100 Jahre Geschichtslehrerverband

Eine bildungspolitische Analyse 1913 - 2013

von
Tobias S. Schmuck

Die unterschiedlichen politischen Systeme beeinflussen auch die Verbände, die in ihnen tätig sind. Der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) hat in den 100 Jahren seit seiner Gründung 1913 vielseitige Wandlungen hinter sich. Der Verband durchlebte Monarchie und Republik, Diktatur und Diktaturbewältigung, Zentralismus und Föderalismus in der Bildungspolitik. Geschichtsunterricht gab es in dieser Zeit immer – und auch die Sorge um Art und Qualität des Geschichtsunterrichts kam nie zum Erliegen. Der VGD verstand sich dabei als Sachwalter, der sich für die Interessen der Geschichtslehre…

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49,80 €

Bestellnummer: 40032
EAN: 9783734400322
ISBN: 978-3-7344-0032-2
Format: Broschur
Reihe: Geschichte für heute in Wissenschaft und Unterricht
Erscheinungsjahr: 2014
Seitenzahl: 488
Produktinformationen
Die unterschiedlichen politischen Systeme beeinflussen auch die Verbände, die in ihnen tätig sind. Der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) hat in den 100 Jahren seit seiner Gründung 1913 vielseitige Wandlungen hinter sich. Der Verband durchlebte Monarchie und Republik, Diktatur und Diktaturbewältigung, Zentralismus und Föderalismus in der Bildungspolitik. Geschichtsunterricht gab es in dieser Zeit immer – und auch die Sorge um Art und Qualität des Geschichtsunterrichts kam nie zum Erliegen. Der VGD verstand sich dabei als Sachwalter, der sich für die Interessen der Geschichtslehrer/innen, insbesondere aber auch für die Anliegen eines vermittelbaren Geschichtsunterrichts einsetzte. Das vorliegende Buch untersucht die Arbeit des Verbandes in den wechselnden Systemen eines Jahrhunderts.
Inhaltsübersicht
Zum Geleit I. Einleitung 1. Thema und Schwerpunktsetzung 2. Herangehensweise und Begriffserklärungen 3. Gliederung 4. Forschungs- und Quellenlage II. Hauptteil 1. Gründungsphase im Wilhelminischen Kaiserreich a) Bildungspolitisches Umfeld b) Äußere Entwicklungen des Verbands c) Regionale Verbreitung d) Interessenprofil und Interessenkonflikte (1) Programm und Selbstbild (2) Herausforderung der Bildungslandschaft durch den Weltkrieg (3) Internationale Selbstdarstellung e) Zwischenfazit 2. Neuorientierung in der Weimarer Republik a) Bildungspolitisches Umfeld b) Äußere Entwicklung des Verbands c) Regionale Verbreitung d) Interessenprofil und Interessenkonflikte (1) Reaktionen auf Schulerlass und Schulbucherlass (2) Staatsbürgerkunde als Themenfeld oder als Fach? (3) Der Umgang mit der Quellenarbeit (4) Die Auseinandersetzung um die Deutungshoheit über den Weltkrieg e) Zwischenfazit 3. Gleichschaltung unter der NS-Regierung a) Bildungspolitisches Umfeld b) Äußere Entwicklung des Verbands c) Regionale Verbreitung d) Interessenprofil und Interessenkonflikte (1) Verbleib der Zeitschrift (2) Außenvertretung in Frankreich e) Zwischenfazit Inhaltsverzeichnis 4. Neugründung in der alten Bundesrepublik a) Bildungspolitisches Umfeld b) Äußere Entwicklung des Verbands c) Regionale Verbreitung d) Interessenprofil und Interessenkonflikte (1) Schulstrukturfrage (2) Lehrplanangelegenheiten (3) Zeitschriftenpolitik (4) Historische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (5) Der Ort der Geschichte in der Fächerlandschaft (6) Verbandsaußenbeziehungen, Frankreich (7) Verbandsaußenbeziehungen, Polen (8) Neue Partner e) Zwischenfazit 5. Gegenwart in der „Berliner Republik“ a) Bildungspolitisches Umfeld b) Äußere Entwicklung des Verbands c) Regionale Verbreitung d) Interessenprofil und Interessenkonflikte (1) Deutsche Einheit (2) Europäische Einheit als europäisches Ziel (3) Fachliche Eigenständigkeit (4) Bildungsstandards (5) Geschichtsmedien e) Zwischenfazit III. Schlussfolgerungen Anhang (1) Vorsitzende des VdG/VGD (2) Tagungen im Umfeld des VdG/VGD (3) Literaturliste a) Archivalien b) Zeitzeugengespräche c) Literatur
Autor*innen
Tobias S. Schmuck war nach seinem Studium der Geschichte, Anglistik und Philosophie in Mainz und Bangor (Wales) seit 2005 als Lehrer im rheinland-pfälzischen Schuldienst tätig und ist seitdem Mitglied des VGD. Von 2004 bis 2007 wirkte er als Lehrbeauftragter für Culture Studies Anglistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Daneben engagiert er sich in kirchlichen, gewerkschaftlichen und kulturellen Ehrenämtern.

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