Diskursanalytische Schulbuchforschung

Beiträge zu einer Kritischen Geschichtsdidaktik

von
Judith Breitfuß, Thomas Hellmuth, Isabella Svacina-Schild

Unter dem Label der Kritischen Geschichtsdidaktik bietet das vorliegende Buch eine Alternative und Ergänzung zur geschichtsdidaktischen Schulbuchforschung der letzten Jahre. Während diese vor allem die Umsetzung fachdidaktischer und bildungspolitischer Überlegungen untersucht, widmet sich die Kritische Geschichtsdidaktik dem historischen bzw. gesellschaftlichen Kontext, in dem Geschichtsschulbücher entstehen. Dazu verbindet sie – im Sinne eines „fröhlichen Eklektizismus“ – die Diskursanalyse mit der Hermeneutik. Auf diese Weise werden die Inhalte und die theoretisch-methodischen Grundlagen de…

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Bestellnummer: 41339
EAN: 9783734413391
ISBN: 978-3-7344-1339-1
Reihe: Wochenschau Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 2021
Auflage: 1. Aufl.
Seitenzahl: 208
Produktinformationen
Unter dem Label der Kritischen Geschichtsdidaktik bietet das vorliegende Buch eine Alternative und Ergänzung zur geschichtsdidaktischen Schulbuchforschung der letzten Jahre. Während diese vor allem die Umsetzung fachdidaktischer und bildungspolitischer Überlegungen untersucht, widmet sich die Kritische Geschichtsdidaktik dem historischen bzw. gesellschaftlichen Kontext, in dem Geschichtsschulbücher entstehen. Dazu verbindet sie – im Sinne eines „fröhlichen Eklektizismus“ – die Diskursanalyse mit der Hermeneutik. Auf diese Weise werden die Inhalte und die theoretisch-methodischen Grundlagen der Schulbücher aus einer gesellschaftskritischen und subjektorientierten Perspektive analysiert und interpretiert.
Inhaltsübersicht
Thomas Hellmuth, Judith Breitfuß, Isabella Svacina-Schild: Schulbuchforschung als Gesellschaftskritik. Eine Einleitung

Thomas Hellmuth: Fröhlicher Eklektizismus. Diskursanalytische Schulbuchforschung als Beitrag zu einer Kritischen Geschichtsdidaktik

Isabella Svacina-Schild: „Folter im Mittelalter“ in einer Auswahl österreichischer Schulbücher für die Unter- und Oberstufe. Eine Diskursanalyse

Judith Breitfuß: „Tollkühne Heldentaten“ und „glanzvolle Siege“. Die Kolonialkriegsführungin Britisch-Indien im Spiegel englischer Geschichtsschulbücher seit 1900

Thomas Hellmuth: Die „vollendete Nation“. Der „Petit Lavisse“ und die bürgerliche Vergesellschaftung Frankreichs im 19. Jahrhundert
Autor*innen
Judith Breitfuß, Lehrerin an einem Salzburger Gymnasium, 2016 – 2020 Universitätsassistentin am Institut für Geschichte der Universität Wien

Thomas Hellmuth, Universitätsprofessor für Didaktik der Geschichte am Institut für Geschichte und am Zentrum für Lehrer*innenbildung der Universität Wien

Isabella Svacina-Schild, Lehrerin an einer Linzer Berufsbildenden Schule, Lehrtätigkeit an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, 2016 – 2020 Universitätsassistentin am Institut für Geschichte der Universität Wien

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Linke Militanz wird in Gesellschaft und Wissenschaft kontrovers diskutiert. Es gibt kaum weitreichende Forschungsprojekte auf diesem Gebiet und bisher wurden nur wenige praktische Projekte initiiert, die sich des Themas annehmen. Wie kann vor einem solchen Hintergrund eine pädagogische Arbeit in diesem umstrittenen und wenig beleuchteten Bereich aussehen? Der Sammelband widmet sich der Thematik aus wissenschaftlicher, pädagogischer und schließlich aus theaterpädagogischer Perspektive.
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„Das war doch alles ganz anders“ oder „Genauso war’s“. Die Reaktionen von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung können sehr unterschiedlich ausfallen. Diese interdisziplinäre Besucherforschungsstudie untersucht die generationenspezifische Wahrnehmung von Museumsbesuchern in einer zeithistorischen Ausstellung, der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“ im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. In Interviews mit Museumsbesuchern aus unterschiedlichen Generationen werden Schwerpunkte, Trends, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ausstellungsrezeption herausgearbeitet. Es zeigt sich: Generationenzugehörigkeit und Erinnerung eines Museumsbesuchers sind in Kombination mit, aber auch unabhängig von angebotsseitigen Komponenten sowie sozio- und geschichtskulturellen Einflüssen die handlungs- und rezeptionsleitenden Faktoren. Sie bestimmen nicht nur mit, welchen Objekten und Themen der Besucher sich widmet und welche Deutungen sowie Assoziationen er konstruiert, sondern auch wesentlich, welchen Sinn er grundsätzlich dem ganzen Museumsbesuch und seinem persönlichen affektiven wie kognitiven Zugewinn durch diesen zuschreibt.
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Die deutsche Migrationspolitik ist nach 2015/16 nicht mehr die gleiche wie zuvor. Auch in der politischen Bildung zeigt sich ein Paradigmenwechsel. Es haben sich Ansätze einer politischen Bildung für und mit Geflüchteten entwickelt, die die Perspektive der Rechte in den Mittelpunkt stellen. Die versammelten Fachbeiträge und Projektbeschreibungen widmen sich unter anderem dieser Entwicklung.
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