Lehrens weiterhin dem Zufall überlassen.
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Durch das zunehmende öffentliche Interesse und nicht zuletzt durch die Fridays-for-Future-Bewegung hat Klimapolitik einen festen Platz auf der politischen Agenda errungen. Mit der wachsenden gesellschaftlichen Aufmerksamkeit verändern sich auch die politischen Handlungsspielräume. Diese Ausgabe beschäftigt sich damit, wie Klimapolitik verstanden werden kann, beleuchtet die Perspektive von Jugendlichen und Kindern auf das Thema und zeigt in der Didaktischen Werkstatt Strategien gegen den Missbrauch scheinbar klimapolitischer Argumentation durch Akteur*innen der extremen Rechten auf.
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Sprachbildung im Politikunterricht
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In den vergangenen Jahren hat Sprachbildung als fächerübergreifende Kompetenz Einzug in die bundesdeutschen Lehrpläne genommen. Das übergreifende Ziel ist es, über das Erlernen von Fachsprache bildungssprachliche Fähigkeiten zu erwerben, die gesellschaftliche Teilhabe im weitesten Sinne ermöglichen. Im Rahmen eines klaren Entwicklungskonzeptes von Alltagssprache zu Bildungssprache sind auch die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer aufgefordert, sich mit diesem Thema vertieft auseinanderzusetzen und Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis auszuarbeiten. Mit der Förderung von Sprachkompetenz im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht stellen sich auch grundsätzliche Fragen zum Verhältnis von Sprache und Politik erneut. In einem Überblick erläutert Constanze Spieß aus sprachwissenschaftlicher Perspektive politische Kommunikation und zeigt auf, wie dabei Sprache strategisch genutzt wird. Welche Voraussetzungen und Implikationen das Verhältnis von Sprache und Politik insbesondere für das lernende Subjekt und damit auch für politische Lehr-Lernsituationen hat, arbeitet Marc Partetzke heraus. Annemarie Jordan blickt in ihrem Beitrag darauf, welche Bedeutung Unterrichtsprache im Kompetenzerwerb hat und diskutiert, welche Hürden sich für Schüler*innen im Erreichen politischer Mündigkeit in Verbindung mit der Sprachfähigkeit ergeben können. Sven Oleschko fragt in seinem Beitrag, wie die Forderung nach Sprachbildung im Fachunterricht praktisch umgesetzt werden kann. Er plädiert dafür, den sprachsensiblen Fachunterricht als Chance zu begreifen. In der Didaktischen Werkstatt stellen Sabine Manzel und Claudia Forkarth den Lehr-Lern-Zyklus als praktisches Element zur Sprachbildung im Politikunterricht vor. Auch in der Zeit des coronabedingten Lockdowns hat sich die enge Verbindung zwischen Sprache und Politik gezeigt: So sind beispielsweise in Berlin Transparente und Graffiti genutzt worden, um trotz sozialer Isolation die politische Sprache nicht zu verlieren. Bilder davon finden sich in dieser Ausgabe.
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Neue Rechte - eine Herausforderung für die Demokratie und die Politische Bildung
Gerade die deutsche Geschichte lehrt, dass aus einer konsequent demokratischen Staatsform ein in Totalität menschenfeindliches Regime hervorgehen kann. Um die freiheitliche demokratische Grundordnung vor den Feinden der offenen Gesellschaft zu schützen, muss die Achtung von Humanität gleichermaßen Staats- wie Gesellschaftsräson sein. Mit der Neuen Rechten gewinnt in Deutschland und vielen weiteren Staaten eine politische Bewegung an Kraft, die daran arbeitet, die freiheitlichen Grundlagen der Demokratie zu zerstören und stattdessen einen völkischen Nationalismus zu etablieren. Die vorliegende POLIS setzt sich mit dieser Herausforderung für die Demokratie und die Politische Bildung auseinander: Einleitend beleuchtet Klaus-Peter Hufer das Spektrum der Neuen Rechten, setzt sich mit Formen neurechter Agitation auseinander und arbeitet deren ideologische Grundlagen heraus. Joachim von Olberg kontrastiert den völkischen Patriotismus des rechtsextremen Lagers mit einem in der Gegenwart weithin vergessenen liberalen und antinationalistischen Patriotismusverständnis. Sibylle Reinhardt zeigt anlässlich der „AfD-Meldeportale“ und entsprechender Forderungen der Partei, warum aus dem Neutralitätsgebot des Staates kein Neutralitätsgebot der Schule und der Politischen Bildung abgeleitet werden darf. Sebastian Fischer und Sophie Schmitt setzen sich jeweils ganz konkret mit den Aufgaben auseinander, die für die Politische Bildung aus der Erstarkung der extremen Rechten erwachsen. In der Didaktischen Werkstatt schließlich arbeitet der Lehramtsanwärter Tobias Grote Grundlagen einer pädagogischen Handlungskompetenz gegen Menschenfeindlichkeit heraus.
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Deutsche Einheit. 30 Jahre zwischen Aufbruch und Umbrüchen
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Dieses Heft widmet sich dem 30. Jahrestag der Deutschen Einheit. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, inwiefern der Einigungsprozess neue Perspektiven auf die Jahre der Teilung ermöglicht und inwiefern damit Aufbruch und Umbrüche in Politik, Gesellschaft und individuellen Biografien verbunden sind.
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Religion - Politik - Politische Bildung
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Während bis zur weltpolitischen Wende 1989/90 die großen Konfliktlinien zwischen Ost und West, Kommunismus und freiheitlicher Demokratie, zwischen links und rechts identifizierbar waren, hat sich seither eine globale geopolitische Differenzierung ereignet, in der neue Machtzentren entstanden sind. Dabei haben zunehmend religiöse Elemente an Bedeutung gewonnen. Aus diesem Grund widmet sich diese POLIS-Ausgabe dem Verhältnis von Religion und Politik und fragt nach den Möglichkeiten Politischer Bildung.
