Demokratischer durch das Internet?

Grundlagen, Trends und Herausforderungen

herausgegeben von
Stefan Schieren
unter Mitarbeit von
Klaus Altmeppen, Myriam Dunn Cavelty, Marianne Kneuer, Ute Pannen, Thomas Rathgeb

In Zeiten von Facebook, Twitter, Wikileaks, Cybermobbing und Cyberkrieg kann man der Frage nicht mehr ausweichen, welchen Einfluss das Internet auf die Politik hat. Beinahe wundert es gar nicht mehr, dass angesichts dieser ungeheuren Bedeutung des neuen Mediums eine Partei entsteht, deren politischer Kern nahezu ausschließlich um die Frage kreist(e), dass ein ungehinderter und kostenloser Zugang zu allen Inhalten des Netzes gegeben sein müsse. Angesichts dieser Konstellation liegt es nahe, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Veränderungen von der Allgegenwärtigkeit des Internets au…

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9,80 €

Bestellnummer: 4818
EAN: 9783899748185
ISBN: 978-3-89974818-5
Format: Broschur
Reihe: uni studien politik
Erscheinungsjahr: 2012
Auflage: 1
Seitenzahl: 144
Produktinformationen
In Zeiten von Facebook, Twitter, Wikileaks, Cybermobbing und Cyberkrieg kann man der Frage nicht mehr ausweichen, welchen Einfluss das Internet auf die Politik hat. Beinahe wundert es gar nicht mehr, dass angesichts dieser ungeheuren Bedeutung des neuen Mediums eine Partei entsteht, deren politischer Kern nahezu ausschließlich um die Frage kreist(e), dass ein ungehinderter und kostenloser Zugang zu allen Inhalten des Netzes gegeben sein müsse. Angesichts dieser Konstellation liegt es nahe, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Veränderungen von der Allgegenwärtigkeit des Internets ausgehen. Ändert sich die Kommunikation zwischen Parteien und Wählern in der Substanz oder nur in der Struktur? Welche Bedeutung könnte das Internet für Elemente der "grass-roots-democracy" haben? Welche Gefahr geht von einem Cyberkrieg aus, von dem nicht selten zu lesen ist? Und welche Risiken trägt das Internet in die Kinderzimmer der Republik? Welchen Einfluss hat es auf die Mediennutzung und Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen? Diesen Fragen nähert sich der vorliegende Band aus kommunikations- und medienwissenschaftlicher, sozial- und politikwissenschaftlicher Perspektive und kommt dabei insgesamt zu dem Ergebnis, dass es weniger Spektakuläres, dafür umso mehr Bekanntes zu beobachten gibt.
Inhaltsübersicht
Internet Stefan Schieren: Einführung Klaus-Dieter Altmeppen: Kommunikationswissenschaft, Medienforschung, politische Kommunikation. Fragestellungen, Theorien, Modelle 1. Beziehungsgeflechte von Politik und Medien 2. Kommunikationswissenschaft und Medienforschung: Fragestellungen, Theorien, Methoden 3. Kommunikations- und Medienpolitik, politische Kommunikation: eine Begriffsbestimmung 4. Modelle und Metaphern der politischen Kommunikation 5. Fazit Marianne Kneuer: Demokratischer durch das Internet? Potenzial und Grenzen des Internets für die Stärkung der Demokratie 1. Einführung: Neue Medien, alte Fragen und neue Visionen 2. E-government, E-governance, E-democracy, Cyber-democracy. Wohin soll es, wohin kann es gehen? 3. Der Beitrag des Internets für Transparenz und Öffentlichkeit, Partizipation, Responsivität und Minderheitenschutz 4. Conclusio: Wiederbelebung, Ersetzen oder Unterminieren der repräsentativen Demokratie? Ute Pannen: Social-Media und politische Bildung. Das Wahlprojekt Wechselwähler-WG 1. Einleitung 2. Paradigmenwechsel 3. Der Vater des Online Campaignings 4. Web-2.0-Nutzung in Deutschland 5. Das Wahlprojekt Wechselwähler-WG 6. Fazit Myriam Dunn Cavelty: Cyber-(Un-)Sicherheit: Grundlagen, Trends und Herausforderungen 1. Einleitung 2. Technische und konzeptionelle Grundlagen 3. Entwicklung zu einem sicherheitspolitischen Problem 4. Cyber-(Un-)Sicherheits-Kategorien und Trends 5. Die Höhe des Cyber-Risikos 6. Cybersicherheit als politische Herausforderung Thomas Rathgeb: Die Mediennutzung von Kindern - Ergebnisse der KIM-Studie 2010 Themeninteressen - Freizeitaktivitäten - Medienbindung - Computernutzung - Internet - Computer- und Konsolenspiele - Mediennutzungszeiten u.a. Glossar
Autor*innen
Dr. Klaus-Dieter Altmeppen Professur für Journalistik, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät, 85071 Eichstätt Dr. Myriam Dunn Cavelty Dozentin für Sicherheitspolitik und Leiterin der Forschungsgruppe "Risk and Resilience" am Center for Security Studies der ETH Zürich; Haldeneggsteig 4, IFW, CH-8092 Zürich Dr. Marianne Kneuer Professur für Vergleich politischer Systeme/Internationale Beziehungen an der Universität Hildesheim, Institut für Sozialwissenschaften, Marienburger Höhe 22, 31141 Hildesheim Ute Pannen Beraterin für Social-Media-Strategien und Dozentin für Online-Campaigning an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Medien- und Kulturwissenschaft Thomas Rathgeb Abteilungsleiter Medienkompetenz, Programm und Forschung bei der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg; Leiter der Geschäftsstelle des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest; LFK, Reinsburgstraße 27, 70178 Stuttgart Dr. Stefan Schieren Professor für Politikwissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Ostenstr. 26, 85072 Eichstätt

uni studien politik

Die Überwindung der Gewalt
Demokratisierung von außen in Nachbürgerkriegsgesellschaften
Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die Zahl der zwischenstaatlichen Kriege zurückgegangen, nicht aber die der Bürgerkriege. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts versuchte man vielerorts, innerstaatliche Gewaltkonflikte mittels einer von außen angestoßenen Demokratisierung zu befrieden. Doch das Scheitern in Afghanistan und im Irak stärkte Vorbehalte gegen Interventionen und solche Demokratisierungsbemühungen, beides gilt vielen inzwischen als mission impossible und bloße Selbsttäuschung des Westens. So allgemein ist dieses Verdikt falsch, wie das Buch darlegt, ohne indes die naive Demokratisierungeuphorie zu teilen. Der Aufbau demokratischer Institutionen ist kein Allheilmittel, kann aber unter bestimmten Umständen den Rückfall in Bürgerkriege verhindern – das zeigen exemplarisch die Erfahrungen in Bosnien und Herzegowina, Kosovo und Nordirland. In Fallstudien und Vergleichen arbeiten die drei Mitarbeiter des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung heraus, unter welchen spezifischen Bedingungen diese Erfolge zustande kamen. Zudem reflektieren sie, wieweit sich daraus Lehren für die Befriedung anderer Nachbürgerkriegsgesellschaften ziehen lassen. Das ist umso wichtiger, als Demokratisierungspolitik trotz aller Widrigkeiten mangels anderer überzeugender Strategien auf der Tagesordnung der internationalen Politik bleiben wird.
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11,99 € - 14,80 €
Moderne Zeiten: Arbeitswelt heute
Der wirtschaftliche Wandel und die Deregulierung des deutschen Arbeitsmarktes haben zu gravierenden Veränderungen der Arbeitswelt geführt. Einer sinkenden Arbeitslosigkeit steht eine deutliche Zunahme prekärer und gering bezahlter Beschäftigungsverhältnisse gegenüber. Was genau macht den Wandel der Arbeitsverhältnisse im 21. Jahrhundert aus? Welche Bevölkerungsgruppen sind davon wie betroffen? Welche physischen und psychischen Belastungen bringt der Wandel der Arbeit mit sich? Welche politischen, gesellschaftlichen und betrieblichen Akteure können auf die Entwicklungen Einfluss nehmen? Welche Strategien verfolgen sie, um die Chancen des Wandels der Arbeit zu stärken und die Risiken zu minimieren? Auf diese und weitere Fragen versuchen die Beiträge dieses Bandes Antworten zu geben.
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9,80 €
Parteien in Deutschland
Krise oder Wandel?
Uwe Jun: Parteienforschung Die Parteienforschung ist fraglos ein Kerngebiet der Politikwissenschaft. Dieses sehr heterogene und umfassende Gebiet wird in systematischer Absicht dargestellt. Zentrale Forschungsergebnisse der letzten 25 Jahre werden resümierend betrachtet. Dabei stehen nicht nur politische Parteien als Organisationen im Vordergrund, sondern auch ihre Interaktionen in Parteiensystemen. Neben den spezifischen Ergebnissen der Parteienforschung geht der Beitrag auch ausführlicher auf Ursachen und Folgen der zunehmenden gesellschaftlichen Erosion etablierter Parteien in westlichen Demokratien ein und analysiert die Literatur zum Parteienwandel. Party research is a central topic in political science. This heterogenous and comprehensive research field has been presented in a systematic intention. In this contribution main research results of the last 25 years are comprehended and evaluated. Political parties are not only seen als individual organisatins but also as interactive actors within party systems. Besides the specific results of party research this contribution also analyses the causes and consequences of the increasing societal erosion of political parties in western democracies and summarizes also the party change literature. Ulrich von Alemann/Tim Spier: Die deutschen Parteien unter veränderten Rahmenbedingungen Parteien können auf die Transformation ihrer gesellschaftlichen, institutionellen, organisatorischen und strategischen Rahmenbedingungen in unterschiedlicher Weise reagieren. Sie können zwischen Persistenz, Adaption und Alteration wählen, mit je unterschiedlichen Auswirkungen. Der vorliegende Beitrag illustriert am Beispiel des deutschen Parteiensystems die Fähigkeit von Parteien, auf Veränderungen in den Rahmenbedingungen des politischen Wettbewerbs zu antworten. Political parties are able to react to transformations in their social, institutional, organizational and strategic environmental conditions in very different ways. They may choose between persistence, adaption and alteration, with varying consequences. This article illustrates the ability of political parties to respond to changes in the environmental conditions of political competition using the example of the German party system. Josef Schmid/Udo Zolleis: Entwicklung ausgewählter Parteien: Dramatische Krisen - oder geplanter Wandel? Der Artikel beschäftigt sich mit der aktuellen Entwicklung der Parteien in Deutschland und beleuchtet die entscheidende Herausforderung für die deutsche Parteiendemokratie. Mag der bevorstehende Bundestagswahlkampf im Super- und Krisenwahljahr 2009 manche organisatorische Schwäche der (Volks)Parteien überdecken und aufgrund der hohen Entscheidungsgeschwindigkeit des Krisenmanagements die Parteizentralen in den Vorgrund rücken. Die zentrale Zukunftsaufgabe von CDU und SPD besteht darin, ihre derzeit eklatanteste Schwäche zu beheben: Sie müssen gerade für die Organisation ihres Willensbildungsprozesses eine Zukunftsperspektive entwickeln. Ansonsten werden sie in Zukunft ihre