Deutsche Einheit

von
Benedikt Kruse, Mitja Lüderwaldt

Auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist die „Deutsche Einheit“ noch nicht vollendet. Immer wieder treten Unterschiede zwischen dem „Osten“ und dem „Westen“ zutage, sei es in der wirtschaftlichen Entwicklung, in (partei-)politischen Bindungen oder in Einstellungen und im Denken der Bürger_innen. Für viele Schüler_innen ist die deutsch-deutsche Geschichte nicht nur ein Gegenstand des Geschichtsunterrichts, da die Folgen der „Wende“ für ihre Familien auch heute noch spürbar sind. Anlässlich des dreißigsten Jahrestages der friedlichen Revolution und des Falls der Berliner Mauer gehen Schüler_…

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Bestellnummer: 1119 PDF
Erscheinungsjahr: 2019
Auflage: 1
Seitenzahl: 32
Produktinformationen
Auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist die „Deutsche Einheit“ noch nicht vollendet. Immer wieder treten Unterschiede zwischen dem „Osten“ und dem „Westen“ zutage, sei es in der wirtschaftlichen Entwicklung, in (partei-)politischen Bindungen oder in Einstellungen und im Denken der Bürger_innen. Für viele Schüler_innen ist die deutsch-deutsche Geschichte nicht nur ein Gegenstand des Geschichtsunterrichts, da die Folgen der „Wende“ für ihre Familien auch heute noch spürbar sind. Anlässlich des dreißigsten Jahrestages der friedlichen Revolution und des Falls der Berliner Mauer gehen Schüler_innen der Sek I auf Spurensuche des Einigungsprozesses und fragen nach dem Stand der „Deutschen Einheit“. Gilt sie als abgeschlossen, oder sollte man sie lieber mit einem Fragezeichen versehen? Wie ist der Einigungsprozess zu bewerten und wie gehen wir heute mit der gemeinsamen deutsch-deutschen Geschichte um?
Inhaltsübersicht

Spurensuche Deutsche Einheit


Quiz: Was wisst ihr über die ehemalige DDR und die deutsch-deutsche Geschichte




Deutschland geteilt und wiedervereinigt

Wie kam es zur Teilung Deutschlands?

Die deutsch-deutschen Beziehungen

Die deutsch-deutsche Geschichte im Überblick

Deutsche Demokratische Republik und Bundesrepublik Deutschland: Zwei demokratische Staaten?

Wie kam es zur Wiedervereinigung?

Zeitzeug_innen berichten über die ehemalige DDR und die deutsche Einheit

Menschenrechtsverletzungen in der DDR

Planwirtschaft und Soziale Marktwirtschaft – Wie vereinigt man zwei Wirtschaftssysteme?

Rechtspopulismus und rechte Gewalt im vereinten Deutschland – Ein ostdeutsches Problem?




Wächst zusammen, was zusammengehört? Eine Bilanz der Einheit und zukünftige Herausforderungen