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Politische Bildung als Extremismusprävention
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Politische Bildung soll die Entwicklung von Mündigkeit fördern und zur politischen Urteils- und Handlungsfähigkeit führen. Sie soll darüber präventiv gegen antidemokratische Menschen verachtende und Menschenrechte missachtende Einstellungen und Verhaltensweisen wirken. Politische Bildung ist aber viel mehr als Prävention gegen politischen Extremismus, darin sind sich die Autorinnen und Autoren dieses Heftes einig. Samuel Salzborn erörtert zunächst den in der bundesdeutschen Forschung weit verbreiteten statischen Extremismusbegriff, der auf der Annahme einer genuin nicht-extremistischen Mitte und zweier extremistischer Pole in der Gesellschaft beruht, und stellt diesem einen dynamischen gegenüber. Susanne Achour und Thomas Gill setzen sich kritisch mit dem Präventionsgedanken auseinander und zeigen auf, dass ein sicherheitspolitisches Konzept von Extremismusprävention in der politischen Bildung nicht brauchbar ist. Daran knüpfen die Überlegungen von Benedikt Widmaier an, der danach fragt, ob die freiheitlich demokratische Grundordnung überhaupt ein Leitbegriff politischer Bildung sein kann. Katharina Rhein wirft einen Blick in die Geschichte der politischen Bildung und zeigt auf, wie sie in den Anfangsjahren der Bundesrepublik im Sinne eines positiven Verfassungsschutzes begriffen wurde. In der Didaktischen Werkstatt beschäftigen sich Martina Tschirner und Christoph Bauer mit aktuellen Unterrichtsmaterialien, die zur Prävention von Linksextremismus konzipiert wurden. Im Impuls dokumentieren wir eine Stellungnahme der Landeszentralen für politische Bildung zur aktuellen Lage und künftigen Aufgaben der politischen Bildung.
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Kooperation von schulischer und außerschulischer Bildung
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Schule ist vielen gesellschaftlichen Anforderungen ausgesetzt. Daraus entsteht auch Druck, mit dem Lehrkräfte professionell umgehen müssen. Kooperationen mit außerschulischen Partnern können auf den ersten Blick als zusätzlich arbeitsaufwändig gesehen werden. Bei genauerem Hinschauen werden aber sehr viele positive Effekte deutlich, nicht nur in inhaltlicher Hinsicht. Viele Träger außerschulischer politischer Bildung liefern inzwischen maßgeschneiderte Angebote, diesich gut mit schulischen Strukturen verbinden lassen. Auch gibt es mittlerweile viele Organisationen, die die speziellen Strukturen von Schule besser verstehen als dies früher der Fall war. So liefern Nichtregierungsorganisationen oft bereits Vor- und Nachbereitungsmaterialien für den Besuch außerschulischer Lernorte und bieten Strukturen für eine weitere Kooperation an. Dabei hat die schulische politische Bildung sicher immer auf die jeweils von den außerschulischen Trägern vertretenen Interessen zu achten, da deren Angebote als Teil von Kontroversität gesehen werden müssen, wozu dann in der Gesamtsicht von Unterricht zuweilen andere Positionen dazukommen müssen. Lehrkräfte sichern also im Sinne des Beutelsbacher Konsenses die Qualität des Unterrichts und prüfen die Angebote entsprechend.
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Entpolitisierung und Ökonomisierung von Bildung?
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Die „Fridays for Future“-Bewegung offenbart ebenso wie die Solidarisierungen mit von Abschiebung bedrohten Menschen oder Proteste gegen die EU-Urheberrechtsreform einen Prozess der Politisierung von Kindern und Jugendlichen. An öffentlichen Schulen dagegen wird eine an den Interessen der Lernenden orientierte Politische Bildung häufig marginalisiert. So finden z. B. in den aktuellen niedersächsischen Kerncurricula für das gymnasiale Unterrichtsfach „Politik-Wirtschaft“ die Themenkomplexe „Migration“ und „Klimawandel“ keinerlei Berücksichtigung. Großer Raum hingegen ist dort für eine vermeintliche ökonomische Bildung vorgesehen. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Erziehung zu einem ökonomistischen Denken, mittels der die Kernanliegen Politischer Bildung konterkariert werden. Die vorliegende POLIS widmet sich dem Problem der Entpolitisierung und Ökonomisierung von Bildung und umfasst Vorschläge, wie mit dieser Herausforderung umgegangen werden kann: Ausgehend von aktuellen gesamtgesellschaftlichen Problemlagen geht Andreas Eis der Frage nach, ob und inwiefern Politische Bildung an Schulen von einer Entpolitisierung und Ökonomisierung betroffen ist. Reinhold Hedtke problematisiert die Entpolitisierung ökonomischen Lernens und zeigt, warum eine ökonomische Bildung, die ihrem Gegenstandsbereich gerecht werden möchte, einer Auseinandersetzung mit politischen Fragen bedarf. Ullrich Ballhausen schließlich analysiert aktuelle Ökonomisierungs- und Entpolitisierungstendenzen in der außerschulischen Politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Im Forum widmen sich Bettina Lösch, Tonio Oeftering, Kerstin Pohl, Sibylle Reinhardt und Alexander Wohnig Fragen, die dem Verhältnis der Politischen Bildung zum Politischen nachgehen. Die Didaktische Werkstatt stellt mit dem Zukunftsforum ein innovatives Format partizipativer Politischer Bildung vor, das es Lernenden ermöglicht, sich drängenden Themen der Gegenwart auch außerhalb des Fachunterrichts, aber innerhalb der Schule zu widmen.