Partizipations- und Interessensvermittlungsfunktionen nicht mehr erfüllen. Und damit werden sie politisch erlahmen. Uwe Andersen: Konstanten und Veränderungen im deutschen Parteiensystem Die durch Brüche und Systemwechsel gekennzeichnete politische Geschichte Deutschlands - zwei Weltkriege sowie Teilung und Wiedervereinigung - hat selbstverständlich auch das Parteiensystem stark beeinflusst. Dennoch sind nicht nur die Veränderungen, sondern auch die beachtlichen Konstanten des Parteiensystems interessant. Analysiert wird die Entwicklung des deutschen Parteiensystems im Kontext gesellschaftlicher Trends und staatlicher Rahmenbedingungen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit Schwerpunkt bei der Bundesrepublik, aber unter Einbeziehung auch der DDR. Modern German political history is characterised by breaks and radical changes of the political system - two world wars and division as well as reunification of Germany. These developments naturally have heavily influenced the party system. Still, not only its changes, but its continuities are remarkable. The development of the party system is analysed in the context of basic trends in the society and frame conditions of the political system, starting with the end of World War II. The focus is oriented towards the Federal Republic of Germany, but the party system of the German Democratic Republic is included, too. Hermann Schmitt/Christine Pütz: Zur Stellung der deutschen Parteien im europäischen Parteiensystem Eingangs gehen wir der Frage nach dem Wesen der europäischen Parteien und des europäischen Parteiensystems nach. Aus einer Mehrebenenperspektive heraus vertreten wir die Auffassung, dass nationale Parteien nichts "anderes" sind als europäische, sondern Bestandteil derselben. Wir lassen dann die Geschichte des europäischen Parteiensystems Revue passieren und konstatieren eine alles überragende Integrationsfähigkeit. Wir zeigen schließlich, dass die deutschen Parteien in Europa aus einer positionalen Perspektive bisher recht einflussreich gewesen sind, während sie in ideologischer Hinsicht nicht immer im Zentrum ihres jeweiligen europäischen Verbandes stehen. This article examines the basic properties of European parties and the European party system. In a multilevel perspective we argue that national parties are not different from, but part of the European parties and the European party system. Reviewing the history of the European party system, the article proposes that perhaps the main characteristic of it is an overwhelming integration capacity. A final look at the Position of German parties in their European federations shows that they have been very influential in positional terms, while they cannot always represent their fellow-members in their respective European group in ideological terms.
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7,99 €
Steuerpolitik
Analysen - Konzeptionen - Herausforderungen
Die Steuerpolitik ist eng verknüpft mit Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung, der sozialen (Un-)Gleichheit und der öffentlichen Leistungserbringung. Sie bildet ein zentrales Feld gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, dessen Entwicklung und Funktionsweise in diesem Buch systematisch beleuchtet werden. Dabei geht es um die zentralen Prinzipien und Formen des deutschen Steuersystems, die Möglichkeiten der steuerpolitischen Gestaltung – auch unter den Bedingungen der Globalisierung und intensivierten europäischen Integration –, kontroverse reformpolitische Konzeptionen und unterschiedliche Zugänge zu einer „gerechten“ Steuerpolitik.
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7,99 € - 9,80 €
Populismus - Extremismus - Terrorismus
Die Angriffe auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington am 11. September 2001 sind zur Chiffre des Terrors unserer Tage geworden. Durch die Fokussierung auf diese Ereignisse besteht allerdings die Gefahr zu verkennen, dass der Terror nicht alleine, nicht einmal in erster Linie, eine internationale Dimension hat. In aller Regel findet er seinen Nährboden bei heimischen Erscheinungen, zwischen denen die Grenzen fließend sind. Es liegt also nahe, sich um eine Klärung der Frage zu bemühen, wann eine politische Bewegung noch als populistisch gelten kann und wann sie als extremistisch anzusehen ist. Unter welchen Umständen greifen extremistische Bewegungen zu terroristischer Gewalt? Welche parteiförmige Ausprägung haben in Deutschland Populismus und Extremismus? Und gibt es Verbindungen zum terroristischen NSU? Oder haben wir es hier mit einem ganz neuen Phänomen zu tun? Das sind einige der Fragen, die der vorliegende Band aufgreift.
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9,80 €
Mehr Partizipation - mehr Demokratie?
Ohne politische Partizipation ist eine Demokratie nicht denkbar.Jugendparlamente, Volksentscheide und Verfahren der Liquid Democracy sind in den letzten Jahren neben konventionelle Beteiligungsformen getreten. Die empirische Forschung zeigt allerdings, dass die neuen Möglichkeiten vor allem von höher gebildeten und gut verdienenden Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Heißt mehr Beteiligung also wirklich mehr Demokratie? Namhafte Autorinnen und Autoren präsentieren in diesem Band empirische Forschungsergebnisse und diskutieren die Frage, welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollten.