Autor*innen
Benedikt Kruse (Studienrat) unterrichtet Geschichte und Latein an der Max-Beckmann-Schule und an der Integrierten Gesamtschule Nordend in Frankfurt am Main. Mitja Lüderwaldt (Studiendirektor) unterrichtet Geschichte sowie Politik und Wirtschaft an der Max-Beckmann-Schule in Frankfurt am Main. Er ist Fachbereichsleiter für die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer.
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Politische Opposition war in der DDR ein gefährliches Unterfangen. Die Parteiführung der SED nutzte den Überwachungsapparat der Staatssicherheit, um öffentliche Artikulation jeglichen Widerspruchs im Keim zu ersticken. Erst die Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte und die allmählich einsetzende Reformpolitik Gorbatschows schufen kleine Freiheitsräume, in denen sich politischer Widerspruch langsam, aber nach wie vor bedroht von staatlichen Repressionen entfalten konnte. Das Heft thematisiert dieses allmähliche Erstarken der DDR-Bürgerrechtsbewegungen seit den 80er Jahren und das gesellschaftliche Klima, in dem Opposition zum System mehr und mehr auf fruchtbaren Boden stieß. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Rolle der Bürgerrechtsbewegung in der Phase der Runden Tische von Dezember 1989 bis März 1990 und ihrer Vereinnahmung durch die große Parteipolitik. Im Rahmen eines Simulationsspiels sollen Schüler/innen die immer mehr in Vergessenheit geratende Bedeutung des Runden Tisches als „Schule demokratischen und friedlichen Verhaltens“ in der Endphase der DDR erschließen. ** Mit der Bestellung eines Titels zur Fortsetzung erhalten Sie diesen Titel sowie alle künftigen Titel der entsprechenden Reihe direkt nach Erscheinen zugesandt. Ein weiterer Vorteil: Sie sparen rund 20 Prozent gegenüber der Einzelbestellung. Der Fortsetzungsbezug ist jederzeit kündbar - eine kurze Mitteilung an uns genügt!
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Als die DDR-Bürger im Herbst 1989 zu Hundertausenden in Leipzig, Dresden, Rostock, Berlin und vielen anderen Orten auf die Straßen gingen, um mutig und entschlossen gegen die SED-Herrschaft zu demonstrieren, brachten sie scheinbar unüberwindbare Verhältnisse ins Wanken und die Mauer zu Fall. Mit dem Sturz der kommunistischen Diktatur gelang ihnen der Aufbruch in die Demokratie, in eine neue Zeit. Schon ein knappes Jahr später waren die Deutschen wiedervereinigt, die Teilung Europas im Kalten Krieg war Geschichte. Das Ende der DDR und die deutsche Einheit waren zugleich Ausgangspunkte für tiefgreifende gesellschaftspolitische Umbrüche mit nachhaltigen Wirkungen bis in die Gegenwart. Viele ältere Menschen erinnern sich heute mit Stolz an die Zeit der Wende. Für die Jüngeren dagegen liegt dieses Datum weit in der Vergangenheit. Demokratie, Menschen- und Bürgerrechte erscheinen vielen Menschen unter 40 häufig selbstverständlich, die Unterschiede zwischen Diktatur und Demokratie sind oftmals nicht präsent. Auch die dramatischen Ereignisse des Revolutionsherbstes oder des folgenden deutschen Einigungsprozesses sind für jüngere Menschen oft nur schwer nachzuvollziehen. Bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland in diesem Jahr war die Wahlkampfparole der AfD unübersehbar und viel diskutiert: „Hol dir dein Land zurück – Vollende die Wende“. Zudem ging die Partei mit einem Slogan an den Start, der ursprünglich als Ruf der Friedlichen Revolution von 1989 in die Geschichtsbücher einging: „Wir sind das Volk!“. Doch die derzeitige Situation in Deutschland ist nicht vergleichbar mit der Lebenswirklichkeit in der DDR – genau das wird allerdings impliziert. Menschen, die vor 30 Jahren im SED-Staat auf die Straße gegangen sind, forderten Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Versammlungs-, Rede- und Reisefreiheit. All diese Freiheiten haben Menschen im heutigen Deutschland – auch im Osten. Und dennoch ziehen Populisten und Rechtsradikale immer wieder Parallelen zwischen der Diktatur damals und der heutigen Zeit. Die Sorgen vieler Menschen im Osten werden missbraucht und Unzufriedenheiten angeheizt, indem behauptet wird, in Deutschland herrsche keine Meinungsfreiheit, es gäbe keine freien Medien und die Regierung handle willkürlich und unterdrücke oppositionelle Stimmen. So will man sich in die Tradition der Friedlichen Revolution setzen. In einer offenen Erklärung haben darum ostdeutsche Prominente und frühere DDR-Bürgerrechtler/-innen der AfD vorgeworfen, das Ende der DDR für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen. Mit ihrem Slogan „Vollende die Wende“ holt die AfD Menschen bei ihrem Frust ab – dem verbreiteten Gefühl, man sei Verlierer der Deutschen Einheit. Die AfD setzt auf das Gefühl, dass damals gemachte Versprechungen teils nicht eingehalten wurden, Vorstellungen sich nicht erfüllt haben. Diese Erzählung funktioniert oftmals, und das hat vielschichtige Gründe: Etwa das in der DDR verlorene Vertrauen in die Politik, die biografischen Brüche, die für die allermeis­ten Ostdeutschen die Wende 1989 bedeutete, immer noch vorhandene Mängel in der Infrastruktur und wirtschaftliches Ungleichgewicht – noch immer liegt die Rente im Osten deutlich unter der im Westen. Die Jubiläumsjahre 2019 und 2020 bieten uns 30 Jahre später nun in dieser Ausgabe des Journal die Gelegenheit, in verschiedenen Zusammenhängen daran zu erinnern. Dabei geht es in der politischen Bildungsarbeit aber nicht nur darum, historisches Wissen über den Aufbruch in die Demokratie, sondern auch zentrale demokratische Werte zu vermitteln. Angesichts der sich verändernden politischen Kultur im vereinigten Deutschland der Gegenwart steht die politische Bildung dabei heute vor ganz besonderen Herausforderungen. Dieser Aufgabe gilt es sich entschlossen und engagiert zu widmen.
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Die Autoren dieses Sammelbandes gehen in ihren Beiträgen der schulischen Bedeutung und Wahrnehmung der deutschen Wiedervereinigung in der niederländisch-deutschen Grenzregion nach. Sie wollen damit im Spannungsfeld von deutscher Einheit und europäischer Integration den Stellenwert des Themas im Unterricht hervorheben und so gezielt transnationale Zusammenarbeit fördern. Der Band vereint theoretische und unterrichtspraktische Aufsätze von Studierenden und Wissenschaftlern der RWTH Aachen University, der Radboud-Universität Nimwegen sowie der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen. Dabei wird vor allem auf das Medium Zeitung für das historische Lernen zu den Jahren 1989/1990 zurückgegriffen, um multiperspektivisch eine internationale Sichtweise auf die Themen Mauerfall und Wiedervereinigung zu ermöglichen.
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