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70 Jahre Grundgesetz
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Am 23. Mai 2019 feiern wir den 70. Geburtstag unseres Grundgesetzes. Dies bietet den Anlass für die politische Bildung einen Blick zurück auf die Entstehung unserer Verfassung aber auch auf die bisherigen Leistungen zu werfen. Angesichts der zunehmenden Angriffe auf freiheitliche Werte und Grundrechte haben wir gelernt, das Grundgesetz zu schätzen. Dies sollte aber nicht verhindern Reformbedarfe zu benennen und Herausforderungen zu beschreiben.Aus dem breiten Spektrum möglicher Fragen, die sich an Entstehung und Zukunftsperspektiven der Verfassung stellen, haben wir eine begrenzte Auswahl betreffen müssen.Zunächst führt der Historiker Wolfgang Benz in die Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes ein und vermittelt Zuversicht für eine im Gegensatz zu der Weimarer Republik stabile demokratische Gesellschaft der Bundesrepublik. In die jüngere Geschichte blickt Klaus-Dieter Kaiser, der die Verfassungsdiskussionen der sich auflösenden DDR in den Blick nimmt. Im Alter von 70 Jahren darf man dem Jubilar auch Reformbedarfe zu seinem Geburtstag mit auf den Weg geben. Dies tut Utz Schliesky wenn er deutlich macht, dass das Grundgesetz auf die Herausforderungen der Digitalisierung nicht oder nicht in ausreichendem Maße Rahmenbedingungen der Regelung bietet. „Der Islam gehört zu Deutschland“ – bieten aber auch die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen dafür die Chance und wo sind Regelungsbedarfe? Dies fragt Kirsten Wiese in ihrem Beitrag.Das Jubiläum der Verabschiedung des Grundgesetzes bot auch Künstlerinnen und Künstlern den Anlass, sich mit den einzelnen Artikeln unserer Verfassung intensiv zu beschäftigen. Ergebnis ist eine Ausstellung der Künstlergruppe Amorph. Einen Einblick in das Projekt bieten wir Ihnen im Rahmen des Forums. Dass politische Debatten auch spielerisch angeregt werden können, zeigen Claudia Carla und Claudia Kühirt, die das Spiel „GG 20“ im Rahmen der Didaktischen Werkstatt präsentieren.An dieser Stelle gilt der Dank allen Autorinnen und Autoren, sowie den Künstlerinnen und Künstlern, die es uns ermöglicht haben das Heft auf besondere Weise zu gestalten.Dr. Gudrun Heinrich
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Politikunterricht im Vergleich
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„Den“ Politikunterricht kann es bereits aufgrund der Eigentümlichkeiten von Bildungsprozessen und der daraus folgenden Singularität der Planung und Durchführung vonUnterricht nicht geben. Politische Bildung an Schulen ist aber zudem mit einer bemerkenswerten Vielfalt ihrer curricularen Rahmenbedingungen konfrontiert, die die Verschiedenartigkeit ihrer Praxen verstärkt. Die Beiträge zum Schwerpunkthema „Politikunterricht im Vergleich“ vermitteln Einblicke in die vielfältige Unterrichtskultur politischer Bildung und ihrer Ursachen auf Ebene der Lehrpläne. Matthias Busch und Tilman Grammes laden dazu ein, sich mit der Unterrichtsgeschichte der politischen Bildung auseinanderzusetzen, um vergessene Pfade politischer Bildung didaktisch zu nutzen. Ihr Beitrag mündet in einem Aufruf zur Einsendung historischer Unterrichtsbeiträge, über die sicherlich viele POLIS-Leserinnen und Leser verfügen (vgl. S. 11).Mahir Gökbudak und Reinhold Hedtke stellen das „Ranking Politische Bildung“ vor, mittels dem erstmals verglichen wurde, wieviel Unterrichtszeit die Bundesländer innerhalb der Sekundarstufe I den Fächern der politischen Bildung zugestehen.Cloé Gobert und Igor Martinache aus unserem französischen Partnerverband (der Association des professeurs de Sciences Économiques es Sociales) beleuchten mit Andrea Szukala deutsch-französische Perspektiven integrativer Unterrichtsfächer der politischen Bildung.Franziska Hedinger und Claudia Schneider zeigen am Beispiel der curricularen Situation in der Deutschschweiz, welche Chancen und Herausforderungen mit der Umsetzung der politischen Bildung im Geschichtsunterricht verbunden sind.Die didaktische Werkstatt entfällt zugunsten eines Abdrucks der Stellungnahme der Landeszentralen und der Bundeszentrale für politische Bildung zur geplanten Ausweitung des Programms „Demokratie leben“ sowie der Schaffung eines Demokratiefördergesetzes in der Zeitung. Benedikt Widmaier ordnet diese Entwicklungen für die POLIS ein.