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9,80 €
Streitthema Energiewende
Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und ökonomische Aspekte
Die Energiewende ist eines der zentralen politischen Themen unserer Zeit. Die Art und Weise, wie Energie produziert wird, sagt viel über eine Gesellschaft aus. Abhängig davon, welcher Aspekt des Themas Energiepolitik besonders betont wird – Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit oder Wirtschaftlichkeit – sind sehr unterschiedliche Bewertungen und Schlussfolgerungen möglich. Der Band liefert eine prägnante Orientierung zum Streitthema Energiewende, indem er die nationale und internationale Debatte in multidimensionaler Perspektive kompakt analysiert.
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9,80 €
Die Wahl des Deutschen Bundestages
Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen bis zur Bundestagswahl 2013
Die 18. Bundestagswahl dürfte als Hochzeit der Demokratie 2013 erneut das politische Leben in der Bundesrepublik bestimmen. In fünf Beiträgen werden wichtige Gesichtspunkte dieser Bundestagswahl analysiert, wie die aktuell unter dem Druck des Bundesverfassungsgerichts geänderte Rahmenbedingung des Wahlrechts, der Wahlkampf angesichts der neuen technologischen Möglichkeiten im Internetzeitalter, die Optionen für eine Regierungsbildung angesichts einer veränderten Parteienlandschaft und eines fluider gewordenen Wählerverhaltens sowie Möglichkeiten und Grenzen der Wahlforschung. Der besondere Akzent des Bandes liegt in der Verbindung von aktueller Analyse und einem zeitlichen Längsschnitt, in dem Traditionslinien und Veränderungen seit der ersten Bundestagswahl beleuchtet werden.
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9,80 €
Regierungssysteme
Wer sich für Politik interessiert und diese systematisch analysieren und bewerten will, der kommt an der Betrachtung des Regierungssystems eines Landes nicht vorbei. Auf die Frage, wie politische Macht organisiert und kontrolliert werden kann, geben parlamentarische, präsidentielle, autoritäre oder postmoderne Regierungssysteme sehr unterschiedliche Antworten. Der Band hat den Anspruch, eine Art Schnellkurs in Grundfragen der Regierungslehre zu sein, der von Einsteigerinnen und Einsteigern ebenso genutzt werden kann wie von Lesern und Leserinnen, die bereits mit der Thematik vertraut sind. Diese Einführung in Kategorien, Begriffe und Konzepte der vergleichenden Regierungslehre ist ein unentbehrliches Hilfsmittel für das Studium der Politik.
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9,80 €
Abnehmende Bevölkerung - zunehmende Probleme
Der demografische Wandel in Deutschland als Herausforderung
Die demografische Entwicklung in Deutschland wird zunehmend zum Problem für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In der medialen Öffentlichkeit kursieren viele Krisen- und Katastrophenszenarien, die den Blick auf die Herausforderungen, aber auch die Chancen des demografischen Wandels eher verstellen, während die Möglichkeiten der politischen Gestaltung nur am Rande thematisiert werden. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Band politische Strategien in unterschiedlichen Politikfeldern und ihre Erfolgsaussichten diskutiert. Die Themen reichen von den Ansätzen und Versäumnissen der Familienpolitik, der Zuwanderungspolitik und der Raumordnungspolitik bis hin zu Fragen der Generationengerechtigkeit.
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6,20 €
Europäische Sozialpolitik
Eine Überblickdarstellung zur "Europäischen Sozialpolitik" muss sich in erster Linie beschränken. Weder kann sie alle Bereiche berücksichtigen, die es wert wären, betrachtet zu werden. Noch weniger kann sie auch nur im Ansatz berücksichtigen, welche Auswirkungen die europäische Sozialpolitik auf die Mitgliedstaaten hat. Es geht also nicht um eine mehr oder weniger erschöpfende Darstellung der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung bzw. der politischen Aktivitäten der Gemeinschaftsorgane auf dem Gebiet der Sozial- und Gesundheitspolitik, sondern um die exemplarische Betrachtung und Erörterung besonders aussagekräftiger und repräsentativer Gebiete und Fälle. An ihnen soll gezeigt werden, wie europäische Sozialpolitik funktioniert, wer die wichtigsten Akteure sind und welche maßgeblichen Veränderungen sie in den Mitgliedstaaten hervorrufen, mit einem Schwerpunkt auf Deutschland. Die europäische Sozial- und Gesundheitspolitik ist durch drei Diskrepanzen gekennzeichnet, die Diskrepanz zwischen der Rhetorik über ein Europäisches Sozialmodell und dem tatsächlichen Zustand der Integration auf dem Gebiet, die Diskrepanz zwischen der Erforderlichkeit einer Integration in der Sozial- und Gesundheitspolitik und der Unfähigkeit, diese umzusetzen, und die Diskrepanz zwischen der formell-vertraglichen Kompetenzübertragung und der faktisch-richterrechtlichen Kompetenzausübung. In diesem Zusammenhang ist der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) ein zentraler Akteur, woraus sich Fragen der Legitimität und Effizienz europäischer Sozial- und Gesundheitspolitik ergeben.