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Emotionen und Politische Bildung
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Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten oder das Anwachsens rechtspopulistischer Bewegungen haben dem Thema Emotionen eine neue Aktualität gegeben. Politische Auseinandersetzungen werden in einer stark emotionalisierten Arena ausgetragen. Dies trifft nicht nur auf Stammtischparolen, Fake News oder Hate Speeches zu.Auch der 14. Bundeskongress Politische Bildung vom 07. bis 09. März 2019 in Leipzig wird das Thema mit dem Titel: „Was uns bewegt. Emotionen in Politik und Gesellschaft“ aufnehmen (bitte vormerken!).Emotionen spielen in Politik und Gesellschaft sowie in der politischen Öffentlichkeit eine ambivalente Rolle. Sie können viel bewegen, zum Fördern von Toleranz oder Hass eingesetzt werden. In Zeiten von Populismus und „gefühlten“ Wahrheiten ist es notwendig, die Rolle von Emotionen rational zu analysieren, um deren Relevanz für das politische Denken und Handeln von Menschen zu reflektieren. Dazu möchte dieses Heft einen diskursiven Beitrag leisten. So analysieren Maria do Mar Castro Varela und Paul Mercheril aus psychologischer und pädagogischer Perspektive die vielschichtigen Ursachen für die „Dämonisierung der Anderen“ und geben rationale Erklärungen für das wachsende rassistische Denken und Handeln in breiten Bevölkerungskreisen.Florian Weber-Stein beleuchtet die „Verwobenheit von Emotion und Kognition in politischen Lernprozessen“ und stellt die produktive Rolle von Emotionen für politisches Lernen im Sinne einer „selbstbewussten emotionalen Bildung“ heraus.Im Forum diskutieren Sibylle Reinhardt und Benedikt Widmaier auf der Basis ihrer Biografien und langjährigen Erfahrungen in der formalen und nonformalen Bildung die Rolle von Emotionen unter fachdidaktischer Perspektive. Sie verweisen auf ihr positives Potenzial als „Triebfeder“ und „Motor“ von Lernprozessen.In der Rubrik „Werkstatt“ stellt Sebastian Fischer ein für Sachsen entwickeltes Fortbildungskonzept für Lehrkräfte zum Themenfeld Rechtsextremismus vor. Die Ergebnisse können auch bundesweit Impulse zum Umgang mit rechtspopulistischen Einstellungen setzen.
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Sport
Sport und Poltik
Das Verhältnis von Sport und Politik wirft eine Reihe von Fragen auf, von denen wir einige in der vorliegenden Ausgabe der Zeitschrift POLIS näher beleuchten werden. Sportgroßereignisse erregen das Interesse breiter Bevölkerungskreise und scheinen über Wochen die Fernsehprogramme zu dominieren. Jürgen Mittag analysiert in seinem Beitrag, wie Staaten und auch zivilgesellschaftliche Akteure diese Aufmerksamkeit für ihre Anliegen nutzen. Die im Sommer dieses Jahres anstehende Fußball WM in Russland gibt den Anlass, die dortige Menschenrechtlage von Johannes Voswinkel, Leiter des Moskauer Büros der Heinrich-Böll Stiftung beschreiben zu lassen. Henk Eric Meier problematisiert in seinem Beitrag sowohl den Begriff des Dopings als auch die Frage der Notwendigkeit staatlichen Engagements in der Dopingbekämpfung. Wenn wir von Fußball sprechen, so denken wir doch meist an Männer-Fußball! Sport scheint die gesellschaftlich verankerten hierarchischen Geschlechterverhältnisse zu spiegeln, worauf Gabriele Sobiech mit Perspektive auf den Sport, aber auch auf Fans und Medien eingeht. Unter der Rubrik FORUM berichtet Gerd Bücker über das Engagement des Sports im Bereich der Rechtsextremismus-Prävention und Christina Schenk, Leiterin der Abteilung Sport bei Transparency International, Deutschland gibt Auskunft über Korruptionsbekämpfung im Sport. Jörg Schröder erläutert abschließend als Sportdidaktiker, wie Sport als Instrument der Demokratiebildung wirken kann. Wir hoffen, Ihnen mit diesem Heft Anregungen für schulische und außerschulische Bildungsprojekte gegeben zu haben. Die prekäre Menschenrechtslage in Russland und der Blick auf dieses Land durch die Fußball Weltmeisterschaft könnten hierfür ein Anlass sein.
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Menschenrechte erklären
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Der 10. Dezember wird seit der Allgemeinen Deklaration der Menschenrechte durch die Generalsversammlung der Vereinten Nationen 1948 als „internationaler Tag der Menschenrechte“ begangen. Neben dem Aspekt des ERKLÄRENs im Sinne von Deklaration sind jedoch v.a. fachwissenschaftliche und fachdidaktische Anstrengungen erforderlich, um das ERKLÄREN auch im Sinne von Verständlich-Machen zu besorgen. Viele Bezüge zum Thema erweisen sich dabei von dauerhafter Aktualität und zwingen zur beschränkenden Auswahl. Mit einigen Bildern wird zumindest darauf hingewiesen dass es viele Kontroversen gibt, die unter dem Aspekt der Menschenrechtspolitik und der Menschenrechtsbildung eine gesonderte Beachtung verdient hätten. Über diesen konkreten Problembezügen erscheint es jedoch von Bedeutung zu sein, vor allem die Konfrontation zwischen normativen Geltungsansprüchen und realpolitischen Hindernissen zu thematisieren. Diesem Spannungsverhältnis widmet sich der (eher skeptische) Beitrag von Rainer Huhle. Mit einer Thematisierung des Rechts auf Bildung richtet der Politikwissenschafler Michael Krennerich exemplarisch den Blick auf die oft vernachlässigte soziale Dimension der Menschenrechte. Jenseits fachwissenschaftlicher Analysen hat ein vor allem auch für Lehrende konzipiertes Heft immer auch den didaktischen Impetus des Themas zu berücksichtigen. Mit der Adaption eines gebräuchlichen Modells unternehmen Armin Scherb und Markus Gloe deshalb den Versuch, die politikdidaktischen Dimensionen einer kompetenzorientierten Menschenrechtsbildung zu skizzieren. Ausgehend von seinen Erfahrungen als Sonderberichterstatter der UNO für Religions- und Weltanschauungsfragen gibt Heiner Bielefeldt im Forum Antworten auf Fragen zu den Möglichkeiten und Grenzen der Menschenrechtspolitik und beleuchtet dabei insbesondere das Spannungsverhältnis zwischen Universalisierungsanspruch und nationalstaatlicher Kontextualität.In der Didaktischen Werkstatt stellen Stephan Leppert und Selina Baumgart das Projekt „Menschenrechtskalender 2018“ vor, das als Beispiel einer kompezenzorientierten Menschenrechtsbildung angesehen werden kann.