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9,80 €
Weltwirtschaftskrise - eine Systemkrise?
2. überarbeitete Auflage 2012 Die aktuelle Weltwirtschaftskrise ist ein nachdrücklicher Beleg für das Ausmaß der Globalisierung. Handelt es sich aber um eine Systemkrise, die nach einer Systemüberwindung verlangt? Welche Folgen werden aktuelle Krisenbewältigung und mögliche Maßnahmen zur Vorbeugung gegen zukünftige Krisen dieser Größenordnung für das Weltwirtschaftssystem haben? Die Beiträge des Bandes analysieren zentrale Elemente der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise und berücksichtigen dabei zugleich unterschiedliche Perspektiven. So wird die Krise sowohl im Lichte der Marx'schen Kritik der Politischen Ökonomie als auch aus dem Blickwinkel der Sozialen Marktwirtschaft untersucht. Möglichkeiten und Probleme einer stärkeren Bankenkontrolle werden ebenso beleuchtet wie das Veränderungspotenzial der institutionellen Infrastruktur auf der Ebene der World Economic Governance. Damit bietet der Band eine fundierte Einführung in ein komplexes Thema.
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9,80 €
Demokratischer durch das Internet?
Grundlagen, Trends und Herausforderungen
In Zeiten von Facebook, Twitter, Wikileaks, Cybermobbing und Cyberkrieg kann man der Frage nicht mehr ausweichen, welchen Einfluss das Internet auf die Politik hat. Beinahe wundert es gar nicht mehr, dass angesichts dieser ungeheuren Bedeutung des neuen Mediums eine Partei entsteht, deren politischer Kern nahezu ausschließlich um die Frage kreist(e), dass ein ungehinderter und kostenloser Zugang zu allen Inhalten des Netzes gegeben sein müsse. Angesichts dieser Konstellation liegt es nahe, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Veränderungen von der Allgegenwärtigkeit des Internets ausgehen. Ändert sich die Kommunikation zwischen Parteien und Wählern in der Substanz oder nur in der Struktur? Welche Bedeutung könnte das Internet für Elemente der "grass-roots-democracy" haben? Welche Gefahr geht von einem Cyberkrieg aus, von dem nicht selten zu lesen ist? Und welche Risiken trägt das Internet in die Kinderzimmer der Republik? Welchen Einfluss hat es auf die Mediennutzung und Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen? Diesen Fragen nähert sich der vorliegende Band aus kommunikations- und medienwissenschaftlicher, sozial- und politikwissenschaftlicher Perspektive und kommt dabei insgesamt zu dem Ergebnis, dass es weniger Spektakuläres, dafür umso mehr Bekanntes zu beobachten gibt.
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9,80 €
Religion in Politik und Gesellschaft
Das Verhältnis von Politik, Gesellschaft und Religion ist national wie international nicht selten von beträchtlicher Tragweite. Um diese vielschichtigen Beziehungen geht es im vorliegenden Band. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass den christlichen Kirchen breiterer Raum gegeben wird. Das ist historisch ebenso begründet wie durch die Besonderheiten des Staats-kirchenrechts in Deutschland. Dass Bundespräsident Joachim Gauck die Äußerung seines Vorgängers Christian Wulff relativiert hat, nicht der Islam gehöre zu Deutschland, wohl aber die Muslime, ist keine Petitesse und zeigt, wie vielschichtig und kontrovers in Deutschland über den Islam diskutiert wird. Kontrovers ist ebenfalls die Frage, welche Rolle die Religion in internatio-nalen Konflikten spielt. Das Buch gibt Auskunft zu all diesen Aspekten und ermöglicht eine fundierte Auseinander-setzung mit dem Thema.
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9,80 €
Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland
Von Adenauer zu Merkel
Die Bundesrepublik als größte Demokratie im Herzen Europas ist aufgrund ihrer gewachsenen wirtschaftlichen und politischen Bedeutung, ihrem politischen und zunehmend auch militärischem Engagement, auch jenseits von Europa, von großem außenpolitischem Interesse. Wie stellt sich die deutsche Außenpolitik in ihrer nunmehr sechzigjährigen Geschichte im Spiegel geopolitischer Neuordnungen, wie der deutschen Teilung, der Wiedervereinigung, Europäisierungsprozessen und globalen Herausforderungen, dar? Das neue Buch von Frank R. Pfetsch ist eine fundierte Einführung in die Entstehung und Entwicklung der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Über die historische Einordnung der deutschen Außenpolitik hinaus liefert der Band struktur- und akteursbezogene Analysen, die die geopolitischen Orientierungen und Strategien der handelnden Politiker anschaulich verknüpfen. Die enge Verflechtung der deutschen mit der europäischen Außenpolitik ist unbestritten. Daher wird diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
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5,00 €
Staatsverschuldung
Die Verschuldung der EU-Staaten, aber auch der USA und Japans, ist so hoch, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit in Frage gestellt werden kann. In Deutschland muss der Staat heute jeden achten Euro, den er durch Steuern einnimmt, für Schuldzinsen ausgeben. Hinzu kommt die Belastung durch implizite öffentliche Schulden, d.h. unver¬briefte zukünftige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherungssysteme. In diesem Band untersuchen renommierte Autoren die Ursachen dieser Entwicklung und beleuchten die verschiedenen Möglichkeiten zum Schuldenabbau. Dabei wird u.a. danach gefragt, ob die Staatsüberschuldung auch den Euro gefährdet und inwieweit die Einführung von Schuldenbremsen in Bund und Ländern zur Haushaltskonsolidierung beitragen kann.
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9,80 €
Politik vermitteln
Legitimationsfragen in der Demokratie
In Zeiten der Globalisierung, in denen Komplexität und Vernetzung immer mehr zunehmen, sind politische Inhalte und politische Prozesse kaum noch zu durchschauen und die Schwierigkeiten "der Politik" diese zu vermitteln, scheinen zunehmend größer zu werden. Gelingt die Politikvermittlung jedoch nicht, besteht die Gefahr, dass die Politikverdrossenheit oder die Politikdistanz der Bürgerinnen und Bürger zunimmt und die Legitimation der Demokratie gefährdet. In diesem Band setzen sich namhafte Autoren mit der Frage auseinander, was sich in demokratischen Systemen geändert hat, so dass die Legitimation der Demokratie durch Politikvermittlung kaum noch bewältigt werden kann. Dabei wird deutlich, dass Politikvermittlung kein einseitiger kommunikativer Vorgang, sondern ein reziproker Prozess ist, an dem eine Vielzahl von Akteuren des politisch-administrativen Systems und des intermediären Systems beteiligt sind. Im Zentrum stehen dabei die Parteien, die Massenmedien einschließlich des Internets und Fragen des Verhältnisses von Politikvermittlung und internationale Beziehungen.
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9,80 €
Entwicklungspolitik
Standortbestimmung, Kritik und Perspektiven
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9,80 €
Die Europäische Union
Krise, Neuorientierung, Zukunftsperspektiven
Eurokrise, mangelnde Akzeptanz der EU in der Öffentlichkeit, komplexe Entscheidungsprozesse, uneinheitliches Auftreten in der internationalen Politik, Demokratiedefizit: Die europäische Integration und mit ihr die zentrale politische Organisation des Kontinent, die Europäische Union (EU), befindet sich in einer Phase der Neuorientierung. Wie soll eine EU mit fast 30 Mitgliedstaaten künftig funktionieren? Welche Integrationsmodelle sind denkbar? Der Titel des Bandes, "Krise und Zukunft der EU", ist bewusst gewählt. Denn die Geschichte der europäischen Integration ist einerseits eine Geschichte von Krisen, vom Umgang mit Krisen und von der Überwindung von Krisen. Doch andererseits bleibt die europäische Integration trotz vieler Schwierigkeiten ein faszinierendes Projekt, das nicht am Ende ist, sondern Zukunft hat. Die Form dieser Zukunft ist freilich höchst ungewiss.
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9,80 €
Soziale Milieus
Politische und gesellschaftliche Lebenswelten in Deutschland
Seit Beginn der 1980er Jahren hat sich in der sozialwissenschaftlichen Sozialstrukturanalyse neben den Begriffen "Klasse" und "Schicht" das Konzept der "Sozialen Milieus" etabliert, um gesellschaftliche Differenzierungen und Ungleichheiten zu beschreiben und zu analysieren. Mit diesem Konzept lassen sich Prozesse in der Gesellschaft transparent und zugänglich machen. Die Beiträge dieses Bandes zeigen im Zusammenhang des Ansatzes der "Sozialen Milieus" Veränderungen im Parteienwettbewerb, die Krise der Volksparteien, die sozialstrukturelle Entwicklung in Ostdeutschland nach der Wende, die Auswirkungen der demographischen Entwicklung, die politische und gesellschaftliche Lage sowie Einstellungen und Wertvorstellungen von Migrantinnen und Migranten in Deutschland.
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9,80 €
Gesundheitspolitik
Hintergründe, Probleme und Perspektiven
Seit fünf Jahrzehnten steigen die Ausgaben für Gesundheit stärker als die Gesamtwirtschaftsleistung der Bundesrepublik. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt hat sich seither beinahe verdoppelt. Mehr als 250 Mrd. Euro oder über zehn Prozent des Bruttoinlandprodukts fließen in diesen Sektor, mit stetig und überdurchschnittlich steigender Tendenz. Kein Wunder, dass seit nunmehr dreißig Jahren die Gesundheitspolitik eine Dauerbaustelle ist, die sich unter einen Begriff fassen lässt: Kostendämpfung. Die Ursachen dieser Entwicklung und ihre Folgen für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft, insbesondere für die weniger Begüterten im Land, sind ebenso Gegenstand dieses Bandes wie die aus der Ressourcenknappheit unvermeidlich resultierende politische Auseinandersetzung um Kopfpauschale und Bürgerversicherung. Schließlich wird noch ein Blick auf die Europäische Gesundheitspolitik geworfen, die die nationale Politik in wachsendem Maße beeinflusst.