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Politische Bildung am Berufskolleg
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Für viele Lehrende und Forschende im Feld der politischen und sozioökonomischen Bildung ist der berufsbildende Bereich eine Terra incognita. Wenn über berufsbildendeSchulen medial berichtet wird, dann oft im Zusammenhang mit sog. „Bildungsbenachteiligten“. Die berufsbildenden Schulen als Auffangbecken für die Gescheiterten? Diese Perspektive ist falsch und sie verkennt das Potential der Lernenden, sie verkennt dieVielfalt der Angebote, die vom dualen Zweig, über Fachschulen, die Fachoberschule, das Berufsgymnasium sowie Integrationsklassen reichen und sie verkennt auch die Chancen, die Berufe außerhalb akademischer Berufsbilder eröffnen. Gut 80% der Absolventen/Absolventinnen der allgemeinbildenden Schulen wechseln an berufsbildende Schulen. Dennoch schenkt die Politische Bildung dem berufsbildenden Bereich bisher immer noch wenig, zu wenig Beachtung. Die vorliegende POLIS-Ausgabe soll einen ersten Eindruck über die Herausforderungen und Erfahrungen der politischen Bildung an berufsbildenden Schulen geben. Es gibtvieles zu lernen. Die Vielzahl an Konzepten, Ideen und Maßnahmen zum unterrichtlichen Umgang mit heterogenen Lerngruppen sind ein Beispiel. Die Breite der Erfahrungen mit fächerübergreifendem Unterricht, der mit der Lernfelddidaktik von der Kultusministerkonferenz curricular festgelegt wurde, ein weiteres. Der berufsbildende Bereich ist eine der zentralen Institutionen der gesellschaftlichen Integration von Geflüchteten, von Zuwanderern und von jungen Menschen insgesamt. Diesen im Rahmen der politischen Bildung den Wert und die Bedeutung der Demokratie und der freiheitlich-pluralen Gesellschaft zu vermitteln, sie auf dem Weg zur politischen Mündigkeit zu begleiten, ist eine Aufgabe, der sich die politische Bildung im berufsbildenden Bereich stellt.
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Populismus
Noch eine Veröffentlichung zum Populismus?Auch wenn die Flut der Veröffentlichungen zum Thema mittlerweile kaum mehr zu überschauen ist, hat sich die POLIS-Redaktion dennoch entschieden, ein Heft dazu herauszugeben. Denn alle Welt spricht zwar vom Populismus, ihn aber zu verstehen, ist gar nicht einfach. Deshalb haben wir Dirk Jörke und Veith Selk um eine Erklärung des Phänomens gebeten, die sie mit der Suche nach den Ursachen der Erfolge der populistischen Mobilisierungen verknüpfen. Mit den Ursachen der Konjunkturen, die der Populismus überall in Europa erfährt, beschäftigt sich auch Gudrun Hentges im ihrem Beitrag. Sie fragt auch nach den europapolitischen Folgen, die mit der Dynamik der populistischen Entwicklung verbunden sind. Angesichts dieser Dynamik steht die politische Bildung vor besonderen Herausforderungen. So sieht Michael May dieFähigkeit zur rationalen politischen Urteilsbildung unter zunehmendem Druck, und er stellt die Frage, ob „Echokammern“ oder „alternative Fakten“ diese nicht grundsätzlich in Frage stellen. Andreas Eis, Federik Metje und Claire Moulin-Doos begreifen den Populismus als Konsequenz einer zunehmenden Entpolitisierung der Gesellschaft. Die didaktische Werkstatt zum Thema hat für diese Ausgabe Carl Deichmann erstellt. Neben den Beiträgen zum Themenschwerpunkt möchten wir den „kritischen Außenblick“, den Richard Meng im Verbandsteil auf die politische Bildung wirft, sehr empfehlen.Wir danken allen Autorinnen und Autoren für die Mitarbeit und wünschen den Leserinnen und Leser viel Spaß bei der Lektüre
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EU – Krisen als Konstante?
POLIS 2/2017
Keine Fachzeitschrift verfügt über das Umfangsbudget, um auch nur annähernd die zahlreichen aktuellen Krisenherde und Baustellen der Europäischen Union mit ihrem derzeit bedrohlichen Desintegrationspotenzial angemessen zu bearbeiten. Und auch die wechselnde Aktualität der Ereignisse, wie zuletzt die Präsidentschaftswahlen in Frankreich, kann auf dem Reflexionniveau einer Fachzeitschrift nicht simultan eingefangen werden. Folgende Auswegentscheidung wurde daher für das vorliegende Heft getroffen:Andreas Kalina versucht mit einem thematischen Übergriff, die Diversität der Problemlagen unter das immer wieder diskutierte Demokratiedilemma zu subsumieren. Das Allgemeine in den Besonderheiten der EU-Entwicklung bearbeiten Johannes Varwick und Manuel Wäschle mit der Darstellung der Integrationsmöglichkeiten vor dem Hintergrund unterschiedlicher Länderbedingungen und nationaler Partikularinteressen. In der Auswahl spezifischer Problemlagen fiel die redaktionelle Entscheidung zu Gunsten einer Beschäftigung mit dem BREXIT. Roland Sturm hat dazu eine Situationsanalyse mit vorsichtigen Rückschlüssen auf mögliche politische Konsequenzen vorgelegt. Wenn ein Pulse for Europe im Augenblick die Gegenbewegung zu beobachtbaren Re-Nationalisierungstendenzen bildet, dann findet diese Initiative nicht nur in der Befürwortung bei renommierten EU-Politikern Anklang, wofür ein Kurzinterview mit dem Vizepräsidenten des EU-Parlaments Ingo Friedrich Zeugnis gibt, sondern realisiert sich auch in auf Nachhaltigkeit angelegten Initiativen und Konzepten der Politischen Bildung. Diese nehmen einerseits die Denkweisen späterer Lehrpersonen in den Blick. Armin Scherb und Nour El-Amine haben sich dabei um die Auswertung einer Umfrage unter Studierenden der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bemüht. Für die Didaktische Werkstatt hatte sich überdies Olga Bombardelli (Università degli Studi di Trento) bereit gefunden, die konzeptionellen Grundlagen des EU-geförderten Projekts SPACE (Students Promoting Aktive Citizenship in Europe) zu erläutern.
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Philosophie und Politik – Nachdenken über Staat und Gesellschaft
POLIS 1/2017
Es ist schon verwunderlich: Die theoretische Auseinandersetzung mit der Politik begann mit einem Philosophen, mit Aristoteles. Aber diese Tradition scheint heute weitgehend vergessen zu sein, im Zeitalter der Vermessung von allem, der Standardisierung und der Kompetenzorientierung von Zielen auch der politischen Bildung. Die Autoren dieses Heftes plädieren allesamt für ein Wiederaufleben dieser Tradition bzw. für die Notwendigkeit, politische Bildung und Politikdidaktik wieder theoretisch und philosophisch zu begründen. Detlef Horster verweist auf relevante zeitgenössische Begriffe und gesellschafstheoretische Strömungen, die, alle philosophisch fundiert, für politische Bildung bedeutsam sind. Markus Gloe und Tonio Oeftering halten die Beschäftigung mit politischer Theorie, das ist ein Teil der Philosophie, für zwingend geboten und plädieren dafür, sie miteinander enger zu „verzahnen“. Dagegen setzt sich Hakan Gürses kritisch mit der Inanspruchnahme der Philosophie als „Magd“ der politischen Bildung auseinander. Gleichwohl sieht er wichtige und perspektivreiche Beiträge der Philosophie für die politische Bildung. Armin Scherb beschreibt die Philosophie des Pragmatismus. Ihre Bedeutung für die politische Bildung sieht er in der Möglichkeit, die Theorie der pluralistischen Demokratie und die Praxis der Demokratiebildung normativ zu begründen. In der Didaktischen Werkstatt fragt Jens Korfkamp nach der Bedeutung der Philosophie für die Herausbildung einer demokratischen Persönlichkeitsbildung und zeigt Wege und Methoden. Zurzeit boomt der Markt der Philopsphie. Es gibt eine Reihe von philosophischen Zeitschriften; sie werden vorgestellt von JensKorfkamp. „Alte“ Gedanken zur politischen Philosophie sind immer noch aktuell. Das zeigt eine Auswahl von Zitaten bekannter Philosophen. Alle Beiträge liegen quer zur gegenwärtigen Outputorientierung des Lernens und der Bildung. Dazu eignet sich die Philosophie nicht – das Philosophieren stiftet aber dazu an, darüber kritisch nachzudenken.
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Globales Lernen
POLIS 1/2016
Seit mehr als zwei Jahrzenten gibt es in Deutschland Bildungsansätze zu globalen Problemlagen, die in unterschiedlicher Weise globale politische Fragen thematisieren. Dabei geht um ein Begreifen des globalen Wandels mit dem Ziel, Kompetenzen für weltweite Veränderungsprozesse zu entwickeln. Fragen globaler Gerechtigkeit, von Macht- und Herrschaft oder auch Rassismus, werden in unterschiedlicher Weise und Akzentuierung angesprochen. Dies ist seit einigen Jahren auch in den Curricula der Länder angekommen. Robert Schreiber stellt hier die Neuausgabe des „Orientierungsrahmen für den Lernbereich globale Entwicklung“ der Kultusministerkonferenz vor, der globale Fragen in fast alle Fächer der Schule bringen will. Hierbei wird deutlich, dass Globales Lernen heute weitgehend als Teil von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gesehen wird. Die anderen Beiträge liefern verschieden Perspektiven auf Globales Lernen.So analysieren Anna-Lena Lillie und Jasper Meya den Beitrag von BNE für die politische Bildung. Fischer u.a. stellen die Ergebnisse eines Forschungsprojektes vor, das Schülervorstellungen von Globalisierung nachgegangen ist. Das Arbeitsfeld der Inklusion kommt auch aus dem internationalem Kontext in deutsche Schulen. Marie Bludau diskutiert Zusammenhänge zum Globalen Lernen.Globales Lernen thematisiert schon sehr lange Problemlagen, die mit Fluchtursachen in ganz direktem Zusammenhang stehen.Sönke Zankel liefert in der Didaktischen Werkstatt einen Überblick über ein Schulprojekt, das sich in heimischen Gefilden mit globalen Fragen sehr praktisch befasst. Es geht um die aktuelle Flüchtlingssituation.Damit schließt sich der Kreis zwischen oft abstrakten globalen Problemlagen und einigen der Konsequenzen auf lokaler Ebene.
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Handlungsorientierung – Politische Bildung durch politische Aktion?