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9,80 €
Kommunalpolitik
Probleme und Potentiale der "Wiege der Demokratie"
Ob es der Personalausweis, das Aufgebot, die Geburtsurkunde, der Bauantrag oder die Grippeschutzimpfung ist, ob Müll abholt wird, das Wasser kommt oder ein "Knöllchen" hinter dem Wischer klemmt. Jedes Mal kommt der Bürger mit seiner Kommune in Berührung. Ohne Kommunen läge das Kulturleben brach, würden elementare und existenzielle Voraussetzungen für das Leben in einer modernen Industrie- und Informationsgesellschaft fehlen. Weil es um so existenzielle Belange geht, liegt es nahe, die Bürger an der Gestaltung dieser Angelegenheiten zu beteiligen. In Deutschland wird die kommunale Selbstverwaltung daher verfassungsrechtlich garantiert, gilt die Kommune darüber hinaus als "Wiege" oder als "Schule der Demokratie". Im Verhältnis dazu ist das Interesse der Bürger an der Kommunalpolitik gering. Möglicherweise sind die engen Handlungsspielräume der Kommunen eine Erklärung für dieses Desinteresse. Wozu engagieren, wenn man doch nichts entscheiden kann, wenn fast alles durch Recht festgelegt ist? Hinzu kommt, dass die Mehrzahl der Kommunen vor dem Hintergrund ihrer Pflichtaufgaben finanziell schlicht unterausgestattet ist. Die Privatisierung kommunaler Betriebe hatte nicht nur den Verkauf öffentlichen Eigentums zur Folge, sondern auch die Veräußerung demokratischer Mitwirkungsrechte. Auf der anderen Seite hat die flächendeckende Einführung direktdemokratischer Verfahren in der Praxis nicht zu einer Kompensation für diesen Verlust an Mitwirkungs- und Mitentscheidungsrechten der Bürger geführt, wie zwei Aufsätze zeigen. Zwei Beiträge beschäftigen sich mit der kommunalen Interessenvermittlung in Richtung Länder und Bund, einmal der klassische Weg über die kommunalen Spitzenverbände, ein anderer Weg, weit weniger bekannt, über die Kommunalpolitischen Gemeinschaften der Parteien. "Die vorliegende Veröffentlichung zeigt, wie spannend und vielseitig Kommunalpolitik sein kann. Die Autoren haben ein schmales, aber faktenreiches Handbuch erstellt, dass sich in übersichtlicher Form allen Facetten des Themas widmet. [...] Auch der Blick ins Ausland fehlt nicht." Bayerische Staatszeitung 1/2011
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9,80 €
Wendepunkte deutscher Geschichte
1949 - 1989 - 2009
Das demokratische und pluralistische System der Bundesrepublik lässt sich ohne hinreichende Kenntnisse seiner Vergangenheit und ohne ein ausreichendes Bewusstsein seiner historischen Genese weder verstehen noch adäquat bewerten. Deutschland feiert 2009/2010 ein Doppeljubiläum: 60 Jahre Bundesrepublik, 20 Jahre friedliche Revolution und 20 Jahre deutsche Einheit. Dies scheint Anlass genug, zum einen zurückzublicken auf die doppelte "Gründungssituation" von 1949 und die getrennte, aber doch aufeinander bezogene Entwicklung der beiden deutschen Staaten, zum anderen auf die Zeit nach 1989.
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9,80 €
Globale Umweltpolitik
Felix Ekardt: Das Prinzip Nachhaltigkeit Der liberal-demokratische Rahmen westlicher Gesellschaften hat bewirkt, dass die meisten hier und heute Lebenden ein Ausmaß an Freiheit und Wohlstand genießen, von dem die Menschen in früheren Jahrhunderten nur träumen konnten. Nur blenden wir in Recht, Moral und Politik immer noch überwiegend die Belange künftiger und in anderen Weltgegenden lebender Menschen aus. Dies ist ein grundlegendes Problem, da der bisherige westliche Lebensstil weder dauerhaft durchhaltbar noch global ausdehnbar ist. Die Intention des Nachhaltigkeitsprinzips liegt exakt darin, die globale und intergenerationelle Gerechtigkeit anzugehen. In diesem Rahmen antwortet der Beitrag u.a. auf Fragen wie: Können normative Fragen überhaupt objektiv/rational entschieden werden? Ist eine Ausdehnung der tradierten Normativität in zeitlicher und räumlicher Hinsicht rechtlich/moralisch geboten? Welche konkreten Abwägungen und Politikinstrumente der Nachhaltigkeit ergeben sich am Beispiel des Klimaschutzes? Und welche faktischen Bedingungen sind dafür ursächlich, dass wir bisher meist nur über Nachhaltigkeit reden, anstatt real zu handeln? The liberal framework of western societies has resulted in most inhabitants of modern-day western states being able to enjoy an extent of freedom and wealth which would have been inconceivable for human beings in former times. But it is still a matter of fact that the law as well as the philosophy of justice are more or less restrained to the resolution of conflicts between contemporaries and between people living in the same country. This is a crucial problem since the western way of life can probably not be continued (a) in a long-term perspective and (b) on a global level. This poses big challenges, especially in consideration of the fact that some kind of measures of global justice can affect intergenerational justice - and vice versa. The intention of the concept of sustainability is exactly to fight this "global-intergenerational" dilemma. But so far, sustainability in law is more or less a non-binding idea which doesn’t really oblige political institutions to act in a more sustainable way. Therefore, it might be helpful to transform sustainability into a new concept of (sustainable) liberty. Andreas Rechkemmer: Klimawandel als Weltproblem Die Debatte über den Klimawandel und dessen Auswirkungen hat inzwischen alle Bereiche der Gesellschaft erreicht und ist auf der internationalen politischen Agenda eines der Topthemen. Klimawandel hat zum großen Teil mit der anthropogenen Veränderung der atmosphärischen Zusammensetzung und somit einer Intensivierung des Treibhauseffektes zu tun. Die neuesten Erkenntnisse