POLIS 2/2015
Spätestens seit der Tagung im Haus am Maiberg im März 2010, die unter der Themenstellung „Partizipation als Bildungsziel“ organisiert war, ist die Kontroverse über das Verhältnis von Lernen und Handeln in der Politischen Bildung neu entbrannt. Während Vertreter der sogenannten „non-formalen“ Bildung dazu tendieren, das Politik-Machen geradezu als Voraussetzung für nachhaltiges politisches Lernen zu sehen, scheint bei den Repräsentanten der schulischen PolitischenBildung eher die Befürchtung zu überwiegen, dass ein zu enges Verhältnis von politischem Lernen und politischer Aktion möglicherweise zu unzulässigen Grenzüberschreitungen führt. Ein Déjà-vu-Erlebnis wird in diesem Zusammenhang durch Klaus-Peter Hufers Rückblick auf die in den Nachachtundsechziger Jahren vor allem in der politischen Erwachsenenbildung virulent geführten Debatte in Erinnerung gerufen. Daran anknüpfend versucht POLIS in dieser Ausgabe die aktuell konträren Positionen zu profilieren: Während Benedikt Widmaier aus der Sicht der non-formalen Bildung dafür plädiert, zwischen politischem Lernen und politischer Aktion eine enge Verknüpfung herzustellen, erörtert Armin Scherb aus der Sicht der Pragmatistischen Politikdidaktik Möglichkeiten und Grenzen, die im Verhältnis von politischem Handeln und politischem Lernen zu berücksichtigen sind. Als Ergänzung zu den Fachbeiträgen geben im FORUM renommierte Politikdidaktiker und Politikdidaktikerinnen Antwort auf die Frage, was „Handlungsorientierung“in der Politischen Bildung bedeuten soll.In der Didaktischen Werkstatt veranschaulicht Oliver Emde das politikdidaktische Potential „alternativer Stadtrundgänge“, die von zivilgesellschaftlichen Akteurenfür die interessierte Öffentlichkeit, aber auch für Schulklassen und andere Lerngruppen angeboten werden.
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Rassismuskritische Bildung
POLIS 2/16
Rassismus ist ein schwieriges Thema. Wir sind geneigt, vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereignisse, Rassismus nur im Zusammenhang mit rechts extremistischen Einstellungen, Äußerungen und Handlungen zu sehen und ihn als gesellschaftliches Randphänomen oder Ausnahmeerscheinung aufzufassen. Dass Rassismus aber als alltägliche Diskriminierungsform Bestandteil der gesell schaftlichen Wirklichkeit und als alltagprägendes Weltbild bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein verankert ist, wird eher selten thematisiert, geschweige denn als dauerhaft präsentes Problem begriffen. Man tut sich schwer, bereits bei abwertenden Sprechakten, struktureller Diskriminierung oder alltäglicher Ausgrenzung und selbst bei offener Gewalt von Rassismus zu sprechen. Um diesem distanzierenden Umgang mit Rassismus entgegenzuwirken und das eigene Involviertsein in rassistisches Denken und Verhalten reflektieren zu können, wurde das Konzept der Rassismuskritik entwickelt, das mittlerweile in die Bildungseinrichtungen Einzug hält, dabei aber auf dem Weg in die öffentlichen Schulen nur sehr langsam vorankommt. Für pädagogisches Handeln ist es absolut notwendig, über basale Kenntnisse zu Rassismus und Rassismuskritik zu verfügen, um die eigene Praxis zu reflektieren. Diese Kenntnisse vermittelt uns Astrid Messerschmidt mit ihrem Beitrag. Karim Fereidooni begründet in seinem Artikel, weshalb Rassismuskritik fester Bestandteil aller Phasen der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung sein muss. Sylvia Heitz stellt dazu ein Praxisbeispiel aus dem Lehramtsstudium vor. Dass Schülerinnen und Schüler, insbesondere wenn sie sich in rassismuskritischen Kontexten politisch engagieren, die Unterstützung ihrer Lehrerinnen und Lehrer benötigen, zeigt Steve Kenner. In der DIDAKTISCHEN WERKSTATT stellen wir eine Berufsschule vor, die sich auf dem Weg zu einer rassismuskritischen Schulkultur befindet. In dieser POLIS-Ausgabe gibt es wieder ein FORUM: Joachim von Olberg hat ein instruktives Interview mit Mathias Busch über seine Forschungsarbeiten zur Staatsbürgerkunde in der Weimarer Republik geführt.
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Digitalisierung und politische Bildung
POLIS 3/16
Die zunehmende Digitalisierung von Informations- und Kommunikationsstrukturen stellt eine kulturelle, soziologische, politische und ökonomische Zäsur dar. Die Wucht ihrer gesellschaftlichen Folgen wird ebenso mit der Erfindung des Buchdrucks wie mit der ‚industriellen Revolution‘ verglichen. Die zu diesem Themenschwerpunkt für die POLIS verfassten Beiträge bieten vielfältige und kontroverse Einblicke in die Chancen und Herausforderungen, die sich der Politischen Bildung explizit und implizit in diesem Zusammenhang stellen:Christian Igelbrink und Wolfgang Sander (Universität Münster) zeigen an der digitalen Lernumgebung ‚Moodle‘ exemplarisch, wie sich neue Medien für eine ‚strukturierte Urteilsbildung‘ nutzen lassen (S. 7-11), Sigrid Baringhorst und Lisa Villioth haben untersucht, inwiefern sich die Organisation von und die Teilhabe an politischem Protest durch ‚Social Media‘ verändert (S. 12-15), Wolfgang Sander (Universität Gießen) nimmt das wackelige Fundament in den Blick, auf das mit der Digitalisierung unser kulturelles Gedächtnis gestellt wurde (S. 16-18).Markus Gloe ist der Frage nachgegangen, ob neue Formen der Partizipation eine Herausforderung für die Politische Bildung darstellen (S. 19-21).In der Didaktischen Werkstatt werden von mir drei Thesen für die Politische Bildungsarbeit in einer digitalisierten Gesellschaft entwickelt (S. 22-25). Auf der Homepage der DVPB (www.dvpb.de) finden Sie ergänzende Schülerarbeitsmaterialien zum Thema „Meine Daten – ein gutes Geschäft?“, die alsKopiervorlagen vorliegen und kostenfrei heruntergeladen werden können. Mit POLIS Heft 3-2016 scheidet Tim Engartner aus beruflichen Gründen aus der POLIS-Redaktion aus. Die Redaktion bedankt sich herzlich für seine redaktionelleArbeit und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg in der Politischen Bildungsarbeit!Ebenso herzlich begrüßen wir Bettina Zurstrassen (Hochschulprofessorin in Bielefeld und Vorsitzende der DVPB Nordrhein-Westfalen e.V.). Wir freuen uns aufdie künftige Zusammenarbeit mit ihr!
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Gesellschaftsordnungen
POLIS 4/16
Die Frage nach den Ordnungen von Gesellschaften ist ausgesprochen virulent und auch für die politische Bildung bedeutsam. Dabei geht es auch um Fragen der Integration in einer beschleunigten und von Zentrifugalkräften geprägten (Welt)Gesellschaft. Wenn in der politischen Bildung grundsätzliche Fragen nach dem Zusammenleben in der Gesellschaft aufgeworfen werden, geht es in der Regel um die richtige Ordnung. Von Interesse ist dabei zumeist die Begründung einer vernünftigen Form des Zusammenlebens, die sich an ethischen und moralischen Idealen orientiert. Es gilt, in einer richtigen Ordnung die Voraussetzungen für die Freiheit des Einzelnen ebenso zu berücksichtigen wie die Sicherstellung eines friedlichen Zusammenlebens; die Individualinteressenebenso wie das Gemeinwohl usw. Im vorliegenden Heft soll diese Perspektive, Ordnungen hinsichtlich ihrer Begründungen aufzuarbeiten, etwas von den Rändern her betrachtet werden. In der aktuellen Polis eröffnet Ulrich Menzel den Blick auf internationale Ordnungen in ihren unterschiedlichen Konstellationen, möglichen Vermessungen und Wandlungen. Oliver Flügel-Martinsen beschreibt, wie jenseits institutioneller Settings politische Ordnungen gedacht werden können – Ordnungen sind dabei genaunicht als gegebene, starre Seinsverhältnisse anzusetzen. Den fachwissenschaftlichen Einlassungen folgen zwei fachdidaktisch orientierte Beiträge. Werner Friedrichs betrachtet die Hervorbringungsmechanismen gesellschaftlicher Ordnungen und unterscheidet dabei drei unterschiedliche Typen mit Blick auf ihre didaktisch-methodischen Entsprechungen. Moritz Peter Haarmann diskutiert die Bedeutung des Themenbereichs Wirtschaftsordnung für die sozioökonomische Bildung. In der didaktischen Werkstatt entwirft Franziska Schädlich eine Skizze, wie die internationale Ordnung mit Hilfe des Empirebegriffs Eingang in den Unterricht finden könnte und markiert dazu erste Erfahrungen.
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Ungleichheiten in der Demokratie
POLIS 3/2015
Vom 19. bis 21. März 2015 fand in Duisburg der 13. Bundeskongress Politische Bildung statt, den die DVPB wieder gemeinsam mit dem Bundesausschuss Politische Bildung (bap) und der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltete. Mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich in 12 Sektionen und 78 Workshops mit unterschiedlichen Aspekten des Tagungsthemas „Ungleichheiten in der Demokratie“. Dabei ging es neben den eher klassischen Fragestellungen wie beispielsweise soziale Ungleichheit, Inklusion und Exklusion, Entwicklung der Städte oder den Wandel der Arbeitswelt auch um „neuere Themen“ wie Neuro-Enhancement und „Menschenverbesserung“ oder Big Data. Die Bundeszentrale für politische Bildung dokumentiert den Bundeskongress ausführlich auf ihrer Homepage (http://www.bpb.de/veranstaltungen/dokumentation/). Bevor der Tagungsband im kommenden Jahr erscheinen wird, dokumentieren wir vorab vier Kongressbeiträge: Christoph Butterwegge, Steffen Mau und Oliver Nachtwey waren so freundlich, uns ihre Beiträge zur Verfügung zu stellen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Entwicklungen und Tendenzen der sozialen Ungleichheit beschäftigen. Jochen Dallmer zeigt in seinem Artikel die Relevanz des Themas „Glück und gutes Leben“ für die politische Bildung auf. In der „Didaktischen Werkstatt“ finden SieMaterial für ein Konferenzspiel zur Griechenlandkrise, das Jasper Meya und Lukas Meya entwickelt und auch mehrfach durchgeführt haben. (Bitte beachten Sie, dass Sie dazu weiteres Material auf unserer Homepage finden: http://dvpb.de/publikationen/zeitschrift-polis/). Außerdem hat uns eine weitere Replik zum Beitrag von Dirk Lange und Moritz Peter Haarmann über den Einsatz von Jugendoffi zieren in allgemeinbildenden Schulen (Heft 1/2015) erreicht, die wir Ihnen im „Forum“ gerne zur Kenntnis geben. Mit dieser Ausgabe verändert die POLIS nach vielen Jahren ihr Aussehen. Nachdem wir im vergangenen Jahr bereits kleinere Veränderungen im Verbandsteil vorgenommen hatten, erscheint die POLIS nun in einem neuen Layout. Wir hoffen, dass es Ihnen gefällt.
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