wurden 2007 im Bericht des IPCC in dessen viertem Sachstandsbericht (AR4) zusammengefasst. Dies führte zu einer tieferen Einsicht in die Beschaffenheit und Tragweite der aktuellen Klimaänderungen. Zu den fundamentalen Aussagen des AR4 gehört, dass es nun keinen Zweifel mehr daran gibt, dass das Klima sich tatsächlich ändert. Messungen und Beobachtungen haben erwiesen, dass die wichtigsten Indizien des globalen Wandels (Erderwärmung, Anstieg des Meeresspiegels, Abschmelzen der Gletscher und Eisflächen usw.) sich dramatisch beschleunigt haben. Des Weiteren konnte eine Veränderung in regionalen Klimamustern sowie ein numerischer Anstieg und eine Intensivierung extremer Wetterereignisse beobachtet werden. Der vorliegende Artikel präsentiert die wichtigsten Aussagen des IPCC AR4 und stellt sie in den Kontext der aktuellen politischen Auseinandersetzung auf internationaler Ebene. The debate about climate change and its impacts has reached all corners of society and constitutes a main item on the global political agenda. Climate change is mostly due to anthropogenic changes in the atmospheric compostion and the so called greenhouse effect. The Inter-governmental Panel on Climate Change (IPCC) issued its fourth assessment report (AR4) in 2007. This document has led to a much deeper and broader understanding of the nature of the problem and its manifold epiphenomena. There is no question that climate change is real, since robust measurements and empirical observation have added evidence to the previously known theories and scenarios. Among the observed patterns are dramatically increased global warming, sea level rise, and loss of glaciers and ice shelfs. Moreover, regional climate patterns are changing and extreme weather events are on the rise. This article features some of the most pertinent observations and findings of IPCC AR4, and describes how international political talks are trying to tackle these issues in ongoing negotiations. Sebastian Oberthür: Die Vorreiterrolle der EU in der internationalen Klimapolitik: Erfolge und Herausforderungen Der globale Klimawandel ist in den Mittelpunkt der europäischen und internationalen Politik gerückt. Seit Anfang der 1990er-Jahre hat sich die EU zunehmend als Vorreiterin in der internationalen Klimapolitik etabliert. Allerdings stellen die Umsetzung wirksamer Maßnahmen, die Koordination der EU-Umweltdiplomatie, die sich entwickelnde internationale Tagesordnung, die EU-Erweiterung sowie die Gewährleistung eines einheitlichen internationalen Auftretens der EU weiterhin bedeutende Herausforderungen dar. Dennoch bestärken günstige politische Rahmenbedingungen und Fortschritte in der europäischen Klima- und Energiepolitik die Erwartung, dass die EU auch zukünftig eine treibende Kraft der internationalen Klimapolitik bleiben wird. Climate Change has taken centre stage in European and international politics. Since the beginning of the 1990s, the EU has increasingly established itself as an international leader on climate change. However, implementation and policy coherence, coordination of EU environmental diplomacy, an evolving international agenda, EU enlargement, and a still precarious EU unity remain major challenges. Shifts in underlying driving forces and advances of EU domestic climate and energy policies nevertheless support the expectation that the EU will remain a progressive force in international climate policy for some time to come. Tobias Lindenberg: Konfliktstoff Wasser Massive Eingriffe in bis dahin intakte Ökosysteme sind die wichtigste Ursache für eine nachhaltige regionale Verknappung des Lebenselixiers Wasser. Anhand von Modellen werden daraus entstehende soziale und politische Spannungen sowie die ökologischen und hydrologischen Auswirkungen mit den Intentionen der Akteure in Kontext gesetzt und die Konstellation der betroffenen Staaten auf ihre Machtrelation hin untersucht. Die Komplexität wird dabei am Streitfall des Südostanatolienprojektes am Oberlauf des Euphrat und des Tigris veranschaulicht. Massive interferences in intact ecosystems have to be considered as a major cause for long lasting regional water scarcity. Resulting social and political tensions as well as ecological and hydrological consequences are to be put in context with different intentions of various involved regional players. Furthermore, the constellation of affected states and their relationship in matters of regional power are examined in the present study. The case of the Southeast Anatolia Project on the upper reaches of Euphrates and Tigris illustrates the complexity of water scarcity conflicts. Johanna Reichenbach/Till Requate: Umweltpolitische Instrumente in Theorie und Praxis Der Artikel verschafft einen Einblick in die ökonomische Analyse von Umweltproblemen und erläutert die grundsätzliche Funktionsweise der wichtigsten umweltpolitischen Instrumente, insbesondere Emissionssteuern, handelbare Emissionszertifikate und Emissionsstandards. Außerdem werden anhand einiger Fallbeispiele die aktuelle deutsche sowie die europäische Regulierung im Rahmen des Klimaschutzes kritisch beleuchtet und Konflikte bei überlappender Regulierung von Seiten der EU und ihrer Mitgliedsstaaten herausgearbeitet. This article gives an introduction to the economic analysis of environmental problems and explains how the most prominent instruments of environmental policy work, in particular emission taxes, tradable emission permits, and emission standards. In addition, we critically discuss selected issues of current climate change regulation in Germany and Europe and demonstrate the conflict of overlapping regulation by the EU and its member states.
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